Daten
Kommune
Linnich
Größe
317 kB
Datum
20.11.2012
Erstellt
09.11.12, 09:53
Aktualisiert
09.11.12, 09:53
Stichworte
Inhalt der Datei
Anlassbezogene
Schulentwicklungsplanung
Stadt Linnich
© Stadt Linnich
Gemeinde Aldenhoven
© Gemeinde Aldenhoven
Errichtung einer Gesamtschule in gemeinsamer
Trägerschaft mit vertikaler Gliederung
Entwurf Oktober 2012
Inhaltsverzeichnis
1. Vorbemerkung
Seite
2
2. Schulorganisation
4
2.1 Ermittlung des zukünftigen Schülerpotenzials
4
2.2 Ermittlung des Schülerpotenzials für eine Gesamtschule
2.2.1 Bisheriges Übergangsverhalten (Schulwahlverhalten)
2.2.2 Ergebnisse der Elternbefragung
2.2.3 Modellrechnung / Prognose
9
9
10
12
3. Zusammenfassung
Szenario für die Gesamtschule Linnich/Aldenhoven
16
29.10.2012
Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung Linnich / Aldenhoven – Okt. 2012
Seite 1
1. Vorbemerkung
Sowohl in der Stadt Linnich als auch in der Gemeinde Aldenhoven
gibt es seit längerer Zeit konkrete Überlegungen, wie die schulische
Versorgung im Bereich der Sekundarstufe I dauerhaft und nachhaltig gesichert werden kann. Rückläufige Schülerzahlen an den bestehenden Haupt- und Realschulen und der fortschreitende demografische Wandel führen dazu, dass bereits mittelfristig keine der
vier bestehenden Schulen mehr in ihrem Bestand gesichert ist. Diese akute Gefahr ist durch die Anmeldezahlen für das Schuljahr
2012/13 erneut eindrucksvoll bestätigt worden und ist für beide
Kommunen Anlass, nach tragfähigen Lösungen zu suchen.
Nachdem alle bisherigen Überlegungen für „Binnenlösungen“ – u. a.
durch Einführung einer Sekundarschule - zu dem Ergebnis geführt
haben, dass sowohl die Stadt Linnich als auch die Gemeinde Aldenhoven aufgrund des veränderten Schulwahlverhaltens und der demografischen Entwicklung mit deutlich zurückgehenden Schülerzahlen nicht mehr in der Lage sind, aus eigener Kraft ein stabiles
Schulangebot sicher zu stellen, soll dies nun durch eine Kooperation
beider Kommunen erreicht werden.
Aktuell gibt es dazu den Prüfauftrag, das vorhandene Schulangebot
des gegliederten Schulsystems, bestehend aus
• einer Gemeinschaftshauptschule und
• einer Realschule
• in jeweils beiden Kommunen
umzustrukturieren und die beiden bestehenden Haupt- und Realschulen sukzessive aufzulösen und durch eine
• Gesamtschule
in gemeinsamer Trägerschaft zu ersetzen.
Die geplante Gesamtschule Linnich / Aldenhoven würde somit an
zwei Standorten errichtet, wobei aufgrund der zu erwartenden Größenordnung der Schule (sechs Züge) eine vertikale Gliederung angestrebt wird.
29.10.2012
Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung Linnich / Aldenhoven – Okt. 2012
Seite 2
Dies würde bedeuten, dass die Sekundarstufe I (Jahrgangsstufen 5
– 10) an beiden Standorten dreizügig geführt werden kann. Für die
Sekundarstufe II (Jahrgangsstufen 11 – 13) ist eine Arbeitsteilung
angedacht, die – im jährlichen Wechsel – alternierend an beiden
Schulstandorten die Einrichtung einer 11. Klasse vorsieht.
Das Vorhaben soll bereits zum Schuljahr 2013/14 umgesetzt werden.
Nachfolgend soll untersucht werden, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Gesamtschule Linnich / Aldenhoven realisierbar ist.
Zu diesem Zweck müssen im Rahmen einer „Anlassbezogenen
Schulentwicklungsplanung“ sowohl die schulorganisatorischen als
auch die schulräumlichen Aspekte eingehend analysiert und dargestellt werden.
