Datei: Bericht_Online-Beteiligung in Bochum.2013

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Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum Gesellschaft für Stadt- und Regionalanalysen und Projektentwicklung mbH Altonaer Poststraße 13 | 22767 Hamburg Tel.: 040-35 75 27-0 | Fax: 040-35 75 27-16 Kontakt: bonacker@konsalt.de www.konsalt.de Oktober 2013 Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum Inhaltsverzeichnis Abbildungsverzeichnis .................................................................................................... 3 1. Anlass ...................................................................................................................... 4 2. Möglichkeiten der Online-Beteiligung allgemein ....................................................... 5 3. Online-Beteiligung in Bochum .................................................................................. 6 4. Ergebnisse der Online-Beteiligung nach Kategorien ................................................ 7 4.1 Straßenlärm ...................................................................................................... 9 4.2 Schienenlärm (Straßenbahn) .......................................................................... 13 4.3 Schienenlärm (Eisenbahn) .............................................................................. 13 4.4 Gewerbelärm .................................................................................................. 14 4.5 Fluglärm.......................................................................................................... 14 5. Fazit ....................................................................................................................... 15 6. Anhang .................................................................................................................. 17 Abbildung 1 Titelblatt Online Beteiligung www.bochum-gegen-laerm.de 2 Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum Abbildungsverzeichnis Abbildung 1 Titelblatt Online Beteiligung www.bochum-gegen-laerm.de 2 Abbildung 2 Online-Beteiligung www.bochum-gegen-laerm.de 6 Abbildung 3 Beiträge der Online-Beteiligung nach Lärmquellen 7 Abbildung 4 Kommentare der Online-Beteiligung nach Lärmquellen 8 Abbildung 5 Kommentare der Online-Beteiligung nach Beiträgen 8 Abbildung 6 Straßenlärm 9 Abbildung 7 Maßnahmenvorschläge Autobahn 11 Abbildung 8 Maßnahmenvorschläge Stadtstraßen 12 Abbildung 9 Fluglärm 15 Abbildung 10 Online-Beteiligung www.bochum-gegen-laerm.de 18 3 Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum 1. Anlass Seit der Umsetzung der EU-Umgebungslärmrichtline1 in deutsches Recht am 15. Juni 2005 (§ 47 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG)) sind alle deutschen Kommunen verpflichtet, Lärmbelastungen zu ermitteln und zu kartieren und Lärmaktionspläne zur Vermeidung und Verminderung von Umgebungslärm zu erstellen. Im Zuge der Lärmkartierung der 1. Stufe mussten alle Ballungsräume mit mehr als 250.000 Einwohnern bis zum 30. Juni 2007 strategische Lärmkarten. Bis zum 18. Juli 2008 waren die zuständigen Behörden verpflichtet, Lärmaktionspläne, die die Lärmprobleme und Lärmauswirkungen sowie gegebenenfalls die Lärmminderung regeln, auszuarbeiten. Im Zuge der Lärmkartierung der 2. Stufe (Stichtag 30. Juni 2012) mussten Lärmkarten für sämtliche Ballungsräume über 100.000 Einwohner sowie für sämtliche Hauptverkehrsstraßen und Haupteisenbahnstrecken erstellt werden. Die Lärmaktionspläne der 2. Stufe mussten bis zum 18. Juli 2013 vorliegen. Laut Artikel 9 der EU-Umgebungslärmrichtline