Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Beschlussempfehlung Ausschuss FinPersImmo 27. BVV am 26.11.14.pdf
Größe
89 kB
Erstellt
14.10.15, 02:08
Aktualisiert
27.01.18, 21:00
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
VII-0795
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Fraktion der SPD
Beschlussempfehlung
Ausschuss für Finanzen, Personal und Immobilien
Beratungsfolge:
17.09.2014
02.10.2014
09.10.2014
26.11.2014
BVV
BüWoGO
FiPerIm
BVV
BVV/ 025/VII
BüWoGO/028/VII
FiPerIm/076/VII
BVV/ 027/VII
überwiesen
mit Änderungen im Ausschuss beschlossen
mit Änderungen im Ausschuss beschlossen
Betreff: Bürgerfreundliche Verwaltung – Besuch des Bürgeramtes ohne
Terminvereinbarung wieder ermöglichen
Der Ausschuss für Finanzen, Personal und Immobilien hat die Drucksache in seiner
Sitzung am 09. Oktober 2014 abschließend beraten.
Abstimmungsergebnis Ausschuss
für Finanzen, Personal und Immobilien:
15 JA
/ 0 NEIN
/ 0 ENTHALTUNGEN
Abstimmungsergebnis Ausschuss
für Bürgerbeteiligung, Bürgerdienste, Wohnen und
GO (mitberatender Ausschuss)
11
/ 0 NEIN
/ 0 ENTHALTUNGEN
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, in Abstimmung mit den anderen Bezirken, wieder die
Möglichkeit zu schaffen, dass Bürgerinnen und Bürger Dienstleistungen des
Bürgeramtes auch ohne vorherige Terminvereinbarung in Anspruch nehmen können.
Des Weiteren sind die Modalitäten der Terminvergabe öffentlichkeitswirksamer zu
publizieren.
Dem Bezirksamt wird darüber hinaus empfohlen, sich gegenüber der Senatsverwaltung
für Finanzen für eine auskömmliche Personalausstattung der Bürgerämter anhand der
Rahmen-/Zielvereinbarung mit der Senatsverwaltung für Inneres einzusetzen.
Berlin, den 18.11.2014
Einreicher: Ausschuss für Finanzen, Personal und Immobilien
Dennis Probst, Ausschussvorsitzender
Begründung siehe Rückseite
Ergebnis:
x
beschlossen
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Abstimmungsverhalten:
x
EINSTIMMIG
MEHRHEITLICH
JA
NEIN
ENTHALTUNGEN
federführend
überwiesen in den Ausschuss für
zusätzlich in den Ausschuss für
und in den Ausschuss für
Drs. VII-0795
Begründung des Ausschusses für Finanzen, Personal und Immobilien
(federführend):
Der Ausschuss hat die Änderungen des zuarbeitenden Ausschusses übernommen.
Ferner wurde die Anregung aus dem Ausschuss, den Antragstext um die Empfehlung
an das Bezirksamt, „sich gegenüber der Senatsverwaltung für Finanzen für eine
auskömmliche Personalausstattung der Bürgerämter anhand der Rahmen/Zielvereinbarung mit der Senatsverwaltung für Inneres einzusetzen“, zu ergänzen, vom
Einreicher übernommen.
Der Ausschuss empfiehlt der BVV mit 15 Ja-Stimmen ohne Nein-Stimmen oder
Enthaltungen einstimmig die Annahme der so geänderten Drucksache.
Begründung des Ausschusses für Bürgerbeteiligung, Bürgerdienste, Wohnen
und GO (mitberatend):
Die Drucksache wurde am 2.10.2014 im Ausschuss beraten.
Der Antragsteller streicht im ersten Satz das „ggf.“.
Die in der Form geänderte Drucksache wird ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung
dem federführenden Ausschuss zur weiterberatung vorgelegt.
Der Staat verlangt vom Bürger bestimmte Dokumente und Verfahren in seinem Sinne
abzuwickeln und setzt dafür Fristen und Ordnungsmaßnahmen. Daraus folgend sollte
der Staat es dem Bürger aber auch ermöglichen, diesen Verpflichtungen in einem
angemessenen Rahmen nachzukommen. Dies ist nach Ansicht des Ausschusses nicht
mehr gegeben, wenn nur noch eine unzureichende Anzahl von Terminen, Wochen im
voraus, zur Verfügung gestellt werden. Die Drucksache soll das Bezirksamt dabei
unterstützen die personelle Ausstattung der Bürgerämter im Bezirk so zu verbessern,
daß wieder ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Termin- und Spontankunden
ermöglicht wird. Dies soll ausdrücklich im Einklang mit den anderen Bezirken
geschehen.
Text Ursprungsantrag Fraktion der SPD:
Das Bezirksamt wird ersucht, ggf. in Abstimmung mit den anderen Bezirken, wieder die
Möglichkeit zu schaffen, dass Bürgerinnen und Bürger Dienstleistungen des
Bürgeramtes auch ohne vorherige Terminvereinbarung in Anspruch nehmen können.
Des weiteren sind die Modalitäten der Terminvergabe öffentlichkeitswirksamer zu
publizieren.
Begründung Ursprungsantrag:
Wie mittlerweile die meisten anderen Bürgerämter in Berlin, hat das Bürgeramt Pankow
seit einiger Zeit seinen Service dahingehend umgestellt, dass Bürgerinnen und Bürger
nur nach vorheriger Terminvergabe in die Sprechstunde kommen können. Dies ist
insbesondere problematisch, wenn Dokumente schnell benötigt werden, da die
Wartezeit auf einen Termin in der Regel mindestens drei Wochen, z. T. aber auch bis
zu acht Wochen beträgt. Um in solchen Fällen im Bürgeramt kurzfristig bedient zu
werden, muss die Dringlichkeit des Anliegens durch geeignete Dokumente
nachgewiesen werden. Das versetzt die Betroffenen in eine unangenehme
Rechtfertigungssituation und hat wenig mit einer bürgerfreundlichen Verwaltung zu tun.
Hinzu kommt, dass die Terminvergabe in erster Linie für Menschen gut funktioniert, die
mit der Internetpräsenz der Berliner Verwaltung gut vertraut sind. Bei weniger
internetaffinen Bürgerinnen und Bürgern fehlt häufig das Wissen um die Möglichkeit und
Notwendigkeit einer Terminvergabe. Deshalb sollte wieder die Möglichkeit eröffnet
werden, ohne vorherige Terminvereinbarung in die Sprechstunde des Bürgeramtes zu
kommen. Da die Möglichkeit von terminlosen Besuchen in Bürgerämtern in den
Bezirken, wo sie noch möglich sind, auch von vielen Einwohnerinnen und Einwohnern
anderer Bezirke in Anspruch genommen wird, erscheint eine berlinweite Abstimmung
der Bürgerämter, zumindest aber eine Abstimmung mit den Nachbarbezirken sinnvoll,
um unnötig lange Wartezeiten zu vermeiden. Die gefundenen Regelungen müssen den
Bürgerinnen und Bürgern darüber hinaus so bekannt gemacht werden, dass sie eine
breitere Öffentlichkeit erreichen als dies im Zuge der jüngsten Umstellung der Fall war.
Dabei sind insbesondere die Informationsmöglichkeiten von Bürgerinnen und Bürgern
zu berücksichtigen, die keinen Zugang zum Internet haben oder mit dessen Umgang
weniger versiert sind.