Daten
Kommune
Wuppertal
Dateiname
Jahresbericht2011.docx2.pdf
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690 kB
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23.02.15, 22:00
Aktualisiert
28.01.18, 05:54
Stichworte
Inhalt der Datei
Gesundheitsamt Wuppertal
Bergische Beratungsstelle für
Sexuelle Gesundheit /
AIDS Beratung
Jahresbericht 2011
Inhalt
1. Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle/Kontaktdaten
2. Das Jahr 2011 / Statt eines Vorwortes
3. Beratung und Diagnostik
3.1 HIV/AIDS
3.2 STI - Sexuell übertragbare Infektionen
4. Prävention
4.1 SexarbeiterInnen
4.2 Migrantinnen in der Sexarbeit
4.3 Stadt - Rallye zum Tag des Kusses
4.4 Welt AIDS-Tag
5. Öffentlichkeitsarbeit
5.1 Qualitätssicherung / Flow Chart / Standards
6. Aussicht
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Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle/Kontaktdaten
Dr. Ellen Quack, Ärztin
Telefon: 0202 563 2838
E-Mail: ellen.quack@stadt.wuppertal.de
Gabriela Mittendorf, Ärztin
Telefon: 0202 563 2091
E-Mail: gabriella.mittendorf@stadt.wuppertal.de
Marion Droste, Arzthelferin
Telefon: 0202 563 7188 / 0202 563 2091
E-Mail: marion.droste@stadt.wuppertal.de
Dagmar Wagener, Dipl. Sozialpädagogin
0202 563 2092
E-Mail: dagmar.wagener@stadt.wuppertal.de
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Das Jahr 2011
Statt eines Vorwortes
Obwohl sich unsere Personalsituation in 2011 nicht verbessert hat, haben wir uns gerne mit viel
Freude und Interesse für die weitere Verbesserung der Qualität der gesundheitlichen Versorgung der
Menschen in Wuppertal eingesetzt, wie Sie auf den folgenden Seiten sehen können.
Wir bedanken uns bei den Kolleginnen der Caritas Projekte „EVA“ und „MAGDALENA“, bei der
Wuppertaler AIDS- Hilfe, den Kolleginnen von Donum Vitae, den Mitarbeiterinnen der
Gleichstellungsstelle, den kooperierenden niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, sowie allen
anderen, die unsere Arbeit seit vielen Jahren begleiten und unterstützen.
Der Kreis unserer Mitarbeiterinnen hat sich 2011 verändert. Hildegard Edelbrock hat die
Beratungsstelle verlassen, um in den Vorruhestand zu gehen. Hier unser herzlicher Dank für die
vielen Jahre, in denen sie unsere Arbeit mit gestaltet und auch mit ermöglicht hat. Wir wünschen Ihr
alles Gute! Begrüßen können wir Marion Droste, die voll Engagement und Interesse am Thema die
Stelle der Arzthelferin übernommen hat und freuen uns auf die Zusammenarbeit.
Wir werden uns auch in Zukunft mit Ausdauer und Zuversicht für die Gesundheit von Frauen und
Männern in Wuppertal und der Bergischen Region einsetzen.
Ich freue mich auf weitere gute Zusammenarbeit!
Dagmar Maria Wagener
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Beratung und Diagnostik
2011 war wieder ein erfolgreiches Jahr. In 150 angebotenen Sprechzeiten haben 1791 Menschen
unser Angebot zu STI/HIV Beratung /Testung genutzt. Im Jahr 2010 waren es 1667 gewesen, so dass
wir von einer leichten Steigerung auf insgesamt hohem Niveau sprechen können.
In jedem Gespräch wurde uns von den Ereignissen berichtet, die die Menschen zu uns führten. Da
diese so unterschiedlich sind wie die Menschen selbst, werde ich nur die am häufigsten genannten
Gründe darstellen. (s.u.)
Kontakte11
November
September
Juli
Mai
März
Januar
Kontakte
0
50
100
150
200
250
Als Beratungsstelle des öffentlichen Gesundheitswesens, die auch zugehend tätig ist, sehen wir auch
die Möglichkeit zu vermitteln. Einerseits als Sprecherinnen der Menschen die unsere Beratungsstelle
aufsuchen oder die wir aufsuchen, anderseits bieten wir Politikerinnen und Politikern Wissen über
die gesundheitlichen und sozialen Wünsche und Bedürfnisse von Frauen und Männern im sexuellen
Alltag, sowie im Sexgewerbe und damit Handlungsmöglichkeiten. Aus diesem Grunde beteiligen wir
uns an verschiedenen Forschungsprojekten und übermitteln unsere Statistik regelmäßig
an das Landesgesundheitsamt und das Robert Koch Institut in Berlin. Darüber hinaus sind wir, (soweit
uns das möglich ist), in unterschiedlichen Gremien auf Kommunaler-, Landes - und Bundesebene zu
den Themen STI/HIV und Sexarbeit tätig.
