Daten
Kommune
Linnich
Größe
8,5 MB
Datum
11.07.2017
Erstellt
21.04.17, 19:02
Aktualisiert
21.04.17, 19:02
Stichworte
Inhalt der Datei
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A
AVIFAUNISTISCHES FACHGUTACHTEN
zu sechzehn geplanten Windenergieanlagen
in der Windkraft-Vorrangzone
Körrenzig/Kofferen/Hottorf
(Stadt Linnich, Kreis Düren)
Auftraggeberin:
VDH Projektmanagement GmbH, Erkelenz
! Karte 3.13
Revierzentren von Turteltaube,
Steinkauz und Waldohreule im
Untersuchungsraum im Jahr 2010
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A
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A
Standort einer geplante Windenergieanlage (WEA)
Standort einer bestehenden WEA
Standort einer im Bau befindlichen WEA
1.000 m-Radius um die geplanten WEA (UR1000 )
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2.000 m-Radius um die geplanten WEA (UR2000 )
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A
Art
Turteltaube
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A
Steinkauz
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Waldohreule
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A
Revierzentrum
!
bearbeitete und verkleinerte Ausschnitte
der digitalen Topographischen Karte 1:25.000 (DTK25)
Bearbeiter: Dr. Michael Quest, 03. Mai 2013
0
1.250 Meter
Maßstab 1:30.000 @ DIN A3
´
Vorkommen von Brut-, Rast- und Zugvögeln und Bedeutung des Untersuchungsraums
42
Saatkrähe
Am westlichen Ortsrand von Körrenzig, im westlichen Randbereich des UR2000 befindet sich eine
Saatkrähen-Kolonie mit insgesamt 24 Nestern, die im Jahr 2010 alle besetzt waren. Als Nahrungsgäste
waren Saatkrähen häufig auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen des UR2000 vertreten (vgl. Karte
3.14).
Feldlerche
Feldlerchen
wurden
über
den
gesamten
Untersuchungszeitraum
im
Untersuchungsraum
nachgewiesen. Als Charakterart der offenen Feldflur brütete sie in hoher Dichte auf den agrarisch (v. a.
ackerbaulich) genutzten Teilbereichen des UR1000.
Rauchschwalbe
Bruthabitate für die Rauchschwalbe befinden sich im UR1000 nur an den Gebäuden des Guts
Magdalenenhöhe und am Dingbuchhof. Die Gebäude sind schlecht einsichtig, jedoch sind Bruten der
Art durch die Beobachtungen während der Begehungen sehr wahrscheinlich. Als Nahrungsgast wurde
die Rauchschwalbe regelmäßig im UR1000 festgestellt.
Mehlschwalbe
Wie die Rauchschwalbe findet die Mehlschwalbe als Gebäudebrüter im UR1000 nur am Gut
Magdalenenhöhe und am Dingbuchhof. geeignete Bruthabitate. Durch die Beobachtungen während
der Begehungen sind dort Bruten der Art sehr wahrscheinlich. Jagende Mehlschwalben wurden
regelmäßig über den Flächen des UR1000 festgestellt.
Nachtigall
Während der Kartierungen zwischen dem 01.05. und dem 04.06.2010 wurden mehrfach singende
Nachtigallen festgestellt. Dabei wurden in zwei Bereichen an zwei Tagen jeweils ein Nachweis eines
singenden Tiere erbracht und somit jeweils ein Brutrevier der Art abgegrenzt. Beide Brutreviere
befanden sich in Gehölzbeständen südlich des Königsbergs im nordwestlichen Teil des UR1000.
Steinschmätzer
Bei zwei Begehungen wurden insgesamt sechs Steinschmätzer auf vegetationsfreien Äckern im UR2000
nachgewiesen. Am 27.04. wurde knapp außerhalb UR1000 ein einzelnes Männchen an der L 366
nordöstlich von Dingbuchhof sowie ein Männchen und ein Weibchen am Nordwestrand von Hottorf
beobachtet (außerhalb des UR1000). Auf derselben Fläche wurden am 11.05.2010 drei Männchen
festgestellt.
ecoda
Vorkommen von Brut-, Rast- und Zugvögeln und Bedeutung des Untersuchungsraums
43
Feldsperling
In einem kleinen strukturreichen Feldgehölz nordwestlich des Naturdenkmals „Am Lindchen“ wurde
am 16.06.2010 ein Feldsperling festgestellt. Weitere Beobachtungen der Art aus dem UR1000 liegen
nicht vor.