Der vorliegende Bericht behandelt zunächst die schulorganisatorischen Aspekte.
29.10.2012
Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung Linnich / Aldenhoven – Okt. 2012
Seite 3
2. Schulorganisation
Nach den aktuellen gesetzlichen Vorgaben gelten für die Gesamtschule folgende (Mindest)standards:
• Mindestens vierzügig;
• I. d. R. Ganztagsschule
• Mindestgröße bei Errichtung = 25 Schüler je Klasse;
(gem. § 82 Abs. 1 Entwurf 8. Schulrechtsänderungsgesetz)
• Umfasst obligatorisch die Sekundarstufe I und II;
• Nach dem bereits im Entwurf vorliegenden 8. Schulrechtsänderungsgesetz sind bei der Gesamtschule zukünftig unter bestimmten Bedingungen auch Teilstandorte zulässig; in § 83
Abs. 5 heißt es dazu: „Eine Gesamtschule kann ausnahmsweise
mit mindestens sechs Parallelklassen pro Jahrgang einen Teilstandort mit zwei oder drei Parallelklassen pro Jahrgang führen, wenn nur dann das schulische Angebot in der Sekundarstufe I in einer Gemeinde gesichert wird und dies mit einer Sekundarschule nicht gesichert werden kann.“
2.1 Ermittlung des zukünftigen Schülerpotenzials
Mittelfristig werden die Schülerzahlen in der Stadt Linnich und in der
Gemeinde Aldenhoven leicht zurückgehen.
In Tab. 1.1 ist die voraussichtliche Entwicklung der Schülerzahlen in
der Primarstufe in der Stadt Linnich dargestellt; Tab. 1.2 enthält die
entsprechenden Daten für die Gemeinde Aldenhoven.
Diese Daten sind im Oktober 2012 nochmals aktualisiert
worden und basieren auf dem Stand vom 22.10.2012 (Linnich) bzw. 23.10.2012 (Aldenhoven).
29.10.2012
Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung Linnich / Aldenhoven – Okt. 2012
Seite 4
Danach ist in beiden Kommunen bis zum Schuljahr 2018/19 – bezogen auf das aktuelle Schuljahr 2012/13 - ein Rückgang der Schülerzahlen zu erwarten.
Im Einzelnen stellt sich die Entwicklung wie folgt dar:
•
Stadt Linnich: Rückgang um 9,2 %, von aktuell 437 auf vsl. 396
Schüler
• Gemeinde Aldenhoven: Rückgang um 15,7 %, von aktuell 535
auf vsl. 451 Schüler.
In der Summe beider Kommunen zeichnet sich somit ein Rückgang
von gegenwärtig 972 Schülern auf 847 Schüler im Schuljahr
2018/19 ab, dies entspricht einer Veränderung um – 12,9 %.
Details hierzu sind den Tab. 1.1 – 1.3 zu entnehmen.
29.10.2012
Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung Linnich / Aldenhoven – Okt. 2012
Seite 5
Tab. 1.1: Schülerzahlenprognose Primarstufe Stadt Linnich
Klassenbil-
Schuljahr Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4 Summe
dung nach
Richtwert
2011/12
85
123
130
98
436
4,5
2012/13 112
84
111
130
437
4,6
88
112
84
111
395
4,1
2014/15 111
88
112
84
395
4,1
85
111
88
112
396
4,1
2016/17 112
85
111
88
396
4,1
98
112
85
111
406
4,2
2018/19 101
98
112
85
396
4,1
2013/14
2015/16
2017/18
Tab. 1.2: Schülerzahlenprognose Primarstufe Gemeinde Aldenhoven
Klassenbil-
Schuljahr Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4 Summe
dung nach
Richtwert
2011/12 132
146
127
135
540
5,6
2012/13 139
137
139
120
535
5,6
2013/14 113
139
137
139
528
5,5
2014/15 117
113
139
137
506
5,3
2015/16 122
117
113
139
491
5,1
2016/17 109
122
117
113
461
4,8
2017/18 103
109
122
117
451
4,7
2018/19 117
103
109
122
451
4,7
29.10.2012
Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung Linnich / Aldenhoven – Okt. 2012
Seite 6
Tab. 1.3: Schülerzahlenprognose Primarstufe
Summe Linnich + Aldenhoven
Zügigkeit
Schuljahr Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4 Summe
nach
Richtwert
2011/12 217
269
257
233
976
10,2
2012/13 251
221
250
250
972
10,1
2013/14 201
251
221
250
923
9,6
2014/15 228
201
251
221
901
9,4
2015/16 207
228
201
251
887
9,2
2016/17 221
207
228
201
857
8,9
2017/18 201
221
207
228
857
8,9
2018/19 218
201
221
207
847
8,8
2019/20
218
201
221
218
201
2020/21
2021/22
29.10.2012
218
Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung Linnich / Aldenhoven – Okt. 2012
Seite 7
Grundlage der zukünftigen Schülerpotenziale für die einzelnen
Schulformen der Sekundarstufe I sind die Abgänger aus der 4.