müssen die ausgearbeiteten Lärmkarten und Aktionspläne der Öffentlichkeit „durch Einsatz der verfügbaren Informationstechnologien [...] zugänglich gemacht und an sie verteilt werden“.2 Des Weiteren wird im Artikel 8 (7) gefordert, dass die Öffentlichkeit die Möglichkeit zur Mitwirkung erhält. Der Artikel besagt, dass „die Öffentlichkeit zu Vorschlägen für Aktionspläne gehört wird, [und] dass sie rechtzeitig und effektiv die Möglichkeit erhält, an der Ausarbeitung und der Überprüfung der Aktionspläne mitzuwirken“. Die Ergebnisse dieser Mitwirkung müssen bei der Erstellung der Lärmaktionspläne berücksichtigt werden und es gilt die Öffentlichkeit über die getroffenen Entscheidungen zu unterrichten. Die Stadt Bochum – mit 362.286 Einwohnern die sechstgrößte Stadt in NordrheinWestfalen – hat in der 1. Stufe der Lärmkartierung die Lärmbelastung über eine Lärmausbreitungsberechnung ermittelt. Auf Basis dieser Ergebnisse wurde der „Strategische Lärmaktionsplan“ aufgestellt, der durch den Rat der Stadt Bochum am 21.12.2011 beschlossen wurde.3 Für die Erarbeitung des Lärmaktionsplanes der 2. Stufe einschließlich Beteiligung der Öffentlichkeit über das Internet hat die Stadt Bochum die Lärmkontor GmbH gemeinsam mit LK Argus GmbH und konsalt GmbH im Frühjahr 2013 beauftragt. Die konsalt GmbH hat die moderierte Beteiligung über das Internet konzipiert, begleitet und ausgewertet. 1 2 3 4 Richtlinie 202/49/EG des Europäischen Parlaments vom 25. Juli 2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm Unter Öffentlichkeit werden laut Artikel 3 (v) der EU-Umgebungsrichtline “eine oder mehrere natürliche oder juristische Personen sowie gemäß den nationalen Rechtsvorschriften oder Gepflogenheiten die Vereinigungen, Organisationen oder Gruppen dieser Personen“ verstanden vgl. https://www.bochum.de/C125708500379A31/vwContentByKey/W27P6ERW396BOLDDE [24.07.2013] Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum 2. Möglichkeiten der Online-Beteiligung allgemein Je nach Grad der Information bzw. Mitwirkung und je nach Teilnehmerzahl stehen unterschiedliche Beteiligungsinstrumente zur Verfügung. Der Einsatz des Internets stellt in dieser Hinsicht eine Ausweitung der Beteiligungsmöglichkeiten dar. Zeit- und ortsunabhängig können Interessierte im Zuge einer Online-Beteiligung mitwirken. Nicht nur jüngere Bevölkerungsschichten, sondern vor allem auch Berufstätige und jene mit Kinderbetreuungspflichten können besser erreicht werden.4 Im Rahmen der Lärmaktionsplanung konnten Interessierte auf einer eigens für diese Zwecke eingerichteten Website „laute“ aber auch besonders „leise“ Orte markieren und beschreiben, sowie gegebenenfalls bereits Maßnahmen zur Lärmminderung vorschlagen. Die Moderation stellt sicher, dass gesetzte „Benimmregeln“ befolgt werden und das Medium nicht für andere Zwecke missbraucht wird. Auf Basis der Ergebnisse der ersten Phase werden durch die Stadtverwaltung oder extern Beauftragte Maßnahmen erarbeitet, die in einer zweiten Phase wiederum aus Sicht der Bevölkerung online kommentiert und bewertet werden können. Wichtig ist Transparenz zu gewährleisten und vorab zu klären „wie die Beteiligung erfolgt und was mit den Ergebnissen passiert.“5 Um möglichst viele Personen für die OnlineBeteiligung zu aktivieren, ist es notwendig, diese im Vorfeld in der Presse und über Plakate zu bewerben. Parallel zur Online-Beteiligung stattfindende öffentliche Veranstaltungen helfen auch jene zu erreichen, die über keinen Internetzugang verfügen. 