Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Beschlussempfehlung ArSoGeSe 31. BVV am 06.05.15.pdf
Größe
91 kB
Erstellt
14.10.15, 02:03
Aktualisiert
27.01.18, 11:47
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
Beschlussempfehlung
Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Senioren
VII-0880
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Beratungsfolge:
14.01.2015
22.01.2015
10.02.2015
03.03.2015
05.03.2015
17.03.2015
14.04.2015
28.04.2015
06.05.2015
BVV
StadtGrü
ArSoGeSe
ArSoGeSe
StadtGrü
ArSoGeSe
ArSoGeSe
ArSoGeSe
BVV
BVV/ 028/VII
StadtGrü/063/VII
ArSoGeSe/059/VII
ArSoGeSe/060/VII
StadtGrü/066/VII
ArSoGeSe/061/VII
ArSoGeSe/062/VII
ArSoGeSe/063/VII
BVV/ 031/VII
überwiesen
vertagt
vertagt
vertagt
ohne Änderungen im Ausschuss beschlossen
vertagt
vertagt
mit Änderungen im Ausschuss beschlossen
Betreff: Unterbringungspotentiale für Menschen in Wohnungsnot
Der Ausschuss hat den überwiesenen Antrag in der von den Einreichern eingebrachten
3. Ausfertigung beraten und mit folgendem Abstimmungsergebnis der BVV zur
Beschlussfassung empfohlen:
Abstimmungsergebnis Ausschuss für Arbeit,
Soziales, Gesundheit und Senioren (federführend):
Ja 13, Nein 0, Enthaltung 0
Abstimmungsergebnis Ausschuss für
Stadtentwicklung und Grünanlagen (mitberatend):
Ja 8, Nein 5, Enthaltung 1
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, die Kapazitäten von kurzfristiger und dezentraler
Unterbringung für Menschen in Wohnungsnot innerhalb des Bezirks gründlich
auszuloten. Dazu sollen alle rechtlichen Möglichkeiten geprüft werden, die dem Bezirk
zur Verfügung stehen, Wohnungslose in Ferienwohnungen und nicht belegten
Sozialwohnungen, in leer stehenden Büro- & Gewerberäumen sowie in freien
Wohnungen bei Wohnungsbaugesellschaften oder Genossenschaften unterzubringen
bzw. mit welchen Mitteln dieses Anliegen umgesetzt werden kann und welche
Voraussetzungen erfüllt sein müssen.
Berlin, den 29.04.2015
Einreicher: Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Senioren
Dr. Axel Bielefeldt, Ausschussvorsitzender
Begründung siehe Rückseite
Ergebnis:
x
beschlossen
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Abstimmungsverhalten:
EINSTIMMIG
x
MEHRHEITLICH
JA
NEIN
einige ENTHALTUNGEN
federführend
überwiesen in den Ausschuss für
zusätzlich in den Ausschuss für
und in den Ausschuss für
Drs. VII-0880
Begründung Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Senioren (federführend):
Der Ausschuss hat die Hinweise des mitberatenden Ausschusses zu Kenntnis genommen und den
Einreichern empfohlen, sich im Beschlusstext auf die Prüfung der rechtlichen Möglichkeiten zu
beschränken. Die vorgelegte 3. Ausfertigung wurde dann mit obigen Abstimmungsergebnis unverzüglich
beschlossen.
Begründung der 3. Ausfertigung:
Den steigenden Zahlen von Obdachlosen, die kältegeschützte Orte benötigen, steht eine große Zahl von
ungenutzten Potentialen zur Unterbringung gegenüber. Beispielsweise wären Ferienwohnungen,
ungenutzte Sozialwohnungen oder andere freie Wohnungen geeignet solche Schutzsuchenden
aufzunehmen und so in den kalten Wintertagen zu schützen. Es ist sinnvoll diese Potentiale zu
analysieren und zu nutzen, bevor der Bezirk die Anweisung bekommt andere Immobilien, wie z.B.
