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11. Zwischenbericht Anlage 1I.pdf

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Daten

Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
11. Zwischenbericht Anlage 1I.pdf
Größe
629 kB
Erstellt
14.10.15, 02:00
Aktualisiert
27.01.18, 11:21

Inhalt der Datei

Lokale Agenda 21 Pankow Februar 2009 Entwurf Fortschreibung des Kommunalen Handlungsprogramms Lokale Agenda 21 Pankow Handlungsfeld Energie und Klimaschutz 1. Einführung ........................................................................................................................1 Global.................................................................................................................................... 1 Lokal - Bisherige Aktivitäten..................................................................................................2 2 Leitbild .............................................................................................................................. 3 3 Ziele, Maßnahmen und Projekte.......................................................................................5 a. Klimaschutz in der Öffentliche Hand.............................................................................5 b. Energie- und Ressourceneffizienz sowie Erneuerbare Energien, Erdwärme und KraftWärme-Kopplung ..................................................................................................................7 c. Bauen und Sanieren .....................................................................................................8 d. Verbraucherverhalten, Lebensstil, Bildung für Klimaschutz..........................................9 e. Energie- und Ressourcen schonende Wirtschaftsweise (siehe auch Leitbild Wirtschaft) ................................................................................................................................. 11 f. Verkehr - Stadt der kurzen Wege ...............................................................................12 g. CO2-Senken schaffen, CO2 verringern ......................................................................13 4 Indikatoren ......................................................................................................................14 a. Messindikatoren..........................................................................................................15 1. Einführung Global Nachdem der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaveränderungen des Weltklimarates (IPCC) in seinem 4. Report von 2007 eine eindeutige Klimaerwärmung festgestellt hat und diese höchstwahrscheinlich auf menschlich verursachte CO2-Emissionen zurückzuführen ist, ist das allgemeine Bewusstsein für die Notwendigkeit gestiegen, diesen Prozess einzudämmen, da er verheerenden soziale und ökologische Folgen für die Menschheit und den Planeten mit sich bringt. Als Metropole gehört Berlin und damit auch Pankow zu den Städten mit dem größten Treibhausgas – Ausstoß pro EW. Insgesamt verbrauchen die Städte der Welt 75 % der weltweiten Energieproduktion und verursachen 80 % des CO2 Ausstoßes. 1 Durch den Klimawandel werden Wetterextreme wie Starkregen, Dürren, Hitzewellen und schwere Stürme zunehmen. Gleichzeitig steigt der Meeresspiegel weiter an und die Gletscher schmelzen ab. In der gesamten Wirtschaft ist mit gravierenden Ertragseinbußen und Kosten zu rechnen, die Versorgungslage mit Süßwasser wird sich in vielen Regionen weiter verschärfen, Infrastrukturschäden durch Stürme und Überflutungen werden zunehmen. Die Anzahl klimabedingter Erkrankungen und Sterbefälle wird drastisch steigen. Dies wird viele Menschen auch zur Abwanderung in andere Regionen zwingen. Eine solche Entwicklung kann auf Dauer nicht konfliktfrei bleiben. Die Menschheit hat offenbar nicht einmal mehr 15 Jahre Zeit, um eine unumkehrbare Klimakatastrophe zu verhindern. 