November
weiblich
September
männlich
Juli
0
10
20
30
40
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HIV/AIDS
Als Zielgruppe der Beratung werden von der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)
die 16- bis 44-jährigen Alleinlebenden betrachtet, da bei ihnen ein potenziell riskanteres
Sexualverhalten häufiger vorkommt als in der übrigen Allgemeinbevölkerung, sei es in Phasen der
Partnersuche, bei flüchtigen Sexualkontakten oder auch bei Reisebekanntschaften.
So weiß man, dass den Menschen dieser breiten Zielgruppe das persönliche Arztgespräch und das
Internet als Informationsquellen (mehr als 80%) sehr wichtig sind. Über 50% dieser Klientel schätzen
die Beratung des Gesundheitsamts als geeignete Informationsquelle ein. Daraus ergibt sich eine
hohe Verantwortung des Gesundheitsamts auf der lokalen Ebene.
Das Alter der Menschen, die in 2011 um Beratung gebeten haben, lag zwischen 14 und 74 Jahren.
Der Schwerpunkt lag, bei den 18-30 jährigen.
http://www.infodienst.bzga.de/bot_teaserext2.13_idx-3066.html
Im Jahr 2011 wurden in der Beratungsstelle 879 Menschen auf HIV getestet, davon waren 607
Labortests und 272 HIV Schnelltests. Eindeutig lässt sich sagen, dass durch die Möglichkeit des
Schnelltestes die Nachfrage nach HIV Testungen insgesamt stark gestiegen ist. Der HIV-Schnelltest
ist genauso sicher wie die herkömmlichen Testverfahren auch. Wenn die drei Monate Wartezeit nach
einem Risikokontakt eingehalten worden sind und das Ergebnis negativ ist, ist es sicher. In seltenen
Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass der Schnelltest (wie die herkömmlichen Tests auch) ein
falsch-positives Ergebnis zeigt. Aus diesem Grund wird das Ergebnis vorerst "reaktiv" genannt. HIVpositiv ist es erst dann, wenn das Ergebnis durch einen weiteren Test (Westernblot) bestätigt wurde.
Falsch positive Ergebnisse können vorkommen, weil der Test hochsensibel ist, so dass er
beispielsweise auf eine gerade durchgeführte Impfung, Rheumafaktoren oder vor kurzem
eingenommene Antibiotika im Blut reagieren kann. Aber dies kommt nur sehr selten vor.
HIV Labor
November
September
Juli
Mai
März
Januar
HIV Labor
0
20
40
60
80
100
HIVSchnelltest
November
September
Juli
Mai
März
Januar
Schnelltest
0
10
20
30
40
50
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Im Jahr 2011 wurden 9 Personen als HIV-infiziert getestet. Dies entspricht einer Positivenrate von
ca.0,5 1%. Im Vergleich hat die bundesweit durch das RKI durchgeführte STD-Sentinel-Surveillance in
Deutschland vom 25.01.2010 für Gesundheitsämter eine Positivenrate von 0,59% ergeben.
Statistische Erhebungen des Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit des Landes NordrheinWestfalen (LIGA.NRW) weisen für 7250 durchgeführte HIV-Schnellteste an Gesundheitsämtern in
NRW eine Positivenrate von 0,6% aus.
(Robert-KochInstitut: 6 Jahre STD-Sentinel-Surveillance in Deutschland – Zahlen und Fakten)
http://edoc.rki.de/documents/rki_fv/relMeRcwf8zQQ/PDF/24ZNf9TFple7E.pdf
Die Kooperation mit der Wuppertaler AIDS-Hilfe ist an dieser Stelle zu betonen. Es war immer
möglich sehr zeitnah (oft am gleichen Tag) einen Termin für einen HIV positiv getesteten
Menschen(nach Western Blot) zu bekommen, wenn dies erwünscht war. Die Menschen fühlten sich
durch die MitarbeiterInnen der Wuppertaler AIDS-Hilfe sehr gut begleitet und unterstützt.
Am häufigsten wurden folgende Gründe für einen HIV Test genannt:
Neue Partnerschaft
Ungeschützte Sexualkontakte (aus verschiedenen Gründen)
Partner hatte ungesch. Sexverkehr
Ungeschützte Sexualkontakte mit Urlaubsbekanntschaften,
Ungeschützte Bisexuelle Kontakte
Ungesch. Kontakt zu Sexarbeitin
Partner/in ist HIV positiv
i.v. Drogengebrauch
Berufliche Exposition
Sexarbeiter/innen
0
0,1
0,2
0,3
30%
22%
2%
2%
2%
5%
2%
1%
1%
33%
0,4
Die meisten Menschen sind beim HIV –Test Beratungsgespräch erstaunt darüber, dass wenn sie ein
vermeintliches Risiko für HIV vermuten, ebenso ein Risiko für andere STI besteht. Im
Beratungsgespräch wird ein sinnvoller Umfang der Diagnostik anderer STI empfohlen und auf
Wunsch durchgeführt. (Siehe Syphilis)
http://www.aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/tabu-scham-co-warum-viele-hiv-infektionenspaet-erkannt-werden
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Unsere Klienten finden das Angebot der Beratungsstelle durch sehr unterschiedliche Informationen:
Durch direkten telefonischen Kontakt zu den Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle,
im Gespräch mit der Mitarbeiterin während der zugehenden Tätigkeit
über das Internet
über E-Mailkontakt
Durch Hinweise und Kontakte unserer Kooperationspartner
STI - Sexuell übertragbare Infektionen
http://www.gib-aids-keine-chance.de/
Syphilis (LUES)
Im Jahr 2011 wurde 368-mal die Syphilisdiagnostik für die Beratungsstelle durch das Konsiliarlabor
des Robert- Koch-Instituts durchgeführt. Im Vergleich dazu wurden im Vorjahr 291 Lues Tests
durchgeführt.
