Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Antrag SPD 25. BVV an 17.09.14.pdf
Größe
64 kB
Erstellt
14.10.15, 02:08
Aktualisiert
27.01.18, 21:00
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
VII-0795
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Fraktion der SPD
Antrag
Fraktion der SPD
Beratungsfolge:
17.09.2014
BVV
BVV/ 025/VII
Betreff: Bürgerfreundliche Verwaltung – Besuch des Bürgeramtes ohne
Terminvereinbarung wieder ermöglichen
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, ggf. in Abstimmung mit den anderen Bezirken, wieder die
Möglichkeit zu schaffen, dass Bürgerinnen und Bürger Dienstleistungen des
Bürgeramtes auch ohne vorherige Terminvereinbarung in Anspruch nehmen können.
Des weiteren sind die Modalitäten der Terminvergabe öffentlichkeitswirksamer zu
publizieren.
Berlin, den 09.09.2014
Einreicher: Fraktion der SPD
Gez.: Rona Tietje, SPD-Fraktion
Begründung siehe Rückseite
Ergebnis:
beschlossen
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
x
überwiesen in den
zusätzlich in den
und in den Ausschuss für
Abstimmungsverhalten:
x
EINSTIMMIG
MEHRHEITLICH
JA
NEIN
ENTHALTUNGEN
federführend
Ausschuss für Finanzen, Personal und Immobilien
Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Bürgerdienste, Wohnen und GO
Drs. VII-0795
Begründung:
Wie mittlerweile die meisten anderen Bürgerämter in Berlin, hat das Bürgeramt Pankow
seit einiger Zeit seinen Service dahingehend umgestellt, dass Bürgerinnen und Bürger
nur nach vorheriger Terminvergabe in die Sprechstunde kommen können. Dies ist
insbesondere problematisch, wenn Dokumente schnell benötigt werden, da die
Wartezeit auf einen Termin in der Regel mindestens drei Wochen, z. T. aber auch bis
zu acht Wochen beträgt. Um in solchen Fällen im Bürgeramt kurzfristig bedient zu
werden, muss die Dringlichkeit des Anliegens durch geeignete Dokumente
nachgewiesen werden. Das versetzt die Betroffenen in eine unangenehme
Rechtfertigungssituation und hat wenig mit einer bürgerfreundlichen Verwaltung zu tun.
Hinzu kommt, dass die Terminvergabe in erster Linie für Menschen gut funktioniert, die
mit der Internetpräsenz der Berliner Verwaltung gut vertraut sind. Bei weniger
internetaffinen Bürgerinnen und Bürgern fehlt häufig das Wissen um die Möglichkeit und
Notwendigkeit einer Terminvergabe. Deshalb sollte wieder die Möglichkeit eröffnet
werden, ohne vorherige Terminvereinbarung in die Sprechstunde des Bürgeramtes zu
kommen. Da die Möglichkeit von terminlosen Besuchen in Bürgerämtern in den
Bezirken, wo sie noch möglich sind, auch von vielen Einwohnerinnen und Einwohnern
anderer Bezirke in Anspruch genommen wird, erscheint eine berlinweite Abstimmung
der Bürgerämter, zumindest aber eine Abstimmung mit den Nachbarbezirken sinnvoll,
um unnötig lange Wartezeiten zu vermeiden. Die gefundenen Regelungen müssen den
Bürgerinnen und Bürgern darüber hinaus so bekannt gemacht werden, dass sie eine
breitere Öffentlichkeit erreichen als dies im Zuge der jüngsten Umstellung der Fall war.
Dabei sind insbesondere die Informationsmöglichkeiten von Bürgerinnen und Bürgern
zu berücksichtigen, die keinen Zugang zum Internet haben oder mit dessen Umgang
weniger versiert sind.