Wiesenpieper
Die Art trat als Durchzügler in kleinen Truppstärken von Ende März bis Anfang Mai im
Untersuchungsraum auf. Die Zahl der beobachteten Individuen nahm in diesem Zeitraum bei jeder
Begehung ab.
ecoda
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}
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A
!
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A
AVIFAUNISTISCHES
FACHGUTACHTEN
zu sechzehn geplanten Windenergieanlagen
{ Windkraft-Vorrangzone
}
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A
in der
Körrenzig/Kofferen/Hottorf
(Stadt Linnich, Kreis Düren)
Auftraggeberin:
VDH Projektmanagement GmbH, Erkelenz
! Karte 3.14
Brutreviere der Nachtigall und Saatkrähenkolonie
im Untersuchungsraum im Jahr 2010
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A
Standort einer im Bau befindlichen WEA
2.000 m-Radius um die geplanten WEA (UR2000 )
}
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A
Standort einer bestehenden WEA
1.000 m-Radius um die geplanten WEA (UR1000 )
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A
Standort einer geplante Windenergieanlage (WEA)
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A
Art
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Nachtigall
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Saatkrähe
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A
Revierzentrum / Brutkolonie
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A
!
bearbeitete und verkleinerte Ausschnitte
der digitalen Topographischen Karte 1:25.000 (DTK25)
Bearbeiter: Dr. Michael Quest, 03. Mai 2013
0
Maßstab 1:25.000 @ DIN A3
1.250 Meter
´
Vorkommen von Brut-, Rast- und Zugvögeln und Bedeutung des Untersuchungsraums
3.2.2
45
ecoda
Rastvögel
Während der Kartierungen zu den Rastvögeln wurden insgesamt 61 Vogelarten registriert. Davon
traten 49 Arten auch bei den Brutvogelkartierungen auf. Weißwangengans, Blässgans, Graureiher,
Kornweihe,
Wanderfalke,
Kranich,
Sturmmöwe,
Eichelhäher,
Wacholderdrossel,
Rotdrossel,
Braunkehlchen und Rohrammer wurden nur während der Begehungen zur Rastvogelfauna festgestellt.
Insgesamt wurden im Rahmen der Begehungen zur Erfassung von rastenden Arten 24 planungsrelevante Vogelarten nachgewiesen (zur Auswahl der Arten vgl. MUNLV 2008 und LANUV 2013).
Davon sind 13 Arten in einer der Gefährdungskategorien der Roten Liste der Brutvögel NordrheinWestfalens eingestuft. Elf Arten sind gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 14 BNatSchG streng geschützt. Je fünf Arten
sind in Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie enthalten bzw. gelten nach Art. 4(2) der EUVogelschutzrichtlinie als planungsrelevant. Weitere sechs Arten sind aufgrund ihrer koloniebrütenden
Nistweise als planungsrelevant eingestuft (vgl. Tabelle 3.6).
Im Feld ist die Abgrenzung ziehender bzw. rastender von revierbesetzenden Vögeln nicht immer
eindeutig. So existieren Zeiten, in denen sich revierbesetzende Tiere und ziehende / rastende Tiere
gleichzeitig im Gebiet aufhalten. Auch äußern durchziehende Tiere bereits typischen Reviergesang und
ziehen dennoch weiter in andere Brutgebiete. Durch die gemeinsame Betrachtung der
Beobachtungen aus den Kartierungen zu Brutvögeln und zu Rast- und Zugvögeln kann dennoch in
vielen Fällen eine Aussage über den Status getroffen werden (z. B. nur einzelne oder wenige
Beobachtung im typischen Zugzeitraum, Beobachtungen von gerichteten Zugbewegungen).