Lues
November
September
Juli
Lues
Mai
März
Januar
0
10
20
30
40
50
Syphilis ist eine sexuell übertragbare Krankheit, die durch das Bakterium Treponema pallidum
übertragen wird. Sie ist auch unter Lues, harter Schanker oder Franzosenkrankheit bekannt. Der
medizinische Fachausdruck ist neben Syphilis auch Lues venerea, wörtlich etwa: die Liebesseuche.
Die Syphiliserkrankung läuft in mehreren Stadien ab und ist je nach Stadium und Vorgeschichte des
Patienten / der Patientin in vielen Phasen nur anhand verschiedenster Laborbefunde auf ihre
Infektiösität hin zu beurteilen. Die Syphilis war früher wegen der Erkrankung des Nervensystems im
vierten Stadium gefürchtet. Seit der Entdeckung des Wirkstoffes Salvarsan im Jahr 1909 und des
Antibiotikums Penicillin 1928 ist sie allerdings gut behandelbar. Ohne Therapie nimmt Syphilis oft
einen chronischen Verlauf bis hin zum Tod.
Nachdem die Syphilis in den 1990er Jahren in Westeuropa bereits fast ausgestorben schien, werden
seit einigen Jahren auch in Deutschland wieder zunehmend Neuerkrankungen festgestellt. Syphilis
betrifft besonders häufig Männer. Das Erkrankungsalter liegt meist zwischen 30 und 40 Jahren. In
Deutschland gehört Syphilis zu den meldepflichtigen Krankheiten.
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Bei bekannter häufiger Ko-Infektion von HIV und Syphilis hat 2011 auch das LIGA.NRW
(Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen) über das Labor Krone
Syphilis-Screening-Diagnostik, sowie auch weitere diagnostische Differenzierung bis zur möglichen
Entscheidung über die Infektiösität übernommen. Somit liegen seitdem die Kosten für die
vollständige Syphilis-Analytik ebenso beim LIGA wie die Kosten für die HIV-Testung.
In 2011 wurden 368 Syphilis Diagnostiken durch die Wuppertaler Beratungsstelle in Auftrag
gegeben. Viermal wurde reaktiv getestet. In der erweiterten Diagnostik hatten zwei Menschen, eine
Syphilis in der Vergangenheit durchgemacht. Die beiden anderen akut infektiösen Personen konnten
einer entsprechenden Therapie zugleitet werden. Durch rechtzeitige antibiotische Therapie kann aus
individualmedizinischer Sicht eine vollständige Heilung erreicht werden und epidemiologisch
betrachtet somit eine weitere Verbreitung verhindert werden.
Hepatitis
Hepatitis Insgesamt
November
September
Juli
Mai
März
Januar
Hepatiden
0
2
4
6
8
Insgesamt wurden 2011 bei 47 Personen eine Überprüfung des Serostatus auf Hepatitis B
vorgenommen. Von diesen Personen hatten keine eine Hepatitis B durchgemacht. Im Vorjahr
wurden insgesamt 35 Personen auf Hepatitis getestet.
Hepatitis B
Hepatitis B ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt. In Deutschland sind 60 – 70 %
der Neuinfektionen auf eine Übertragung durch sexuelle Kontakte zurückzuführen.
Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber. Der Verursacher ist das Hepatitis-B-Virus (HBV), das durch
Körperflüssigkeiten wie Blut, Blutplasma, Sperma oder Scheidensekret übertragen wird. Schon eine
geringe Menge an Viren reicht aus, um sich mit der Krankheit zu infizieren. Häufige
Übertragungswege sind Kontakt mit infiziertem Blut an Hautwunden oder Schleimhäuten und
Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner. Auch während der Geburt kann eine mit Hepatitis
B infizierte Mutter das Virus auf ihr Kind übertragen.
Dies kann mit darauf zurück geführt werden, dass die Hepatitis B – Impfung seit 1995 in die STIKOEmpfehlungen zur Grundimmunisierung für Säuglinge aufgenommen wurde (einschl. Nachholen
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einer Grund-Immunisierung möglichst bis zur Pubertät spätestens bis zum 18. Lebensjahr). Damit
wurde eine Erfassung der nachwachsenden Generationen durch die Impfung möglich.