Jahrgangsstufe der Grundschulen. Diese Daten sind nachfolgend in
Tab. 2 differenziert für die Stadt Linnich und die Gemeinde Aldenhoven sowie für beide Kommunen zusammen ausgewiesen.
Wie aus Tab. 2 hervorgeht, bewegen sich die Eintrittszahlen in die
Sekundarstufe I in der Summe beider Kommunen bis zum Schuljahr 2022/23 in der Bandbreite von 201 Schülern (Minimum in den
Schuljahren 2017/18 und 2021/22) bis 251 Schülern (Maximum im
Schuljahr 2016/17). Im Durchschnitt der nächsten zehn Jahre ist
mit einem Aufkommen von 225 Schülern jährlich zu rechnen.
Tab. 2: Langfristiges Schülerpotenzial für die Sekundarstufe I
bis Schuljahr 2022/23 (Eintrittszahlen)
- Stadt Linnich / Gemeinde Aldenhoven Schuljahr Abgänger
Abgänger
Eintritt Sek. I
Primarstufe
Primarstufe
im Schuljahr
Linnich
Aldenho- Summe
ven
2012/13
130
120
250
2013/14
2013/14
111
139
250
2014/15
2014/15
84
137
221
2015/16
2015/16
112
139
251
2016/17
2016/17
88
113
201
2017/18
2017/18
111
117
228
2018/19
2018/19
85
122
207
2019/20
2019/20
112
109
221
2020/21
2020/21
98
103
201
2021/22
2021/22
101
117
218
2022/23
29.10.2012
Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung Linnich / Aldenhoven – Okt. 2012
Seite 8
2.2 Ermittlung des Schülerpotenzials für eine Gesamtschule
Im nächsten Arbeitsschritt soll das zukünftige Schülerpotenzial für
eine Gesamtschule Linnich/Aldenhoven ermittelt werden.
2.2.1 Bisheriges Übergangsverhalten (Schulwahlverhalten)
Dazu erfolgt zunächst ein Blick auf das aktuelle Schulwahlverhalten
in den beiden Untersuchungskommunen. Zu diesem Zweck sind in
Tab. 3.1 und 3.2 die Übertrittsquoten beim Übergang von der Primarstufe in die Schulformen der Sekundarstufe I in den vergangenen vier Jahren dargestellt. In Tab. 4 wurden auf dieser Basis die
Durchschnittswerte für beide Kommunen gebildet.