16 Billionen Dollar (rd. 12 Billionen Euro) müssten bis 2030 vornehmlich in CO2-arme Technologien investiert werden. Eine wirksame Klimavorsorge ist volkswirtschaftlich tragbar und kostet nur etwa ein Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts. Ziel der Bundesregierung und vieler anderer Staaten ist es, dass die durchschnittliche Erhöhung der Erwärmung der Erdatmosphäre auf 2° C begrenzt bleibt. Die Klimagas-Emissionen sollen bis 2050 mindestens halbiert werden Lokal - Bisherige Aktivitäten Seit Beginn der Agenda-Aktivitäten in den Bezirken Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee steht das Thema Energie und Klimaschutz im Mittelpunkt der Diskussion und der Initiativen. So kann innerhalb des letzten Jahrzehnts auf erfolgreiche Beispiele bezirklicher Aktivitäten verwiesen werden. Eine Reihe von Beschlüssen des Bezirksamtes und der Bezirksverordnetenversammlung zielen auf die Verbesserung des Klimaschutzes im Bezirk (z.B. Drucksachen V- 0334 Der Himmel über Pankow-Klimaschutz vor Ort; V-0987 Ausdehnung der Leitlinien für die nachhaltigen Sanierungsziele; VI-0142 Kommunaler Klimaschutz - Bezirkliches Klimaschutzziel definieren; VI-0238 Klimaschutz- und Energieeinsparprojekte an Schulen fortführen und ausweiten; VI-0371 Klimaschutzprojekte an Pankower Schulen weiterentwickeln, VI-0520 Umwelt- und Energiepark im Botanischen Volkspark). Weitere Maßnahmen getragen durch Bezirksamt, Unternehmen und Vereine: Maßnahme Stand Durch die Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Berlin mbH (GSW) und in Begleitung von Phönix und der Ulmer Solarfirma MHH wurde 1999 in der Heinrich-Böll-Siedlung in Pankow eine mit 145 kW der leistungsstärksten Photovoltaikanlage Berlins errichtet. Über 100.000 kWh Solarstrom speist die Pankower Anlage in der HeinrichBöll-Siedlung jedes Jahr in das öffentliche Stromnetz ein und trägt so bei, die Schadstoffemission in der Hauptstadt zu senken. „Sonne über Pankow“ – Bereitstellung von Dachflä- 9 Dächer chen öffentlicher Gebäude für Solaranlagen, 31.12.2008) vermietet (Stand Energiesparpartnerschaft für bezirkliche Liegen- seit 1999 55 Liegenschaften im Rahschaften, men der ESP mit Johnson Control (Laufzeit bis 2014) Pankower Energietage Jährlich bis 1999 Kommunales Energiemanagement und Energiebe- 1. und 2. Energiebericht (2002 und richte 2004, 3. Bericht für 2010 geplant) Fifty-Fifty – in Pankower Schulen Projekt zum nutzerbedingten Verhalten auf 20 Schulen ausgeweitet, 2009 neue Ausschreibung 2 Energieberatung: Energieberatung Prenzlauer Berg e.V. , Umweltbüro am Weißensee, KEBAB gGmbH Anlaufstellen für Bürger/-innen und Bürger, Unternehmen, Wohnungsgenossenschaften etc. PINiE e.V. langjährige ehrenamtliche Aktivitäten für Ermittlung von geeigneten Dachfläerneuerbare Energien, chen für Solaranlagen, Beteiligung an der „Woche der Sonne“, Informations- und Beratungsarbeit für erneuerbare Energien, Vernetzung interessierter Akteure, internationale Kontakte in Entwicklungsländer und MOE, Arbeit mit Jugendlichen, regelmäßige Treffen zu verschiedenen Themen Runder Tisch Klimaschutz (2003-2006) Entwicklung eines Konzepts von Maßnahmen im öffentlichen und privaten Bereich, für Öffentlichkeitsarbeit, Handlungsprogramm Klimaschutz für das BA Runder Tisch Biomasse in Pankow (2002-2006) Entwicklung eines Konzeptes für Biomassenutzung in Pankow, Vernetzung interessierter Akteure Konzept für Umwelt- und Energiepark (Botanischer Fachtagung September 2007 Volkspark Pankow-Blankenfelde) 3. Netzwerkforum (energieeffiziente Bauen und Sa- Vernetzung bezirklicher Akteure und nieren), 2006 Unternehmen, Anstoß für Projekt EnEff: Energieeffizienz im Verbund Pankow Projekt EnEff. Energieeffizientes Bauen und Sanie- 2006-2007 WDM - Projekt zur Durchren mit KEBAB gGmbH führung von Brachchengesprächen zu Energieeffizienz in KMU, Öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, Heizungscheck Stammtisch der Energieberater, Bauhandwerker Vernetzung und Austausch der Enerund Techniker zum energieeffizienten Bauen gieberater der Bezirks seit 2006 Die Herausforderung des Klimawandels braucht dringend weitere Anstrengungen und Aktivitäten. 