Daten
Kommune
Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
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143 kB
Erstellt
10.10.15, 22:04
Aktualisiert
27.01.18, 21:30
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Drucksachen
der Bezirksverordnetenversammlung
Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
4. Wahlperiode
Ursprung: Einwohnerfragestunde
Bezirksverordnetenvorsteherin
Einwohnerfragestunde
TOP-Nr.:
DS-Nr: 1049/4
Beratungsfolge:
Datum
Gremium
20.11.2014
BVV
BVV-039/4
beantwortet
Einwohnerfragen
1. Einwohnerfrage
Norbert Machachej
Bauvorhaben am Franz-Cornelsen-Weg
1. Wie viele Bauvorhaben gab es im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf in den
letzten zwei Jahren (2013/2014)?
2. Wie viele von diesen Bauvorhaben haben massive Proteste der betroffenen
Bürger hervorgerufen?
Sehr geehrte Frau Vorsteherin,
sehr geehrter Herr Machachej,
zu der Einwohneranfrage des Herrn Machachej teile ich Folgendes mit:
1. Wie viele Bauvorhaben gab es im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf in den
letzten zwei Jahren (2013/2014)?
Das Bezirksamt verfügt nur über eine Statistik der Antragseingänge, nicht jedoch der
Vorhaben. Hiernach gab es in 2013 1 092 Anträge, bis Anfang November 2014 gingen
1 017 Anträge ein.
2. Wie viele von diesen Bauvorhaben haben massive Proteste der betroffenen
Bürger hervorgerufen?
Im Rahmen von Bebauungsplanverfahren wird die Öffentlichkeit beteiligt und es können
Einwände zu den konkreten Projekten erhoben werden. Diese Einwände werden aber
nicht kategorisiert. Insofern kann die Frage nicht beantwortet werden.
Mit freundlichen Grüßen
1049/4
Ausdruck vom: 10.12.2014
Seite: 1
Marc Schulte
2. Einwohnerfrage
Hildegard Teschner
Beanstandung des BVV-Beschlusses zur
Veränderungssperre Oeynhausen
Laut Pressemitteilung vom 15.07.2014 hat das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf
in seiner Sitzung vom 15.07.14 beschlossen, den Beschluss der
Bezirksverordnetenversammlung vom 8.7.2014 über die Rechtsverordnung zur
unverzüglichen Festsetzung einer Veränderungssperre für die Kolonie Oeynhausen mit
dem Bebauungsplan IX 205a gemäß §18 Satz 1 des Bezirksverwaltungsgesetzes zu
beanstanden.
Meine Frage richtet sich an Frau Bezirksstadträtin König und an Herrn Bezirksstadtrat
Engelmann:
Ist es richtig, dass Sie am 15.07.2014 für die Beanstandung des BVV-Beschlusses
gestimmt haben?
3. Einwohnerfrage
Dr. Michael Röder
Schoelerschlößchen
(Schriftliche Beantwortung)
1. Unstimmigkeiten zwischen Ihren verschiedenen Aussagen zur zukünftigen
Nutzung des Gebäudes
In Ihren Äußerungen zur Nutzung des Gebäudes zwischen Oktober 2014 (Tagesspiegel
21.10.14) und Dezember 2013 (Berliner Woche, 11.12.13) gibt es im Hinblick auf jedes
der drei Geschosse verschiedene Unstimmigkeiten, etwa was die jeweilige Anzahl der
Räume betrifft und deren Nutzung. Ein Beispiel: Sie erwähnen im Juli (4.
Einwohnerfrage) zwei Ausstellungsräume im EG, im Dezember war es nur einer,
hingegen war damals von einem Archiv im DG die Rede, im Juli nicht mehr; usw. Ich
frage Sie daher nach Juli 2014 nochmals und bitte diesmal um eine eindeutige Antwort:
Wie ist die augenblickliche detaillierte Planung – Raum für Raum – für jedes der drei
Geschosse?
