Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
2. Ausfertigung Antrag SPD und B´90/Grüne 33. BVV am 08.07.15.pdf
Größe
76 kB
Erstellt
14.10.15, 02:09
Aktualisiert
27.01.18, 11:28
Stichworte
Inhalt der Datei
2. Ausfertigung
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
Antrag
Fraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen
VII-1005
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Fraktion der SPD
Beratungsfolge:
08.07.2015
BVV
BVV/ 033/VII
Betreff: Mobilitätshilfedienste sichern!
Die BVV möge beschließen:
Dem Bezirksamt wird empfohlen, sich gegenüber der Senatsverwaltung für Gesundheit
und Soziales dafür einzusetzen, dass das bestehende Angebot an
Mobilitätshilfediensten in den Bezirken gesichert und perspektivisch ausgebaut wird.
Berlin, den 08.07.2015
Einreicher: Fraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen
Fraktion der SPD: gez.: Rona Tietje, Thomas Bohla
Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen: BV Daniela Billig, BV Cornelius Bechtler
Begründung siehe Rückseite
Ergebnis:
x
beschlossen
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Abstimmungsverhalten:
x
EINSTIMMIG
MEHRHEITLICH
JA
NEIN
ENTHALTUNGEN
federführend
überwiesen in den Ausschuss für
zusätzlich in den Ausschuss für
und in den Ausschuss für
2. Ausfertigung
Drs. VII-1005
Begründung:
Die Mobilitätshilfedienste bieten in allen Bezirken älteren Menschen mit
Mobilitätseinschränkungen, die ihre Wohnung nicht ohne fremde Hilfe verlassen
können, gegen ein geringes Entgelt Begleitdienste an. Damit leisten sie einen
unverzichtbaren Beitrag, diesem Personenkreis weiterhin die Teilhabe am sozialen
Leben zu ermöglichen.
Da der Bezirk Pankow wächst und insbesondere auch die Zahl der älteren Menschen in
den nächsten 15 Jahren stark ansteigen wird, ist davon auszugehen, dass die
Mobilitätshilfedienste hier künftig vermehrt in Anspruch genommen werden und
perspektivisch ausgebaut werden müssen.
Der größte Teil der Begleitpersonen bei den Mobilitätshilfediensten wird über
arbeitsmarktpolitische Förderinstrumente finanziert. Mitte 2014 waren 367 Personen bei
den Mobilitätshilfediensten im Rahmen öffentlich geförderter Beschäftigung tätig, davon
185 im Rahmen der Maßnahme Bürgerarbeit, 54 über Förderung von
Arbeitsverhältnissen (FAV) und 128 in Arbeitsgelegenheiten mit
Mehraufwandentschädigung (AGH MAE). Insgesamt 128 weitere Personen waren als
ehrenamtlich Tätige sowie im Rahmen der Programme Bundesfreiwilligendienst /
Freiwilliges soziales Jahr als Begleitpersonen tätig.
Insbesondere nach dem ersatzlosen Wegfall des Bundesprogrammes Bürgerarbeit
Ende 2014 ist die Leistungsfähigkeit der Mobilitätshilfedienste mangels Finanzierung
geeigneter Begleitpersonen stark gefährdet. Daher ist es dringend erforderlich, dass
alternative Finanzierungsmöglichkeiten für den Erhalt und Ausbau der
Mobilitätshilfedienste entwickelt werden.