Tab. 3.1: Übertrittsquoten Linnich
Schuljahr
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
Durchschnitt
Durchschnitt
gewichtet
HS
RS
22 16,7 % 37 28,0
17 14,4 % 34 28,8
16 14,2 % 33 29,2
9 9,6 % 27 28,7
%
%
%
%
GY
60
50
53
45
45,5
42,4
46,9
47,9
%
%
%
%
GE
12 9,1%
15 12,7 %
11 9,7 %
10 10,6 %
Sonst. Summe
1 0,7% 132
2 1,7% 118
113
3* 3,2%
94
13,7 %
28,7 %
45,7 %
10,5 % 1,4 %
12,6 %
28,8 %
46,3 %
10,6 %
1,7 %
*) Sekundarschule Jülich
Tab. 3.2: Übertrittsquoten Aldenhoven
Schuljahr
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13
Durchschnitt
Durchschnitt
gewichtet
29.10.2012
HS
36 22,0
34 20,6
29 15,7
22 16,4
%
%
%
%
RS
47 28,7
53 32,1
54 29,2
34 25,4
%
%
%
%
GY
50
55
78
62
GE
30,5% 23 14,0%
33,3 % 19 11,5 %
42,2 % 20 10,8 %
46,3 % 12 8,9 %
Sonst. Summe
8 4,9 % 164
4 2,4 % 165
4 2,1 % 185
4 3,0 % 134
18,7 %
28,8 %
38,1 %
11,3 %
3,1 %
17,6 %
28,2 %
40,9 %
10,5 %
2,8 %
Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung Linnich / Aldenhoven – Okt. 2012
Seite 9
Tab. 4: Übertrittsquoten, Durchschnittswerte beider Kommunen
Durchschnitt
2009/10-12/13
Stadt Linnich
Gem. Aldenhoven
Durchschnitt
Schulform Schulform
Schulform
Schulform
Hauptschule Realschule Gymnasium Gesamtschule
13,7 %
18,7 %
28,7 %
28,8 %
45,7 %
38,1 %
10,5 %
11,3 %
16,2 %
28,8 %
41,9 %
10,9 %
Diese Zahlen lassen sich wie folgt interpretieren und bewerten:
• Die Schulform Hauptschule weist gegenwärtig die mit Abstand
niedrigste Übertrittsquote auf, obwohl diese Schulform in beiden Kommunen ortsnah angeboten wird. Im Durchschnitt erreicht der Wert aktuell etwa 16 %;
• Die Schulform Realschule, die ebenfalls in beiden Kommunen
mit einem Angebot vertreten ist, wird im Durchschnitt von
knapp 30 % der Eltern gewählt;
• Die mit Abstand am häufigsten gewählte Schulform ist in beiden Kommunen das Gymnasium, das gegenwärtig im Durchschnitt etwa 42 % erreicht;
• Die Gesamtschule hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und wird gegenwärtig von etwa 11 % präferiert. Nicht
berücksichtigt sind in dieser Zahl abgelehnte Schüler.
2.2.2 Ergebnisse der Elternbefragung
Im September 2012 wurde in beiden Kommunen zeitgleich eine Elternbefragung durchgeführt, um das Interesse und den Bedarf an
einer Gesamtschule zu ermitteln. Es wurden die Eltern des 3. und
4. Schuljahres in den Grundschulen beider Kommunen angeschrieben.
Dabei ist im Rahmen der Elternbefragung von einer horizontal gegliederten Gesamtschule ausgegangen worden, so dass den Eltern
bekannt war, dass voraussichtlich jeweils die Hälfte der Schüler in
der Sekundarstufe I zum jeweils anderen Standort pendeln muss.
29.10.2012
Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung Linnich / Aldenhoven – Okt. 2012
Seite 10
Bei einer Rücklaufquote von 65,5 % (Stadt Linnich) bzw. 71,3 %
(Gemeinde Aldenhoven) können die Ergebnisse als repräsentativ
gelten und entsprechend hochgerechnet werden.
Die Ergebnisse der Elternbefragung im Einzelnen sind in den Tab.
5.1 – 5.3 dargestellt:
Tab. 5.1: Ergebnisse Elternbefragung Stadt Linnich
Anzahl
Rücklauf
Schüler
3. Schuljahr
111
64 (57,7 %)
4. Schuljahr
124
90 (72,6 %)
Summe
235
154 (65,5 %)
Zustimmung
Ablehnung
47 (73,4%)
67 (74,4%)
114 (74,0 %)
17 (26,6 %)
23 (25,6 %)
40 (26,0 %)
Tab. 5.2: Ergebnisse Elternbefragung Gemeinde Aldenhoven
Anzahl
Schüler
3. Schuljahr
138
4. Schuljahr
116
Summe
254
Rücklauf
Zustimmung
Ablehnung
96 (69,6 %)
77 (80,2 %)
19 (19,8 %)
85 (73,3 %)
59 (69,4%)
26 (30,6 %)
181 (71,3 %) 136 (75,1 %) 45 (24,9 %)
Tab. 5.3: Ergebnisse Elternbefragung Summe Linnich + Aldenhoven
Anzahl
Schüler
3. Schuljahr
249
4. Schuljahr
240
Summe
489
Rücklauf
Zustimmung
Ablehnung
160 (64,3 %)
124 (77,5 %)
36 (22,5 %)
175 (72,9 %)
126 (72,0 %)
49 (28,0 %)
335 (68,5 %) 250 (74,6 %) 85 (25,5 %)
Damit liegt die Zustimmung zur Schulform Gesamtschule in
beiden Kommunen in der Größenordnung von 75 %.
