Politik bei uns wird nicht mehr aktiv betreut, eine Datenaktualisierung findet genausowenig statt wie Support.

Wir würden gerne weitermachen. Aber die Ansprüche an die Plattform passen nicht zum vollständig ehrenamtlichen Betrieb. Hintergründe und Ideen zur Rettung finden Sie in diesem Blogartikel.

Sitzungsvorlage.pdf

Dies ist ein "Politik bei uns 1"-Dokument. Die Dateien dieser Kommunen werden nicht mehr aktualisiert. Um aktuelle Daten zu bekommen, ist eine OParl-Schnittstelle bei der Kommune erforderlich. Im Bereich "Mitmachen" finden Sie weitere Informationen.

Daten

Kommune
Moers
Dateiname
Sitzungsvorlage.pdf
Größe
66 kB
Erstellt
26.12.14, 17:18
Aktualisiert
27.01.18, 09:46

öffnen download melden Dateigröße: 66 kB

Inhalt der Datei

Der Bürgermeister ‐ Dezernat III ‐ Fachbereich 8 ‐ Moers, den 17.03.2014 Sitzungsvorlage Nr. 15/2219 Beratungsfolge 1. Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Umwelt Verkehrssitutation Kornstraße Sachstand "Runder Tisch Kornstraße" Beschlussvorschlag: öffentlich Kenntnisnahme Sitzungsdatum 03.04.2014 Der Ausschuss für Stadtentwicklung Planung und Umwelt nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis. Weitere verkehrliche Maßnahmen im Bereich der Kornstraße sind derzeit nicht erforderlich. Sachverhalt und Stellungnahme: Am 13.11.2013 hat im Moerser Rathaus ein Treffen des „Runden Tisches Kornstraße“ stattgefunden, mit der Zielsetzung die aktuelle verkehrliche Situation auf der Kornstraße erneut zu bewerten. Die Teilnehmer des Runden Tisches setzen sich aus Anwohnern, Vereinsmitgliedern (Siedlervereinigung Niederrhein e. V.) sowie von Vertretern aus Politik, Verwaltung und Polizei zusammen. Im Rahmen dieser Sitzung wurde mit den Teilnehmern vereinbart, dass der ASPU über die vorgebrachten Anregungen und Hinweise in Kenntnis gesetzt wird. Das Protokoll des Treffens vom 13.11.2013 mit den vorgebrachten Anregungen und Hinweisen ist der Vorlage als Anlage beigefügt. Zu den im Protokoll dargestellten Anregungen und Hinweisen wird im Folgenden Stellung genommen. Stellungnahmen der Verwaltung Anregung 1: Markierung von Parkflächen auf der Kornstraße anstelle einer Halteverbots‐Beschilderung, mit dem Ziel die Fahrbahn optisch zu verschmälern und eine langsame Fahrweise zu fördern Stellungnahme der Verwaltung: Bereits in der Vergangenheit hat es entsprechende Forderungen der Anwohner gegeben. Seitens der Verwaltung wird weiterhin die Einschätzung vertreten, dass es sich hierbei um eine sehr kleinteilige Maßnahme handelt, da teilweise lediglich die Länge eines Stellplatzes markiert werden kann. Durch die vielfältigen vorhandenen Elemente – wie z.B. Stelen, Piktogramme, fehlende Mittelmarkierung und Einengungen – werden die Verkehrsteilnehmer bereits deutlich darauf hingewiesen, dass Sie sich in einem geschwindigkeitsbeschränkten Bereich befinden. Die „Überfrachtung“ des Straßenraums durch visuelle Elemente sollte im Sinne der Vereinfachung des Verkehrs möglichst vermieden werden. Darüber hinaus dürfen Parkmarkierungen grundsätzlich überfahren werden. Der zu erwartende verkehrsberuhigende Effekt der Parkmarkierung gegenüber der heutigen Situation wird seitens der Verwaltung gering eingeschätzt. Anregung 2: Seite 1 von 4 Einbeziehung der Kornstraße in dieTempo‐30‐Zone anstelle der streckenbezogenen Tempo 30 Ausweisung, mit dem Ziel, die Anzahl der Verkehrszeichen zu reduzuieren