Daten
Kommune
Jülich
Größe
113 kB
Datum
11.07.2011
Erstellt
07.10.11, 10:23
Aktualisiert
10.05.12, 18:37
Stichworte
Inhalt der Datei
Stadt Jülich
Jülich, 10. Mai 2012
Der Bürgermeister
Auszug
aus der Niederschrift über die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses
am 11.07.2011 im Großen Sitzungssaal des Neuen Rathauses, Große Rurstraße 17, 52428 Jülich
3.1
Anfrage (Nr. 6/2011) der Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom
24.06.2011 betr. die Situation im Einwohnermeldeamt
(Vorlage-Nr. 283/2011)
Beschluss der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vom 11.07.2011
Seite 2
Anfrage:
Stellungnahme der Verwaltung:
Bevor auf die konkreten Fragen eingegangen wird, ist zunächst folgendes grundsätzlich
mitzuteilen:
In den letzten Jahren haben sich die Prozessabläufe im Einwohnermeldeamt immer wieder
verändert, um den stetig steigenden Anforderungen gerecht zu werden.
Die gravierendste Veränderung stellte die Einführung der eReisepässe mit Fingerprints,
biometrischem Foto etc. dar. Diese Veränderung und die damit einhergegangenen zeitlichen
Mehraufwendungen konnten noch mit dem seinerzeit vorhandenen Personal und durch
Optimierungen, wie z.B. Einführung des Personenaufrufsystems, aufgefangen werden.
Des Weiteren werden Kinderausweise nur noch bis zum 12. Lebensjahr ausgestellt statt wie
früher bis zum 16. Lebensjahr. Dies hat ebenfalls zu einer weiteren Mehrbelastung beim
Einwohnermeldeamt geführt.
Zum 01.11.2010 wurde schließlich der neue Personalausweis eingeführt. Die prognostizierte
Steigerung der Bearbeitungszeit von früher 7 auf rd. 19 Minuten je Pass, für z.B.
Beratungen im Zusammenhang mit den neuen Onlineausweisfunktionen, freiwillige
Speicherung von zwei Fingerabdrücken, Gesichtsbildspeicherung hat sich zwischenzeitlich
in der Praxis bestätigt. Des Weiteren ist auf Grund umfangreicher Neuerungen im Pass- und
Ausweiswesen der Beratungsaufwand generell gestiegen.
Um den mit der Einführung des neuen Personalausweises erwarteten zusätzlichen
Bearbeitungsaufwand zu decken, wurde – zunächst befristet bis zum 31.12.2011 – beim
Einwohnermeldeamt eine Stelle mit 25 Wochenarbeitsstunden eingerichtet.
Aufgrund einer Langzeiterkrankung und krankheitsbedingter weiterer Ausfälle kam es zu
extrem langen Wartezeiten für die Bürgerinnen und Bürger und Rückständen bei den
Auskunftserteilungen und der Ablage. In Letzter Konsequenz war sogar die zeitweise
Schließung des Einwohnermeldeamtes erforderlich, da eine weitere Belastung der
vorhandenen Mitarbeiterinnen, nicht mehr verantwortbar war.
Da nur geschultes und damit entsprechend qualifiziertes Personal eingesetzt werden kann,
war es auch nicht möglich andere Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung
einzusetzen. Eine Umfrage nach Fachpersonal im gesamten Verbandsgebiet der KDVZ
Rhein-Erft-Rur blieb erfolglos.
Kurzfristig
langzeiterkrankte
Kollegin
Beschluss der
Sitzung des wurden
Haupt- undeine
Finanzausschusses
vom 11.07.2011
aus dem Einwohnermeldeamt im
Rahmen der Wiedereingliederung und zwei weitere Beschäftigte im Rahmen einer InhouseKompaktschulung geschult. Letztere müssen jedoch noch Praxiserfahrung sammeln, bevor
sie zukünftig selbständig als Springer eingesetzt werden können.
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Beschluss der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vom 11.07.2011
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