Datei: Mitteilung der Verwaltung

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Stadt Bochum Mitteilung der Verwaltung - Seite 1 - Stadtamt TOP/akt. Beratung IV/R (2058) Vorlage Nr. 20140106 Sicht- und Eingangsvermerk der Schriftführung öffentlich/nichtöffentlich nichtöffentlich gemäß öffentlich Bezug (Beschluss, Anfrage Niederschrift Nr. ... vom ... ) Bezeichnung der Vorlage Musikzentrum Bochum - Sachstandsbericht 4. Quartal Beratungsfolge Ausschuss für Kultur und Sport Haupt- und Finanzausschuss Betriebsausschuss für die Eigenbetriebe Sitzungstermin akt. Beratung 07.02.2014 12.02.2014 25.03.2014 Anlagen Wortlaut Bei der Projektsteuerung des Bauvorhabens Musikzentrum wird die Verwaltung insbesondere durch das Ingenieurbüro Convis als externem Projektsteuerer unterstützt. Zur regelmäßigen Information zum Status dieses Bauvorhabens wird durch das Projektbüro regelmäßig ein Quartalsbericht erstellt. Der Bericht zum 4. Quartal 2013 ist der Mitteilung beigelegt. Stadt Bochum Mitteilung der Verwaltung - Seite 2 - Stadtamt TOP/akt. Beratung IV/R (2058) Vorlage Nr. 20140106 Projektstatus Dezember 2013 Berichtszeitraum: 4. Quartal 2013 1. Gesamtstatus Die Baugenehmigung für den Neubau des Musikzentrums wurde am 12.12.2013 auf Grundlage des abgestimmten Entwurfes erteilt. Die Kosten umfassen nach dem geprüften Kostenbericht 32,9 Mio EUR brutto – damit wird die Kostenobergrenze eingehalten. Der Ausschreibungs- und Planungsverlauf ist im Wesentlichen termingerecht. Die Ausführung der Baustelleneinrichtung, der Abbrucharbeiten und der Baufeldfreimachung sind zum Jahresende mit nur leichten und unkritischen Verzögerungen abgeschlossen worden. Der Aushub der Baugrube und das Einbringen der Bohrpfähle wurden ebenfalls begonnen. Verzögerungen durch zusätzliche Sondierungen beim Kampfmittelbeseitigungsdienst und langanhaltende Niederschläge im Dezember machen es erforderlich, die Arbeiten auch noch im Januar und Februar fortzuführen. Vorbehaltlich der Witterung führt dies zu keiner kritischen Verzögerung im Gesamtprojekt, da der Beginn der Rohbauarbeiten für Anfang März vorgesehen ist. Die beschlossene und förderrechtlich notwendige Gliederung des Projekts in zwei Bauabschnitte wurde projektorganisatorisch in den Verträgen, Leistungsverzeichnissen und dem Kostencontrolling implementiert. Projektplanungsstand am Ende des Berichtszeitraums: Leistungsphase 5, 6, 7 und 8 nach HOAI (Ausführungsplanung, Vorbereitung und Durchführung der Vergaben, Bauüberwachung) bzw. Projektstufen 3 und 4 nach AHO (Ausführungsvorbereitung und Ausführung) Gesamtkostenstand brutto* Aktueller Projektstand SOLL IST 32,9 Mio Ausführungsplanung, Vergaben, Bauausführung 32,9 Mio Ausführungsplanung, Vergaben, Bauausführung Geplante Fertigstellungstermine und abgeschlossene Bezahlung lt. Rahmenterminplan für Multifunktionssaal, Kirche, 30.06.2015 Außenanlagen für Konzertu. 30.06.2015 Veranstaltungssaal 29.06.2015 29.06.2015 * Gesamtkostenstand auf Basis der Entwurfsplanung Stand 18.11.2013 Stadt Bochum Mitteilung der Verwaltung - Seite 3 - Stadtamt TOP/akt. Beratung IV/R (2058) Vorlage Nr. 20140106 2. derzeitige Hauptprozesse bei der Planung Im 4. Quartal hat der Generalplaner zur abgeschlossenen Entwurfsplanung die Entwurfsdokumentation inklusive geprüfter Kostenberechnung vorgelegt. Für den Bauantrag wurden durch den Generalplaner die Korrekturen an den Bauantragsunterlagen durchgeführt. Im Zuge der Ausführungsplanung wurden die Planungen der Fachbereiche Hochbau, Gebäudetechnik, Szenografie und Außenanlagen dabei in Arbeitsgesprächen