Datei: KSK Bochum Kurzfassung final 131122

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Stadt Bochum Klimaschutzteilkonzept Klimafreundlicher Verkehr Bochum Kurzfassung Impressum Auftraggeber Stadt Bochum Willy-Brandt-Platz 2-6 44777 Bochum Auftragnehmer Planersocietät – Stadtplanung, Verkehrsplanung, Kommunikation Dr.-Ing. Frehn, Steinberg Partnerschaft, Stadt- und Verkehrsplaner Gutenbergstr. 34 44139 Dortmund Fon: 02 31/58 96 96-0 Fax: 02 31/58 96 96-18 info@planersocietaet.de www.planersocietaet.de Bearbeitung Dipl.-Ing. Gernot Steinberg (Projektleitung) Dipl.-Geogr. Kerstin Conrad Dipl.-Ing. Judith Hoffmann Dipl.-Ing. Thomas Mattner unter Mitarbeit von: Stephan Dinn Gefördert durch: Das Klimaschutzteilkonzept wurde im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Dortmund, November 2013 Hinweis Bei allen planerischen Projekten gilt es die unterschiedlichen Sichtweisen und Lebenssituationen von Frauen und Männern zu berücksichtigen. In der Wortwahl des Gutachtens werden deshalb geschlechtsneutrale Formulierungen bevorzugt oder beide Geschlechter gleichberechtigt erwähnt. Wo dies aus Gründen der Lesbarkeit unterbleibt, sind ausdrücklich stets beide Geschlechter angesprochen. Stadt Bochum – Klimaschutzteilkonzept klimafreundlicher Verkehr - Kurzfassung 1 Das Klimaschutzteilkonzept klimafreundlicher Verkehr Bochum Die Stadt Bochum engagiert sich bereits seit vielen Jahren im Klimaschutz. Seit 1994 ist sie Mitglied im Klimabündnis und seitdem wurde in regelmäßigen Abständen eine Bilanzierung der CO2-Ausstöße in der Stadt vorgenommen und in Energie-und Klimaschutzkonzepten wurden Ziele und Maßnahmen zur Reduktion entwickelt. Die Stadt Bochum nahm erfolgreich am European Energy Award (eea) teil mit einer erfolgreichen Re-Auditierung und einer Auszeichnung in Gold im Jahr 2012. Das aktuell gültige Energie- und Klimaschutzkonzept 2020 wurde 2009 erstellt. Die Fortschreibung diente der Umsetzung neuer Ziele des KlimaBündnisses. Zur Umsetzung dieses Konzepts ist ein Klimaschutzmanager bei der Stadt Bochum eingestellt worden, der sich zunächst für einen befristeten Zeitraum von drei Jahren mit der Umsetzung der Maßnahmen beschäftigt. Um die anvisierten Ziele insgesamt zu erreichen, wurde für den im damaligen Klimaschutzkonzept nicht betrachteten Verkehrsbereich eine Maßnahme zur „Erstellung einer Studie zu den Emissionsminderungspotenzialen des Bochumer Verkehrssektors“ festgeschrieben. Das hier vorliegende Klimaschutzteilkonzept klimafreundlicher Verkehr betrachtet das Verkehrsgeschehen in Bochum im Zusammenhang mit dem Themenfeld Klimaschutz und zeigt auf, welche Maßnahmen im Handlungsfeld Mobilität durchgeführt werden können, um weitere CO2-Einsparungen zu erzielen. Das Klimaschutzteilkonzept betrachtet den Personenverkehr in der Stadt Bochum und hierfür werden Maßnahmen entwickelt. Der Güter- und Wirtschaftsverkehr ist von Seiten des Fördergebers (Bundesumweltministerium) explizit nicht enthalten und wird nur in der CO2Bilanz berücksichtigt. Arbeitsprogramm Das Konzept verfolgte in seiner Bearbeitungsstruktur einen sehr stark partizipativ ausgerichteten Ansatz. Hierbei wurden während der Phase der Konzepterarbeitung viele Akteure, die mit dem Thema Mobilität in Verbindung stehen, einbezogen. Zu diesem Zweck erfolgten Expertengespräche in kommunalen Ämtern, Institutionen und Vereinen, die das Thema in der Stadt bereits aktiv voranbringen bzw. in Zukunft möglicherweise voranbringen könnten. Zusätzlich hat die Stadt Bochum Bürger eingeladen, mitzudiskutieren und ihre Ideen und Wünsche für eine klimafreundliche Mobilität in Bochum vorzubringen. Ein Projektbeirat aus Vertretern der Ratsfraktionen begleitete die Erstellung des