4 Bertelsmann Stiftung, Bundesministerium des Innern, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Freie und Hansestadt Hamburg (Hrsg.), 2010, Leitfaden Online-Konsultation. Praxisempfehlungen für die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger über das Internet. http://www.bertelsmannstiftung.de/cps/rde/xbcr/bst/xcms_bst_dms_31401__2.pdf 5 Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NordrheinWestfalen, Referat Öffentlichkeitsarbeit, Handreichungen zur Öffentlichkeitsbeteiligung im Umweltbereich, 2012, S.73 5 Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum 3. Online-Beteiligung in Bochum Vom 17. Juni bis 12. Juli 2013 wurden auf der Website www.bochum-gegen-laerm.de Meldungen über „laute“ und „leise“ Orte sowie bereits mögliche Maßnahmenvorschläge gesammelt und verortet. Die Beiträge konnten in die Kategorien Straßen- und Schienenlärm (unterschieden nach Straßen- und Eisenbahn), in die Kategorien Gewerbe- und Fluglärm sowie in die Kategorie Ruhiger Ort eingereicht werden. Es bestand zudem die Möglichkeit, Beiträge anderer Personen zu kommentieren. In der lokalen Presse wurde vorab über die Möglichkeit der Online-Beteiligung informiert. Die Website wurde im genannten Zeitraum von insgesamt 1.365 Seitenbesuchern insgesamt 5.821-mal aufgerufen. Am Montag, 24. Juni 2013 konnten die meisten Seitenaufrufe (471) verzeichnet werden. Die meisten Besucherinnen und Besucher (107) wurden am 29. Juni 2013 vermerkt. Abbildung 2 Online-Beteiligung www.bochum-gegen-laerm.de Um die Ernsthaftigkeit bei der Beteiligung zu gewährleisten mussten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Benutzernamen und einer E-Mail-Adresse registrieren. Der Name wurde später auf der Webseite angezeigt, die E-Mail-Adresse war nicht öffentlich sichtbar. Bei der Registrierung musste der Datenschutzerklärung zugestimmt und ein abgebildeter Spamschutz-Code eingeben werden. Anschließend erhielten die Nutzerinnen und Nutzer eine E-Mail mit ihren persönlichen Zugangsdaten, mit denen sie sich jederzeit einloggen konnten. Insgesamt haben sich 129 Personen registriert. 6 Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum 4. Ergebnisse der Online-Beteiligung nach Kategorien Im Zeitraum vom 17. Juni bis 12. Juli 2013 wurden von 129 registrierten Nutzerinnen und Nutzern insgesamt 114 Beiträge und 27 Kommentare abgegeben. Die Stadt Bochum hat zusätzlich schriftliche und mündliche Einwendungen erhalten (siehe Anhang), die jedoch nicht in die Auswertung eingeflossen sind. Die Beiträge umfassen neben der Beschreibung der Lärmbelastung zum Großteil auch bereits konkrete Maßnahmenvorschläge. Beiträge der Online-Beteiligung nach Lärmquellen, n=114 100% 90% 78% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 7% 10% 8% 5% 2% 0% 0% Straßenlärm konsalt 07/13 Schienenlärm Schienenlärm Gewerbelärm (Straßenbahn) (Eisenbahn) Fluglärm Ruhiger Ort Abbildung 3 Beiträge der Online-Beteiligung nach Lärmquellen Abbildung 3 zeigt, dass sich die Mehrheit (78%) der Beiträge auf den Straßenlärm bezieht. Ähnlich viele Beiträge wurden in den Kategorien Schienenlärm (Eisenbahn), Gewerbelärm und Fluglärm abgegeben. In der Kategorie Schienenlärm (Straßenbahn) gab es zwei Meldungen. Keine Aussagen wurden in der Kategorie „Ruhiger Ort“ getroffen. 