2 Leitbild Aus der Zusammenführung und Fortschreibung der Handlungsprogramme der drei Alt-Bezirke und dem Beschluss zur Berliner Lokalen Agenda 21 des Abgeordnetenhauses von Berlin vom Juni 2006, ergeben sich folgende zukunftsfähige Leitlinien für Pankow: 1. Pankow spart Energie durch eine nachhaltige Wirtschaftsweise und durch nachhaltige Lebensweisen. 2. Pankow wird klimaneutral. Mit Energie und Ressourcen wird effizient und sparsam umgegangen. Der reduzierte Energiebedarf wird aus überwiegend aus erneuerbaren Energi3 en, Erdwärme und Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen. Es werden Ziele für Energieeinsparungen und CO2-Emissionen festgelegt und regelmäßig überprüft. 3. Der Gebäudebestand und deren Haustechnik orientieren sich an den neuesten energetischen Standards. 4. Pankow ist eine grüne Stadt der kurzen Wege. Der überwiegende Teil des Personenverkehrs erfolgt mittels Rad, Fußverkehr und ÖPNV. Das notwendigen Transportaufkommens für Versorgung, Gesundheit, Sicherheit und Bautätigkeit ist CO2 –frei. 5. Die Versorgung erfolgt zum großen Teil regional. 6. Regionale Kreislaufwirtschaft, Umwelttechnologien und umweltschonende Güterlogistik sind Motor des Wohlstands und sichern viele Arbeitsplätze. Das langfristige Ziel und Leitbild für Pankow ist die 2000-Watt-Gesellschaft, die spätestens 2050 erreicht werden soll. In der 2000-Watt-Gesellschaft wird der Energieverbrauch auf ein klimaverträgliches Maß begrenzt, wobei den heutigen Entwicklungsländern das gleiche Recht zugestanden wird. Der Anteil fossiler Energiequellen beträgt maximal 25 %. (Das Konzept wurde an der ETH Zürich entwickelt) 2000-Watt-Gesellschaft bedeutet, dass jedem Einwohner jederzeit 2000 Watt Leistung (entspricht 17.520 kWh/Jahr) zur Verfügung steht, mit denen er seine Bedürfnisse nach Energieleistungen (Kraft, Wärme/Kälte, Mobilität, Informationstechnologie und Licht) befriedigen kann. In diesem Kontingent muss die im Produkt gebundene „graue Energie“ (durch Rohstoffgewinnung, Verarbeitung, Transport, Verpackung, Entsorgung, usw.; = KEA kumulierter Energieaufwand) berücksichtigt werden. Auf Pankow übertragen heißt 2000-Watt-Gesellschaft, dass der Energieverbrauch auf ¼ des heutigen Verbrauchs reduziert wird. Das entspricht einer jährlichen Einsparung von rd. 3 %. Leitziele  Pankow reduziert seine CO2-Emmisionen bis 2030 auf 50 %, bis 2050 auf 25 % (Basis 2005). Das entspricht einer jährlichen Einsparung um 3 %.  Pankow unterstützt Kampagnen und Projekte, die auf eine Änderung des Verbraucherverhaltens, des Lebensstils und der Wirtschaftsweise abzielen.  Pankow fördert Fußgänger- und Radverkehr und setzt sich für eine Ausweitung des Öffentlichen Nahverkehrs ein.  Pankow ist ein grüner Bezirk. Der Erhalt und die Erweiterung der Grün- und Freiflächen werden gesichert. Die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum wird erhöht, Brachflächen werden renaturiert und der Versiegelungsgrad schrittweise verringert. 