Konzepts. Außerdem wurden in drei Themenbereichen Workshops mit Akteuren durchgeführt, die einen Startschuss gaben, um das jeweilige Thema konkret anzugehen und nach der Erstellung des Konzepts auch an dessen Umsetzung stetig weiter zu arbeiten. Begleitend zum partizipativen Prozess wurde eine stadtspezifische CO 2-Bilanz für die Stadt Bochum erstellt. Als Grundlage hierzu diente die bereits im Rahmen der Rezertifizierung des European Energy Award (eea) erstellte Bilanz der Stadt Bochum, die durch einige zusätzliche Eingaben verfeinert wurde. Aufbauend auf die Bilanz erfolgte die Entwicklung eines Excelmodells für den Personenverkehr in Bochum, mit dessen Hilfe über die Eingaben von Daten aus dem Verkehrsaufkommensmodell der Stadt Bochum, Szenarien und CO2- 2 Stadt Bochum – Klimaschutzteilkonzept klimafreundlicher Verkehr- Kurzfassung Minderungspotenziale ermittelt wurden. Aus der Analyse der bisherigen und aktuellen Aktivitäten der Stadt im Handlungsfeld Mobilität und Verkehr, den Expertengesprächen, den Workshops und der Bürgerbeteiligung sowie den Anregungen des politischen Beirats wurde ein umsetzungsorientierter Maßnahmenkatalog entwickelt, um die Klimaschutzaktivitäten im Personenverkehr in Bochum auf eine solide Basis stellen zu können. Analyse des Verkehrsgeschehens in Bochum Im Handlungsfeld Verkehr wurden in der Stadt Bochum bereits viele Konzepte erarbeitet und zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. So haben die politischen Gremien der Stadt Bochum in den vergangenen Jahren grundsätzliche Beschlüsse zu den Themen Klimaschutzkonzept, Strategischer Lärmaktionsplan, Luftreinhalteplan Ruhrgebiet/Teilplan Ost, Vorbehaltsstraßennetz und Tempo 30-Zonen, Nahverkehrsplan und Radverkehrskonzept gefasst. Durch diese Konzepte wurden Richtungsentscheidungen zu einer umweltverträglichen und nachhaltigen Mobilität getroffen. Eine vollständige Liste der bisherigen Aktivitäten Bochums (geplante und/oder durchgeführte Maßnahmen), die aus gutachterlicher Sicht direkt oder indirekt zum Klimaschutz im Verkehrsbereich beitragen befindet sich aufgrund des Umfangs im Anhang des Gesamtgutachtens. Die dort dargestellten Maßnahmen sind vielfältig, wurden bisher aber nur zum Teil explizit aus Gründen des Klimaschutzes beschlossen und/oder umgesetzt und bislang nicht in einem umfassenden integrativen Konzept gebündelt. Einige ausgewählte Maßnahmen, die die Handlungsbreite von Konzepten und Maßnahmen im Klimaschutz aus dem Verkehrsbereich zeigen, sollen hier kurz dargestellt werden. Im Bereich des Radverkehrs werden neben Zielen des Radverkehrskonzepts aus dem Jahr 1999 einige Teilkonzepte verfolgt, wie beispielsweise die Umwidmung alter Bahntrassen im Rahmen des Bahntrassenkonzepts. Aktionen wie ein jährlicher „Tag des Fahrrads“, der jährliche „Fahrradsommer der Industriekultur“ oder die regelmäßige Teilnahme an der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ sowie die Beteiligung an der Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg Ruhr werden durchgeführt und rücken das Verkehrsmittel Fahrrad in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs sorgen zahlreiche Informationsmöglichkeiten, eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit sowie diverse zusätzliche Serviceleistungen (Kundenbetreuer, Anschlussgarantie, Einsatz zusätzlicher Fahrzeuge bei Stadtfesten und anderen Großveranstaltungen etc.) für die Vermittlung der Attraktivität von Bus und Bahn. Durch angepasste Betriebszeiten, einen dichten, einheitlichen Takt und einen kontinuierlichen Ausbau des Liniennetzes wird die Qualität sichergestellt. Zudem werden ausschließlich Fahrzeuge mit den höchsten Abgasstandards beschafft und seit 2008 durch Hybridbusse