Neben den nur zur Rast- bzw. Zugzeit im UR2000 vorkommenden Arten werden in diesem Kapitel
zudem
Arten
behandelt,
die
auch
zur
Brutzeit
im
Untersuchungsraum
vorkamen
(als
Brutvögel / Nahrungsgäste) jedoch zur Rastzeit hohe bzw. deutlich höhere Individuenzahlen
aufwiesen als in der Brutzeit (in Tabelle 3.4: Rv / Sv). Vogelarten, die sich das ganze Jahr im
Brutgebiet aufhielten (Standvögel), sind bereits im vorherigen Kapitel 3.2.1 (Brutvögel) behandelt
worden und werden bei der artspezifischen Darstellung des Auftretens im UR2000 nicht besprochen.
Vorkommen von Brut-, Rast- und Zugvögeln und Bedeutung des Untersuchungsraums
Tabelle 3.6:
Nr.
46
Liste der im UR2000 registrierten Rast- und Zugvogelarten mit Angaben zum Status und
zur Gefährdungskategorie
Artname
deutsch
wissenschaftlich
RL NW
Kolonie
'09
Status im
UR2000
VS-RL
BNatSchG
Anh I
§
RS
unklar
Art. 4(2)
§
x
Dz
1 Weißwangengans
Branta leucopsis
2 Blässgans
Anser albifrons
3 Nilgans
Alopochen aegyptica
§
x
Sv
4 Stockente
Anas platyrhynchos
§
x
Sv
5 Jagdfasan
Phasianus colchicus
Perdix perdix
x
2S
Sv
6 Rebhuhn
§
§
Sv
7 Graureiher
Ardea cinerea
§
xS
8 Kornweihe
Circus cyaneus
Anh I
§§
0
Wg
9 Rohrweihe
Circus aeuginosus
Anh I
§§
3S
Ng / Dz
10 Sperber
Accipiter nisus
§§
x
Sv
11 Mäusebussard
Buteo buteo
§§
x
Sv
12 Baumfalke
Falco subbuteo
Art. 4(2)
§§
3
Dz
13 Wanderfalke
Falco peregrinus
Anh I
§§
xS
Dz
14 Turmfalke
Falco tinnunculus
§§
VS
Sv
15 Kranich
Grus grus
§§
k.A.
Dz
16 Teichhuhn
Gallinula chloropus
§§
V
Sv
17 Kiebitz
Vanellus vanellus
§§
3S
18 Lachmöwe
Larus ridibundus
§
x
x
Rv / Sv
19 Sturmmöwe
Larus canus
§
x
x
Rv / Sv
20 Heringsmöwe
Larus fuscus
§
R
x
Rv / Sv
21 Silbermöwe
Larus argentatus
§
R
x
Rv / Sv
22 Straßentaube
Columba livia f. domestica
§
x
Sv
23 Hohltaube
Columba oenas
§
x
Sv?
24 Ringeltaube
Columba palumbus
§
x
Rv / Sv
25 Türkentaube
Streptopelia decaocto
§
x
Sv?
26 Steinkauz
Athene noctua
§§
3S
Sv
27 Grünspecht
Picus viridis
§
x
Sv
28 Buntspecht
Dendrocopos major
§
x
Sv
29 Elster
Pica pica
§
x
Sv
30 Eichelhäher
Garrulus glandarius
§
x
Sv
31 Dohle
Coloeus monedula
§
x
Sv
32 Saatkrähe
Corvus frugilegus
§
xS
33 Rabenkrähe
Corvus corone
§
x
Anh I
Art. 4(2)
x
Sv
Rv / Sv
x
Sv
Sv
ecoda
Vorkommen von Brut-, Rast- und Zugvögeln und Bedeutung des Untersuchungsraums
47
Fortsetzung Tabelle 3.6
Nr.