Hepatitis C
Hepatitis C ist eine Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-C-Virus (HCV) verursacht wird. Die
Erkrankung wird vor allem durch Blut und Blutprodukte, zum Beispiel Blutkonserven, übertragen.
Eine Ansteckung durch Geschlechtsverkehr erfolgt seltener, ist aber möglich. Hepatitis C wurde
früher als Hepatitis-Non-A-Non-B bezeichnet. Gegenüber der Hepatitis B ist das Übertragungsrisiko
durch sexuelle Kontakte bei der Hepatitis C als gering einzustufen, eine Übertragung aber durchaus
möglich. In bestimmten Betroffenengruppen und bei bestimmten Sexualpraktiken (Natursekt,
Anallecken) geht das RKI allerdings von einem relevanten sexuellen Übertragungsrisiko aus. Da keine
Impfung gegen die Hepatitis C zur Verfügung steht, ist entsprechend über den Nutzen des
Kondomgebrauchs aufzuklären.
Hepatitis A
Entsprechend den Übertragungswegen fäkal-oral als Schmierinfektion oder bei Sexualkontakten in
der Regel unter MSM (Analverkehr) wird die Möglichkeit der Impfung (auch Kombinationsimpfung
Hepatitis A und B) in alle Beratungsgespräche einbezogen, wenn von einem entsprechenden
individuellen Sexualleben ausgegangen werden muss.
Bakterielle Infektionen, Pilzinfektionen, Trichomonaden
Insgesamt wurden 2011 in der Sprechstunde 122 Abstrichpräparate mikroskopiert, wobei alle hier
genannten Infektionen diagnostiziert und behandelt wurden. Die meisten Patientinnen erschienen
auch zu den regelmäßigen Kontrollen, so dass die Infektionen vollständig heilen konnten.
Scheideninfektion (Kolpitis) ist der Oberbegriff für entzündliche Vaginalerkrankungen. Auslöser für
diese Infektionen können verschiedene Erreger sein: Bakterien, Viren, Pilze oder Trichomonaden.
Jeder Erreger verursacht eine spezielle Krankheit und hat eigene Übertragungswege - aber die
meisten dieser Infektionen sind heilbar, wenn die Patientin rechtzeitig behandelt wird!
Bakterielle Infektionen der Vagina werden meist durch Stäbchenbakterien (Gardnerella vaginales)
ausgelöst, die aus dem Darm durch falsche Intimhygiene in die Scheide gelangen. Ein dünnflüssiger,
nach Fisch riechender Ausfluss (Amingeruch) ist typisch für eine Vaginose. Bei einer Infektion einer
Schwangeren besteht ein hohes Risiko einer Frühgeburt, weil aufsteigende Keime in der Fruchtblase
zu einem frühzeitigen Blasensprung führen können.
Die Diagnostik erfolgt durch Mikroskopie eines Abstrichpräparates. Es ist ein gutes Ansprechen auf
antibiotische Therapien gegeben, allerdings besteht ein hohes Chronifizierungsrisiko.
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Kulturen
November
September
Juli
Mai
März
Januar
Kulturen
0
5
10
15
Gonorrhöe (Tripper)
Bis zur Einführung der Antibiotikatherapie war die Gonorrhöe besonders in Zeiten schlechter sozialer
und hygienischer Umstände eine der häufigsten Infektionskrankheiten und durch ihre
Komplikationen (z.B. Unfruchtbarkeit) sehr gefürchtet. Tripper ist eine bakteriell übertragene
Geschlechtskrankheit und tritt vorwiegend an den Schleimhäuten der Geschlechtsorgane, des
Rachens und des Analkanals auf. Einziger Wirt des Bakteriums ist der Mensch. Außerhalb des
menschlichen Körpers ist das Bakterium nur kurz überlebensfähig. Aus diesem Grund erfolgt die
Übertragung fast ausschließlich über Schleimhautkontakt, und zwar bei oralem, analem und
vaginalem Geschlechtsverkehr. Befallen wird je nach sexueller Praktik die Harnröhre, der
Muttermund, die Mundschleimhäute einschließlich des Rachens und der Enddarm.
Die Gonorrhöe ist wahrscheinlich die häufigste sexuell übertragbare Infektionskrankheit. Laut WHO
treten jährlich weltweit schätzungsweise 60 Millionen Neuerkrankungen auf. In Deutschland sind
Gonokokken-Infektionen seit Einführung des Infektionsschutzgesetzes im Jahr 2001 nicht mehr
meldepflichtig, daher können auf nationaler Ebene keine Aussagen über die Häufigkeit in der
Bevölkerung getroffen werden.
Erreger ist das Bakterium Neisseria gonorrhoeae. Die Zeitdauer zwischen Ansteckung und Ausbruch
der Krankheit beträgt in der Regel 2 bis 5 Tage, Symptome können aber auch erst nach zwei Wochen
auftreten. Diagnostik:
Das Bakterium Neisseria gonorrhoeae lässt sich unter dem Mikroskop nachweisen. Dazu entnimmt
die Ärztin einen Abstrich der Harnröhre, des Gebärmutterhalses, des entzündlichen Penis- oder
Vaginalausflusses. Der mikroskopische Nachweis gelingt dabei mit einer Sensitivität von 40-70%.