29.10.2012
Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung Linnich / Aldenhoven – Okt. 2012
Seite 11
2.2.3 Modellrechnung / Prognose
Für den Nachweis des Bedarfs bzw. der Tragfähigkeit einer sechszügigen Gesamtschule mit den beiden jeweils dreizügigen Standorten Linnich und Aldenhoven ist es nach Auskunft der Bezirksregierung erforderlich, dass an beiden Standorten für einen Zeitraum
von fünf Jahren mindestens jeweils 75 Schüler nachgewiesen werden.
In den nachfolgenden Modellrechnungen wird der Bedarf für unterschiedliche Übertrittsquoten (50 – 80 %) ermittelt, wobei die im
Rahmen der Elternbefragung realisierten Quoten jeweils als (fettgedruckte) Hauptvariante zugrunde gelegt werden.
Tab. 6.1: Modellrechnung:
Langfristiges Schülerpotenzial für die Gesamtschule bis 2022/23
- Standort Linnich, Hauptvariante = 74,0 % Schuljahr
2013/14
2014/15
2015/16
2016/17
2017/18
Durchschnitt
2013/14-17/18
2018/19
2019/20
2020/21
2021/22
2022/23
Durchschnitt
2018/19-22/23
29.10.2012
Schüler- ÜQ
ÜQ
ÜQ
ÜQ
potenzial = 50 % = 60 % = 70 % = 74 %
Sek. I
130
65
78
91
96
111
56
67
78
82
84
42
50
59
62
112
56
67
78
83
88
44
53
62
65
105
53
63
74
78
111
85
112
98
101
101
56
43
56
49
51
51
67
51
67
59
61
61
78
60
78
69
71
71
82
63
83
73
75
75
Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung Linnich / Aldenhoven – Okt. 2012
ÜQ
= 80 %
104
89
67
90
70
84
89
68
90
78
81
81
Seite 12
Tab. 6.2: Modellrechnung:
Langfristiges Schülerpotenzial für die Gesamtschule bis 2022/23
- Standort Aldenhoven, Hauptvariante = 75,1 % Schuljahr
2013/14
2014/15
2015/16
2016/17
2017/18
Durchschnitt
2013/14-17/18
2018/19
2019/20
2020/21
2021/22
2022/23
Durchschnitt
2018/19-22/23
Schüler- ÜQ
ÜQ
ÜQ
ÜQ
ÜQ
potenzial = 50 % = 60 % = 70 % = 75,1 % = 80 %
Sek. I
120
60
72
84
90
96
139
70
83
97
104
111
137
69
82
96
103
110
139
70
83
97
104
111
113
57
68
79
85
90
130
65
78
91
98
104
117
122
109
103
117
112
59
61
55
52
59
57
70
73
65
62
70
68
82
85
76
72
82
79
88
92
82
77
88
85
94
98
87
82
94
91
Tab. 6.3: Modellrechnung:
Langfristiges Schülerpotenzial für die Gesamtschule bis 2022/23
- Summe Standorte Linnich + Aldenhoven -
Schuljahr
2013/14
2014/15
2015/16
2016/17
2017/18
Durchschnitt
2013/14-17/18
2018/19
2019/20
2020/21
2021/22
2022/23
Durchschnitt
2018/19-22/23
29.10.2012
Schüler- ÜQ
ÜQ
ÜQ
potenzial = 50% = 60% = 70%
Sek. I
250
125
150
175
250
126
150
175
221
111
132
155
251
126
150
175
201
101
121
141
235
118
141
164
228
207
221
201
218
213
114
104
111
101
109
107
137
124
132
121
131
129
160
145
154
141
153
150
ÜQ
ÜQ
= 74,5% = 80%
186
186
165
187
150
176
200
200
177
201
160
188
170
155
165
150
163
160
183
166
177
160
175
172
Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung Linnich / Aldenhoven – Okt. 2012
Seite 13
Die Zahlen in Tab. 6.3 belegen, dass auf der Basis der Ergebnisse
der Elternbefragung in den beiden Kommunen Linnich und Aldenhoven – bei gemeinsamer Betrachtung – ein Bedarf von mindestens 6
Zügen Gesamtschule besteht.