aufeinander abgestimmt. Die Ergebnisse hieraus wurden dem Bauherrn und Nutzer in Planungsgesprächen vorgestellt. Gleichzeitig zu den o. g. Planungsvorgängen bearbeiteten Generalplaner und Szenografen die Ausführungsplanung. Für Abbruchmaßnahmen der Kirchenanbauten, für die Baufeldfreimachung, die Baugrube und die Pfähle wurde die Ausführungsplanung abgeschlossen und, wo erforderlich, durch die Werkplanungen der ausführenden Firmen ergänzt. In den Planungsgesprächen wurde besonderer Wert auf Detailabstimmungen gelegt, um beispielsweise Schnittstellen bei der Planung der Gebäudetechnik mit der Planung der Außenanlagen zu klären. Die Sanierung der Fassade von Kirchturm und Langhaus stellt einen separaten Vorgang im Gesamtprojekt dar. In der Bauablaufplanung wurden die Abschnitte der Gerüststellung und der Sanierungsflächen definiert und flossen in das LV für die Fassadensanierung ein: Das Turmgerüst wird im Frühjahr errichtet, das Gerüst entlang des Langhauses erst nach Abschluss der Rohbau- und Dachabdichtungsarbeiten der angrenzenden Neubauteile. 3. derzeitige Hauptprozesse in der Ausführung Die Baustelleneinrichtung ist wie geplant errichtet worden. Baustraße und Medienversorgung sind eingerichtet. An Absperrungen und Verkehrssicherungen wurden nachträglich Ergänzungen vorgenommen, um das Wildparken einzuschränken. Zur Abwehr von Vandalismus und Einbruchversuchen wurde außerdem der Bauzaun nachträglich verstärkt. Das Bauschild wurde an der Fassade der benachbarten Viktoriaklinik montiert. Die Schutzmaßnahmen der Altbausubstanz im Kirchengebäude sind ebenso wie eine provisorische Dachentwässerung entlang des Kirchenlanghauses installiert. Die Abbruchmaßnahmen an den Kirchenanbauten, der Altarempore und den alten Kellerräumen in der Marienkirche wurden im Zeit- und Kostenrahmen durchgeführt. Der Abbruch der Empore wurde zurückgestellt und im Zuge der Rohbaumaßnahmen neu ausgeschrieben, weil das Tragwerk der vorhandenen Empore stärker in die Kirchenkonstruktion eingreift als vorab erkennbar. Die Baufeldfreimachung ist vollzogen, sodass für die nachfolgenden Bauaktivitäten Baufreiheit besteht. Hierzu gehört der Baugrubenaushub, der zunächst mit einem Oberbodenabtrag begann und anschließend im Süden des Baufeldes mit dem Aushub bis auf ca. 4 Meter Tiefe fortgesetzt wurde. Im Vorfeld wurden dem gesamten Baufeld Bodenproben entnommen, anhand derer Ergebnisse die Klassifizierung des Bodens für die Zuordnung zu den vom Unternehmer angebotenen Preisen erfolgte. Bis Jahresende war etwa die Hälfte der Baugrube im südlichen Baufeld ausgehoben. Im restlichen Baufeld war Stadt Bochum Mitteilung der Verwaltung - Seite 4 - Stadtamt TOP/akt. Beratung IV/R (2058) Vorlage Nr. 20140106 mit dem Oberbodenabtrag das erforderliche Planum geschaffen worden, von dem aus die Bohrpfähle in den Boden eingebracht wurden. Ein weiteres Unternehmen hat mit den Bohrpfahlarbeiten begonnen. Entlang der KirchenLanghauswände wurden außen zwei Bohrpfahlwände aus Pfählen mit 60 cm Durchmesser in den Boden eingebracht. Die Einzelpfahllänge beträgt bis zu 7,2 m. Diese Bohrpfahlwände stützen den Kirchenbau gegen Abrutschen in die auszuhebenden Baugruben. Im Kircheninneren wird eine ähnliche Konstruktion mit Kleinbohrpfählen (30 cm Durchmesser, 4,5 m lang) eingebracht, die die Innenstützen gegen Wegknicken schützen, sobald zwischen den Stützen der Aushub für die geplante Untergeschoss-Toilettenanlage beginnt. Im nördlichen Baufeld unter dem Multifunktionssaal wurde zudem begonnen, die 13 Großbohrpfähle bis zu 15,5 Meter tief in den Boden einzubringen, um den Multifunktionssaal sicher über dem darunter befindlichen Stollenabgang zu gründen. Baugruben- und Bohrpfahlarbeiten wurden unter Einbindung des Bodengutachters und des Kampfmittelbeseitigungsdienstes durchgeführt. Es wurden bisher keine Kampfmittel entdeckt. 