ergänzt, die in Bochum den größten Bestand in NRW darstellen. Auch im Bereich des MIV existieren klimaschutzbegünstigende Maßnahmen, wie z.B. die Möglichkeit Elektrofahrzeuge auf Parkplätzen bzw. in Parkhäusern kostenlos zu parken (und zu tanken). Darüber hinaus ist die Stadtverwaltung Bochum seit einigen Jahren im Bereich des betrieblichen Mobilitätsmanagements aktiv, für das sie u.a. durch die Deutsche EnergieAgentur (dena) und das BMU 2011 ausgezeichnet wurde. Stadt Bochum – Klimaschutzteilkonzept klimafreundlicher Verkehr - Kurzfassung 3 Darüber hinaus wird aktuell ein Mobilitätskonzept für den Campus Bochum (Gesundheitscampus, Campus RUB, Hochschule Bochum, Technologie Quartier) erarbeitet, das als ganzheitliches Konzept bauliche, organisatorische und kommunikative Maßnahmen miteinander verknüpft und dabei den Umweltverbund fördern und die Abwicklung des MIV am Campus verbessern soll. Die kompakte Stadtstruktur der Stadt Bochum bietet gute Möglichkeiten, sich innerhalb der Stadt mit den Verkehrsmitteln des Umweltverbunds fortbewegen zu können. Aus gutachterlicher Sicht gibt es in der Stadt Bochum einige Potenziale zur Förderung des Umweltverbundes. Die Kfz-Verkehre werden gut über die Cityradialen und Ringstraßen abgewickelt. Dies führt einerseits zwar zu einer starken Belastung der Straßen, hält andererseits aber die Stadtteile und Stadtquartiere von größeren Kfz-Belastungen frei, was sich positiv auf Sicherheit, Lärmbelastung und Aufenthaltsqualitäten dort auswirkt. In diesen Quartieren und auf den Nebenstraßen bieten sich dadurch Möglichkeiten zur Stärkung der Nahmobilität (Radund Fußverkehr). Gleichzeitig sind die quartiers- bzw. stadtteilübergreifenden Rad- und Fußwegeverbindungen zu stärken. Grundlage bildet das Radverkehrskonzept von 1999 sowie einige Einzelkonzepte. Hier besteht aus gutachterlicher Sicht noch Nachholbedarf hinsichtlich einer umfassenden Förderung des Radverkehrs. Zwar zeigen sich bereits einige gute Ansätze und umgesetzte Maßnahmen (z.B. Radinfrastruktur an der Herner Straße, Ausbau von Fahrradabstellanlagen, metropolradruhr); ein durchgängiges und lückenloses Radverkehrsnetz nach aktuellem Stand der Technik sowie eine „Radverkehrsförderung als System“ (Infrastruktur, Service, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Verknüpfung mit dem ÖPNV) existieren bisher noch nicht. An einigen Hauptverkehrsstraßen steht beispielsweise die Anlage geeigneter Radverkehrsinfrastruktur noch aus, auf sicheren und attraktiven Nebenrouten fehlt es an einer geeigneten Wegweisung. Mit der Bewerbung um die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS) ist die Stadt auf einem guten Weg, wenn die Anforderungen für die Aufnahme konsequent angegangen und umgesetzt werden. Die Förderung des Fußverkehrs ist ein wesentliches Handlungsfeld im Rahmen einer klimaschonenden Mobilität im Nahbereich. Der Fußverkehr in Bochum wird bei allen Planungen berücksichtigt, auch wenn bisher kein übergreifendes Leitbild zur Fußverkehrsförderung vorliegt. Die Richtlinien und Empfehlungen der Forschungsgesellschaft für das Straßen- und Verkehrswesen, wie die Richtlinie zur Anlage von Stadtstraßen (RASt 06) und die Empfehlungen für Fußverkehrsanlagen (ERA 2002) bilden bei der Planung von Fußverkehrsanlagen die Grundlage der Stadt. Die fast vollständige Umsetzung des Gesamtkonzepts zu Tempo30-Zonen sorgt z.B. für ein positiveres Sicherheitsempfinden im Straßenraum. So werden neben der Einrichtung von Tempo-30-Zonen sowie Wohnstraßen und verkehrsberuhigten Bereichen auch bauliche Elemente zur Geschwindigkeitsreduzierung in den Straßenraum integriert. Zusätzlich werden oftmals Querungshilfen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit eingerichtet. Im Rahmen des Beteiligungsprozesses wurden als nachteilig für Fußgänger schlechte Gehwehqualitäten und in Quartieren mit hohem Parkdruck zugeparkte Gehwege benannt. Wesentlich für eine attraktive Nahmobilitätsförderung wird zukünftig das Thema 4 Stadt Bochum – Klimaschutzteilkonzept klimafreundlicher Verkehr- Kurzfassung Barrierefreiheit im Bestand sein. Bei Umbaumaßnahmen und Neuplanungen wird es bereits berücksichtigt. Der ÖPNV in Bochum ist sowohl aus Sicht der Gutachter als auch in den vielen Gesprächen und Workshops positiv bewertet worden. Vor allem die Erreichbarkeiten des Stadtzentrums aus den Stadtteilen, die Takte und die Betriebszeiten – auch gemessen an anderen Städten des Ruhrgebiets – wurden hervorgehoben. Als einer der wenigen negativen Punkte wurden fehlende Tangentialverbindungen genannt. Insgesamt bietet sich zudem ein Ausbau der Verknüpfungen zwischen den Verkehrsträgern wie Radverkehr, Fußverkehr, CarSharing und metropolradruhr an, mit dem starken ÖV als zentralem Element. Vor diesem Hintergrund bedarf es gesamtstrategischer Konzepte – wie beispielsweise eines Masterplans/Verkehrsentwicklungsplans bzw. eines vergleichbaren Mobilitätskonzepts, eines Radverkehrskonzepts bzw. einer Nahmobilitätsstrategie – die gleichzeitig mit einem strategisch ausgerichteten Leitbild der Stadt verknüpft werden. CO2- Bilanzierung – Verkehr Zur Bilanzierung der CO2-Emissionen im Verkehrsbereich wurde die Software „ECORegion smart DE“ genutzt, um nach der Eingabe der Kfz-Zulassungsdaten von 1990 bis 2011 sowie der Beschäftigten- und Bevölkerungsdaten die CO2-Bilanz im Verkehr der Stadt Bochum zu berechnen. Die benötigten Kfz-Zulassungsdaten wurden durch die Stadt Bochum vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) bezogen. Für die Beschäftigten- und Bevölkerungszahlen wurde ein Service der Firma ECOSpeed genutzt, bei dem diese die Daten dauerhaft aktuell für die Kommunen in das System einpflegt. Im nachfolgenden Text wird hierbei hauptsächlich der der Personenverkehr detailliert dargestellt, da er relevant für die Maßnahmenerarbeitung im Klimaschutzteilkonzept ist. Die nachrichtliche Darstellung der CO2-Bilanzierung im Güterverkehr erfolgte darüber hinaus im Gesamtgutachten. Für die Darstellung der Entwicklung im Personenverkehr werden die Fahrleistungen in Mio. Personenkilometer pro Jahr (Pkm/a) (vgl. Abb. 1) sowie die CO2-Emissionen (vgl. Abb. 2) herangezogen. Diese beiden Entwicklungen ähneln sich deutlich. Im Personenverkehr weist der MIV mit Werten zwischen 3.270 und 4.020 Mio. Pkm/a bzw. zwischen 522.000 und 615.600 t CO2/a mit großem Abstand die höchsten Werte auf. Stadt Bochum – Klimaschutzteilkonzept klimafreundlicher Verkehr - Kurzfassung 5 Mio. Pkm/Jahr 6.000 5.000 Busse, Straßenbahn, U-Bahn 4.000 Schienennahverkehr/ S-Bahn Schienenpersonenfernverkehr 3.000 Flugverkehr 2.000 MIV 2010 2008 2006 2004 2002 2000 1998 1996 1994 1990 0 1992 1.000 Abb. 1: Entwicklung der Fahrleistungen 1990-2011 im Personenverkehr nach Fahrzeugkategorien in Mio. Pkm/Jahr Quelle: Planersocietät nach Daten aus ECORegion, Stand 02.01.2013 t CO2/Jahr 800.000 700.000 600.000 Busse, Straßenbahn, U-Bahn 500.000 Schienennahverkehr /S-Bahn 400.000 Schienenpersonenfernverkehr 300.000 Flugverkehr 200.000 MIV 100.000 2010 2008 2006 2004 2002 2000 1998 1996 1994 1992 1990 0 Abb. 2: Entwicklung der CO2-Emissionen 1990-2011 im Personenverkehr nach Fahrzeugkategorien in t CO2/Jahr Quelle: Planersocietät nach Daten aus ECORegion, Stand 02.01.2013 Stadt Bochum – Klimaschutzteilkonzept klimafreundlicher Verkehr- Kurzfassung 6 Im Bereich des CO2-Ausstoßes liegen die Verkehrsmittel Linienbus/Straßenbahn/U-Bahn (mit insg. 10.500-12.400 