Deshalb kann eine Gonorrhöe nur durch eine Kultur ausgeschlossen werden. Diese kulturelle
Anzüchtung des Erregers aus Abstrich Material hat besondere Bedeutung bei Frauen, die keine
Symptome zeigen. Nach der Abstrichentnahme, z.B. wird dieser eingefärbt und lässt die Gonokokken
unter dem Mikroskop rot erscheinen.
Entbindet eine erkrankte Frau ihr Kind durch die Scheide, kann es zu einem Befall der
Augenbindehäute des Neugeborenen kommen.
Das Mittel der Wahl ist Penicillin.
Viele Gonokokkenstämme sind allerdings gegen Penizillin resistent, so dass man zu anderen
Antibiotika greifen muss.
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2011/Ausgaben/47_11.pdf?__blob=public
ationFile
Trichomonaden sind keine Bakterien, sondern sehr bewegliche Einzeller mit peitschenartigen
Fortsätzen (Trichomonas vaginalis). Die Übertragung erfolgt meist durch Geschlechtsverkehr oder
durch Schmierinfektionen. Typisch für die Infektion ist ein gelb-grüner schaumiger Ausfluss mit
unangenehmem Geruch. Juckreiz, Rötungen und Schmerzen am Scheideneingang belasten den
Infizierten sehr. Metronidazol ist das Mittel der Wahl zur Therapie.
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Herpes genitalis ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung mit Rötungen, Schwellungen der
Lymphknoten und Bläschen, schmerzhaften Ulcera, die von Herpes Simplex Viren Typ II ausgelöst
wird. Die Übertragung erfolgt sexuell, aber auch oral. So wie bei Fieberblasen (ausgelöst durch
Herpes labialis) kommt es immer wieder zu neuen Erkrankungen, besonders wenn das Immunsystem
geschwächt ist. Die Beschwerden werden mit Aciclovir (Zovirax®, ViroMed®, Aciclovir- Generika)
gelindert, die Ausbreitung der Bläschen verhindert. Die Viren bleiben aber lebenslang im Körper und
können immer wieder aktiv werden.
Chlamydien
Chlamydien
November
September
Juli
Chlmydien
Mai
März
Januar
0
5
10
15
In 2011 führten wir 111 Untersuchungen auf Chlamydien durch, 10 waren reaktiv.
Die Chlamydien-Infektion ist neben den Infektionen mit dem Humanen Papilloma Virus (HPV) und
Gonorrhöe, die häufigste sexuell übertragene Erkrankung in Deutschland. Chlamydien sind
kugelförmige Bakterien, die Entzündungen auslösen können. Sie werden oft lange Zeit nicht bemerkt,
sodass eine chronische Erkrankung auftreten kann. Erst wenn das Immunsystem geschwächt ist,
kommt es zum Ausbruch der Krankheit - mit Unterleibsschmerzen, Ausfluss, Zwischenblutungen…
Sollten die Keime bis zu den Eileitern aufsteigen und dort zu einer Verklebung infolge der Entzündung
führen, kann eine Frau nicht mehr schwanger werden. Eine Chlamydien-Infektion in der
Schwangerschaft kann zu einer Frühgeburt führen! Mit Antibiotika lässt sich diese Infektion sicher
behandeln, einschließlich einer Partnertherapie, weil die Keime sexuell übertragen werden.
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Humanes Papilloma Virus (HPV)
HPV
November
September
Juli
Mai
März
Januar
HPV
0
1
2
3
4
Dieses durch sexuellen Kontakt übertragbare Virus ist nach derzeitigem Wissenstand mit mindestens
einem seiner 15 Hochrisiko-Typen Voraussetzung für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs.
Ferner können HPV-Infektionen auch mit anderen Tumoren assoziiert sein: Malignomen des äußeren
weiblichen Genitales (Vulvacarcinom), des Penis, des Anus und des Mundrachenraumes. Infektionen
mit dem Humanen Papilloma-Virus (HPV) gehören zu den sexuell übertragbaren Viruserkrankungen.
In den meisten Fällen heilt eine HPV-Infektion unbemerkt aus. In manchen Fällen können harmlose
Hauterscheinungen auftreten. Im Genital- und Analbereich entstehen Feigwarzen. Es existieren über
100 verschiedene Untergruppen von HP-Viren. Etwa 40 Arten lösen eine Infektion der Haut- und
Schleimhautzellen im Genitalbereich aus. Einige stehen im Verdacht, an der Entstehung von
bösartigen Erkrankungen beteiligt zu sein. Bewiesen ist mittlerweile der Zusammenhang von
bestimmten HP-Viren und Gebärmutterhalskrebs. Wie es zu einer bösartigen (malignen) Entartung
von Zellen infolge einer HPV-Infektion kommt, ist allerdings noch nicht vollständig geklärt.