2. Statik
Lt. Berliner Abendblatt vom 1.3.2014 war Anfang März die Untersuchung der statischen
Gegebenheiten (Wände und Decken) durch Architekt F. Goller noch nicht
abgeschlossen – eigentlich eine Grundvoraussetzung für jede der bisher etwa 7
Planungen in 11 Jahren für die Nutzung des Gebäudes:
Wie ist das Ergebnis dieser Untersuchung und welche zusätzlichen Kosten entstehen
durch eventuell notwendige Umbauten?
3. Ausschreibung des Innenausbaus
Ist es zutreffend, wie das Berliner Abendblatt vom 14.9.2013 berichtete, dass es keine
Ausschreibung des Innenausbaus bzw. keinen Wettbewerb gab? Falls ja: Wer wurde
1049/4
Ausdruck vom: 10.12.2014
Seite: 2
aufgrund welcher Überlegungen ausgewählt? Falls nein: Wann fanden Ausschreibung
oder Wettbewerb statt und welches waren die genauen Ergebnisse?
4. Innenausbau-Kosten
Lt. Berliner Zeitung vom 18.2.2014 schätzten Sie Anfang des Jahres die Kosten für den
Innenausbau auf 3 Mio. Eu. Da Großprojekte hierzulande meist etwas teurer sind:
Wie hoch schätzen Sie die Kosten für Sanierung sowie Nachnutzung gemäß den
neuesten Plänen?
5. Dauer der Unbenutzbarkeit des Hauses
Das Haus – bis Februar 2003 ein beliebter Kindergarten – steht seit über 11 Jahren
unbenutzbar da. Lt. Berliner Zeitung vom 18.2.2014 haben Sie gesagt, dass der
Innenausbau drei Jahre in Anspruch nehmen werde. Da Großprojekte hierzulande
meist etwas länger dauern:
Mit wie viel weiteren Jahren der Unbenutzbarkeit ab jetzt (November 2014) rechnet das
Bezirksamt jetzt?
Sehr geehrte Frau Bezirksverordnetenvorsteherin,
zu der Einwohneranfrage nimmt das Bezirksamt wie folgt Stellung:
1. Unstimmigkeiten zwischen Ihren verschiedenen Aussagen zur zukünftigen
Nutzung des Gebäudes
In Ihren Äußerungen zur Nutzung des Gebäudes zwischen Oktober 2014
(Tagesspiegel 21.10.14) und Dezember 2013 (Berliner Woche, 11.12.13) gibt es im
Hinblick auf jedes der drei Geschosse verschiedene Unstimmigkeiten, etwa was
die jeweilige Anzahl der Räume betrifft und deren Nutzung. Ein Beispiel: Sie
erwähnen im Juli (4. Einwohnerfrage) zwei Ausstellungsräume im EG, im
Dezember war es nur einer, hingegen war damals von einem Archiv im DG die
Rede, im Juli nicht mehr; usw. Ich frage Sie daher nach Juli 2014 nochmals und
bitte diesmal um eine eindeutige Antwort:
Wie ist die augenblickliche detaillierte Planung – Raum für Raum – für jedes der
drei Geschosse?
Wie Sie bereits wissen, hat das Bezirksamt für das Schoeler-Schlösschen einen Antrag
auf Finanzierung durch Mittel der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin gestellt. Eine
Entscheidung darüber steht noch aus. Als Anlage gebe ich Ihnen das aktuell
eingereichte Nutzungskonzept für diesen Antrag zur Kenntnis.
2. Statik
Lt. Berliner Abendblatt vom 1.3.2014 war Anfang März die Untersuchung der
statischen Gegebenheiten (Wände und Decken) durch Architekt F. Goller noch
nicht abgeschlossen – eigentlich eine Grundvoraussetzung für jede der bisher
etwa 7 Planungen in 11 Jahren für die Nutzung des Gebäudes:
1049/4
Ausdruck vom: 10.12.2014
Seite: 3
Wie ist das Ergebnis dieser Untersuchung und welche zusätzlichen Kosten
entstehen durch eventuell notwendige Umbauten?