Stellungnahme der Verwaltung: Die Funktion der Kornstraße als Haupterschließungsstraße widerspricht der Einbeziehung dieser in die angrenzenden Tempo‐30‐Zonen. Bereits jetzt gilt auf der Kornstraße eine streckenbezogene Tempo‐30‐Regelung. Die zulässige Geschwindigkeit würde sich durch eine entsprechende Maßnahme nicht ändern. Aufgrund der grundsätzlichen „Rechts vor Links Regelung“ in einer Tempo‐30‐Zone würde es zu einer Behinderung und Verlangsamung des Busverkehrs kommen, wodurch mit vermehrten Brems‐ und Beschleunigungsvorgängen zu rechnen wäre. Hinzu kommt, dass eine Zonenbeschilderung nur am Anfang und Ende einer Zone angebracht werden darf. Durch die derzeitige Beschilderung wird an jeder Einmündung auf die zulässige Geschwindigkeit von 30 km/h hingewiesen, wodurch sich die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer auf die zulässige Geschwindigkeit erhöht wird. Die Einbeziehung der Kornstraße in eine Tempo‐30‐Zone wird seitens der Verwaltung daher nicht befürwortet. Anregung 3: Anlegen eines Fußgängerüberwegs (Zebrastreifen) an der vorhandenen Querungsstelle in Höhe der Einmündung Scherpenberger Straße Stellungnahme der Verwaltung: Bei der Prüfung der Notwendigkeit von Fußgängerüberwegen gilt für die Verwaltung die Richtlinie für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen (R‐FGÜ‐2001). Diese gibt an, dass Fußgängerüberwege ab einem Aufkommen von 50 bis 100 Fußgänger/h möglich sind. Ab einer Anzahl von 100 bis 150 Fußgängern pro Stunde wird empfohlen, Fußgängerüberwege anzulegen. Aufgrund der bereits vorhandenen baulichen Fahrbahneinengung (Kornstraße Einmündung Scherpenberger Straße) wird ein Fußgängerüberweg, auch unter Berücksichtigung der geltenden Richtlinien, nicht als erforderlich angesehen. Anregung 4: Prüfung der Möglichkeit von Aufpflasterungen bzw. “Drempeln“ im Verlauf der Kornstraße zur Temporeduktion Stellungnahme der Verwaltung: In der Stadt Moers gibt es einen Grundsatzbeschluss des Stadtrats, der den Einsatz von „Drempeln“ oder sogenannten Temposchwellen ausschließt. Die Gründe hierfür sind u.a., dass es vor diesen Einbauten zu einem abrupten Abbremsen und nach passieren zu einem Beschleunigungsvorgang kommt. Hierdurch ist von zusätzlichen Lärmbelästigungen und einer zusätzlichen Unterbrechung des Verkehrsflusses auszugehen. Hinzu kommt, dass solche Einbauten besonders für Rettungsfahrzeuge und Krankentransporte als hinderlich zu beurteilen sind. Anregung 5: Prüfung der Anordnung eines generellen Lkw‐Verbots auf der Kornstraße. Ansprache der Gewerbebetriebe an der Franz‐Haniel‐Straße mit der Forderung Alternativerouten für die Anlieferung zu nutzen Stellungnahme der Verwaltung: Die Kornstraße ist nicht als Wohnstraße bzw. Anliegerstraße sondern als Hauptverkehrsstraße mit überwiegend örtlicher Verbindungsfunktion einzustufen. Hierdurch lässt sich auch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen inklusive Schwerlastverkehr ableiten, dass auch durch entsprechende Messergebnisse bestätigt wird (siehe Protokoll vom 13.11.2013). Seite 2 von 4 Über die Kornstraße wird auch das Gewerbegebiet an der Franz‐Haniel‐Straße direkt angebunden, welches in der Vergangenheit durch die Ansiedlung von Einzelhandelsnutzungen an Bedeutung zugenommen hat. Hieraus ergibt sich auch eine gesteigerte Bedeutung und Funktion der Kornstraße, so dass keine Anordnung eines generellen