t CO2/a), Schienennahverkehr (16.000-21.300 t CO2/a) und Schienenfernverkehr (7.000-9.300 t CO2/a) weit unter den Werten des MIV und schwanken ebenfalls kaum. CO2-Ausstoß nach Energieträgern und Fahrzeugkategorien im Jahr 2011 Der CO2-Ausstoß im Güter- und Personenverkehr für das Bilanzjahr 2011 verteilt sich wie folgt auf die Energieträger: Die Anteile von Benzin und Diesel sind mit 36 bzw. 51 % am höchsten, Kerosin hat einen Anteil von 10 % und Strom hat mit 3 % den mit Abstand geringsten Anteil an den Emissionen. Im relevanten Themenfeld Personenverkehr (vgl. Abb. 3) entfielen 2011 die größten Anteile des CO2-Ausstoßes in Bochum auf die Verkehrsmittel des MIV. Personenwagen waren mit rund 573.400 t an den Emissionen beteiligt, Motorräder mit rund 3.800 t. Der Flugverkehr weist für das Jahr 2011 einen Ausstoß von rund 107.000 t CO2 auf und ist somit nach dem MIV die Verkehrsart mit den höchsten Werten. Schienenpersonennahverkehr und Linienbusse sowie Straßen- und U-Bahnen weisen mit insgesamt 3,8 % der Gesamtemissionen im Personenverkehr einen vergleichsweise geringen CO2-Ausstoß für 2011 auf. Der Schienenpersonenfernverkehr lag im Jahr 2011 mit rund 7.100 t CO2-Ausstoß bei rund 1 % des Gesamtausstoßes. 16.637 7.137 2,32% 0,99% 10.615 1,48% MIV 106.967 14,89% Flugverkehr Schienenpersonenfernverkehr Schienennahverkehr/S-Bahn 577.254 80,33% Busse, Straßenbahn, U-Bahn Abb. 3: CO2-Ausstoß (t/a) im Personenverkehr 2011 nach Fahrzeugarten Quelle: Planersocietät nach Daten aus ECORegion, Stand 02.01.2013 Der CO2-Ausstoß im Verkehr pro Einwohner betrug im Jahr 2011 2,9 t (inkl. Güterverkehr und Luftfahrt). Das UBA weist in offiziellen Statistiken einen individuellen Pro-Kopf-Ausstoß von ca. 2 t CO2/a für die Bundesrepublik aus (vgl. UBA 2007). Der Pro-Kopf-Ausstoß in Bochum Stadt Bochum – Klimaschutzteilkonzept klimafreundlicher Verkehr - Kurzfassung 7 liegt somit deutlich höher. Der Gesamtausstoß im Verkehr belief sich im Jahr 2011 in der Stadt Bochum auf rund 1.078.000 t, wovon rund 359.000 t (33 %) auf den Güterverkehr und rund 718.000 t (67 %) auf den Personenverkehr entfallen. CO2-Minderung - Referenzszenario Mit einem Excel-Modell wurde im Basisjahr 2012 eine Gesamtemission im Verkehrsbereich (Personenverkehr) von rund 542.000 t CO2 im Jahr ermittelt, was etwa 1,45 t/Person entspricht. Zum Vergleich ergibt die Bilanzierung in ECORegion (2011) einen Ausstoß von rund 605.000 t CO2/Jahr (nur Personenwagen, Motorräder, Busse und Straßen-/U-Bahn sowie Schienennahverkehr), was etwa 1,61 t/Person entspricht. Um die zukünftige Entwicklung abzubilden, wurde zunächst ein Referenzszenario für die Jahre 2020 und 2030 erstellt. Das Referenzszenario beschreibt eine mögliche Entwicklung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen in der Stadt Bochum unter der Annahme, dass keine weiteren Maßnahmen getroffen werden, die eine klimafreundliche Entwicklung im Verkehrsbereich fördern. Das Szenario geht nur von allgemeinen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Trends aus, die sich auf EU-, Bundes- und Landesebene abzeichnen. Dazu wurden auf Grundlage vergleichbarer Szenarien, bundesweiter Studien und Prognosen1 sowie fachkundiger Einschätzungen die grundlegenden Veränderungen der im Modell variablen Mobilitätsdaten bis 2030 festgelegt. Die maßgeblichen Größen sind insbesondere die demografische Entwicklung, tendenzielle Veränderungen in der Verkehrsmittelwahl (Modal-Split), die Reduktion von Wegedistanzen sowie die Weiterentwicklung der Antriebstechnik. Abb. 4: CO2-Emissionen im Personenverkehr im Referenzszenario Quelle: Planersocietät 1 u.a. Gemeindemodellrechnung (it.nrw), TREMOD (ifeu/UBA), Renewbility II (Öko-Institut, DLR-IVF, Fraunhofer-ISI, BMU/UBA), Energie-Szenarien (prognos/EWI), Szenarien der Mobilitätsentwicklung unter Berücksichtigung von Siedlungsstrukturen bis 2050 (TRAMP/Difu/BMVBS), Shell-Szenarien, Low Carbon City Wuppertal 2050 (Wuppertal Institut), Expertise Mobilität Münster/Münsterland 2050 (LK Argus), Handlungsprogramm Klimaschutz 2020 Dortmund (Planersocietät) 8 Stadt Bochum – Klimaschutzteilkonzept klimafreundlicher Verkehr- Kurzfassung Es ergibt sich im Referenzszenario bis 2020 ein Rückgang der jährlichen CO 2-Emissionen im Personenverkehr der Bochumer Bevölkerung um ca. 8 % von rund 541.700 t im Jahr 2012 auf 498.800 t CO2. Im Jahr 2030 beträgt der Rückgang im Vergleich zur Basisberechnung 2012 24 % (auf rd. 412.300 t CO2). Maßgeblichen Einfluss auf diesen Rückgang hat die angenommene Verbesserung der Antriebstechnik und Zusammensetzung der Fahrzeugflotte. Aber auch andere Faktoren, wie z.B. die Folgen der demografischen Entwicklung, haben Einfluss auf den Rückgang des CO2-Ausstoßes. Die jährlichen Pro-Kopf-Emissionen sinken im Referenzszenario von 1,45 Tonnen/Person im Jahr 2012 auf 1,37 Tonnen im Jahr 2020 (bzw. auf 1,21 Tonnen in 2030). Maßnahmenentwicklung Partizipativer Ansatz Im Rahmen des partizipativen Prozesses wurden Akteure, die bereits im Bereich Verkehr und Klimaschutz in der Stadt tätig sind, Experten aus der Verwaltung, von Verbänden und Institutionen sowie Bürger beteiligt. Ziel der Partizipation war es, bereits während der Konzepterstellung möglichst viele Multiplikatoren einzubinden, um zum einen die Akzeptanz für die Umsetzung des Maßnahmenkatalogs zu erhöhen und zum anderen frühzeitig Akteure zu erreichen, die an der Umsetzung mitwirken. Gleichzeitig wurden in diesem Rahmen auch Anknüpfungspunkte für zukünftige Maßnahmen identifiziert. In der nachfolgenden Abbildung sind die partizipativen Elemente dargestellt. Eine ausführliche Dokumentation befindet sich in der Langfassung. Abb. 5: Bausteine der partizipativen Maßnahmenentwicklung Quelle: Planersocietät Maßnahmenkatalog für die Stadt Bochum Die nachstehenden Maßnahmenvorschläge wurden auf Basis der bisherigen Aktivitäten in Bochum, der Ergebnisse aus den Experteninterviews, den Workshops und dem Klimacafé sowie der Beiträge des Projektbeirats für die Stadt Bochum entwickelt. Der nachfolgende Maßnahmenkatalog beinhaltet umfassende Maßnahmenvorschläge zum Handlungsfeld „Mobilität“ bis zum Jahr 2020. Die erarbeiteten Maßnahmenvorschläge enthalten neben der Stadt Bochum – Klimaschutzteilkonzept klimafreundlicher Verkehr - Kurzfassung 9 Maßnahmenbeschreibung mit der Darstellung der einzelnen Arbeitsschritte auch Aussagen zu den zentralen Kriterien CO2-Reduktion, Kostenaufwand (für die Stadt Bochum), Personalaufwand (für die Stadt), Kooperationsaufwand bei Umsetzung der Maßnahme sowie die erwartete regionaler Wertschöpfung. Aussagen zu dem zeitlichen und finanziellen Umfang wurden zusammenfassend in einem Zeit- und Kostenplan dargestellt. Darüber hinaus wurde ein Themenspeicher mit Maßnahmenvorschlägen angelegt, die nach dem Jahr 2020 begonnen werden könnten, sowie gesondert Maßnahmen für zwei Sanierungsgebiete erarbeitet. Themenspeicher und Maßnahmen Sanierungsgebiet finden sich in der Langfassung. Tab. 1: Übersicht Maßnahmenvorschläge für die Stadt Bochum lfd. Nr. 1 Maßnahmenbezeichnung Laufzeit Verkehrsentwicklungsplan bzw. Masterplan Mobilität erstellen 2014-2015 Mobilitätskonzept inkl. Strategiepapier erarbeiten 2014 2 Nahmobilitätskonzepte für einen Modellstadtteil erstellen 2016-2018 3 Schaffung der Stelle eines Mobilitätsmanagers 2014 fortlaufend 4 AGFS Mitgliedschaft 2014 fortlaufend 5 Radverkehrskonzept überarbeiten und fortschreiben 2014 fortlaufend 