Als Ende 2013 der ursprüngliche Antrag auf Förderung der Baumaßnahme SchoelerSchlösschen bei der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin eingereicht wurde, lag
eine statische Berechnung für die Maßnahme zu diesem Zeitpunkt vor.
Ich kann mir Ihre Fragestellung nur insofern erklären, dass im März 2013 Überlegungen
angestellt wurden, eine Bibliothek im Schoeler-Schlösschen unterzubringen.
Hinsichtlich dieser besonderen Fragestellung musste die Statik erneut betrachtet
werden. Die Berechnung lag im April 2013 vor. Nach Vorliegen der Statik wurde die
Nutzung als Bibliotheksstandort jedoch verworfen. Kosten für derartige
Umbaumaßnahmen sind insofern nicht geplant.
3. Ausschreibung des Innenausbaus
Ist es zutreffend, wie das Berliner Abendblatt vom 14.9.2013 berichtete, dass es
keine Ausschreibung des Innenausbaus bzw. keinen Wettbewerb gab? Falls ja:
Wer wurde aufgrund welcher Überlegungen ausgewählt? Falls nein: Wann fanden
Ausschreibung oder Wettbewerb statt und welches waren die genauen
Ergebnisse?
Nach der Landeshaushaltsordnung ist für die Ausschreibung von Maßnahmen
zwingend, dass die finanziellen Mittel im Haushalt zur Verfügung stehen. Da der Bezirk
nicht über die notwendigen Mittel für den Innenausbau verfügt (Grund für die
Beantragung von Lottomitteln), sind bisher auch keine Ausschreibungen erfolgt.
4. Innenausbau-Kosten
Lt. Berliner Zeitung vom 18.2.2014 schätzten Sie Anfang des Jahres die Kosten
für den Innenausbau auf 3 Mio. Eu. Da Großprojekte hierzulande meist etwas
teurer sind:
Wie hoch schätzen Sie die Kosten für Sanierung sowie Nachnutzung gemäß den
neuesten Plänen?
Die angestrebte Nutzung und somit die Kostenschätzung ist - vorbehaltlich der
Finanzierungszusage der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und einer späteren
Prüfung der Bauplanungsunterlagen durch Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und
Umwelt - unverändert.
5. Dauer der Unbenutzbarkeit des Hauses
Das Haus – bis Februar 2003 ein beliebter Kindergarten – steht seit über 11
Jahren unbenutzbar da. Lt. Berliner Zeitung vom 18.2.2014 haben Sie gesagt,
dass der Innenausbau drei Jahre in Anspruch nehmen werde. Da Großprojekte
hierzulande meist etwas länger dauern:
Mit wie viel weiteren Jahren der Unbenutzbarkeit ab jetzt (November 2014)
rechnet das Bezirksamt jetzt?
Eine Aussage hierzu kann ich Ihnen leider nicht geben, da zu viele unbekannte
Variablen im Spiel sind. Zum einen hat die Stiftung bisher noch nicht entschieden. Auch
1049/4
Ausdruck vom: 10.12.2014
Seite: 4
ob in diesem bzw. wann im kommenden Jahr unter Vorsitz des neuen Regierenden
Bürgermeisters eine Entscheidung getroffen wird, ist auch unbekannt. Weiterhin ist
auch nicht klar, ob das Konzept in der aktuellen Form auf Zustimmung treffen wird oder
weiter modifiziert werden muss. Selbst nach einer positiven Entscheidung wäre die
anschließende Dauer für die Ausschreibung der Gewerksarbeiten und die Bauzeit zu
beachten. Es ist jedoch zu befürchten, dass wenn der Antrag abgelehnt werden sollte,
das Schoeler-Schlösschen auch längerfristig ungenutzt bleiben wird, da dem Bezirk die
finanziellen Mittel fehlen, um es eigenständig zu sanieren.
Mit freundlichen Grüßen
Dagmar König
4. Einwohnerfrage
Joachim Neu
Reisekosten im Rahmen einer Partnerschaft des
Bezirks
(Schriftliche Beantwortung)
1. Wie hoch waren die Kosten der Reise nach Peking und wer hat diese getragen z. B. aus welchem Haushaltstitel - und welche Personen haben teilgenommen?