Schulturnhallen, zur Verfügung zu stellen.
Wohncontainer als Notunterkunft mögen in der derzeitigen Situation kurzfristig notwendig sein. Sie dürfen
jedoch nicht als Dauerlösung dienen. Deshalb muss sich der Bezirk verstärkt auch um die dezentrale
Unterbringung in Wohnungen kümmern.
Zuarbeit Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen (mitberatend):
Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen der BVV hat die Drucksache VII-0880 am 05. März
2015 als mitberatender Ausschuss behandelt und folgenden Beschluss zur Beratung des federführenden
Ausschusses mehrheitlich gefasst:
„Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen teilt das Grundanliegen des Antrages und
empfiehlt eine stärkere Ausrichtung als Prüfauftrag, in dem Rahmenbedingungen und
Umsetzungsmöglichkeiten behandelt werden.“
Beschluss 8/5/1
Begründung der Zuarbeit:
Der Ausschuss hat die Drucksache kontrovers diskutiert, die Mitglieder waren aber hinsichtlich der
bestehenden Bedarfe, vorhandenen Kapazitäten und möglichen Potenziale fachlich überfordert und
zeigten sich teilweise verwundert über die Überweisung der Drucksache in den Ausschuss für
Stadtentwicklung und Grünanlagen. Vor diesem Hintergrund konnte nur eine generelle Einschätzung und
eine Positionierung zu planungsrechtlichen Fragestellungen erfolgen. Mehrheitlich sah der Ausschuss
einen Antrag für sinnvoll an, der die Rahmenbedingungen und Umsetzungsmöglichkeiten ermittelt und
weniger auf eine Kurzfristigkeit und die Erstellung einer langen und umfassenden Liste von Objekten
setzt. Die Antragsteller boten deshalb an, im ersten Satz des Antrages die Worte „kurzfristiger und“ zu
streichen. Angesichts der kontroversen Debatte und der begrenzten Zuständigkeit hat sich der
Ausschuss jedoch nur auf eine allgemeine Empfehlung für den federführenden Ausschuss verständigen
können, ohne einen eigenen Änderungsvorschlag für die Formulierung des Antrages zu unterbreiten.
Roland Schröder
Ausschussvorsitzender
Text Ursprungsantrag Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen:
Das Bezirksamt wird ersucht, die Kapazitäten von kurzfristiger und dezentraler Unterbringung für
Menschen in Wohnungsnot innerhalb des Bezirks gründlich auszuloten. Dazu sollen die Möglichkeiten
der Unterbringung in Ferienwohnungen und nicht belegten Sozialwohnungen, in leer stehenden Büro- &
Gewerbeflächen sowie in freien Wohnungen bei Wohnungsbaugesellschaften oder Genossenschaften
geprüft werden; und es soll untersucht werden, mit welchen Mitteln und unter welchen Umständen diese
Potentiale für Menschen in Wohnungsnot zur Verfügung gestellt werden können.
Begründung Ursprungsantrag:
Den steigenden Zahlen von Obdachlosen, die kältegeschützte Orte benötigen, steht eine große Zahl von
ungenutzten Potentialen zur Unterbringung gegenüber. Beispielsweise wären Ferienwohnungen,
ungenutzte Sozialwohnungen oder andere freie Wohnungen geeignet solche Schutzsuchenden
aufzunehmen und so in den kalten Wintertagen zu schützen. Es ist sinnvoll diese Potentiale zu
analysieren und zu nutzen, bevor der Bezirk die Anweisung bekommt andere Immobilien, wie z.B.
Schulturnhallen, zur Verfügung zu stellen.
Wohncontainer als Notunterkunft mögen in der derzeitigen Situation kurzfristig notwendig sein. Sie dürfen
jedoch nicht als Dauerlösung dienen. Deshalb muss sich der Bezirk verstärkt auch um die dezentrale
Unterbringung in Wohnungen kümmern.