1a 5a Radinfrastruktur an den HVS einrichten, Alternativrouten ausweisen 2014 fortlaufend 5b Durchlässigkeit für den Radverkehr erhöhen 2014 fortlaufend 5c Hochwertige Abstellanlagen an wichtigen Zielen 2014 fortlaufend 5d Öffentlichkeits- und Pressearbeit für den Radverkehr 2014 fortlaufend 5e Radabstellanlagen in Wohngebieten 2014 fortlaufend 5f Anbindung des Ruhrparks mit dem Rad verbessern 2014 fortlaufend 5g Radwege und ÖPNV gezielt miteinander verknüpfen 2014 fortlaufend 6 Radschnellweg Ruhr fortführen 2016-2018 7 ständigen Mobilität in einem Modellstadtteil bzw. alternativ ent- Konzept zur Barrierefreiheit zur Stärkung der eigen- und selbst2016-2018 lang einer Stadtbahn- oder Buslinie 8 Mobilitätsmanagement in Schulen 8a 8b 9 9a Radschulwegpläne entwickeln unter schulischem Mobilitätsmanagement 2014 fortlaufend 2014 fortlaufend Mobilitätsbildung für Radverkehr in 5. und 6. Klasse 2014 fortlaufend Mobilitätsmanagement in der Stadtverwaltung 2014 fortlaufend Vorbildkampagne der Stadt 2015 Stadt Bochum – Klimaschutzteilkonzept klimafreundlicher Verkehr- Kurzfassung 10 10 11 12 Konzept zur Optimierung des Bike & Ride und Park & Ride Angebots Smartcard: Mobilität aus einer Hand gestalten, eine Karte für alles Konzept zur Einrichtung von Mobilpunkten: Räumliche Verknüpfungspunkte schaffen 2015-2016 2016-2018 2017-2019 13 Mobilitätsmanagement in Betrieben 2014- fortlaufend 14 metropolradruhr-Stationen in die Stadtteile ausweiten 2014-2015 15 16 Langendreer als Drehscheibe für den Verkehr aus Dortmund ausbauen und stärken Anbindung der Gewerbegebiete durch Radverkehrsanlagen und ÖPNV sichern 2016-2018 2017-2019 17 Flächendeckende Stellplatzbewirtschaftung prüfen 2016 18 Quartiersbezogenes Marketing für vernetzte Angebote 2019 19 Stärkere Information des Verbrauchers über alternative Antriebe 2015 20 Internetseite zum Thema nachhaltige Mobilität in Bochum 2017 21 Zielgruppen betrachten - Mobilität im Lebenszyklus (Konzept und Kampagne) 2016- fortlaufend 22 Neubürgermarketing mit ÖPNV-Schnupperangeboten 2016- fortlaufend 23 ÖPNV als Werbeträger für Klimaschutz und Intermodalität nutzen 2016-2017 Quelle: Planersocietät Zeit- und Finanzierungsübersicht Die nachstehende Tabelle bietet einen Gesamtüberblick über den Zeit- und Finanzierungsrahmen des Maßnahmenkatalogs. Zur Erläuterung der Personalkosten: Zugrunde gelegt wurde ein Stundensatz von 46,00 Euro; ermittelt nach Personalkostensatz EG 12 der Stadt Bochum. Es sei darauf hingewiesen, dass die dargestellten Summen nicht alle umfassenden Konzept- und Umsetzungskosten widerspiegeln können, sondern dass vor allem Umsetzungskosten zum jetzigen Zeitpunkt in vielen Fällen nicht abschätzbar sind und in der Regel stark von den zu erarbeitenden Konzepten und den darin enthaltenen qualitativen und quantitativen Maßnahmen abhängig sind. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass die Konzeptentwicklungen nicht allein mit den bestehenden Personalkapazitäten der Stadt Bochum zu erreichen sind und dass auch für die Umsetzung der Maßnahmen - v.a. wenn sie die Verkehrsinfrastruktur betreffen (z.B. Maßnahmen 2 und 5) - erhebliche finanzielle Mittel benötigt werden, die nicht kalkuliert werden konnten und in der Tabelle damit nicht enthalten sind. Stadt Bochum – Klimaschutzteilkonzept klimafreundlicher Verkehr - Kurzfassung Tab. 2: Zeit- und Finanzierungsübersicht x: während der Laufzeit keine Kosten durch die Maßnahme in dem betreffenden Jahr Quelle: Planersocietät 11 12 Stadt Bochum – Klimaschutzteilkonzept klimafreundlicher Verkehr- Kurzfassung Effekte des Maßnahmenprogramms Dargestellt wird die Gesamtwirkung der Maßnahmen (alle Maßnahmen werden umgesetzt). Im Gesamtmaßnahmenszenario ergibt