2. Wurde diesbezüglich noch vor der Haushaltssperre der Etattitel erhöht und wenn
ja in welcher Höhe?
3. Worin liegt die Begründung, dass in den finanziell knappen Zeiten eine
achtköpfige Delegation an der Reise teilnehmen musste, ohne jedoch die
zuständige Stadträtin für Schule?
4. Warum wird in Peking von der Nelson Mandela Schule eine Partnerschaft
eingegangen, wo dieselbige - entsprechend ihres Namens - die Beziehungen zu
Afrika vorwiegend pflegen wollte?
5. Warum wird statt in China nicht vom Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf – auch
oft als "Charlottengrad" beschrieben - die längst überfällige Partnerschaft zu
einer Stadt in Russland gesucht?
Sehr geehrte Frau Bezirksverordnetenvorsteherin,
die o.g. Anfrage beantworte ich für das Bezirksamt wie folgt:
1. Wie hoch waren die Kosten der Reise nach Peking und wer hat diese
getragen - z. B. aus welchem Haushaltstitel - und welche Personen haben
teilgenommen?
Der Bezirk pflegt seit 2007 offiziell eine freundschaftliche Beziehung zum InnenstadtBezirk Dongcheng/Peking, der nicht zuletzt mit Bezug auf das 20. Jubiläum der
Städtepartnerschaft Berlin – Peking eine Delegation zur Teilnahme am Festival der
Wangfujing-Straße (Kooperationspartner Kurfürstendamm/AG City seit 2001)
eingeladen hat. Aus den Bereichen Politik (einschl. Bildung) und Wirtschaft haben der
Bezirksbürgermeister als Leiter der Delegation, die stv. Vorsteherin der BVV, der
bezirkliche Vertreter von Berlin Partner (Wirtschaftsförderung), der Direktor der NelsonMandela-Schule sowie zwei Vertreter/innen der AG City und je ein Repräsentant der
Unternehmen KPM und der M.A.X. 2001 Sportmarketing teilgenommen.
1049/4
Ausdruck vom: 10.12.2014
Seite: 5
Die Übernachtungs- und Verpflegungskosten während des Wangfujing-Festivals (18.09.
bis 22.09.) wurden von chinesischer Seite getragen.
Dem Bezirk entstanden Kosten in Höhe von insgesamt 2.185,47 Euro für Flug-, Hotelund Visakosten, die anteilig aus den Kapiteln 3304, Titel 52703 (Dienstreisen der
Beschäftigten der Bezirksverwaltung) und Kapitel 3100, Titel 52703 (BVV-Dienstreisen)
finanziert wurden.
Die Kosten für die übrigen Teilnehmer/innen wurden von dritter Seite getragen.
2. Wurde diesbezüglich noch vor der Haushaltssperre der Etattitel erhöht und
wenn ja in welcher Höhe?
Da der Gesamtansatz im Kapitel 3100, Titel 52703 (BVV-Dienstreisen) im Haushaltsjahr
2014 lediglich 1.000 Euro betrug, wurde zum Zeitpunkt der Rechnungslegung (18.
August 2014) im Wege der Deckungsfähigkeit eine erforderliche Sollveränderung
initiiert. Weitere Dienstreisekosten sowie die Finanzierung anderer Angelegenheiten der
BVV, die die Gesamtansätze insgesamt überschreiten werden, wurden dabei
berücksichtigt. Zum Ausgleich wurden am 6. November 2014 Mehrausgaben
zugelassen.
Das Bezirksamtskollegium hat das Kapitel 3304, Titel 52703 (Dienstreisen der
Beschäftigten der Bezirksverwaltung) um 6.000 Euro verstärkt. Der Mehrbedarf
entstand durch eine zum Zeitpunkt der Haushaltsplanaufstellung (2013) nicht
absehbare erhöhte Anzahl von notwendigen Dienstreisen, die sämtlich vor Inkrafttreten
der Haushaltssperre genehmigt wurden. Mithin sind rechtliche Verpflichtungen
eingegangen worden, deren Abrechnung im Regelfall erst nach Durchführung der
Dienstreisen erfolgt (nur im Ausnahmefall werden vor Durchführung einer Dienstreise
Abschlagszahlungen geleistet).