Artname
deutsch
wissenschaftlich
VS-RL
BNatSchG
RL NW
'09
Kolonie
Status im
UR2000
34 Blaumeise
Cyanistes caeruleus
§
x
Sv
35 Kohlmeise
Parus major
§
x
Sv
36 Feldlerche
Alauda arvensis
§
3S
Rv / Sv
37 Schwanzmeise
Aegithalos caudatus
§
x
Sv
38 Zilpzalp
Phylloscopus collybita
§
x
Bv
39 Gartenbaumläufer
Certhia brachydactyla
§
x
Sv
40 Zaunkönig
Troglodytes troglodytes
§
x
Sv
41 Star
Sturnus vulgaris
§
V
Rv / Sv
42 Misteldrossel
Turdus viscivorus
§
x
Sv
43 Amsel
Turdus merula
§
x
Sv
44 Wacholderdrossel
Turdus pilaris
§
x
Sv
45 Singdrossel
Turdus philomelos
§
x
Sv
46 Rotdrossel
Turdus iliacus
§
k.A.
Dz
47 Braunkehlchen
Saxicola rubetra
§
1S
Dz
48 Rotkehlchen
Erithacus rubecula
§
x
Sv
49 Hausrotschwanz
Phoenicurus ochruros
§
x
Sv
50 Steinschmätzer
Oenanthe oenanthe
§
1S
Dz
51 Heckenbraunelle
Prunella modularis
§
x
Sv
52 Haussperling
Passer domesticus
§
V
Sv
53 Wiesenpieper
Anthus pratensis
§
2S
Dz / Rv
54 Wiesenschafstelze
Motacilla flava
§
x
Rv / Sv
55 Bachstelze
Motacilla alba
§
x
Sv
56 Buchfink
Fringilla coelebs
§
x
Sv
57 Grünfink
Carduelis chloris
§
x
Sv
58 Stieglitz
Carduelis carduelis
§
x
Sv
59 Bluthänfling
Carduelis cannabina
§
V
Sv
Emberiza citrinella
§
61 Rohrammer
Emberiza schoeniclus
§
Erläuterungen zur Tabelle 3.6: siehe Tabelle 3.3: Darüber hinaus:
V
Sv
V
Dz
60 Goldammer
Status:
Art. 4(2)
Art. 4(2)
Sv:
Standvogel
Sv?:
wahrscheinlich Standvogel
Wg:
Wintergast
Rv / Sv: Auch zur Brutzeit anwesend, aber zu Rastzeiten mit erheblich höheren Individuenzahlen
ecoda
Vorkommen von Brut-, Rast- und Zugvögeln und Bedeutung des Untersuchungsraums
48
Im Folgenden wird nur das Vorkommen der zehn planungsrelevanten Arten, die nicht während der
Brutvogelkartierungen registriert wurden, sowie von Mäusebussard, Turmfalke, Kiebitz, Herings-,
Silbermöwe und Wiesenpieper als häufige Rastvögel bzw. Durchzügler näher erläutert.
Weißwangengans
Am 29.09.2010 wurde während der Rastvogelkartierung eine einzelne Weißwangengans auf dem
Dorfteich in Kofferen beobachtet. Der Status des Tiers ist unklar. Wahrscheinlich handelte es sich
jedoch um einen Parkvogel oder Gefangenschaftsflüchtling, da ziehende oder überwinternde Gänse
praktisch immer in Gruppen mit Artgenossen oder mit anderen Gänsearten vergesellschaftet
auftreten.
Blässgans
Ein Trupp von 60 Blässgänsen zog am 17.11.2010 knapp außerhalb des UR2000 südlich an Kofferen in
südwestlicher Richtung vorbei (vgl. Karte 3.20).
„Gänse“ (Anser spec.)
Am 08.10.2010 zog ein Trupp aus acht Tieren der Gattung Anser über den westlichen UR2000 in
Richtung Süden. Die maximale Flughöhe betrug ca. 50 m. Zwei weitere Gänse zogen am 14.10.2010
östlich von Kofferen in 50 bis 100 m Höhe Richtung Südwesten (vgl. Karte 3.20). Auf Grund der
Entfernung zum Beobachter war eine Artbestimmung in beiden Fällen nicht möglich.