7 Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum Kommentare der Online-Beteiligung nach Lärmquellen, n=27 67% 70% 60% 50% 40% 30% 19% 20% 11% 10% 4% 0% 0% Straßenlärm Schienenlärm (Straßenbahn) konsalt 07/13 Schienenlärm (Eisenbahn) Gewerbelärm Fluglärm Abbildung 4 Kommentare der Online-Beteiligung nach Lärmquellen Abbildung 4 zeigt die Verteilung der Kommentare auf die unterschiedlichen Lärmquellen. Von den insgesamt 27 Kommentaren entfielen 67% auf den Straßenlärm, 19% auf den Gewerbelärm und 11% auf den Fluglärm. Ein Kommentar (=4%) wurde in der Kategorie Schienenlärm (Eisenbahn) abgegeben. In der Kategorie Schienenlärm (Straßenbahn) gibt es keine Kommentare. Kommentare der Online Beteiligung nach Beiträgen, n=27 15% 16% 14% 11% 12% 11% 10% 8% 7% 7% 7% 6% 4% 4% 4% 4% 4% 4% 4% 4% 2% 0% konsalt 07/13 Abbildung 5 Kommentare der Online-Beteiligung nach Beiträgen 8 4% 4% 4% 4% Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum Jedem Beitrag wurde eine Identifikationsnummer (ID-Nummer) zugewiesen. Die einzelnen Beiträge sind im Anhang nachzulesen. Abbildung 5 zeigt welche Beiträge am stärksten kommentiert wurden. Der Beitrag mit der ID-Nummer 323 wurde am häufigsten kommentiert und beschreibt den steigenden Durchgangsverkehr zur Universität im Bereich der Semper- und Schinkelstraße (siehe Anhang). Alle vier Kommentare bestätigen die im Beitrag beschriebene Situation. Mit 11% in der Kategorie Straßenlärm am zweithäufigsten kommentiert wurde der Beitrag mit der ID-Nummer 314. Der Beitrag schildert die Lärmbelastung in der Heinrich-König-Straße zwischen der Schloßstraße und der Neulingstraße. Neben der starken Auslastung als wichtige West-OstVerkehrsachse werden die aufgrund des starken Gefälles zu hohen Geschwindigkeiten thematisiert. In den Kommentaren wird der Beschreibung zugestimmt und ergänzend auf die vorhandenen Fahrbahnschäden hingewiesen. In der Kategorie Fluglärm wurde der Beitrag mit der ID-Nummer 214 dreimal kommentiert (=11%). Der Beitrag beschreibt, dass die Düsseldorf anfliegenden Flugzeuge über dem Stadtgebiet von Bochum bereits eine sehr geringe Höhe erreicht haben und auch noch nach 22.00 Uhr Lärm verursachen. Ein Kommentar bestätigt die Situation, die anderen beiden beschäftigen sich mit der Problematik, dass immer mehr Menschen fliegen und somit auch die Lärmbelastung steigt. Jeweils 7% der Kommentare entfielen auf die Beiträge mit der IDNummer 181 und 303 in der Kategorie Straßenlärm und auf die ID-Nummer 269 in der Kategorie Gewerbelärm (Details siehe Anhang). 4.1 Straßenlärm In der Kategorie Straßenlärm wurden insgesamt 89 Beiträge verfasst. Neben dem Schwerpunkt Autobahnlärm wird die Lärmbelastung entlang diverser Stadtstraßen geschildert. Straßenlärm in Bochum, n=89 80% 73% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 15% 10% 4% 4% 2% 1% A43 A44 A40/A43 A43/A44 0% konsalt 07/13 A40 Stadtstraßen Abbildung 6 Straßenlärm 9 Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum Über ein Viertel der Beiträge (27%) beschäftigten sich mit dem Autobahnlärm. Abbildung 6 zeigt, dass der durch die A40 verursachte Lärm mit 15% am häufigsten beschrieben wurde. Die Beiträge sind alle in unmittelbarer Nähe zur A40 verortet, unter anderem im Bereich der Breslauer Straße, der Overdyker Straße und der Carolinenglückstraße. Des Weiteren wurden Beiträge im Bereich der Josephinenstraße, der Heideller Straße und des Stadtparks sowie im Bereich der Hofstedter Straße und der Speicherstraße verortet. Belastung durch Autobahnlärm wurde außerdem in Bochum-Werne entlang der Heroldstraße, der Limbeckstraße sowie im Nörenberger Feld beschrieben. Jeweils 4% der Beiträge entfallen auf die Lärmbelastung durch die A43 und A44. Sowohl in Bochum-Werne im Bereich der Helstraße/Auf der Kluse als auch westlich der Autobahn im Bereich Zu den Kämpen wird der Lärm der A43 als Belastung beschrieben. Weitere Beiträge schildern die Lärmbelastung im Bereich der Hunsrückstraße und Am Nordbad in Bochum Nord. Lärm durch die A44 wurde im Bereich der Krumme Straße, der Langendreerstraße sowie im Bereich