3. Worin liegt die Begründung, dass in den finanziell knappen Zeiten eine
achtköpfige Delegation an der Reise teilnehmen musste, ohne jedoch die
zuständige Stadträtin für Schule?
Frau Bezirksstadträtin Jantzen hat von sich aus die ihr angebotene Teilnahme für nicht
erforderlich gehalten und sich durch den Bezirksbürgermeister als ihren Amtsvorgänger,
der bereits 2010 Dongcheng eine Schulpartnerschaft vorgeschlagen hat, gut vertreten
gesehen.
Der Direktor der Nelson-Mandela-Schule hat zur Delegation gehört, da zwischen seiner
Schule und der Dong Zhimen High School eine Schulpartnerschaft bei diesem Besuch
geschlossen
worden
ist.
Die
Unterzeichnung
der
entsprechenden
Kooperationsvereinbarung ist Grundlage für den künftig geplanten pädagogischen
Austausch der Lehrkräfte sowie u.a. Austauschprogramme und Sprachkurse für
Schülerinnen und Schüler. Es ist als ein großer Erfolg zu bewerten, dass nach
vierjährigen Bemühungen die freundschaftlichen Beziehungen in diesem bedeutsamen
Themenfeld vertieft werden konnten. Dies hat auch der Botschafter der Bundesrepublik
Deutschland in China in dem Gespräch, zu dem er die Delegation in seine Residenz
eingeladen hat, mit Freude zum Ausdruck gebracht.
Betr. die finanziellen Auswirkungen wird auf die Beantwortung zu Frage 1 verwiesen.
1049/4
Ausdruck vom: 10.12.2014
Seite: 6
4. Warum wird in Peking von der Nelson Mandela Schule eine Partnerschaft
eingegangen, wo dieselbige - entsprechend ihres Namens - die
Beziehungen zu Afrika vorwiegend pflegen wollte?
Die Nelson-Mandela-Schule hat sich mit Blick auf ihr internationales Profil zur
Aufnahme dieser wichtigen Schulpartnerschaft bereiterklärt. Dessen ungeachtet
unterhält die Schule bereits vielfältige internationale Partnerschulnetzwerke mit
Bildungseinrichtungen u.a. in Frankreich, Haiti und natürlich auch in Südafrika.
5. Warum wird statt in China nicht vom Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf –
auch oft als "Charlottengrad" beschrieben - die längst überfällige
Partnerschaft zu einer Stadt in Russland gesucht?
Die freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem Pekinger Bezirk Dongcheng wurde am
13.09.2007 im Rahmen eines von der BVV beschlossenen Memorandums geschlossen.
Dieses beinhaltet folgende Punkte:
1. Auf der Basis der Prinzipien des Kommuniques über die Aufnahme
diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der
VR China und um die Kontakte zwischen den Bezirken und ihren Einwohnern zu
verstärken, um das gegenseitige Verständnis sowie die freundschaftliche
Kooperation zu fördern, werden beide Seiten gemeinsame Anstrengungen
unternehmen, Beziehungen freundschaftlicher Zusammenarbeit aufzubauen.
2. Gemäß der Prinzipien der Gleichheit und des gegenseitigen Vorteils sollen beide
Seiten mannigfaltige Beziehungen entwickeln, um bilateralen Austausch und
gegenseitige Besuche zu organisieren im Bereich der Wirtschaft, des
administrativen Managements, der Kultur, Bildung, Sport, Einkaufsstraßen und
anderen Schwerpunkten.
3. Die konkreten Projekte der bilateralen freundschaftlichen Kooperation werden
von beiden Seiten separat verhandelt.