sich ein Rückgang der jährlichen CO2-Emissionen im Vergleich zu 2012 (rd. 541.700 t CO2 absolut) um 17 Prozent im Jahr 2020 (auf rd. 451.000 t) und um 33 Prozent im Jahr 2030 (auf rd. 364.500 t). Dies entspricht einer absoluten Mehreinsparung im Vergleich zum Referenzszenario durch die Maßnahmen von etwa 9 Prozent (rd. 47.800 t). Die jährlichen Pro-Kopf-Emissionen sinken im Maßnahmenszenario von knapp 1,45 Tonnen/Person im Jahr 2012 auf 1,13 Tonnen im Jahr 2030 (bzw. auf 1,27 in 2020). Abb. 6: CO2-Emissionen (t/Jahr) im Personenverkehr im Maßnahmenszenario Quelle: Planersocietät Fazit Das vorliegende Klimaschutzteilkonzept Verkehr bildet ein Handlungskonzept, mit dem die Stadt Bochum deutliche Reduzierungen des CO2-Ausstosses im Handlungsfeld Mobilität erzielen kann. Es beinhaltet eine intensive Auseinandersetzung mit dem Verkehrsgeschehen auf dem Stadtgebiet, eine umfassende Beteiligung der für den Verkehrsbereich relevanten Akteure sowie eine Vielfalt an Handlungsoptionen für die Stadt Bochum in den kommenden Jahren. In Abstimmung mit der Stadt Bochum umfasst das Konzept konkrete Maßnahmenvorschläge, die von der Stadt in den kommenden Jahren realisiert werden können, auch wenn diese teilweise hoher zusätzlicher personeller und finanzieller Ressourcen bedürfen. Das Erreichen der anvisierten Klimaschutzziele im Rahmen des Klima-Bündnis (36-50 Prozent bis 2020 im Vergleich zum Basisjahr 1990, spätestens 50 Prozent im Jahr 2030) ist auch für den Beitrag, den das Handlungsfeld Mobilität leisten soll, sehr ambitioniert. Es ist von der Stadt Bochum – Klimaschutzteilkonzept klimafreundlicher Verkehr - Kurzfassung 13 Stadt Bochum nicht allein zu leisten, sondern bedarf zur Zielerreichung einer Unterstützung des Bundes und des Landes in Form von Normen und Gesetzen, bei gleichzeitigen Förderprogrammen zur Stärkung klimafreundlicher Mobilität. Um den Klimaschutzprozess in der Stadt voranzubringen und die ambitionierten Emissionsminderungsziele zu erreichen, ist es darüber hinaus wichtig, eine Vielzahl von Akteuren in Bochum zu motivieren, ihrerseits Klimaschutzmaßnahmen durchzuführen. Neben der direkten Ansprache zentraler Personen oder Institutionen mit Multiplikatorwirkung haben sich der Aufbau und die Pflege themen- oder branchenspezifischer Netzwerke mit der Einbindung weiterer wesentlicher Akteure als wirkungsvoll erwiesen. Dies zeigt sich bereits in der Gründung des Beirats Mobilität und den Ergebnissen aus den Workshops. Im Referenzszenario des vorliegenden Konzeptes zeigt sich, dass die jährlichen CO2Emissionen im Verkehrsbereich bis 2020 nur um rund 8 % sinken. Dies würde im Jahr 2020 jährlichen Pro-Kopf-Emissionen von 1,37 Tonnen/Person im Bereich Mobilität entsprechen. Hier ist zu berücksichtigen, dass diese Reduktion auf Entwicklungen zurückzuführen ist, die nicht im Einfluss der Stadt Bochum liegen, wie bspw. Einsparungen durch effizientere Fahrzeuge und einem höheren Biokraftstoffanteil. Zudem bedürfen viele der Maßnahmen des Maßnahmenkatalogs einer Unterstützung durch den Bund und das Land NRW, wie bspw. Förderprogramme zur Stärkung des Radverkehrs. Bei der Ermittlung der Einsparungen durch die Maßnahmen flossen diejenigen ein, für die eine CO2-Einsparung berechnet werden konnte. Die berechneten Einsparungen sind Mindesteinsparungen, die bei einer erfolgreichen Umsetzung durchaus noch höher liegen können. Bei Umsetzung aller im Konzept vorgeschlagenen Maßnahmen (außer des Themenspeichers und der Maßnahmen für die Sanierungsgebiete) lässt sich die Pro-Kopf-Emission von 2012 bis zum Jahr 2020 auf mindestens 1,27 Tonnen/Person reduzieren und es wird eine CO2-Emissionsminderung im Handlungsfeld Mobilität von mindestens 17 % erreicht.