Dieser Bedarf existiert auch über den Zeitraum von fünf Jahren hinaus und ist damit nachhaltig, denn auch im Zeitraum von 2018/19
bis 2022/23 ist mit einem Aufkommen für die Gesamtschule von
durchschnittlich 160 Schülern (6,4 Züge) zu rechnen.
Bei getrennter Betrachtung besteht auf der Ebene der beiden Trägerkommunen Linnich und Aldenhoven im Durchschnitt der nächsten fünf Schuljahre ein Bedarf von mind. drei Zügen an beiden
Standorten. Dieser Bedarf existiert rechnerisch auch im längerfristigen Zeitraum 2018/19 bis 2022/23.
Während in der Gemeinde Aldenhoven auch in allen einzelnen
Schuljahren von 2013/14 – 2017/18 (und darüber hinaus bis
2022/23) ein Bedarf von > 75 Schülern ausgewiesen wird, gibt es
in der Stadt Linnich einzelne Schuljahre, in denen der Erwartungswert die Schwelle von 75 Schülern unterschreitet (z. B. 2015/16,
2017/18).
29.10.2012
Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung Linnich / Aldenhoven – Okt. 2012
Seite 14
Tab. 7: Modellrechnung Gesamtschule Linnich /Aldenhoven
- Summe Standorte Linnich + Aldenhoven Klassenbil-
Schuljahr Klasse 5 Klasse 6 Klasse 7 Klasse 8 Klasse 9 Klasse 10 Summe
dung nach
Richtwert
2013/14 186 / 7
/
/
/
/
/
186
/
/
/
/
/
372
/ 14
13,3
/
/
/
537
/ 20
19,2
/
/
724
/ 27
25,9
2017/18 150 / 6 187 / 7 165 / 6 186 / 7 186 / 7
/
874
/ 33
31,2
2018/19 170 / 6 150 / 6 187 / 7 165 / 6 186 / 7
186 /
7
1044 / 39
37,3
2019/20 155 / 6 170 / 6 150 / 6 187 / 7 165 / 6
186 /
7
1013 / 38
36,2
2020/21 165 / 6 155 / 6 170 / 6 150 / 6 187 / 7
165 /
6
992
/ 37
35,4
2021/22 150 / 6 165 / 6 155 / 6 170 / 6 150 / 6
187 /
7
977
/ 37
34,9
2022/23 163 / 6 150 / 6 165 / 6 155 / 6 170 / 6
150 /
6
953
/ 36
34,0
2014/15 186 / 7 186 / 7
2015/16 165 / 6 186 / 7 186 / 7
2016/17 187 / 7 165 / 6 186 / 7 186 / 7
7
6,6
*) Auf Basis des z. Z. geltenden Richtwerts von 28 Schülern je Klasse
29.10.2012
Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung Linnich / Aldenhoven – Okt. 2012
Seite 15
3. Zusammenfassung:
Szenario für die Gesamtschule Linnich/Aldenhoven
Auf der Basis der zuvor dargestellten Analysen und Modellrechnungen ist davon auszugehen, dass die Errichtung einer
sechszügigen Gesamtschule Linnich/Aldenhoven mit vertikaler Gliederung und je einem dreizügigen Sek. I-Standort in
der Stadt Linnich und in der Gemeinde Aldenhoven grundsätzlich tragfähig und damit auch genehmigungsfähig ist;
die dafür erforderliche Mindestschülerzahl (6 Züge = 150
Schüler pro Jahrgang) kann voraussichtlich in allen Schuljahren aus dem Potenzial der beiden Trägerkommunen erreicht werden. Damit sind die Vorgaben des 8. Schulrechtsänderungsgesetzes (Entwurf) (Ausnahmetatbestand gem. §
