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Daten

Kommune
Kamen
Dateiname
Vorlage.pdf
Größe
47 kB
Erstellt
07.12.15, 12:50
Aktualisiert
27.01.18, 10:53

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Inhalt der Datei

Vorlage TOP-Nr. Der Bürgermeister Nr. 051/2010 Fachbereich Jugend, Schule und Sport vom: 25.06.2010 Beschlussvorlage öffentlich JHA Beratungsfolge Jugendhilfeausschuss Bezeichnung des TOP Entwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren hier: Benennung zweier Einrichtungen für die Jahre 2010 und 2011 Beschlussvorschlag: Der Jugendhilfeausschuss beschließt die Weiterentwicklung zum Familienzentren der Ev. Kindertageseinrichtung Kämerstraße in diesem Jahr und der Katholischen Kindertageseinrichtung „Heilige Familie“ für 2011. Sachverhalt und Begründung (einschl. finanzielle Möglichkeit der Verwirklichung): Bis zum Jahr 2012 sollen in Nordrhein-Westfalen 3000 Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren weiterentwickelt werden. Ziel ist es dabei, die kinder- und familienorientierten Leistungen zu bündeln, qualitativ weiterzuentwickeln und den Familien ein ganzheitliches Angebot über die Kindertageseinrichtungen „aus einer Hand“ anzubieten. Die Auswahl der Familienzentren erfolgt dabei durch die Jugendämter. Als Basis, wie viele Familienzentren in dem jeweiligen Jugendamtsbezirk maximal gefördert werden können, ist durch das Land NRW ein Kontingent anhand der Zahl von Kindern im Alter von 0-6 Jahren ermittelt worden. Jedes Jugendamt erhält somit eine Planungsgrundlage, auf deren Basis es gemeinsam mit den freien Trägern die örtliche Entwicklung gestalten kann. Durch einen Beschluss des Jugendhilfeausschusses werden dann geeignete Einrichtungen ausgewählt. Diese Einrichtungen erhalten jeweils eine Förderung von 12.000,- € pro Jahr und werden zugleich zur Zertifizierung des Gütesiegels zugelassen. 1 von 4 Von den sieben für Kamen vorgesehenen Familienzentren wurden bereits durch Beschlüsse des Jugendhilfeausschusses vom 13.06.2006 (Piloteinrichtung), 30.05.2007 und 06.05.2008 folgende vier Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren benannt, bzw. befinden sich derzeit in der Zertifizierungsphase: 2006 = AWO Kindertageseinrichtung „Atlantis“, Ludwig-Schröder-Straße 20, Kamen-Mitte (Piloteinrichtung) 2007 = Ev. Kindertageseinrichtung, Otto-Prein-Straße 17 a, Kamen-Methler 2008 = AWO Kindertageseinrichtung „Villa Lach und Krach“, Bergstraße 9, Kamen-Heeren 2009 = DRK Kindertageseinrichtung „Monopoli“, Gertrud-Bäumer-Straße 13a, Kamen-Mitte Für die Jahre 2010/2011, 2011/2012 und 2012/2013 kann jeweils eine weitere Kindertageseinrichtung zum Familienzentrum weiterentwickelt werden. Die Träger konnten nunmehr, bis zum 15.04.2010, Bewerbungen für die Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren einreichen. Ferner sollten die Träger ihr Interesse bekunden, zu welchem Zeitpunkt die Kindertageseinrichtung mit der Zertifizierungsphase beginnen soll. Folgende Bewerbungen sind eingegangen: Nr. 1 2 3 4 Kindertageseinrichtung Ev. Kita Kämerstraße Kath. Kita „Heilige Familie“ AWO Kita „Flohkiste“ AWO Kita „Sternstunde“ Sozialraum Nord-Ost Nord-Ost Nord-Ost Nord-Ost Zertifizierungsbeginn 2011/2012 (optional 2010/2011) 2011/2012 2010/2011 2011/2012 Der Fachbereich Jugend hat daraufhin die eingegangen Bewerbungen bewertet und nach mehreren Kriterien beurteilt, welche Kindertageseinrichtung sich besonders eignet, über Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern hinaus, auch als Orte der Familienförderung zu wirken. Sozialräumliche Bewertung: Bei den bisherigen Weiterentwicklungen wurden die Sozialräume Nord-West, KamenMethler und Kamen-Heeren berücksichtigt. Aus sozialräumlicher Sicht ist daher eine Weiterentwicklung einer Kindertageseinrichtung im Sozialraum Nord-Ost zu einem Familienzentrum zu empfehlen. Die Bewerbungen lediglich aus diesem Sozialraum sind somit erklärlich. Viele soziale Schichten mit unterschiedlichen Bildungsniveaus treffen in dem Sozialraum Nord-Ost aufeinander. Kinderreiche Familien, Eltern mit Hartz-IV-Bezügen, sowie eine bildungsorientierte Mittelschicht. 