4 3 Ziele, Maßnahmen und Projekte Erläuterungen zu Zeitraum: s ab sofort d laufend (d = dauernd) k kurzfristig (bis 2015) umsetzen m mittelfristig (bis 2030) umsetzen l langfristig /bis 2050) umsetzen Nr. Ziel Maßnahme / Projekt Zeitraum Verantwortlichkeit / Projektträger Realisierungsstand s, k Bezirksamt BVV Abgeordnetenhaus Pankow ist an den Stadtvertrag von Berlin gebunden a. Klimaschutz in der Öffentlichen Hand 1. Pankow unterstützt die Initiative für die Nutzung von Grünen Strom in öffentlichen Liegenschaften z.B. durch Aktivitäten im Rat der Bürgermeister, Abgeordnetenhaus. Ziel ist, in die Neuausschreibung der Energieversorgung die Nutzung Grünen Stroms einzubringen. 2. Nachhaltiges kommunales Energiemanagement Wiedereinrichtung einer koordinierenden Stelle für kommunales Energiemanagement mit entsprechenden Sach- und Personalmittel - Erfassung aller kommunalen Liegenschaften bezüglich Energieverbrauchs, Nutzungsverhalten etc. - Ermittlung von Energieeinsparpotentialen - Ableitung von investiven und nichtinvestiven Energiesparmaßnahmen im Gebäudebestand - laufende Überwachung von Verbrauchskosten und Berichtswesen - Schulung von Anlagenbedienern - Abstimmung und Koordination der verschiedener Fachbereiche mit unterschiedlichen Nutzern in öffentlichen Liegenschaften im Energiebereich Bezirksamt, BVV Auftrag an Externe, ab 2009 freie Träger 5 3. Fortsetzung und Fortschreibung des bezirklichen Energieberichtes in regelmäßigen Abständen d / alle 4 Jahre Bezirksamt, Energiemanagement 4. Schnelle Einführung des Energieausweises für bezirkliche Liegenschaften (langfristig sind bedarfsorientierte Ausweise zu erstellen) s ab 2008 Bezirksamt 5. "Klimafreundlicher Fuhrpark“ des BA (Nachrüstung mit Russ-Partikelfiltern, Austausch von Alt-Fahrzeugen, Prüfung des Einsatzes von umweltfreundlichen Kraftstoffen und Antrieben (Gas, Strom, Biokraftstoffe) BA arbeitet mit verbrauchsorientierten Ausweisen auf der Basis EnEV 2007 Bezirksamt BVV d Verwendung von Regenwasser bei der Autowäsche 6. 7. Nachhaltige Investitionen und Beschaffungswesen 8. 9. weitere Energieeinsparungsinvestitionen in die bezirkseigenen Gebäude unter Nutzung der zur Verfügung stehenden Eigen- und Fördermittel (u. a. Schul- und Sportstättensanierung, baulicher Unterhalt, Umweltentlastungsprogramm, Sanierungsgelder), d das erfolgreiche Anreizprogramm zur Unterstützung verhaltensbedingter Einsparungen an Schulen nachhaltig fortzusetzen unter Nutzung von Best-Practice-Erfahrungen d Nutzung und Einführung von geeigneten Finanzierungsmodellen (Contracting, Intracting, Bürgerenergieanlagen) und Förderprogrammen für bezirkliche Projekte zum Klimaschutz d Einführung und Umsetzung des Intracting im Bezirkshaushalt (Energieeinsparungen finanzieren neue Investitionen) Bezirksamt Bezirksamt Bezirksamt k Bezirksamt BVV Schaffung der haushaltrechtlichen Voraussetzungen 10. 11. Verstetigung des AgendaProzesses Im Beschaffungswesen, bei Wettbewerben, Ausschreibungen, Interessensbekundungsverfahren u.a. soll der Aspekt Energie- und Ressourcenschonung berücksichtigt werden. d Bezirksamt Der Arbeitskreis Klimaschutz wird als beratendes Gremium, das Projekte, Kampagnen und Handlungsprogramme erarbeitet, begleitet und koordiniert, dauerhaft eingerichtet d Bezirksamt BVV Lokale Agenda 6 b. Energie- und Ressourceneffizienz sowie Erneuerbare Energien, Erdwärme und Kraft-WärmeKopplung Nr. Ziel 12. Maßnahme / Projekt Ausbau der Nutzung von Fernwärme und Nahwärme. Motivierung zu „Stromwechsel“ in immer mehr Haushalten zu grünen bzw. Ökostromanbietern. Zeitraum Verantwortlichkeit / Projektträger d Energieversorgungsunternehmen, Wohnungswirtschaft Realisierungsstand Bezirksamt, Bürger 13. Prüfung weiterer Standorte für Betrieb von Kleinst-Blockheizkraftwerken Bezirksamt 2 Standorte vorhanden: Klex-Schule und Jugendfreizeiteinrichtung Mahlerstr., 2 weitere in Planung d Bezirksamt private Investoren 9 Dächer unter Vertrag d s Bezirksamt, Stadtplanungsamt Senatsverwaltung für