des Ümminger Sees verortet. Zwei Beiträge beschreiben die Lärmbelastung durch die A40 und die A43 im „Flüsseviertel“ und in den Wohngebieten in der Vöde. Ein weiterer Beitrag bezieht sich auf die doppelte Lärmbelastung durch die A43 und A44. Knapp drei Viertel der Beiträge beziehen sich auf die Stadtstraßen Bochums, wobei die Hattinger Straße am häufigsten beschrieben wurde. Mehrfachnennungen gibt es auch im Bereich der Wasserstraße sowie entlang der Kirchhapener Straße, der Kohlenstraße und der Castroper Straße. Das Hauptthema stellt der Autobahnlärm der A40, A43 und A44 dar. Sowohl im Zusammenhang mit dem Autobahnlärm als auch mit dem Lärm auf den Stadtstraßen stehen als weitere Themen die überhöhten Geschwindigkeiten und der Zustand des Straßenbelag. Des Weiteren wird in mehreren Beiträgen der Lkw- und Motorradverkehr behandelt. Im Zusammenhang mit den Stadtstraßen wird zum einen der Aspekt des Durchzugsverkehrs beschrieben (zum Beispiel in der Humboldtstraße, der HansBöckler-Straße, oder der Viktoriastraße) und zum anderen auf den Lärm durch Busse der BOGESTRA (Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG) hingewiesen (zum Beispiel Hattinger Straße / Schloßstraße). 10 Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum Maßnahmenvorschläge Autobahn, n=40 60% 50% 50% 40% 30% 20% 18% 18% 15% 10% 0% konsalt 07/13 Abbildung 7 Maßnahmenvorschläge Autobahn Abbildung 7 zeigt, dass sich die Hälfte der Maßnahmenvorschläge zur Minderung des Autobahnlärms auf die Optimierung bzw. Errichtung von Lärmschutzwänden bezieht. Zu jeweils 18% wird vorgeschlagen, Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuführen (Tempo 100 / Tempo 80) und lärmmindernden Asphalt einzusetzen. Weitere Maßnahmenvorschläge sehen Geschwindigkeitskontrollen sowie ein LkwNachtfahrverbot und ein Motorradverbot vor. Ein weiterer Vorschlag bezieht sich auf die Errichtung eines Autobahndeckels im Bereich Bochum-Werne. 11 Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum Maßnahmenvorschläge Stadtstraßen, n=118 25% 20% 19% 18% 15% 12% 10% 8% 8% 6% 6% 5% 5% 5% 4% 4% 3% 3% 0% konsalt 07/13 Abbildung 8 Maßnahmenvorschläge Stadtstraßen Die drei meist genannten Maßnahmenvorschläge beziehen sich auf die Verminderung von Lärm. Abbildung 8 zeigt, dass sich 19% der Vorschläge auf die Einführung von Geschwindigkeitsbegrenzungen und 18% auf die Durchführung von Geschwindigkeitskontrollen beziehen. Weitere Vorschläge betreffen die Fahrbahnsanierung mit 12% und die Veränderung des Straßenquerschnittes mit 6%. Weitere 3% der Maßnahmenvorschläge beziehen sich auf die Veränderung der Ampelschaltungen um zum Beispiel Rückstaus zu vermeiden. Insgesamt 8% der vorgeschlagenen Maßnahmen betreffen die Verlagerung von Lärm durch die Umleitung des Verkehrs. Weitere 4% schlagen die Sperrung von Straßen für den Pkw-Verkehr vor (zum Beispiel Brüderstraße, Hans-Böckler-Straße). 6% der Vorschläge beziehen sich auf die Errichtung von Lärmschutzwänden, zum Beispiel im Bereich der Bahntrasse entlang der Hattinger Straße, oder entlang der Autobahnen A40, A43 und A44. 5% der Maßnahmenvorschläge regen an, Gespräche mit der BOGESTRA zu führen um zum Beispiel im Fall der Kleinen Schloßstraße / Hattinger Straße die Frage zu klären, ob die vorhandenen Pausehaltestellen der Busse auch als Einstiegsstellen zu nutzen sind, damit das doppelte Anfahren vermieden werden kann, oder ob eine Veränderung der 12 Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum Busroute zum Beispiel im Bereich Am Kreuzacker möglich ist. 3% schlagen generell vor, ÖPNV und Elektromobilität zu fördern. Weitere 5% sprechen sich für ein Lkw-Nachtfahrverbot aus. 4% der Maßnahmenvorschläge formulieren ein generelles Parkverbot – zum Beispiel entlang der Querenberger Straße oder ein Lkw-Parkverbot in der Kohlenstraße. Weitere Maßnahmenvorschläge beziehen sich auf die Errichtung einer Anliegerstraße, die Förderung von passivem Schallschutz oder die Einrichtung eines Einbahnstraßensystems. Des Weiteren gibt es im Zusammenhang mit der Lärmsituation im Bereich der Kassenbergstraße den Vorschlag, ein Lkw-Routenkonzept auszuarbeiten. 