Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Große Anfrage BV Sabine Röhrbein für die Kontaktstelle PflegeEngagement Senioren BVV am 24.06.15.pdf
Größe
58 kB
Erstellt
14.10.15, 02:01
Aktualisiert
27.01.18, 11:27
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
VII-0983
Große Anfrage
BV Sabine Röhrbein (Fraktion der SPD) für die Kontaktstelle PflegeEngagement Stadtteilzentrum
Pankow
Beratungsfolge:
24.06.2015
BVV
BVV/SoSi 09/VII
Betreff: Bezahlbarer Wohnraum
Das Bezirksamt wird um folgende Auskunft gebeten:
1. Was will der Bezirk tun, um diesem Wohnungsbedarf (bezahlbar,
senioren- u/o behindertengerecht) abzuhelfen?
2. Sind Baumaßnahmen im sozialen Wohnungsbau geplant und wenn ja,
welche?
3. Ist es geplant oder gibt es schon Unterstützung für die
Wohnungswirtschaft bzgl. Wohnraumanpassung oder Aufzuganbau im
Wohnungsbestand?
4. Ist es geplant oder werden schon Vorgaben an die Wohnungswirtschaft
gemacht, bei Wohnungsneubau behindertengerechte/seniorengerechte
bezahlbare Wohnungen mit einplanen zu müssen?
5. Wie wird die fehlende Unterstützung Hilfebedürftiger Menschen beim
Verlassen der Wohnung durch die Reduzierung der Leistungsfähigkeit
des Mobilitätshilfedienstes kompensiert?
Berlin, den 03.06.2015
Einreicher: BV Sabine Röhrbein (Fraktion der SPD) für die Kontaktstelle
PflegeEngagement Stadtteilzentrum Pankow
Gez. Frau Irene Krombach für die Kontaktstelle
Beantwortung durch:
BzBm
FPW
BzStR
Stadt
Frage 1 - 4
x
BzStRin
JugFM
BzStRin
SGS
Frage 5
x
BzStR
VKUB
Drs. VII-0983
An uns Mitarbeiterinnen der Kontaktstelle PflegeEngagement Pankow
werden in den letzten Monaten verstärkt Probleme herangetragen, die vor
allem (aber nicht nur) mit dem Thema Alter zu tun haben.
Das Finden bezahlbaren Wohnraums für ältere, oft alleinlebende
Menschen (evtl. noch mit gesundheitlichen Einschränkungen) wird
ein immer schwierigeres Unterfangen.
Vor allem alleinlebende Frauen, die in Rente gehen, müssen ihre
liebgewordene Wohnung verlassen, da sie, trotz langjähriger
Berufstätigkeit, die Miete von der Rente nicht mehr bezahlen können.
Perspektivisch wird die Anzahl dieser Menschen zunehmen.
Auch seniorengerechter oder gar behindertengerechter Wohnraum ist
kaum mehr zu finden. Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen
können oft ihre Wohnung ohne Hilfestellung nicht mehr verlassen, die
Hilfestellung (siehe Mobilitätshilfedienst!) wurde weiter reduziert. So
verbleiben sie in ihren Wohnungen und haben keine Möglichkeit der
sozialen Teilhabe mehr!
Auch jüngere chronisch kranke Menschen haben das gleiche
Problem. Sie erhalten keine Unterstützung, um Ärzte oder
Therapeuten aufzusuchen.
Im Hinblick auf
die zunehmende Anzahl von Singlehaushalten von älteren Menschen
mit gebrochenen Lebensbiographien und damit geringeren Renten
und
die insgesamt älter und unterstützungsbedürftiger werdenden
Gesellschaft
ergeben sich im Kontext Wohnen (nicht nur) für Pankow viele drängende
Fragen, die geklärt werden müssen, damit sich die Verdrängung von
älteren, alleinlebenden Menschen und/oder Menschen mit Hilfebedarf,
nicht weiter fortsetzt bzw. noch verschärft.