Stadtentwicklung d Unterstützung 14. des Einsatzes von erneuerbaren Energien, 15. Erdwärme und Kraft-WärmeKopplung. Bau weiterer Photovoltaik- und Thermosolaranlagen mit Bürgerbeteiligung auf öffentlichen Gebäuden (Sonne über Pankow) Prüfung von weiteren sinnvollen Standorten für Windkraftanlagen Ausweisung von Windgebieten im FNP Prüfung und Einsatz von möglichen Kleinwindanlagen 16. Initiierung des Baues einer Biogasanlage und eines Biomassehofes im oder am Rande des Botanischen Volksparks 17. Unterstützung der landschafts- und naturverträglichen Biomassegewinnung und -nutzung - Potenziale an Energiepflanzen, Gras, Feldgehölze, biogene Reststoffe erfassen - Festlegung ökologischer Standards für die Nutzung von Energiepflanzen und nachwachsenden Rohstoffen - Erarbeiten eines Konzeptes für temporäre Energiegärten auf Brachen s ab 2003 s Bezirksamt FöBAB e.V. Sanierung der Turmgewächshäuser (2008/09) Bezirksamt Verein Energiegarten e.V. 7 18. Prioritäre Umstellung von Kohle- und Stromheizungen auf neue Energieträger (Fernwärme, Solarthermie, Biobrennstoffe d Bezirksamt Hausbesitzer 19. Einsatz von Wärmetauschern oder Wärmepumpen zur Nutzung von Abwärme im verarbeiteten Gewerbe und bei Kleinverbrauchern d Bezirksamt Unternehmen c. Bauen und Sanieren Nr. Ziel 20. Maßnahme / Projekt Effektive Kontrolle der Einhaltung der Kennwerte der EnEV (spezifischer Transmissionswärmeverlust Ht’ in W(m²*K) und des spezifischen Jahresprimärenergiebedarfs Qp’’ in kWh/m²*a)) bei Neubauten und Sanierung öffentlicher und privater Gebäude Schaffung der personellen und finanziellen Voraussetzungen für die Kontrollen 21. Energieeffizientes Bauen und Sanieren 22. Zeitraum energiegerechte Bauleitplanung mit Festsetzung von Anschlussund Benutzungspflichten bzw. Festlegung des Einsatzes regenerativer Energie und Kraft- Wärme-Koppelung (geeignete Projektgebiete für Neubau und Bestand sind zu benennen!) In B- Plänen Gebäudeart und -ausrichtung für solare Gewinne und Nutzung optimieren Unterstützung der energetischen Sanierung im Gebäudebestand unter Einsatz von Solarenergie, Wärmepumpen, Biobrennstoffen und dezentraler Kraft-Wärme-Koppelung Dazu : - Beratung von Immobilienbesitzern und -erwerbern in Bezug auf den Einsatz regenerativer Energie, Kraft-Wärme-Koppelung und Verantwortlichkeit / Projektträger Realisierungsstand Bezirksamt Sanierungsträger Kontrolle der Einhaltung unklar. Vorschlag für eine Initiative, die Kontorllen thematisiert und die Schaffung gesetzliche Rahmenbedingung zum Ziel hat Bezirksamt, Stadtplanungsamt Anfrage über Stadtplanungsamt erforderlich d d A-V-Verhältnis, Dachneigung, Exposition, Verschattungsfreiheit, usw. d Verband der Energieberater d Verband der Energieberater 8 energieeffizienter Haustechnik, effizienter Dämmung 23. - Entwicklung eines ökologischen Neubaugebietes mit Null-EnergieStandard und Einsatz regenerativer Energie (geeignetes Projektgebiet ist zu benennen) m Bezirksamt Wohnungsunternehmen - Entwicklung eines Leuchtturmprojektes ökologisches Wohngebiet im Bestand m Bezirksamt Wohnungsunternehmen Unterstützung der Anwendung des Berliner Heizspiegels für den Wohnungsbestand durch Mieter, private Hauseigentümer und Wohnungsunternehmen. Einfluss auf die Mieterpolitik: Abschaffung der Kenngröße Kaltmiete. Diskussion über Sinn einer Kappungsgrenze für warme Betriebskosten, um Vermieter zu Sanierung zu motivieren 24. Empfehlung der Anwendung des BEST-Standards/ Beteiligung von Wohnungsunternehmen an der Entwicklung von Contracting-Verfahren unter Einbindung solarthermischer Anlagen (Großanlagen zur Warmwasserbereitung im Wohngebäudebestand) Bezirksamt Wohnungsunternehmen d Abgeordnetenhaus von Berlin s Lokale Agenda 21 Bezirksamt Wohnungsunternehmen d d. Verbraucherverhalten, Lebensstil, Bildung für Klimaschutz Nr. Ziel 25. 