Prävention
Neben der individuellen Beratung ist die Präventionsarbeit die wichtigste Aufgabe der
Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit/Aids- Beratung. Seit vielen Jahren nehmen wir an den
Sentinel Erhebungen zu STI des Robert Koch Institutes teil. Mit der Teilnahmemöchten wir das RKI
dabei unterstützen die Häufigkeit und geographische Verteilung von STI zu erfassen,
epidemiologische Trends schnell zu erkennen, besonders gefährdete Gruppen und
Risikofaktoren für STI zu identifizieren, Empfehlungen für Interventionsmaßnahmen und
gezielte epidemiologische Studien abzuleiten.
http://www.gib-aids-keine-chance.de/wissen/aids_hiv/hiv-test.php
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Neben der statistischen Erfassungstätigkeit wird die zugehende Arbeit, die Beteiligung an
Projekten und die Gremienarbeit im Folgenden erläutert.
Ein paar Zahlen zu den RKI Studien von 2003-2010:
„Fast 70% der Sentinel-Patientinnen sind in der Sexarbeit tätig und Präventionsbotschaften
müssen daher auch auf diese Zielgruppe ausgerichtet sein“.
„58% aller Männer in festen Partnerschaften hatten auch Sex mit „anderen Partnern“, was
die Wichtigkeit der Kondombenutzung erneut hervorhebt.“
„ Fast 70% der Frauen mit STIs haben einen Migrationshintergrund...“.
„70% aller männlichen Patienten hatten Sex mit Männern, was die bereits bekannte STIRisikogruppe MSM auch von den Sentineldaten her bestätigt.“
„Koinfektionen sind häufig, daher sollte bei Patienten mit einer STI immer auch auf andere
STI’s getestet werden.“
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HIV_AIDS.html?nn=2391056
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Sentinel/STD/std_node.html
SexarbeiterInnen
`Prostitution ist ein hartes Geschäft, bei dem sexuelle Dienstleistungen gegen Entgelt gehandelt
werden. Dennoch wünschen sich die viele Kunden für ihr Geld 'echte Zuneigung und wahre
Leidenschaft'. Die Kunst einer/ eines SexarbeiterIn ist es, ihnen diese Illusion zu schaffen.
Gleichzeitig darf sie/er trotz des engen Kundenkontaktes ihre emotionale Unabhängigkeit nicht
verlieren, um die Belastung durch die Sexarbeit möglichst gering zu halten. Zitat aus:
http://parapluie.de/archiv/haut/sexarbeit/`
Im Jahr 2011 wurden ca. 300 neue, also noch nicht bekannte SexarbeiterInnen, von den
Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle beraten, untersucht und in Einzelfällen zu verschiedenen
niedergelassenen ÄrztInnen, KooperationspartnerInnen und Ämtern begleitet.
Aufklärung über Risiken und Schutzmöglichkeiten zu anderen sexuell übertragbaren Infektionen
(STIs) sind nicht mehr von HIV Prävention zu trennen, zumal inzwischen alle wissenschaftlichen
Untersuchungen ein hohes Ko-Infektionsrisiko für z.B. Syphilis und Tripper zur HIV-Infektion
nachweisen.
Da wir im Gesundheitsamt Wuppertal schon 2006 die AIDS-Beratung mit der Beratungsstelle für
Sexuell übertragbare Infektionen zusammengeführt haben zur „Beratungsstelle für Sexuelle
Gesundheit/AIDS Beratung“ beraten wir schon seit geraumer Zeit zu allen sexuell übertragbaren
Erkrankungen, sowohl während der Sprechzeiten, als auch zugehend regelmäßig an bestimmten
Szenetreffpunkten, Wohnungen, Clubs, Bordellen und Wohnwagen. Hier werden wir nach wie vor
von den Kolleginnen des Caritas von den Projekten „EVA“ und „Magdalena“ begleitet und durch
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Sprachmittlertätigkeiten intensiv unterstützt. Eine aufsuchende Tätigkeit ohne Sprachmittlerinnen
wäre beim derzeitigen Migrantinnenanteil in der Sexarbeit nicht möglich. In der
Beratung/Untersuchung/Testung im Gesundheitsamt arbeiten wir mit mehrsprachigen Flyern, was in
erster Linie dadurch ermöglicht und akzeptiert wird, da wir die Sexarbeiterinnen durch Hausbesuche
kennen.
Hier einen herzlichen Dank an die mehrsprachigen Kolleginnen des Caritasverbandes, mit denen ich
vor Ort einiges erlebt habe und deren Tätigkeit sich ausgezeichnet mit den Aufgaben des
Gesundheitsamtes ergänzt.
ihttp://caritas.erzbistumkoeln.de/wuppertal_solingen_cv/migration/projekte/magdalena.html
http://caritas.erzbistum-koeln.de/wuppertal_solingen_cv/migration/projekte/eva.html
Hausbesuche
Oktober
Juli
Hausbesuche
April
Januar
0
5
10
15
20
Somit ist das Gesundheitsamt in Wuppertal gut aufgestellt, um seiner Aufgabe möglichst umfassend
gerecht zu werden.
