Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Antrag KJHA 33. BVV am 08.07.15.pdf
Größe
82 kB
Erstellt
14.10.15, 02:09
Aktualisiert
27.01.18, 11:28
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
VII-0997
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Kinder- und Jugendhilfeausschuss
Antrag
Kinder- und Jugendhilfeausschuss
Beratungsfolge:
08.07.2015
BVV
BVV/ 033/VII
Betreff: Stellenzuweisung der Jugendämter für die Aufgabenerfüllung sicherstellen
Der Kinder- und Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung am 23.06.2015 beraten.
Abstimmungsergebnis Kinder- und Jugendhilfeausschuss:
14 JA / --- NEIN / --- ENTHALTUNGEN
Die BVV möge beschließen:
Dem Bezirksamt Pankow von Berlin wird empfohlen, sich bei der Senatsverwaltung für
Finanzen dafür einzusetzen, dass die Ergebnisse der „Maßnahmenplanung zur nachhaltigen Sicherung der Aufgabenerfüllung der Jugendämter“ in der Haushaltsberatung
2016/2017 durch die Erhöhung der Stellenzumessung in den Jugendämtern der Berliner Bezirke berücksichtigt wird. Darüber hinaus wird dem Bezirksamt Pankow von Berlin empfohlen, dies im Rat der Bürgermeister*innen (RdB) als Beschlussvorlage einzubringen.
Berlin, den 30.06.2015
Einreicher: Kinder- und Jugendhilfeausschuss
Ausschussvorsitzender Torsten Wischnewski-Ruschin
Begründung siehe Rückseite
Ergebnis:
x
beschlossen
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Abstimmungsverhalten:
x
EINSTIMMIG
MEHRHEITLICH
JA
NEIN
ENTHALTUNGEN
federführend
überwiesen in den Ausschuss für
zusätzlich in den Ausschuss für
und in den Ausschuss für
Drs. VII-0997
Begründung des Kinder- und Jugendhilfeausschusses:
Im Aufstellungsbeschluss des Bezirksamtes zum Doppelhaushalt 2016/2017 sind die
Ergebnisse der AG „Wachsende Stadt“ und damit die zusätzlichen Stellenzuweisungen
in Höhe von 10 VbE/VzÄ abgebildet. Grundlage für eine ausreichende Personalausstattung sind die Berechnungen in der „Maßnahmenplanung zur nachhaltigen Sicherung
der Aufgabenerfüllung der Jugendämter“. Demnach fehlen im Jugendamt Pankow für
2016 und 2017 mindestens 22 weitere zusätzliche Personalstellen. Im Einzelnen:
Kitagutscheinstelle
Elterngeldstelle
Hilfen zur Erziehung/RSD
Zuwachs 2,0 Stellen
Zuwachs 1,0 Stellen
Zuwachs 7,0 Stellen
notwendig 12,8 Stellen
notwendig 3,4 Stellen
notwendig 15,8 Stellen.
Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und die bezirklichen Jugendämter haben 2015 eine „Maßnahmenplanung zur nachhaltigen Sicherung der Aufgabenerfüllung der Jugendämter“ abschließend erarbeitet und abgestimmt. Hier wird
dargelegt, dass die Berliner Jugendämter im Durchschnitt mit Stellen unterausgestattet
sind und ihre Arbeitsfähigkeit erheblich beeinträchtigt und unter Umständen gefährdet
ist. Daraus ergibt sich allein für das Jahr 2014 ohne ein zusätzliches Bevölkerungswachstum in der Zukunft ein Stellenmehrbedarf im Jugendamt Pankow von Berlin in
Höhe von mindestens 32 VbE/VzÄ. Die fehlenden mindestens 22 VbE/VzÄ werden für
die Aufgabensicherung dringend benötigt, da derzeit das Jugendamt Pankow von Berlin
in Kernbereichen des Jugendamtes mit zu wenig Personal ausgestattet ist. Diese Situation verschlechtert damit die Arbeitsbedingungen der derzeitigen Mitarbeiter*innen im
Jugendamt erheblich. Die Qualität der Leistungen für die Bürger*innen wird durch lange
Bearbeitungszeiten, Ausfällen in der Bearbeitung durch Überlastung oder Krankheit und
ggf. Schließzeiten von einzelnen Leistungsbereichen zur Bewältigung der Arbeitsaufgaben beeinträchtigt. Dadurch entstehen Verzögerungen bei der Antragsentgegennahme
und bei der Bearbeitung von Leistungsansprüchen für die Bürger*innen.
Die zu erbringenden Leistungen des Jugendamtes können oftmals nur über die zusätzliche Verdichtung der Arbeit der Mitarbeiter*innen gewährleistet werden. Dies führt wiederum zu längeren Ausfällen durch Krankmeldungen bei den Mitarbeiter*innen oder zu
Überlastungsanzeigen. Neue Mitarbeiter*innen verlassen öfter nach einer Probephase
das Amt, da die Arbeitsbelastungen als zu hoch bewertet werden. Ohne eine angemessene Ausstattung mit Personal ist die Leistungsfähigkeit des Jugendamtes auf Dauer
erheblich gefährdet.