Aus dem Bereich der ehemaligen Sowjetunion besteht bereits seit dem 21.2.1991 eine
Partnerschaft mit Pechersk, dem Innenstadtbezirk von Kiew (Ukraine).
Mit freundlichen Grüßen
Naumann
5. Einwohnerfrage
Dr. Michael Röder
Bibliotheken
(Schriftliche Beantwortung)
1. Auflagen bei der Vergabe von Mitteln des Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung (EFRE) zum Einsatz der Selbstbedienungsautomaten (RFID) in den
Bibliotheken I
Ist es zutreffend, dass eine der Auflagen seitens der EU darin besteht, dass die
Öffnungszeiten der Bibliotheken um ca. 10 % verlängert werden müssen, und wie ist
das im Bezirk umgesetzt worden?
1049/4
Ausdruck vom: 10.12.2014
Seite: 7
2. Auflagen bei der Vergabe von EFRE-Mitteln zum RFID-Einsatz in den
Bibliotheken II
Ist es zutreffend, dass eine weitere Auflage seitens der EU darin besteht, dass die
geförderten Bibliotheken 10 Jahre lang nicht geschlossen werden dürfen – also bis
2012 – und wie verträgt sich deren Verehrenamtlichung damit?
3. Auflagen bei der Vergabe von EFRE-Mitteln zum RFID-Einsatz in den
Bibliotheken III
Welche weiteren Auflagen gibt es und wie wurden sie umgesetzt?
4. Anweisung und Makulaturpraxis
Im April 2014 (6. Einwohnerfrage) teilten Sie mit: „... bin ich der Auffassung, dass in
jeder Bibliothek des Bezirks Literatur vorhanden sein muss, die sich mit dem Bezirk
bzw. mit dem jeweiligen Kiez beschäftigt. Art und Umfang des Angebots sind dem Profil
der Bibliothek anzupassen. Mitte Januar 2014 erfolgte meinerseits die Anweisung
soweit möglich, sicherzustellen, dass in den bezirklichen Standorten Bezirks- und/oder
Kiezliteratur vorhanden ist. Ggf. sollte hierzu Rücksprache gehalten werden.“:
Wie viel Exemplare dieser Literatur wurden – je Bücherei – seit Januar 2014 makuliert
und warum?
Sehr geehrte Frau Bezirksverordnetenvorsteherin,
zu der Einwohneranfrage nimmt das Bezirksamt wie folgt Stellung:
1. Auflagen bei der Vergabe von Mitteln des Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung (EFRE) zum Einsatz der Selbstbedienungsautomaten (RFID) in den
Bibliotheken I
Ist es zutreffend, dass eine der Auflagen seitens der EU darin besteht, dass die
Öffnungszeiten der Bibliotheken um ca. 10 % verlängert werden müssen, und wie ist
das im Bezirk umgesetzt worden?
Es ist nicht zutreffend, dass die Öffnungszeiten der Bibliotheken zu ca. 10`% verlängert werden
müssen. Richtig ist, dass die Medienzugänglichkeit erhöht werden soll.
Durch die Installation von Außenrückgabeanlagen und deren Anrechnung erreichen die
Heinrich-Schulz-Bibliothek und die Dietrich-Bonhoeffer-Bibliothek den geforderten Wert. Für die
(ehemalige) Musikbibliothek Bundesallee wurde durch die Umlagerung in die Heinrich-SchulzBibliothek eine erhebliche Ausweitung der Zugänglichkeit erreicht. Für die anderen Standorte
hat sich nichts geändert. Ausnahme ist die Johanna-Moosdorf-Bibliothek, deren Zugänglichkeit
sich gegenüber 2009 verringert hat. Betrachtet man die Zugänglichkeit kumuliert für alle
Standorte, erfüllt der Bezirk mit einer Ausweitung um 20,3% das Kriterium.
2. Auflagen bei der Vergabe von EFRE-Mitteln zum RFID-Einsatz in den
Bibliotheken II
Ist es zutreffend, dass eine weitere Auflage seitens der EU darin besteht, dass die
geförderten Bibliotheken 10 Jahre lang nicht geschlossen werden dürfen – also bis
2012 – und wie verträgt sich deren Verehrenamtlichung damit?