Graureiher
Während die Art im Rahmen der Brutvogelkartierung nicht im Untersuchungsraum festgestellt wurde,
waren im Herbst 2010 bei allen Begehungen zur Erfassung der Rastvögel Graureiher im UR2000 als
Nahrungsgäste anwesend. Besonders häufig hielten sich Graureiher im „Mühlendriesch“ nordöstlich
von Kofferen auf.
Kornweihe
Ab dem 08.10.2010 wurden bei jeder Begehung jagende Kornweihen im UR2000 festgestellt. Meist
waren bei den Begehungen ein bis zwei Individuen anwesend, am 20.10.2010 hielten sich fünf bis
sieben jagende Tiere gleichzeitig im UR2000 auf. Dabei wurde ein bevorzugt bejagter Teilraum im UR2000
festgestellt, der die landwirtschaftlichen Nutzflächen im nördlichen Teil des UR1000 inklusive des
bestehenden Windparks umfasste (vgl. Karte 3.15).
ecoda
!
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A
A
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A
AVIFAUNISTISCHES FACHGUTACHTEN
zu sechzehn geplanten Windenergieanlagen
in der Windkraft-Vorrangzone
Körrenzig/Kofferen/Hottorf
(Stadt Linnich, Kreis Düren)
Auftraggeberin:
VDH Projektmanagement GmbH, Erkelenz
! Karte 3.15
Beobachtungen durchziehender und
überwinternder Kornweihen im Untersuchungsraum im Spätsommer und Herbst 2010
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A
{
}
z
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A
{
}
z
|
A
Standort einer geplante Windenergieanlage (WEA)
Standort einer bestehenden WEA
Standort einer im Bau befindlichen WEA
1.000 m-Radius um die geplanten WEA (UR1000 )
{
}
z
|
A
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}
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|
A
2.000 m-Radius um die geplanten WEA (UR2000 )
}
{
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A
}
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A
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A A
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A
A
A
{
}
z
|
A
{
}
z
|
A
{
}
z
|
A
{
}
z
|
A
{
}
z
|
A A
}
{
|
z
}
{
|
z
A
Art
Kornweihe
}
{
|
z
A
}
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z
A
}
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z
A
}
{
|
z
A
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z
A
}
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z
A
}
{
|
z
A
}
{
|
z
A
Bevorzugter Nahrungsraum
!
bearbeitete und verkleinerte Ausschnitte
der digitalen Topographischen Karte 1:25.000 (DTK25)
Bearbeiter: Dr. Michael Quest, 03. Mai 2013
0
1.250 Meter
Maßstab 1:30.000 @ DIN A3
´
Vorkommen von Brut-, Rast- und Zugvögeln und Bedeutung des Untersuchungsraums
50
Mäusebussard
Bei allen Begehungen zur Erfassung der Rastvogelfauna wurden zahlreiche jagende und rastende
Mäusebussarde im UR2000 festgestellt. Bei vier Begehungen waren mehr als 30 Individuen gleichzeitig
anwesend. Dabei nutzten die Mäusebussarde alle Offenlandflächen im UR2000 als Jagdraum. Eine
Konzentration auf einzelne Bereiche im UR2000 wurde nicht beobachtet.
Turmfalke
Bei allen Begehungen zur Erfassung der Rastvogelfauna wurden jagende Turmfalken im UR2000
festgestellt. Dabei nutzten die Turmfalken alle Offenlandflächen im UR2000 als Jagdraum. Eine
besondere Nutzung einzelner Teilflächen des UR2000 wurde nicht festgestellt.
Baumfalke
Am 09.09.2010 wurde ein Baumfalke zwischen Kleinbouslar und Eichhof auf einem Acker sitzend
beobachtet.
Wanderfalke
Die Art wurde bei zwei Begehungen zur Erfassung von Rastvögeln im UR2000 festgestellt. Am
08.10.2010 flog ein jagender Wanderfalke östlich an Kofferen in südöstliche Richtung vorbei.
Ebenfalls östlich von Kofferen waren am 03.11.2010 zwei Wanderfalken gleichzeitig anwesend. Es
kam zum Luftkampf in dessen Folge das unterlegene Tier nach Nordwesten flüchtete. Das überlegene
Männchen setzte sich für kurze Zeit auf einen Strommast im UR2000 und flog dann nach Norden ab.
