Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Austauschblatt Drs. V-0086, 15. Tagung.pdf
Größe
65 kB
Erstellt
14.10.15, 02:00
Aktualisiert
27.01.18, 11:17
Stichworte
Inhalt der Datei
Austauschseite zur Drucksache V-0086 bzw. V-0800
15. Tagung, 30.04.2008
Die Aufgliederung der Fallzahlen PMK-rechts für den Bezirk Pankow ist der
nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:
PMK Gesamt
davon PMK-rechts
davon antisemitisch
davon fremdenfeindlich
Gewaltdelikte Propagandadelikte sonstige
Delikte
31
96
135
8
96
45
0
3
18
3
8
9
Gesamt
262
149
21
20
Von den 20 Fällen, die als fremdenfeindlich motiviert bewertet wurden, sind drei
Gewaltdelikte registriert.
Bei diesen Gewaltdelikten handelt es sich um folgende Vorfälle:
1) Am 17.09. 2007, gegen 20.00 Uhr, hat eine männliche deutsche Personen
in der Berliner Straße (13198 Berlin), einen türkischen Geschädigten sowie
seine Begleiterin mit den Worten „Du Türkenvotze...“ und „Verpiß` Dich, Du
Scheißtürke“ beschimpft. Als der Geschädigte ihn festhalten wollte, drehte
ihm der Beschuldigte die Hand um und leerte eine Bierflasche auf seinem
Kopf.
2) Am 29.09.2007 haben mehr als zehn Personen auf einem
Tankstellengelände am Karower Damm (13129 Berlin) gegen 02.40 Uhr in
alkoholisiertem Zustand randaliert und verfassunqswidrige Parolen gezeigt.
Als sich der griechische Geschädigte zum Nachtschalter begab, wurde er
von den Personen mit „Scheiß Ausländer“ sowie „Ausländer raus“ verbal
attackiert. Danach wurde er mit Schlägen und Tritten angegriffen. Ein
weiterer griechischer Geschädigter wollte ihm zu Hilfe eilen, als er
seinerseits angegriffen und mit einem Stockschirm mehrfach geschlagen
wurde. Währenddessen wurde eine 27-jährige Griechin ebenfalls attackiert
und umher geschubst. Während die männlichen Geschädigten wehrlos auf
dem Boden lagen, sollen alle Personen auf diese eingetreten haben. Nach
diesen Handlungen flüchteten die Personen vom Tankstellengelände. Alle
Täter wurden zwischenzeitlich ermittelt.
3) Am 23.11.2007 wurde eine weibliche Person von einem unbekannten
Mann auf der Uhlandstr./Heinrich-Böll-Str. (13156 Berlin) geschubst,
wodurch sie auf ihren Arm fiel und dadurch Prellungen und blaue Flecke
erlitt. Der Täter äußerte sich ihr gegenüber „Schon wieder so`n
Ausländerpack“. Der Täter konnte nicht ermittelt werden.
Bei den Delikten mit antisemitischer Handlungsmotivation waren im Jahre 2007
insgesamt 21 Fälle zu verzeichnen, darunter kein Gewaltdelikt.