4. Vergaben / Verträge Die größte Einzelvergabe des Vorhabens, die Rohbauleistungen, wurde zum Jahresende submittiert. Das wirtschaftlichste Angebot übersteigt das kalkulierte Budget nur unwesentlich, sodass vorbehaltlich der noch laufenden Vergabeprüfung eine wirtschaftliche und budgetverträgliche Vergabe durchgeführt werden kann. Die Police für die Bauwesenversicherung wurde über einen Versicherungsdienstleister verhandelt und mittlerweile abgeschlossen. Die Versicherung deckt Sachschäden an eingebauten Bauteilen und –materialien ab, die durch Diebstahl abhanden kommen oder durch ungewöhnliche Wetterereignisse oder andere Einflüsse beschädigt werden. In Vorbereitung sind die Vergaben für die Natursteinarbeiten (die Sanierung der Kirchenfassade), für die Aufzüge sowie die Gerüstbauarbeiten. Im Zuge der Beweissicherung des Landesbehördenhauses (Arbeitsgericht) wurde ein geringer Nachtrag an das beauftragte Büro erteilt, um einen größeren Riss im Gebäude, der vor Beginn der Bauarbeiten zum Musikzentrum entdeckt worden war, genauer zu dokumentieren. In Abstimmung mit den Stadtwerken wurde auf eine Stromversorgung der provisorischen, öffentlichen Straßenbeleuchtung am Bauzaun Marienplatz wegen des unverhältnismäßigen Aufwands verzichtet. Stattdessen wurde dem Nachtrag über eine Stromversorgung durch den Baustromversorger des Projektes stattgegeben. Darüber hinaus stehen diese Nachträge zur Prüfung an: Abfräsen eines Baumstumpfes im Gehweg Viktoriastraße, zusätzliche Entwässerungsarbeiten an der Kirche sowie Frostschutzmaßnahmen für die Bauwasseranschlüsse. Stadt Bochum Mitteilung der Verwaltung - Seite 5 - Stadtamt TOP/akt. Beratung IV/R (2058) Vorlage Nr. 20140106 Die Submissionsergebnisse der Vergaben und der Nachträge werden im Kostencontrolling erfasst und mit den Budgets abgeglichen, sobald die Gewerke-Budgetierung durch den Generalplaner vorliegt. 5. Planung / Entwurf Mit Abschluss der Entwurfsplanung und der Genehmigungsplanung sowie der darauf aufbauenden Baugenehmigung ist die Grundlage für die Ausführungsplanung der Fachgewerke gelegt (vgl. Kapitel 2). Entsprechend des Projektstandes wurden keine Entwurfsänderungen vorgenommen. Vielmehr konzentrierte sich die planerische Arbeit auf die Festlegung von Konstruktionsweisen, Anschlüssen und Schnittstellen zwischen den Gewerken. Ebenso wurden etliche Detailfestlegungen zur technischen Ausstattung geplant und festgelegt. Dieser Prozess wird in den nächsten Monaten im Zuge der weiteren Ausführungsplanung fortgeführt werden. Als Ergänzung zur bisherigen Planung wurde vom Generalplaner der Verlauf des Flachdaches entlang beider Seiten des Kirchenlanghauses angepasst: Im mittleren Fassadenfeld wird es auf eine Höhe angehoben, die die über der Durchgangstür befindlichen Wimperge (steiler Giebel als Bekrönung des Portals) einschließt, sodass dieses gotische Schmuckwerk von den Innenräumen aus sichtbar bleibt. Der Haupteingangsbereich an der Viktoriastraße wurde hinsichtlich der Ausstattung mit einem Windfang untersucht. Die Ergebnisse sind funktional und gestalterisch nicht zufriedenstellend. Entsprechend wurde festgelegt, auf einen Windfang zu verzichten. Es werden aber Versorgungsleitungen für eine optional später zu montierende Luftschleieranlage verlegt. Parallel zur fachtechnischen Planung wird die Ausarbeitung eines Betriebskonzeptes durch die Kulturverwaltung und die zukünftigen Nutzer fortgeführt. 