Dass die Arbeit des Gesundheitsamtes im Bereich der Sexarbeit anerkannt und geschätzt wird, ist an
der Tatsache zu erkennen, dass sowohl die betroffenen SexarbeiterInnen als auch die Betreiber das
Angebot des Gesundheitsamtes anfragen.
http://www.amnestyforwomen.de/deutsch/eu-projekte/tampep/
http://www.madonna-ev.de/
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Migrantinnen in der Sexarbeit
Mig
Oktober
Juli
Mig
April
Januar
0
20
40
60
80
100
120
Im Rahmen der zugehenden Arbeit werden Frauen und Männer aus Osteuropa, Asien, Afrika und
anderen Regionen angetroffen, die als Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen, Callboys, Pornodarsteller
und Pornodarstellerinnen, Anbieterinnen erotischer Massagen, Wellnessmassagen etc. arbeiten.
Seit 1985 werden diese Menschen auch durch die aufsuchende Arbeit des Gesundheitsamtes
Wuppertal erreicht. Über diesen Weg finden sie Zugang zur ärztlichen Sprechstunde und zur
psychosozialen Beratung.
In diesen 28 Jahren gab es immer wieder erhebliche Veränderungen im Sexgewerbe. Um die Ziele
der Minimierung von Infektionen, sowie psychosoziale Unterstützung durch das Beratungs- und
Untersuchungsangebot umzusetzen, musste immer wieder neu eine geeignete Präventionsstrategie
gefunden werden. Das Gesundheitsamt hatte in den ersten Jahren, in denen dieses Angebot
existierte, neben den deutschen SexarbeiterInnen überwiegend mit SexarbeiterInnen aus Afrika,
Südamerika und südeuropäischen Ländern zu tun. Durch die Öffnung der EU nach Ost- Europa ist es
seit 1990 vielen Menschen möglich, unter gewissen Voraussetzungen legal in Mitteleuropa und so
auch in der Bundesrepublik Deutschland zu arbeiten. Anfang der `90er Jahre kamen viele
SexarbeiterInnen aus der ehemaligen UDSSR, Tschechien und Polen, in den letzten Jahren
vorwiegend aus Bulgarien und Rumänien.
Nach wie vor sind die meisten Sexarbeiterinnen nicht krankenversichert und vermeiden oftmals aus
Kostengründen Arztbesuche auch bei konkreten Beschwerden.
Da die Sexarbeiterinnen aus Osteuropa meist zunächst kein Deutsch sprechen ist es ideal,
gemeinsam mit den Kolleginnen des Caritas von den Projekten EVA und Magdalena, weitestgehend
in der Muttersprache Beratung anbieten zu können. Darüber hinaus bieten die genannten Projekte
auch Möglichkeiten zu weiterführenden Hilfen, die im Einzelfall bis zur Rückbegleitung ins
Heimatland gehen können. Die am meisten genannten Probleme der Sexarbeiterinnen waren in
2011:
Gesundheitliche Probleme, Krankheiten (STI´s), Schwangerschaften
Keine Krankenversicherung
Aufenthaltsrechtliche Probleme
Probleme mit deutschen Behörden
Probleme mit Betreibern von Clubs etc.
Familiäre Probleme, z.B. mit Kindern
Ausstiegswünsche aus der Prostitution
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Um bei den oben genannten Problemen hilfreich unterstützen zu können, ist es erforderlich, eine
aktuelle Sachkenntnis zu den Themen zu haben. In Wuppertal gibt es den „Runder Tisch zum Schutz
von Opfern von Menschenhandel“, an dem sich alle beteiligten Behörden und Beratungsstellen
treffen und sich soweit möglich abstimmen. Das Basiswissen wird in den Fortbildungen der Landes Arbeitsgemeinschaft Recht, den Fachtagungen der Gesundheitsakademie in Düsseldorf und anderen
Angeboten des Landes und des Bundes geboten. Allerdings ist es erforderlich hier regelmäßig
teilzunehmen, da die Gesetzeslage immer wieder unterschiedlich interpretiert wird.
http://www.lefoe.at/index.php/tampep.html
http://www.xtranews.de/2012/04/27/duisburg-gesundheits-und-beratungscontainer-fursexarbeiterinnen-in-schwierigkeiten/
Rallye zum Tag des Kusses
Seit mehreren Jahren nimmt die Beratungsstelle an einer Rally von Schulklassen zum Tag des Kusses,
am 3.Juli teil. An diesem Tag starten Schulklassen verschiedener Schulformen um die
unterschiedlichen Beratungsstellen Wuppertals zum Thema Sexualität, Freundschaft, Liebe und alles
was dazu gehört zu entdecken und zu befragen. Durch die lustigen und unverbindlichen Kontakte an
diesem Tag, hat man ganz nebenbei die Standorte und die MitarbeiterInnen kennengelernt.