Nein, das ist nicht zutreffend. Es sind 5 Jahre.
1049/4
Ausdruck vom: 10.12.2014
Seite: 8
3. Auflagen bei der Vergabe von EFRE-Mitteln zum RFID-Einsatz in den
Bibliotheken III
Welche weiteren Auflagen gibt es und wie wurden sie umgesetzt?
Die Bibliotheken haben neben dem in Frage 1 bereits benannten Kriterium weitere
Leistungskriterien zu erfüllen:
1. Ausstattung der Medien mit RFID-Tags
Charlottenburg-Wilmersdorf erreicht mit 99,82% des Gesamtbestandes den
Berliner Spitzenwert. Zusätzlich ist zu beachten, dass im Gegensatz zu anderen
Bezirken und der ZLB keine Sonderbestände wie Magazine aus der Rechnung
genommen werden. 100% ist aufgrund des laufenden Einarbeitungsprozess nie zu
ereichen.
2. Anteil der Selbstverbuchungen in den Projektbibliotheken
Charlottenburg-Wilmersdorf erreicht mit allen Bibliotheken sicher den geforderten
Wert (Bandbreite 92,57% in der Dietrich-Bonhoeffer-Bibliothek bis 98,72% in der
Johanna-Moosdorf-Bibliothek). Die Leistung ist umso höher zu werten, da in den
Stadtteilbibliotheken (bis auf Halemweg) bis Mitte dieses Jahres nur jeweils ein
Selbstverbuchungsgerät installiert war.
3. Begrenzung der Medienverluste auf 0,05% des Bestandes
Dieser Wert wurde 2013 mit 0,29% nicht erreicht. Der hier zu erzielende Wert ist
allerdings aus fachlichen und infrastrukturellen Gründen als auch aus Sicht der
Projektleitung problematisch.
4. Zunahme der Besuche vor Ort um 15%
Sowohl die Heinrich-Schulz-Bibliothek als auch die Dietrich-Bonhoeffer-Bibliothek
erreichen die geforderten Werte. Die kleinen Standorte erreichen sie nicht. (Bandbreite
Adolf-Reichwein-Bibliothek plus 6,21 % bis Stadtteilbibliothek Halemweg minus 43,79%.)
Für die STB Halemweg verbietet sich der Vergleich mit 2009: 2009 befand sich in den
Räumen der Bibliothek das Bürgeramt, das ist 2013 nicht mehr der Fall.
Betrachtet man die Zunahme der Besuche kumuliert für alle Standorte, erfüllt der
Bezirk mit einem Wert von 15,39% das Kriterium knapp.
4. Anweisung und Makulaturpraxis
Im April 2014 (6. Einwohnerfrage) teilten Sie mit: „... bin ich der Auffassung, dass in
jeder Bibliothek des Bezirks Literatur vorhanden sein muss, die sich mit dem Bezirk
bzw. mit dem jeweiligen Kiez beschäftigt. Art und Umfang des Angebots sind dem Profil
der Bibliothek anzupassen. Mitte Januar 2014 erfolgte meinerseits die Anweisung
soweit möglich, sicherzustellen, dass in den bezirklichen Standorten Bezirks- und/oder
Kiezliteratur vorhanden ist. Ggf. sollte hierzu Rücksprache gehalten werden.“:
Wie viel Exemplare dieser Literatur wurden – je Bücherei – seit Januar 2014 makuliert
und warum?
Makulatur von Literatur, die sich mit dem Bezirk bzw. mit dem jeweiligen Kiez beschäftigt:
Ein Exemplar in der Dietrich-Bonoeffer-Bibliothek
Grund : Wasserschaden, lose Seiten, Verschmutzung.
1049/4
Ausdruck vom: 10.12.2014
Seite: 9
Mit freundlichen Grüßen
Dagmar König
1049/4
Ausdruck vom: 10.12.2014
Seite: 10