Kranich
Bei der letzten Rastvogelkartierung am 17.11.2010 fand ein intensives Zuggeschehen von Kranichen
statt. 1.600 Kraniche in zwei Trupps überflogen den UR2000. Weitere 810 Kraniche in vier Trupps
wurden außerhalb des UR2000 festgestellt (vgl. Tabelle 3.7 und Karte 3.20).
Während der sechs Termine zur Zugplanbeobachtung wurden keine Kraniche beobachtet.
ecoda
Vorkommen von Brut-, Rast- und Zugvögeln und Bedeutung des Untersuchungsraums
Tabelle 3.7:
51
Beobachtungen ziehender Kraniche am 17.11.2010
Nr.
Zeit
Anzahl
Flughöhe [m]
Flugrichtung
Ort
im UR2000
1
13:50
800
50 - 150
SW
SW Dingbuchhof
x
2
13:59
500
50 - 150
SW
W Müntz
3
14:21
100
50 - 100
SW
SO Gevenich
4
14:24
90
150 - 200
WSW
Lövenich
5
14:48
120
100 - 150
SW
NW Müntz
6
14:59
800
100 - 200
WSW
S Katzem
x
Kiebitz
Kiebitze traten bis in den November als Zug- und Rastvögel im UR2000 auf. Meist handelte es sich um
kleine bis mittelgroße Trupps aus maximal 150 Tieren, die auf Äckern im gesamten UR2000 rasteten
und nach Nahrung suchten (vgl. Karten 3.16 bis 3.18). Bei drei Begehungen wurden Kiebitze auch in
größeren Truppstärken festgestellt. Am 08.10.2010 kreisten ca. 1.000 Kiebitze über der Südgrenze des
UR2000 und landeten auf einem Acker bei der Hottorfer Mühle (außerhalb des UR2000). Am 20.10.2010
flog ein Trupp aus ca. 2.000 Individuen von Norden über Lövenich in den UR2000 ein und rastete auf
Ackerflächen zwischen der K 18 und der L 366. Am 03.11.2010 rasteten ca. 1.500 Kiebitze auf einem
Acker südöstlich des Dingbuchhofs (vgl. 3.16 bis 3.18).
Im Gegensatz zu ungerichteten Nahrungs- und Sozialflügen wurden gerichtete Zugbewegungen nur
bei zwei Begehungen festgestellt. Am 08. und am 26.10.2010 zogen 60 bzw. 15 Kiebitze in 50 bis
200 m Höhe über den UR2000 (vgl. Karte 3.20).
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AVIFAUNISTISCHES FACHGUTACHTEN
zu sechzehn geplanten Windenergieanlagen
in der Windkraft-Vorrangzone
Körrenzig/Kofferen/Hottorf
(Stadt Linnich, Kreis Düren)
Auftraggeberin:
VDH Projektmanagement GmbH, Erkelenz
! Karte 3.16
Rastvorkommen und Flugwege
des Kiebitz im Untersuchungsraum
im Spätsommer und Herbst 2010
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Standort einer geplante Windenergieanlage (WEA)
Standort einer bestehenden WEA
Standort einer im Bau befindlichen WEA
1.000 m-Radius um die geplanten WEA (UR1000 )
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2.000 m-Radius um die geplanten WEA (UR2000 )
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Kiebitz
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rastende / nahrungssuchende Individuen
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1 - 10 Individuen
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11 - 100 Indivdiuen
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101 - 500 Indivdiuen
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501 - 1000 Indivdiuen
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> 1.000 Individuen
Flugweg
1 - 10 Individuen
11 - 100 Indivdiuen
101 - 500 Indivdiuen
501 - 1000 Indivdiuen
> 1.000 Individuen
!
bearbeitete und verkleinerte Ausschnitte
der digitalen Topographischen Karte 1:25.000 (DTK25)
Bearbeiter: Dr. Michael Quest, 03. Mai 2013
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Maßstab 1:30.000 @ DIN A3
1.500 Meter
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