83 Abs. 5) erfüllt.
In diesem Zusammenhang muss berücksichtigt werden, dass
zwar der Nachweis für den Bedarf und die Tragfähigkeit der
Gesamtschule allein auf der Basis der Schüler aus den beiden Trägerkommunen (Linnich und Aldenhoven) zu erfolgen
hat, dass aber nach Errichtung der Schule Anmeldungen von
auswärtigen Schülern (= Einpendler) gleichrangig zu behandeln sind.
Grundsätzlich darf der Schulträger eine Beschränkung der
Zügigkeit vornehmen, doch geht damit gleichzeitig das Risiko einher, dass bei einem Anmeldeüberhang Schüler aus
Linnich und Aldenhoven abgewiesen werden. Dennoch könnte eine Begrenzung auf 6 Züge durchaus sinnvoll sein.
Im Bereich der Sekundarstufe II ist aus heutiger Sicht mit
einer Drei- bis Vierzügigkeit zu rechnen, wobei im Hinblick
auf die bereits bestehenden Angebote eine Beschränkung
auf drei Züge grundsätzlich sinnvoll wäre.
Auch die Sekundarstufe II, die voraussichtlich erstmals im
Schuljahr 2019/20 angeboten wird, könnte an beiden
Standorten angesiedelt werden. Dabei ist vorgesehen, jeweils alternierend an beiden Standorten die 11. Jahrgangs29.10.2012
Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung Linnich / Aldenhoven – Okt. 2012
Seite 16
stufe im Wechsel einzurichten. Dies hat zum Einen den Vorteil, dass beide Kommunen absolut gleichbehandelt werden;
zum Anderen wird dadurch auch der schulräumliche Bedarf
auf beide Standorte verteilt, was letztlich zu einer optimalen
Nutzung des Raumbestands und zu geringeren Investitionen
als bei der Konzentration auf einen Standort führt.
Schließlich sollte bei einer abschließenden Bewertung des
Vorhabens auch berücksichtigt werden, dass mit der Errichtung einer Gesamtschule ein Alleinstellungsmerkmal im
Nordkreis Düren geschaffen wird, das auch zu einer Aufwertung der beiden Schulstandorte Linnich und Aldenhoven
führt.
Im Rahmen der „Anlassbezogenen Schulentwicklungsplanung“ ist eine Abstimmung mit den Nachbarkommunen erforderlich. Dabei ist anzumerken, dass die Gesamtschule
Linnich/Aldenhoven in allererster Linie der Versorgung der
Schüler aus den beiden Trägerkommunen dienen soll, die in
der Vergangenheit mit einer jeweils zweizügigen Hauptschule sowie einer jeweils dreizügigen Realschule in der Sekundarstufe I immerhin über ein Angebot von etwa zehn Zügen
verfügt haben. Vor diesem Hintergrund sind Befürchtungen
von Nachbarkommunen weitgehend unbegründet.
Bezüglich der Sekundarstufe II ist zwar richtig, dass mit der
Gesamtschule Linnich/Aldenhoven ein neues Angebot geschaffen wird. Allerdings generiert eine Gesamtschule i. d. R.
auch neue Zielgruppen für den Weg zum Abitur, so dass dies
nicht ausschließlich zu Lasten der bisherigen Angebote geht;
darüber hinaus kann in den nächsten Jahren mit einer weiter
ansteigenden Abiturientenquote gerechnet werden. Dabei
könnte eine Begrenzung der Zügigkeit in der Sekundarstufe
II ein konstruktiver Beitrag sein, um die bestehenden Schulen mit gymnasialer Oberstufe in ihrem Bestand zu sichern.
29.10.2012
Anlassbezogene Schulentwicklungsplanung Linnich / Aldenhoven – Okt. 2012
Seite 17