6. Projektorganisation Der Projektstrukturplan, der sämtliche planerischen wie baulichen Leistungen des Projektes gliedert und einem der beiden Bauabschnitte zuordnet, wurde in Abstimmung mit den Planern verfeinert. Er bildet die Grundlage u. a. der Kostenstruktur, sodass die Budgets beider Bauabschnitte (Bauabschnitt 1 - Konzert- und Veranstaltungssaal, Bauabschnitt 2 Kirche, Multifunktionssaal, und Außenanlagen) getrennt voneinander ausgewiesen werden können. Diverse Regelabläufe für die interne Projektorganisation (z. B. Durchführung VOBVergaben, Prüfung von Abschlagsrechnungen) wurden modifiziert, mit den Beteiligten besprochen und beschlossen und in das Projekthandbuch aufgenommen. Der Generalplaner ist nicht wie bisher vorgesehen in der Lage, die Leistungen der Bauüberwachung mit eigenem Personal aus Stuttgart zu bewerkstelligen. Aus diesem Grund wurden zwei weitere Planungsbüros als Subunternehmer des Generalplaners gebunden, die die Bauüberwachung separat für die Kirchensanierung und die Neubauarbeiten durchführen werden. Der Beauftragung der Subunternehmer wurde von den Zentralen Diensten zugestimmt. Die Einbindung der externen Bauüberwachung führte vorübergehend zu einem höheren Koordinierungsaufwand bei Bauherr und Projektsteuerung. Stadt Bochum Mitteilung der Verwaltung - Seite 6 - Stadtamt TOP/akt. Beratung IV/R (2058) Vorlage Nr. 20140106 7. Kosten In der bestehenden Gesamtkostentabelle wurden einzelne Planungs- und Bauleistungen den Bauabschnitten in veränderter Form zugeordnet (z. B. Kosten der Bohrpfähle). Damit wurde erreicht, dass die Aufteilung der Leistungen entsprechend der mit dem Fördermittelgeber vereinbarten Trennlinie zwischen den beiden Bauabschnitten umgesetzt wird. Die Gesamtkosten umfassen unverändert 32.928.999 €. Die Kostenobergrenze wird eingehalten. Der Generalplaner hat dies als Kostenbericht als Teil der Entwurfsplanung am 12.12.2013 vorgelegt. Der Kostenbericht beinhaltet die Prüfkorrekturen der Projektsteuerung und basiert auf der abgestimmten Entwurfs-/ Genehmigungsplanung vom 30.08.2013. Zum Jahresende beträgt der Zahlungsstand rd. 4,2 Mio. EUR brutto. 8. Förderungen Die im vorgegangenen Quartal abgerufenen Mittel (1. Mittelabruf für den 2. Bauabschnitt und 2. Mittelabruf für den 1. Bauabschnitt) wurden der Stadt Bochum ausgezahlt. Im Nachgang wurde durch die EU eine erste Prüfung des EU-Mittelabrufes für den 1. Bauabschnitt durchgeführt. Bei den Planungshonoraren wurden lediglich AnwaltsBeratungskosten als nicht förderfähig eingestuft. Bei den Bauleistungen wurden die Ingenieurbauleistungen des Generalplaners als nicht über die EU-Mittel förderfähige Kosten herausgenommen und stattdessen dem 2. Bauabschnitt zugeordnet. Die Förderung dieser Leistungen wird im Zuge des nächsten Mittelabrufes zum 2. Bauabschnitt nachgeholt werden. Alle übrigen Leistungen über rund 981 T€ brutto werden als förderfähige Kosten bestätigt. 