26. Ökologische und regionale Forst-, Landund Ernährungswirtschaft unterstützen Nachhaltiger Konsum unterstützen Maßnahme / Projekt Zeitraum Gesunder Mittagstisch in Kitas und Schulen Bezirksamt; pro agora e.V. Projekt: Biocatering Kampagne „von hier“ unterstützen Verantwortlichkeit / Projektträger s Maßnahmen zur Kennzeichnung der Produkte für alle Marktanbieter Realisierungsstand Wird umgesetzt AK Gesundheit, Ernährung und Konsumverhalten Sicherung und Unterstützung selbstkochender Einrichtungen Kampagne für regionale und saisonale Produkte, Bioprodukte Kampagne gegen übermäßigen Fleischkonsum Unterstützung des Fairen Handels; Hinweise auf faire Projekte (z.B. d Pro agora e.V., Freie Träger, Kitas, Schulen, VHS Bezirksamt 9 atmosfair) auf der Internetseite des Bezirksamtes 27. Einführung und Unterstützung von Car-Sharing und Bildung von Fahrgemeinschaften unterstützen 28. Kampagne gegen Stand-by-Verluste (Leerlaufverluste machen 14 Prozent des Stromverbrauchs privater Haushalte aus) Unterstützung von Energiesparkampagnen (z.B. Energiesparlampenaktion, energiesparende Küchengeräte usw.) mit Vattenfall, GASAG oder anderen Sponsoren 29. 30. 31. Car-Sharing-Systeme vorhanden d s Energieberatungen im Bezirk für Haushalte, Kleinverbraucher und produzierendes Gewerbe/Industrie (branchenbezogene Beratungskonzepte) und Bauherren Bezirksamt, Energiedienstleister, Energieberatungsträger Freie Träger Energieberatung Prenzlauer Berg e.V. Information und Öffentlichkeitsarbeit zu Energieeinsparung und Energieeffizienz Dokumentation von guten Beispielen KEBAB gGmBH Bildung und Bewusstsein zum „ökologischen Fußabdruck“ entwickeln PINiE e.V. Klimaschutz und Energieeinsparung als Bausteine der Nachhaltigkeitsbildung in Kitas und Schulen berücksichtigen Energiesparprojekte zur Änderung des Nutzerverhaltens an Schulen Erfahrungsberichte aus anderen Städten mit aufgreifen, Erfahrungsaustausch durch Schulpartnerschaften mit Kolberg und anderen europäischen Städten (Musikschule Budapest) Umwelt- und Schaffung eines Umwelt- und Energieparks mit Schau- und Lehran- Information und Motivation der Bürger/innen durch aktive Öffentlichkeitsarbeit, im Internet, auf Straßenfesten u. ä. Projekttage und –wochen zum Klimaschutz in Schulen Umweltbüro in Weißensee d (Beschäftigungsprojekte sind häufig nicht kontinuierlich und arbeiten weniger mit Experten, Qualifizierungsbedarf d Energiesparwettbewerbe s Bezirksamt, Schulamt. Fachliche Beratung Hochbau, Freie Träger (nach Ausschreibung : z.B. Energieberatung Prenzlauer Berg e,V., ufu e.V. KEBAB gGmbH) 2008: Maßnahme an 20 Schulen Bezirksamt 10 Energiepark als grüner Lernort lagen als Lernort für gesunden Lebensstil und nachhaltige Wirtschaftsweisen FöBAB Umweltverbände, freie Träger der Umweltbildung, Jugendarbeit e. Energie- und Ressourcen schonende Wirtschaftsweise (siehe auch Leitbild Wirtschaft) Nr. Ziel 32. Maßnahme / Projekt Zeitraum Pilotprojekte zur Energieeinsparung in ausgewählten Handwerksoder Industriebranchen s 33. Propagierung EU-, bundes- und landesweiter Förderprogramme für Energiesparen, Energieeffizienz und Erneuerbarer Energien 34. Wiederaufnahme der Pankower Energietage Energie und Ressourcenschonung, CO2-Reduzie35. rung 36. 37. Zusammenarbeit auf dem Gebiet der alternativen Energieerzeugung und der Energieeffizienz mit Nichtregierungsorganisationen in MOEund Entwicklungsländern organisieren (PINiE).