4.2 Schienenlärm (Straßenbahn) In der Kategorie Schienenlärm (Straßenbahn) wurden lediglich zwei Beiträge verfasst, wobei sich einer auf einen Abschnitt der Overbergstraße, und der andere auf die Hattinger Straße bezieht. Im Bereich der Overbergstraße wird der Lärm der vorbeifahrenden U-Bahn bzw. der einfahrenden U-Bahn in den U-Bahnhof beschrieben. Der Maßnahmenvorschlag umfasst in diesem Fall das Aufstellen einer Lärmschutzwand im Gesamtbereich der Overbergstraße. Im Bereich der Hattinger Straße werden sowohl Lärm als auch Erschütterungen als Problem der vorbeifahrenden Straßenbahnen beschrieben. Als zielführende Maßnahme wird der Austausch der alten Schienen vorgeschlagen. 4.3 Schienenlärm (Eisenbahn) Insgesamt acht Beiträge wurden in der Kategorie Schienenlärm (Eisenbahn) eingereicht. Schienenlärm wurde im Bereich Kornharpen / Altenbochum, im Bereich des Bahnhofs Bochum-West, entlang der Güterbahn in Langendreer, im Bereich Goldhamme - Am Maarbach, Auf dem Dahlacker, am Nordring und entlang der Hattinger Straße zwischen Kleine Ehrenfeldstraße und Hunscheidstraße verortet. Als lärmmindernde Maßnahme wird für den Bereich Goldhamme - Am Maarbach ein Verbot für die Anlieferung zwischen 21.00 und 07.00 Uhr sowie die Verlegung des Haltepunktes der Bahn beziehungsweise die Geschwindigkeitsreduktion zur Vermeidung der Bremsgeräusche vorgeschlagen. In allen anderen Bereichen wird die Errichtung von Lärmschutzwänden als die geeignete Maßnahme beschrieben. Ein weiterer Maßnahmenvorschlag beinhaltet das Verbot bestimmter – besonders lauter – Lokomotivtypen. 13 Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum 4.4 Gewerbelärm In der Kategorie Gewerbelärm wurden neun Beiträge eingereicht. Gewerbelärm wurde in folgenden Bereichen verortet: in der Ehrenfeldstraße, in der Alleestraße (Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH), im Gewerbegebiet Gerthe Nord, am Castroper-Hellweg Höhe Rosenberg, im Bereich Glückaufstraße / Carolinenglückstraße, im Bereich Hertastraße / In der Provitze, Werksbahn ThyssenKrupp im Bereich Brücke Walzwerkstraße. /A40 und in der Hattinger Straße. Die Beiträge behandeln vor allem den durch Gewerbebetriebe in der Nacht verursachten Lärm. Maßnahmenvorschläge zur Lärmminderung umfassen die Verlagerung lärmintensiver Tätigkeiten in die Tagstunden, Lärmkontrollen durch die zuständigen Behörden, eine Änderung des Warnsystems der Werkseisenbahn von Thyssen Krupp, sodass nachts kein Hupen mehr notwendig ist, sowie die Errichtung von Lärmschutzwänden zum Beispiel in der Hattinger Straße oder im Bereich Hertastraße / In der Provitze. Ein Beitrag behandelt die Lärmbelastung durch die – vor allem im Herbst – eingesetzten Laubbläser. 