2 von 4 Inhaltliche Bewertung: 1. Ev. Kindertageseinrichtung „Kämerstraße“ Die Ev. Kirchengemeinde hat die bereits im Jahr 2008 vorgelegte Bewerbung erneuert. Die besonderen soziokulturellen Bedingungen bestimmen die schwerpunktmäßige Arbeit der Kindertageseinrichtung. Neben der Integration ausländischer Kinder und behinderter Kinder steht die Begleitung von Familien in besonderen Lebenssituationen im Vordergrund. Dazu werden niederschwellige Angebote wie der „morgendliche Elterntisch“, Elternsprechtage zu individuellen Entwicklungs- und Erziehungsfragen, Elternnachmittage, thematische Elternabende (zu Fragen der Ernährung, Religion, Sprachentwicklung, Verkehrserziehung, etc.) vorgehalten. In Vernetzung mit den verschiedenen Angeboten der Kirchengemeinde besteht in der Kindertageseinrichtung ein breit gefächertes Angebot für Familien. Neben der Seelsorge, Familientherapie, Bücherei, Kirchencafé, Frauenhilfe ist die Diakonie ein wichtiger Partner mit einem differenzierten Beratungsangebot für Familien. Weitere Angebote von Beratung, Früherkennung und Therapie (wie Bielefelder Screening, Logopädieberatung, Frühförderung, Krankengymnastik, Rückschule, etc.) sind in der Kindertageseinrichtung installiert und können von den Familien bereits genutzt werden. Ausgehend von der bisherigen Netzwerkorientierung will sich die Kindertageseinrichtung zu einem Familienzentrum weiterentwickeln, um Familien Hilfen (auch Hilfe zur Selbsthilfe), Beratung und Bildung anzubieten. Die bereits unbürokratischen bestehenden Kooperationen sollen in Zukunft verbindlich vertraglich geregelt werden. Um das Raumangebot bei Bedarf zu erweitern, kann das Gemeindehaus und die Beratungsstelle der Diakonie genutzt werden. Besonders hervorzuheben ist die bereits weit entwickelte u3-Betreuung. Durch Neu- und Umbaumaßnahmen wurde die Einrichtung u. a. um einen Gruppenraum, Nebenraum, Werkraum und einen Speiseraum erweitert, so dass künftig 12 Kinder unter drei Jahren betreut werden können und auch noch genügend Platz für die Arbeit als Familienzentrum vorhanden ist. 2. Kath. Kindertageseinrichtung „Heilige Familie“ Damit die vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration gewünschte Trägervielfalt gewährleistet werden kann, wird die aktualisierte Bewerbung aus dem Jahr 2008 der Kath. Kindertageseinrichtung „Heilige Familie“ begrüßt. Neben der ganzheitlichen Förderung der sprachlichen Entwicklung, der Glaubensvermittlung und religiösen Erziehung, werden schwerpunktmäßig die Selbstbildungspotentiale der Kinder entdeckt, um die Kinder zu begleiten und zu fördern. Ferner wurden neben den Elternabenden zu pädagogischen Themen niederschwellige Angebote (wie z. B. Elternfrühstück, Vater-Kind-Aktionen, Großelternnachmittage) eingerichtet, um Eltern aus allen Schichten, mit und ohne Migrationshintergrund, zu erreichen und ihnen als verlässlicher Partner in der Erziehung und Bildung ihrer Kinder zur Seite zu stehen. Dazu ist es erforderlich, dass bereits bestehende Kooperationen (Caritas, Grundschulen, Kirchengemeinde) im Zuge der Weiterentwicklung ausgebaut und ergänzt werden. 3 von 4 Besonders hervorzuheben ist die geplante Zertifizierung zum Bewegungskindergarten, bei der der Kreissportbund Partner ist. 3. + 4. AWO Kindertageseinrichtungen „Flohkiste“ und “Sternstunde“ Grundlage für die familienergänzende, pädagogische Arbeit ist auch in den beiden Kindertageseinrichtungen die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern. Es bestehen vielfältige Beratungs- und Therapiemöglichkeiten, um die Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder zu fördern und zu unterstützen. Neben der Frühförderstelle, dem Gesundheitsamt, der Krankengymnastik, Therapeuten und Logopäden bestehen bereits Kooperationen mit dem Familienbildungszentrum, der Schuldnerberatung und der Schwangerschaftskonfliktberatung der AWO. Aufgrund der noch engen räumlichen Voraussetzungen (u3 Ausbau ist in der AWO Kindertageseinrichtung Flohkiste geplant) und den selbst geplanten Zertifizierungen in 2011 und 2012 sollen die Konzeptionen in das letzte Auswahlverfahren 2012 einbezogen werden. Die Verwaltung des Jugendamtes schlägt vor, insbesondere aus sozialräumlichen Gründen und der angestrebten Trägervielfalt, die - Ev. Kindertageseinrichtung Kämerstraße 36 in 2010/2011 - Kath. Kindertageseinrichtung „Heilige Familie“, Bollwerk 1 in 2011/2012 zu Familienzentren weiterzuentwickeln. Es werden, wie in 2008, zwei Kindertageseinrichtungen vorgeschlagen. Damit ist genügend Zeit, sich auf das Zertifizierungsverfahren und die notwendigen inhaltlichen Veränderungen vorzubereiten. In 2012 werden noch Gespräche mit den Trägern, insbesondere aufgrund der Erfahrungen in den Sozialräumen stattfinden, um das letzte Familienzentrum zu benennen. 4 von 4