- Wissens- und Technologietransfer Vorschläge für nachhaltigen Verkehr und Mobilität, Gewerbe- und Einzelhandelszentrenkonzept, Stärkung der Kieze, Bike-Sharing wie in Paris Maßnahmen zur Unterstützung der Kreislaufwirtschaft. Durchführung von Foren zur Förderung der Entwicklung, Produktion, Anwendung sowie Weiterverwendung von ausgewählten ökoeffizienten Verantwortlichkeit / Projektträger Realisierungsstand Lokale Agenda AK Wirtschaft 1. Projekt abgeschlossen (08/2008 – 06/2007) KEBAB gGmbH Weitere Projekte entsprechend den gewonnenen Erfahrungen d Bezirksamt Energieberatungen k Bezirksamt Lokale Agenda 21 Umweltverbände und Vereine PINiE e.V. d s d Selbstbausolarkocher nach Äthiopien, Ungarn und Namibia geliefert Bezirksamt, Wirtschaftsförderung, Stadtplanung, Bürger, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Bezirksamt, Wirtschaftsförderung Lokale Agenda AK zu- 11 Produkten und Dienstleistungen in Kreisläufen 38. Erneuerbare Energie in Gewerbege39. bieten kunftsfähiges Wirtschaften Prüfen, ob Gewerbegebiet für erneuerbare Energien- und Biomassetechnologien ausgewiesen und zu einem Biomasse-Cluster entwickelt werden kann s Erneuerbare Energien (Wind, Solar, Biomasse) und KWK in Gewerbegebieten installieren m Bezirksamt, Stadtplanungsamt, Büro für Wirtschaftsförderung f. Verkehr - Stadt der kurzen Wege Nr. Ziel 40. Maßnahme / Projekt keine Streckenausdünnung der TRAM Verbesserung und günstige Gestaltung des ÖPNV schneller Neubau der S-Bahnhöfe Karower Kreuz und Buch-Süd, Sund U-Bahnhof Pankow zum Regionalverkehrsbahnhof ausbauen 41. Reduzierung des motorisierten Individualverkehr / Modal Split MIV / ÖPNV Parkraumbewirtschaftung in der Innenstadt prüfen 42. Autogas, Biogas, Erdgas und Elektroantrieb unterstützen Klimafreundliche Antriebe unterstützen Verantwortlichkeit / Projektträger Realisierungsstand BVG s Flächendeckendes Radwegenetz umsetzen s Verkehrskonzept für Berlin Nord-Ost und Umland, Park- und Rideplätze an den Endhaltestellen der Bus- und Tramstationen ausbauen, Parkticket als BVG-Fahrschein k Gas- /Strom-Tankstellen im Bezirk errichten 43. Zeitraum Senatsverwaltung Stadt, S-Bahn Bezirksamt BVV Senatsverwaltung Stadt k Biokraftstoffe (Pflanzenöl, Bioethanol, Biodiesel u.a.) unterstützen, an allen Tankstellen im Angebot Ökologische und soziale Mindeststandards für den Anbau von Energiepflanzen fordern und unterstützten k Kleine regionale Ölmühle und Tankstellen schaffen (Vgl. Projekt RegioÖl in Aachen) 12 44. Güter- und Wirtschaftverkehr nachhaltig organisieren Anregen, ob Gütertransporte wieder auf dem Gleisnetz der Tram erfolgen können g. CO2-Senken schaffen, CO2 verringern 45. z.B. Projekt Atmosfair unterstützen Bezirksamt sichert bei Beschaffung und Baumaßnahmen die Einhaltung der Verwendungsverbote von entsprechenden Materialien bereits in den Ausschreibungs- und Vertragsbedingungen nur zertifiziertes Holz nutzen Schutz der Regenwälder im Süden des Planeten 46. Humuswirtschaft 47. Unterstützung von Projekten zur Aufforstung und zum Schutz des Regenwaldes, zum nachhaltigen Waldmanagement und Agroforesting Unterstützung der ökologischen Landbewirtschaftung (Landwirtschaft, Kleingärten, Grünflächen) und einer sinnvollen Humuswirtschaft (im Humus ist wesentlich mehr CO2 gespeichert als in der Atmosphäre) Erhöhung der Anzahl der Bäume im Bezirk (Straßenbäume, Parks und Freiflächen) 48. 50. m Bezirksamt d Ersatzpflanzungen bei Fällungen private Grundbesitzer, Bürger/innen Erhöhung des Biotopflächenfaktors in Siedlungsgebieten Bezirksamt Grün in der Stadt 49. s m private Grundbesitzer, Bürger/innen Regenwassermanagement unterstützen Private Baumpatenschaften und Baumspenden unterstützen k d Landschaftsplan IV- L- 3 „Gründerzeitgebiete Prenzlauer Berg“ Bezirksamt private Grundbesitzer, Bezirksamt 13 Umweltverbände, Bürger/innen 51. 100-Höfe-Programm fortsetzen d Bezirksamt, Umweltverbände, Sanierungsträger, private Hausbesitzer, Mieter 4 Indikatoren Während Zielindikatoren qualitative Ziele darstellen, die angestrebt werden, aber nicht unbedingt messbar sind, dienen die ausgewiesenen Messindikatoren der Kontrolle. So lässt sich ein Stand der Bearbeitung ablesen und ggf. Defizite erkennen.  