Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
2. Ausfertigung Antrag B´90/Grüne und SPD, 30. BVV am 25.03.15.pdf
Größe
154 kB
Erstellt
14.10.15, 01:56
Aktualisiert
27.01.18, 11:48
Stichworte
Inhalt der Datei
2. Ausfertigung
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
Antrag
Fraktionen Bündnis 90/ Die Grünen und SPD
VII-0935
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Beratungsfolge:
25.03.2015
BVV
BVV/ 030/VII
Betreff: Fahrplan der Tram M10 einhalten
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht sich bei der zuständigen Senatsverwaltung intensiv dafür
einzusetzen, dass die Tram M10 ihren Fahrplan zukünftig einhalten kann und die momentan häufig auftretenden sehr langen Verspätungen, Zugausfälle und Veränderungen der Linienführung vermieden werden, die durch Baustellen, Überlastung der Strecke durch Umleitungsverkehr und die fehlende eigene Fahrspur der Tram hervorgerufen werden.
Dazu soll das Bezirksamt
1. die zuständige Senatsverwaltung und die Verkehrslenkung Berlin auffordern, dass
in Richtung Warschauer Straße der Bereich der Straßenbahngleise der M10 auf der
Eberswalder Straße zwischen Topsstraße und Haltestelle als Sperrfläche
gekennzeichnet werden kann,
2. die zuständige Senatsverwaltung und die Verkehrslenkung Berlin auffordern, dass
in Richtung Warschauer Straße die Pförtnerampelschaltung vor der Kreuzung auf
der Eberswalder Straße ausgeschaltet wird.
3. angesichts der Bearbeitungspolitik der Verkehrslenkung Berlin einen
entsprechenden Bezirksamtsbeschluss fassen und an die zuständige
Senatsverwaltung und die Verkehrslenkung Berlin übermitteln.
Berlin, den 25.03.2015
Einreicher: Fraktionen Bündnis 90/ Die Grünen und SPD
Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen: BV Daniela Billig, BV Cornelius Bechtler
Fraktion der SPD: BV Rona Tietje
Begründung siehe Rückseite
Ergebnis:
beschlossen
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Abstimmungsverhalten:
x
EINSTIMMIG
MEHRHEITLICH
JA
NEIN
ENTHALTUNGEN
federführend
x
überwiesen in den Ausschuss für
zusätzlich in den Ausschuss für
und in den Ausschuss für
Ausschuss für Verkehr und öffentliche Ordnung
2. Ausfertigung
Drs. VII-0935
Begründung:
Die Tram M10 ist eine der am stärksten genutzten Tramlinien der Stadt. Sie verbindet
die 3 Innenstadtbezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow und Mitte und verknüpft
mehrere wichtige Linien und Knotenpunkte des öffentlichen Nahverkehrs. Sie soll in
absehbarer Zukunft sogar eine Verbindung zum Hauptbahnhof darstellen.
Baustellen, Überlastung der Strecke wegen Umleitungsverkehr und die fehlende eigene
Fahrspur für die Tram führen zu Zugausfällen und immer stärker werdenden Verspätungen, die teils sogar 20 bis 30 Minuten betragen, während der Fahrplan eine Taktung
von fünf Minuten vorsieht.
Ein Zusammenhang zwischen den rapiden Verspätungen und den langfristig nicht funktionierenden Daisy-Anzeigen ist für viele Fahrgäste offensichtlich. Diese fehlenden Informationen verschlimmern die Situation weiter, weil nicht absehbar ist, ob denn noch
die Möglichkeit besteht eine Bahn der Linie M10 nutzen zu können.
Diese Situation ist für die Nutzerinnen und Nutzer des ÖPNV nicht zumutbar. Ein Umstieg der Fahrgäste weg vom öffentlichen Nahverkehr liegt nahe. Die Rentabilität des
öffentlichen Nahverkehrs und besonders der Tram-Linien kann dadurch zukünftig beeinträchtigt werden. Diese Situation konterkariert die Absichtserklärung des zuständigen
Senators, die Tramlinien zu verlängern, weil sie ökologisch, sicher, effektiv und günstig
sind.
Mit einer durchdachten Verkehrsführung an Baustellen, die an der Pünktlichkeit und der
Funktionsfähigkeit der Tramlinie M10 ausgerichtet sind, sowie einer durchgängig eigenen Fahrspur für die Tram, sind die Probleme durch Verspätungen und Zugausfälle vermeidbar.
Die Senatsverwaltung erklärt die Verspätungen in Richtung Warschauer Straße auf der
Eberswalder Straße zwischen Topsstraße und Haltestelle durch „das verbotswidrige
Halten von Fahrzeugen im Abflussraum der Danziger Straße“ (vgl. Drucksache
17/14996). Aus diesem Grund lehnte die VLB und Senatsverwaltung bisher die Sperrfläche für die Tram ab, die in Drucksache VII… von der BVV gefordert wurde. Selbst
wenn das „verbotswidrige Halten“ von PKW „im Abflussraum der Danziger Straße“ den
Stau vor der Kreuzung verursachen würde, könnte die eigene Fahrspur für die M10 das
Problem für die Pünktlichkeit der M10 zumindest abschwächen, da das „verbotswidrige
Halten“ dadurch erschwert werden würde. Mit einer Erweiterung der Sperrfläche für die
Tram M10 auf der Danziger Straße zwischen Schönhauser Allee und Knaackstraße
könnte sogar die Tram M10 völlig vom Stau des MIV unabhängig gemacht werden.
Zusätzlich ist die Pförtnerampelschaltung vor der Tramhaltestelle in der Eberswalder
Straße mindestens ein Grund für den Stau. Diese Pförtnerampelschaltung hält den Autoverkehr von den Fahrspuren im Haltestellenbereich heraus, obwohl die Haltestelle mit
einem eigenen Bahnsteig in der Mitte der Straße ausgestattet ist. Die Pförtnerampelschaltung ist also überflüssig.
Ohne Pförtnerampelschaltung und mit eigener Fahrspur für die Tram könnten sowohl
der Autoverkehr als auch die Tram zumindest in Richtung Warschauer Straße besser
abfließen.