4.5 Fluglärm Die Stadt Bochum liegt in der An- und Abflugschneise der Flughäfen Dortmund und Düsseldorf. Fünf von sechs Beiträgen beziehen sich auf die damit im Zusammenhang stehenden Lärmbelastungen. Die Beiträge schildern sowohl die geringe Höhe, in der die Flugzeuge das Stadtgebiet von Bochum überfliegen als auch das Überfliegen bis nach 22.00 Uhr als Problem. Maßnahmenvorschläge zum Fluglärm umfassen zum einen ein Nachtflugverbot ab 22.00 Uhr und zum anderen das Verlegen der Flugrouten auf unbebaute Gebiete. Ein Beitrag beschreibt den Lärm, der von den abfliegenden Hubschraubern vom Universitätsklinikum Bergmannsheil verursacht wird. Es wird kritisiert, dass die Hubschrauber beim Abflug im Tiefflug über Bochum fliegen. Als Maßnahme zur Lärmreduzierung gibt es den Vorschlag, dass Hubschrauberpiloten verpflichtet werden, beim Abflug erst eine bestimmte Höhe zu erreichen, bevor der Horizontalflug begonnen wird. 14 Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum Fluglärm in Bochum, n=6 100% 90% 83% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 17% 20% 10% 0% Anflug und Abflug Düsseldorf / Dortmund Hubschrauberlärm Bergmannsheil konsalt 07/13 Abbildung 9 Fluglärm 5. Fazit Zusammenfassend ist zu sagen, dass unter den 114 Beiträgen zahlreiche konkrete Anmerkungen zur Verbesserung der verkehrslärmbedingten Belastungsschwerpunkte in der Stadt Bochum sind. Der Großteil der Beiträge beinhaltet auch bereits konkrete Maßnahmenvorschläge zur Lärmminderung. Mehr als drei Viertel der eingereichten Beiträge beziehen sich auf den Straßenverkehr. Die übrigen Beiträge teilen sich auf die Kategorien Schienenlärm, Gewerbelärm und Fluglärm auf. In der Kategorie Ruhiger Ort wurde kein Beitrag verfasst. In der Kategorie Straßenlärm ist der Autobahnlärm das Hauptthema. Die weiteren Beiträge beziehen sich auf die unterschiedlichen Stadtstraßen, wobei die Hattinger Straße mit 6% am häufigsten genannt wird. Bezogen auf den Autobahnlärm ist die Errichtung von Lärmschutzwänden die am häufigsten genannte Maßnahme. Die meist genannten Maßnahmen für die Stadtstraßen beziehen sich darauf, Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuführen, vermehrt Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen und die Fahrbahnen zu sanieren. Die vorgeschlagenen lärmmindernden Maßnahmen in der Kategorie Schienenlärm schlagen sowohl für die Straßenbahn als auch für die Eisenbahn zum Großteil die Errichtung von Lärmschutzwänden vor. Die Beiträge in der Kategorie Gewerbelärm beschreiben vor allem den durch Gewerbebetriebe in der Nacht verursachten Lärm und schlagen vor, lärmintensive Tätigkeiten in die Tagstunden zu verlegen. 15 Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum In der Kategorie Fluglärm wird vor allem das Fliegen nach 22.00 und die geringe Höhe der Flugzeuge als Lärmbelastung beschrieben. Es wird vorgeschlagen, ein Nachtflugverbot ab 22.00 einzuführen und die Flugrouten über unbebautes Gebiet zu verlegen. Die Ergebnisse der Online-Beteiligung fanden Eingang in mehrere Runde Tische, die im Zeitraum vom 23. bis 25. September 2013 von der LÄRMKONTOR GmbH vorbereitet und in Kooperation von LK Argus Berlin durchgeführt wurden. Insgesamt hat sich gezeigt, dass die Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum ernsthaft genutzt wurde und wichtige Beiträge zur Verortung und Beschreibung von Lärmbelastungen sowie zur Lärmminderung abgegeben wurden. 16 Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum 6. Anhang Die einzelnen Beiträge sind in einem separaten Dokument nachzulesen. 17 Online-Beteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung der Stadt Bochum Abbildung 10 Online-Beteiligung www.bochum-gegen-laerm.de Impressum Stand: Oktober 2013 konsalt Gesellschaft für Stadt- und Regionalanalysen und Projektentwicklung mbH Geschäftsführerin Margit Bonacker Altonaer Poststraße 13 D-22767 Hamburg Tel: +49 40 / 35 75 27-0 Fax: +49 40 / 35 75 27-16 info@konsalt.de www.konsalt.de Kontakt: Marlene Mellauner, mellauner@konsalt.de 18