9. Qualitäten Bauherr und Projektsteuerung haben die Ausschreibungsunterlagen des Generalplaners für die nächsten Vergaben hinsichtlich der Qualität geprüft und fehlende Angaben nachgefordert. Auch bei Vergabevermerken und Kostenunterlagen musste der Generalplaner gelegentlich Korrekturen beibringen. Die Einbindung der beiden Verantwortlichen für die Bauüberwachung (Subunternehmen des Generalplaners) schuf gelegentlich Qualitätseinbußen bei der Weitergabe von Informationen und beim Ablauf der Rechnungsprüfung. Die aufgetretenen Probleme sind Anlaufschwierigkeiten zuzurechnen und wurden beseitigt. Bei der Bauüberwachung der Bautätigkeiten bis Jahresende bestand vielfach die Schwierigkeit, dass das Personal des Generalplaners nicht in ausreichendem zeitlichem Umfang vor Ort war. Dies wurde mit dem Generalplaner mehrfach erörtert, die Baustelle wurde darauf hin etwas häufiger besetzt. Für Januar hat der Generalplaner eine tägliche Besetzung für die Tage mit Bauaktivität in Aussicht gestellt. Bei nicht ausreichender Überwachung erhöht sich das Risiko, dass Erdmassen durch die ausführenden Unternehmen nicht korrekt erfasst werden und keine ausreichende oder nachvollziehbare Abrechnungsgrundlage erstellt wird. Stadt Bochum Mitteilung der Verwaltung - Seite 7 - Stadtamt TOP/akt. Beratung IV/R (2058) Vorlage Nr. 20140106 Das Bauordnungsamt hatte dem Bauherrn aufgetragen, umfassende Teile des Bauantrags inhaltlich zu ergänzen. Die ergänzten bzw. überarbeiteten Unterlagen wurden durch den Generalplaner beigebracht und vom Bauherrn Anfang Dezember umgehend beim Bauordnungsamt eingereicht. Auch dieser Unterlagensatz musste nach einer Vorprüfung des Bauordnungsamtes erneut durch den Generalplaner ergänzt werden. Mangelnde Sorgfalt beim Generalplaner führte trotz erheblicher Unterstützung und Moderation durch den Bauherrn und die Projektsteuerung hier zu einer zeitlich kritischen Entwicklung, da der Bauantrag vor Weihnachten nicht nur abgegeben, sondern auch geprüft und genehmigt werden sollte. Die Ausführung der Abriss- und Aushubarbeiten erfolgte fachgerecht und ohne dass nennenswerte Schäden an der Altbausubstanz verursacht wurden. Die Qualität des Bauzauns weist in puncto Stabilität Mängel auf. Der Unternehmer wurde bereits mehrfach zu Reparaturen bzw. dem Austausch beschädigter Drahtzaunelemente aufgefordert. Die mit einem Nachtrag beauftragte zusätzliche rückseitige Abstrebung mindert die Einwirkung durch Vandalismus, schließt diese jedoch nicht aus. 10. Termine Mit Abgabe des korrigierten Bauantrags wurde die Phase der Genehmigungsplanung beendet. Gleichzeitig wurde die Entwurfsplanung formell beendet, wenngleich der zusammenfassende Entwurfsbericht noch aussteht. Die Baugenehmigung wurde am 12.12.2013 erteilt. Die Ausführungsplanung begann für die Gewerke Baufeldfreimachung, Baugrube, Gründung und Bohrpfähle sowie Abriss bereits während der Erstellung der Genehmigungsunterlagen. Für Rohbau, Ausbau, Szenografie und technische Gebäudeausstattung wurde die Ausführungsplanung im Berichtszeitraum ebenfalls begonnen. Gleichzeitig werden durch den Generalplaner und die Arge für Szenografie weitere Vergaben vorbereitet. Die Durchführung der Vergabe Rohbau konnte zum Jahresende termingerecht submittiert werden. Durch den Generalplaner wurde zum Quartalsende ein Terminplan vorgelegt, der die weiteren Vergabeprozesse und die dazugehörigen Ausführungsprozesse im Gesamtprojektverlauf terminiert. Eine detaillierte Abstimmung hierzu ist nun unmittelbar vorgesehen, da der Terminplan noch nicht in allen Teilen die erforderliche Tiefe aufweist und hinsichtlich des Bauablaufes noch nicht die von der Projektsteuerung im November aufgetragenen Optimierungen enthält. Die Terminplanung der Bauüberwachung für die derzeit laufenden Gewerke sieht eine Fertigstellung der Baugrube Ende Februar 2014 vor, die Bohrpfahlarbeiten werden Ende Januar abgeschlossen werden. Dies steht mit der Gesamtterminplanung in Einklang, die ein Beginn der Rohbauarbeiten für Anfang März 2014 vorsieht. Verzögerungen bei den bisherigen