Lkw‐Verbots auf der Kornstraße erfolgen kann. Daher wird auch darauf verzichtet die Gewerbebetriebe an der Franz‐Haniel‐Straße mit der Bitte der Nutzung alternativer Anlieferrouten anzuschreiben. Anregung 6: Ersetzen der Standorte der Krefelder Steelen durch Bäume mit dem Ziel den Stadtteil bzw. das Erscheinungsbild der Kornstraße aufzuwerten und den Charakter einer Wohnstraße hervorzuheben und dementsprechend positiv auf das Geschwindigkeitsniveau einzuwirken Stellungnahme der Verwaltung: Bei einem Neubau oder einer kompletten Sanierung einer Straße ist die Forderung, Fahrbahneinengungen oder Verschwenkungen auch durch Baumbeete zu gestalten, grundsätzlich positiv zu bewerten. Neben dem Einfluss auf das Geschwindigkeitsniveau kann so auch das gestalterische Erscheinungsbild des Straßenraums positiv beeinflusst werden. Ein solcher Ausbau bzw. Umbau der Kornstraße steht in absehbarer Zeit nicht an. Anregung 7: Installierung von zusätzlichen Pollern bzw. Sperrpfosten, die ein Befahren des Radwegs verhindern Stellungnahme der Verwaltung: In der Vergangenheit sind bereits an mehreren Stellen Poller im Radweg der Kornstraße errichtet worden, um das befahren durch den Kfz‐Verkehr zu verhindern. Ziel ist den Rad‐ und Fußverkehr zu schützen. Grundsätzlich gilt jedoch, dass der Einsatz von Sperrpfosten kein optimales Mittel darstellt, da diese gleichzeitig eine Einschränkung des nutzbaren Raums insbesondere für den Radverkehr darstellen. Die Radverkehrsanlagen auf der Kornstraße sind nicht benutzungspflichtig, jedoch sind diese deshalb keine Radwege zweiter Klasse. Gerade für unsichere und unerfahrene Radfahrer (Kinder, ältere Menschen) ist somit die Möglichkeit gegeben, in einem geschützten Raum baulich getrennt vom Kfz‐Verkehr zu fahren. Das Befahren der Geh‐ und Radwege ist auf ein individuelles Fehlverhalten einzelner Verkehrsteilnehmer zurückzuführen. Seitens der Verwaltung wird es jedoch kritisch bewertet, durch den vermehrten Einsatz von Sperrpfosten zu versuchen, dieses individuelle Fehlverhalten komplett zu unterbinden, da hierdurch eine weitere Einschränkung des Rad‐ und Fußverkehrs zu erwarten wäre. Der zusätzliche Einsatz von Sperrpfosten wird seitens der Verwaltung somit nicht befürwortet. Anregung 8: Im Nachgang zur Versendung des Protokolls ist eine weitere Anregung an die Verwaltung herangetragen worden. Inhalt dieser Anregung ist, dass die derzeitige Verkehrsführung eine deutlich erhöhte Schadstoffbelastung der Anwohner mit sich bringt Stellungnahme der Verwaltung: Zusammenfassend haben alle bisher vorgenommenen Maßnahmen (Fahrbahneinengungen, Krefelder Steelen, Fahrbahnpiktogramme‚ Entfernen der Mittelmarkierung etc.) im Bereich der Kornstraße das Ziel verkehrsberuhigend zu wirken und damit einhergehend das Geschwindigkeitsniveau zu senken. Die hier angewandten Maßnahmen kommen auch an weiteren Straßen im gesamten Moerser Stadtgebiet zur Anwendung. Eine besondere Emissions‐ und Lärmbelästigung ist durch die in der Vergangenheit getroffenen Maßnahmen daher nicht zu erwarten. Seite 3 von 4 Aufgrund der dargestellten Stellungnahmen sind derzeit seitens der Verwaltung keine weiteren verkehrlichen Maßnahmen geplant. Die Verkehrssituation wird jedoch weiter beobachtet. Finanzielle Auswirkungen: keine In Vertretung Hormes Beigeordneter Anlage/n: Ergebnisprotokoll Runder Tisch Kornstraße, Treffen vom 13.11.2013 Seite 4 von 4