CO2-Reduktion (auf Basis 2005) bis 2015 auf 75 %, bis 2030 auf 50 % und bis 2050 auf 25 % (entspricht rd. 3% p.a.)  Energieverbrauch in öffentlichen Liegenschaften nach dem Stand der Technik/ Senkung des spezifischen Primärenergiebedarfs aller Liegenschaften (Qp“ in kWh/m2 Nutzfläche) mindestens auf Neubaustandard der EnEV  Installierte Leistung erneuerbarer Energien soll mindestens dem Bundesdurchschnitt entsprechen  Bezirkliche Investitionen für Energieeinsparung (absolut. bzw. Anteil an den Kosten für Energie)  Anzahl der an dem Projekt Fifty/fifty beteiligten Institutionen bzw. Gebäude (Schulen, sonstige öffentliche Gebäude, Wohn- und Bürogebäude) und einsparte Energie (Technische und pädagogische Maßnahmen im Rahmen des Projekts Nutzerverhalten in Schulen erbringen zwischen 10-12% Einsparungen)  Bei Neubauten und Sanierung soll der spezifische Transmissionswärmeverlust (Ht’ in W/(m²*K)) und der spezifische Jahresprimärenergiebedarf (Qp“ in kWh/(m²*a)) im Mittel die Anforderung der EnEV deutlich unterschreiten a. Messindikatoren Zielindikator Messindikator Benötigte Daten Umsetzung Datenbeschaffung Index 14 1. CO2-Reduktion (auf Basis 2005) bis 2015 auf 75 % bis 2030 auf 50 % bis 2050 auf 25 % (entspricht 3% p.a.) Veränderung des CO2-Ausstosses der öffentlichen Verbraucher (BA; Kitas, Schulen,...) < jährlich 3 % 2. Bei Neubauten und Sanierung soll der Ht’ und Qp“ im Mittel die Anforderung der EnEV deutlich unterschreiten Gemessen wird: Qualität der Gebäudehülle Ht’, Qualität der Haustechnik (Qp“) Zielwerte (Basis 2005): bis 2015 auf 75 % bis 2030 auf 50 % bis 2050 auf 25 % Verhältnis Werte der beantragten und angezeigten Maßnahmen / Grenzwerte EnEV < 100 % Energieverbrauch nach Energieträger (Gas, Fernwärme,...) und Energieart (Heizen, Transport, Strom,...) CO2-Umrechnungsfaktor der einzelnen Energieträger Klimafaktor (zur Klimabereinigung bei Heizung) Bestand der Energieverbraucher (Gebäude, Fuhrpark, ...) EnEV -Berechnung bei Anträgen, Anzeigen für Neubauten und Sanierung von Gebäuden Nutzfläche der Gebäuden EnEV - Grenzwerte Zielwerte (Basis EnEV): bis 2015 auf 75 % bis 2030 auf 50 % bis 2050 auf 25 % 3. Anlagenzahl und installierte Leistung erneuerbarer Energien soll steigen Zuwachs der Anlagenzahl, Nennleistung und neuinstallierten Jahresleistung von EE -Anlagen Bestand EE -Anlage (Anzahl, Nennleistung, Jahresleistung) Problem: Datenerfassung 4. Bezirkliche Investitionen für Energieeinsparung und –effizienz (absolut. und relativ) soll steigen Höhe der energierelevanten Investitionen Anteil energierelevante Investitionen / gesamte Investitionen Beantragte Anlagen (nach Anlagenart) und Nennleistung Umrechnungsfaktor Nennleistung – erwartete Jahresleistung Höhe der energierelevanten Investitionen Höhe der gesamten Investitionen Erwartete Energieeinsparung Höhe energierelevante Investitionen / erwartete Energieeinsparung (Effizienz der Investitionen) Problem: Zielwerte festlegen 15 5. Anzahl und Erfolg von Fifty/fifty-Projekten soll steigen Veränderung Anzahl der Projekte > 0 Anzahl der beteiligten Institutionen Veränderung beteiligte Personen > 0 Anzahl der beteiligten Personen Veränderung erzielte Einsparungen absolut > 0 Erzielte Energieeinsparung (absolut und relativ) 6. Länge der Radwege soll steigen Veränderung Radwege Länge Radwege 7. Anzahl der Straßenbäume / Straßenkilometer soll steigen Veränderung Straßenbäume / Straßenkilometer > 0 Anzahl der Straßenbäume 8. Grün in der Stadt Biotopflächenfaktor Problem: Zielwerte festlegen Länge der Straßen Bsp.: Landschaftsplan Gründerzeitgebiete Prenzlauer Berg (IV-L-3) 16