Welt AIDS-TAG
Seit vielen Jahren verteilen die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle am Welt AIDS-Tag rote Rosen an
die Sexarbeiterinnen in den Wohnungen, Clubs und Bordellen. Immer wieder sind die
Sexarbeiterinnen sehr berührt von diesem kleinen Geschenk. An anderen Stellen in Wuppertal
laufen natürlich auch viele Aktionen, die von den verschiedenen Beratungsstellen MitarbeiterInnen
initiiert sind. http://www.welt-aids-tag.de/
http://www.aidshilfe-wuppertal.de/german/Welt-Aids-Tag/allgemein.html
Öffentlichkeitsarbeit
Mit den Jahresberichten der Bergischen Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit /AIDS-Beratung
werden
die Verwaltung der Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid
Kommunalfraktionen
die Gesundheits- und Sozialausschüsse,
die Gesundheits- und Pflegekonferenzen
das LIGA Nordrhein-Westfalen Freie Träger und Kooperationspartner
und die Gesundheitsämter in Wuppertal, Remscheid und Solingen
http://www.lzg.gc.nrw.de/themen/gesundheit_berichte_daten/infektionsberichte/index.html
über Ziele und Aufgaben der Beratungsstelle informiert. Vor dem Hintergrund der neuen Aufgaben
der Bergischen Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit/AIDS-Beratung ab April 2012, wurde ein
Internetauftritt erarbeitet, der die Angebote übersichtlich darstellt und in dem ausführlichere
Informationen angewählt werden können. Darüber hinaus hat das Bergische Sevicecenter
ausführliche Informationen, die an Anrufer außerhalb der Sprechstundenzeiten weiter gegeben
werden und die Terminvergabe für Solingen und Remscheid wird von dort koordiniert.
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Gremien
November
September
Juli
Mai
März
Januar
Gremien
0
0,5
1
1,5
2
2,5
3
Vertreterinnen der Landesarbeitsgemeinschaft Recht, in der Beratungsstellen zur Sexuellen
Gesundheit aus NRW vertreten sind, sind am „Runden Tisch Prostitution“ im Landtag NRW beteiligt,
der der fachliche Ansprechpartner für das Landesministerium MGEPA ist und arbeiten in
Fachgremien zu STI/ AIDS NRW und bundesweit mit. Die jährliche Fachtagung, die durch das
Ministerium finanziell gefördert wird, wird ebenfalls durch die Landesarbeitsgemeinschaft Recht
vorbereitet und durchgeführt.
http://www.mgepa.nrw.de/emanzipation/frauen/frau_und_beruf/runder_tisch_prostitution/index.p
hp
http://www.madonnaev.de/index.php?option=com_docman&task=doc_details&gid=20&Itemid=50
http://www.bzga.de/botmed_70795000.html
Qualitätssicherung / Flow Chart / Standards
● Jahresberichterstattung seit 15 Jahren
Standards zur Durchführung des HIV-Schnelltests entwickelt und eingeführt
Flow Chart zur QS Intern für den HIV Schnelltest und HIV Labortest entwickelt
den Internetauftritt aktualisiert
Ausführliche Detailinformationen für das Bergische Servicecenter entwickelt
www.wuppertal.de
Es wurden von den Mitarbeiterinnen verschiedene Fachtagungen auf Bundes – und
Landesebene zu den Themen STI/HIV / Sexarbeit besucht.
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Aussicht
Die Beratungsstelle ist nicht nur ein fester Bestandteil des Infektionsschutzes der Stadt Wuppertal
und des Gesundheitsamtes, weit darüber hinaus ist sie durch die Zusammenarbeit mit vielen
Kooperationspartner so etwas wie ein Anlaufzentrum für Menschen in Wuppertal und Umgebung
geworden, die Fragen zum Thema sexuelle Gesundheit STI/HIV/AIDS haben.
Wir planen an einer weiteren Studie des RKI teilzunehmen, in der wir in Solingen, Remscheid und
Wuppertal ambulante Tests zu Chlamydien, Gonorrhöe und Trichomonaden anbieten werden. Hierzu
werden Clubs und Wohnungen gemeinsam mit der Ärztin (Fr.Dr.Quack) aufgesucht.
Im Jahr 2012 wird die Beratungsstelle zur Bergischen Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit/AIDSBeratung und wird einmal wöchentlich in Remscheid und Solingen STI/HIV Beratung und Testung
anbieten. Beide Städte stellen dafür ein Stundenkontingent zur Verfügung. Wir sind sicher, dass die
Bevölkerung zu uns finden wird, vor allem, weil es auch vor Ort alt bekannte Kooperationspartner
gibt. So sind die Kolleginnen des Caritas auch in Solingen und Remscheid zuständig, in Solingen gibt
es eine AIDS-Hilfe und in beiden Städten Beratungsstellen, mit denen wir gerne zusammenarbeiten
werden.
Ich danke für Ihr Interesse an unserer Arbeit und freue mich, den Jahresbericht persönlich vorstellen
zu dürfen
Dagmar Wagener
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