Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Ausfertigung nach Beschlussfassung 13. BVV am 06.03.13.pdf
Größe
88 kB
Erstellt
16.10.15, 19:39
Aktualisiert
27.01.18, 21:45
Stichworte
Inhalt der Datei
Ausfertigung nach Beschlussfassung
1.43
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
Antrag
Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen
VII-0365
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Ausschuss für Stadtentwicklung und
Grünanlagen
Beratungsfolge:
06.03.2013
BVV
BVV/013/VII
Betreff: Positionierung des Bezirks Pankow zum StEP Wohnen von Berlin
Die BVV möge beschließen:
Die BVV Pankow begrüßt die Neufassung des StEP Wohnens für Berlin und bringt sich
mit den folgenden Positionen und Änderungsvorschlägen ein. Das Bezirksamt wird
ersucht, die Änderungsvorschläge gegenüber der Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung und Umwelt zu vertreten und die Berücksichtigung im weiteren
Erstellungsverlauf des StEP Wohnens zu erreichen.
1. Die BVV Pankow stimmt den im Konsens zwischen der für Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung und Umwelt und Bezirksamt ausgewiesenen
Wohnungsbaupotenzialflächen zu.
2. Die auf bestehenden Kleingartenflächen vom Senat vorgeschlagenen
Wohnungsbaupotenzialflächen sind gemäß der Beschlussfassung VII-0359 vom 31.
Januar 2013 durchgängig zurückzunehmen.
3. Auf die Einbeziehung der Bereiche Elisabethaue, Französisch-Buchholz-Nord
(nordöstlich der Hans-Schumacher-Straße), Buch V und Blankenburg (Lindenberger
Weg, östlich Straße 33) ist zu verzichten.
4. Die Aufnahme von ehemaligen Kleingartenanlagen, die als Erholungsanlagen oder
Anlagen einzustufen sind, in den StEP Wohnen soll ebenfalls nicht erfolgen, da die
planungsrechtlichen Gegebenheiten zunächst zu prüfen sind.
5. Im Gegenzug bietet der Bezirk Pankow neben den diversen innerstädtischer
Nachverdichtungspotentialen folgende Ersatzstandorte an und beabsichtigt falls
notwendig Planungsrecht herzustellen:
a.
Neue Flächen und Standorte:
Wilhelmsruh (westlich Kopenhagener Straße),
Schönholz (südlich Klemkestraße),
Rangierbahnhof Pankow,
Französich-Buchholz (westlich Straße 103),
Blankenburg Süd (Blankenburger Pflasterweg),
Ausfertigung nach Beschlussfassung
Heinersdorf-Mitte (nördlich Blankenburger Straße),
Heinersdorf-Süd (südlich Romain-Rolland-Straße),
Weißensee (Parkstraße),
Michelangelostraße,
Güterbahnhof Greifswalder Straße, Westseite,
Vivantes-Krankenhaus/Ella-Kay-Straße,
Conrad-Blenke-Straße
b.
Teilflächen von Friedhöfen gemäß Friedhofsentwicklungsplan:
Friedenskirchengemeinde Nordend (entlang Dietzgenstraße) sowie St.
Georgen Kirchengemeinde und Segensgemeinde in Weißensee (entlang
Roelckestraße)
c.
Weitere Wohnungsbauflächen ergeben sich aus der Berichterstattung zur
Drucksache VII-0046, die ebenfalls erhebliche Neubaupotenziale an
Einzelstandorten für den Wohnungsbau beinhaltet.
Über die Prioritätensetzung bei der notwendigen Schaffung von Planungsrecht für die
neuen Wohnungsstandorte wird die BVV einen weiteren Beschluss fällen. Dabei soll
insbesondere die notwendige Ausstattung mit sozialer Infrastruktur ein wesentliches
Kriterium sein.
Abstimmungsergebnis Ausschuss für
Stadtentwicklung und Grünanlagen:
JA 10 / NEIN 3 / ENTHALTUNGEN
Berlin, den 07.03.2013
Einreicher: Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen
Roland Schröder, Ausschussvorsitzender
Begründung siehe Rückseite
Ergebnis:
x
beschlossen
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Abstimmungsverhalten:
EINSTIMMIG
x
MEHRHEITLICH
JA
einige NEIN
1
ENTHALTUNGEN
federführend
überwiesen in den Ausschuss für
zusätzlich in den Ausschuss für
und in den Ausschuss für
Ausfertigung nach Beschlussfassung
Drs. VII-0365
Begründung:
Der Bezirk hat sich durch die Bearbeitung der Drucksache VII-0046 frühzeitig auf die
notwendige Ausweisung von Flächen für den Wohnungsbau eingestellt. Dadurch liegen
vor Ort ermittelte Erkenntnisse über geeignete und prioritär zu entwickelnde Flächen für
den Neubau von Wohnungen vor. Das im Aufbau befindliche bezirkliche Bündnis für
Wohnen bietet zugleich die Möglichkeit eine zielgenbauen Abstimmung zwischen den
Wohnungsunternehmen, dem Bezirksamt und der BVV. Dadurch werden
gleichermaßen eine politische Durchsetzbarkeit und eine zügige Umsetzbarkeit erreicht,
die es sogar ermöglicht, die unterschiedlichen Interessen abzugleichen und die
Wohnungsunternehmen bei gegebenenfalls notwendigen Erschließungen und
Infrastrukturen gemäß den Möglichkeiten des Baugesetzbuches zu beteiligen. Vor
diesem Hintergrund erwartet die BVV eine wohlwollende Prüfung der ausgereiften
Vorschläge und geht von einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Senat aus, da
mit den vorgelegten Flächen ausreichende Neubaupotenziale für den Bezirk Pankow
aufgezeigt werden.
Neben den Standorten mit mehr als 100 Wohneinheiten bestehen auch zahlreiche
kleinteiligere Planungen von Wohnungsunternehmen für den Wohnungsneubau, die
sich unterhalb der Erfassungsebene des StEP Wohnen befinden. Zusammen belaufen
sich diese bereits bekannten und in Vorbereitung befindlichen Wohnungsneubauten
bereits auf fast 850 WE, die in der folgenden Aufstellung gemäß den Vorlagen zur
Kenntnisnahme zur Drucksache VII-0046 zusammengefasst wurden.
Gesobau
Mietergenossenschaft SelbstBau“
Wohnungsbaugenossenschaft „Wilhelmsruh“
Summe
763
14
58
835
Vom Fachbereich Stadtplanung wird eingeschätzt, dass auf diesen Standorten, bis auf
wenigen Ausnahmen, Wohngebäude gem. § 34 BauGB grundsätzlich planungsrechtlich
zulässig sind, so dass zügige Genehmigungsverfahren in Aussicht erwartet werden
können.
Zu den einzeln Punkten:
Die Herausnahme der Kleingartenanlagen entspricht dem Beschlussstand der BVV
Pankow (Drucksache VII-0359).
Die Aufnahme der Erholungsanlagen und Anlagen ist derzeit nicht zielführend, da es
erhebliche Unsicherheiten zur planungsrechtlichen Einstufung und zu daraus
möglicherweise folgenden Genehmigungs- und Einspruchsverfahren gibt. Die
flächenmäßig beachtlichen Bereiche bieten aber in jedem Fall kaum Potenzial für
größeren Wohnungsneubau, da dafür Bebauungsplanverfahren erforderlich wären.
Die in Punkt 4 benannten Flächen, Bereiche und Standorte geben den Stand der
Debatte im zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagend er BVV
Pankow wieder.