Arbeiten traten allenfalls in kleinem Umfang durch längere Niederschläge auf. Den ausführenden Firmen wurden außerdem Stillstandzeiten von 14 Werktagen wegen zusätzlicher Kampfmittelsondierungen aufgezwungen. Darüber hinaus wurden einige Tage Bauzeitverlängerung durch die ausführenden Firmen selbst Stadt Bochum Mitteilung der Verwaltung - Seite 8 - Stadtamt TOP/akt. Beratung IV/R (2058) Vorlage Nr. 20140106 verantwortet, indem das Bohrpfahlgerät mehrfach ausfiel und Analyseergebnisse der Bodenproben verzögert fertig gestellt wurden. Diese Verzögerungen können nach derzeitiger Planung in dem Puffer Januar / Februar 2014 aufgefangen werden, sofern Frost oder übermäßiger Niederschlag nicht die Arbeit behindern. Als Fertigstellungs- und Eröffnungstermin weist der Rahmenterminplan den mit den Förderauflagen konformen Termin 29.06.2015 aus. 11. Genehmigungsverfahren / Bauordnung Das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt hat am 12.12.2013 die Baugenehmigung für die Errichtung des Musikzentrum Bochum erteilt. Die Genehmigung erging aufgrund des am 8.8. und am 5.12.2013 eingereichten Bauantrags für die Gesamtbaumaßnahme. Die in der Baugenehmigung formulierten Auflagen entsprechen dem Standard für Vorhaben dieser Art und sind planerisch vollständig berücksichtigt. 12. Sicherheit und Gesundheitsschutz Die Arbeiten der Schadstoffentsorgung und der beginnenden Baustelleneinrichtung wurden durch den Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator begleitet und beaufsichtigt. Sämtliche Arbeiten, insbesondere auch mit Schadstoffen und Gerüsten wurden entsprechend der Vorschriften für den Gesundheitsschutz durchgeführt. Bei den Bauaktivitäten gab es keine Unfälle. Mindestens zweimal wurde der Bauzaun durch Unbekannte beschädigt. Die Reparaturkosten betragen in Summe etwa 4.000 EUR, die nicht durch die Versicherung ersetzt werden, weil die Schadenshöhe der Einzelvorfälle unter der Selbstbeteiligungsgrenze liegt. 13. Infrastruktur / Nebenprojekte (außerhalb des Projekts „Musikzentrum“) SWBo haben den Wasseranschluss für Bauwasser installiert. Die Anschlussleitung, die unter der Humboldtstraße auf das Baufeld durchgeführt wurde, ist in von der Dimensionierung her bereits für die Versorgung des Musikzentrums ausgelegt. 14. Nächste Schritte In der Planung werden eine Vielzahl an Details mit den Technikern auf Bauherren- und Nutzerseite besprochen und festgelegt werden müssen. Die Materialauswahl muss getroffen werden, Bemusterungen werden durchgeführt werden müssen. Bei der Qualitätssicherung steht die Sicherstellung der Schnittstellen zwischen den Gewerken sowie die planerische Überprüfung der Interaktion der technischen Anlagen an. Die Rohbauarbeiten werden vergeben und können voraussichtlich ab Anfang März 2014 begonnen werden. Die dafür erforderliche Ausführungsplanung wird durch den Generalplaner weiterentwickelt und sukzessive dem Rohbauunternehmen zur Verfügung gestellt werden. Stadt Bochum Mitteilung der Verwaltung - Seite 9 - Stadtamt TOP/akt. Beratung IV/R (2058) Vorlage Nr. 20140106 Für die nächsten Vergaben werden die Leistungsverzeichnisse erstellt und geprüft werden. Für die Erweiterung der Baugenehmigung mit einer Betriebserlaubnis für LKWAnlieferverkehr nach 22 Uhr wird im ersten Quartal eine Vorbelastungsuntersuchung durchgeführt werden müssen. Dies erfordert die Initialisierung einer Anschlussvergabe für den Bauphysiker. Für jede Vergabeeinheit (Gewerk) entsprechend der Kostenstruktur sind nun Einzelbudgets zu bilden, die Grundlage für das Kostencontrolling darstellen.