Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Antrag SPD 28. BVV am 14.01.15.pdf
Größe
77 kB
Erstellt
14.10.15, 02:03
Aktualisiert
27.01.18, 11:47
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
VII-0871
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Fraktion der SPD
Antrag
Fraktion der SPD
Beratungsfolge:
14.01.2015
BVV
BVV/ 028/VII
Betreff: Stadtquartier "Wilhelmsruher Tor"
Die BVV möge beschließen:
Die BVV Pankow begrüßt die Errichtung eines neuen integrierten Stadtquartiers
„Wilhelmsruher Tor“ am S-Bahnhof Wilhelmsruh mit der Errichtung von ca. 250
Wohneinheiten, einer Kindertagesstätte, einem Nahversorger sowie Flächen für
Dienstleistungsangebote.
Das Bezirksamt wird deshalb ersucht, zeitnah (noch im ersten Quartal 2015) durch
einen Aufstellungsbeschluss das Verfahren der verbindlichen Bauleitplanung zu
beginnen und schnellstmöglich im Verfahren einen städtebaulichen Vertrag zu
verhandeln und abzuschließen.
Im städtebaulichen Vertrag sollen die folgenden Punkte berücksichtigt werden:
Sicherstellung einer integrierten Gesamtentwicklung der Fläche durch
Nutzungsmischung und städtebauliche Gesamtqualität
Errichtung von ca. 250 Wohneinheiten mit in etwa gleichen Anteilen von kleinen
Wohnungen für Single-Haushalte und größeren für Familien geeignete
Wohnungen, einschließlich Tiefgarage
Herstellung dieser Wohnungen überwiegend in Mehrfamilienhausbauweise, die
sich städtebaulich an der Umgebung orientiert und denkmalpflegerischen
Aspekten Rechnung trägt
Bereitstellung von mindestens einem Drittel dieser Wohnungen für Mieterinnen
und Mieter mit geringem Einkommen und Begrenzung der Miete auf maximal 30
Prozent des Nettohaushaltseinkommens
Errichtung einer Kindertagesstätte mit einer Kapazität für mindestens 125 Kinder
Außerdem ist im städtebaulichen Vertrag festzuhalten, wie sich die Eigentümer an der
gegebenenfalls notwendigen Ausweitung von Standorten der bezirklichen
Daseinsvorsorge beteiligen.
Darüber hinaus wird das Bezirksamt ersucht, die mit der Schaffung eines neuen
Stadtquartiers verbundenen Konsequenzen für das gewachsene Wilhelmsruher
Ortszentrum im Rahmen des Zentrenkonzepts des Bezirks Pankow sowie für die
notwendige Infrastruktur, etwa bei der Schulbedarfsplanung und der Verkehrsplanung,
rechtzeitig zu berücksichtigen.
Berlin, den 06.01.2015
Einreicher: Fraktion der SPD
Gez. Rona Tietje
Begründung siehe Rückseite
Ergebnis:
beschlossen
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Abstimmungsverhalten:
x
EINSTIMMIG
MEHRHEITLICH
JA
NEIN
ENTHALTUNGEN
federführend
x
überwiesen in den Ausschuss für
zusätzlich in den Ausschuss für
und in den Ausschuss für
Stadtentwicklung und Grünanlagen
Drs. VII-0871
Begründung:
25 Jahre nach dem Fall der Mauer ist das Gebiet zwischen dem S-Bahnhof
Wilhelmsruh und dem Beginn der Hauptstraße noch immer von den Auswirkungen der
Teilung gezeichnet. Das Gesamtkonzept des Stadtquartiers „Wilhelmsruher Tor“ ist
geeignet, diese städtebauliche Lücke zu schließen.
Durch die Schaffung von ca. 250 Wohneinheiten wird ein Beitrag geleistet, der
angespannten Wohnungssituation in Pankow zu begegnen sowie ein Wilhelmsruh
prägendes städtebauliches Areal aufzuwerten.
Das Konzept sieht eine Funktionsdurchmischung vor und ist gut an den ÖPNV
angebunden. Als Gesamtkonzept kann das Quartier „Wilhelmsruher Tor“ damit zur
Beibehaltung bzw. Wiedergewinnung der Wohn- und Lebensqualität in Wilhelmsruh
beizutragen.
Die Errichtung des Stadtquartiers „Wilhelmsruher Tor“ ist durch die Nutzung einer
bereits versiegelten Fläche ökologisch unbedenklich.
Bei der Entwicklung des neuen Stadtquartiers sind auch die Auswirkungen auf das
gewachsene Wilhelmsruher Ortszentrum in der Hauptstraße zu beachten. Ein weiterer
Bedeutungsverlust des Wilhelmsruher Ortszentrums würde die Attraktivität des
Pankower Ostens reduzieren und Wilhelmsruh zur „Schlafstadt“ verkommen lassen.
Durch die Errichtung einer Kindertagesstätte werden die notwendigen
Rahmenbedingungen für mehr Kinderbetreuungsangebote verbessert. Der mit dem
neuen Stadtquartier verbundene Bevölkerungszuwachs muss in gleicher Weise auch
bei der Schulbedarfsplanung und anderen Angeboten der öffentlichen Daseinsvorsorge
berücksichtigt werden.