Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Antrag Linke 22. BVV am 02.04.2014.pdf
Größe
70 kB
Erstellt
14.10.15, 02:09
Aktualisiert
27.01.18, 11:31
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
VII-0684
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Linksfraktion
Antrag
Linksfraktion;
Beratungsfolge:
02.04.2014
BVV
BVV/ 022/VII
Betreff: Internetportal und Webserver von jugendnetz-berlin.de als Ressource für
Stadt und Bezirk retten
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt Pankow von Berlin wird ersucht, sich bei der zuständigen
Senatsverwaltung dafür einzusetzen, dass im Rahmen der Weiterentwicklung des
Landesprogrammes jugendnetz-berlin auch das bisherige Fachkräfteportal inklusive
des kostenlosen Internetservice erhalten bleiben.
Berlin, den 25.03.2014
Einreicher: Linksfraktion
gez. BV Ines Pohl
Begründung siehe Rückseite
Ergebnis:
beschlossen
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Abstimmungsverhalten:
EINSTIMMIG
x
MEHRHEITLICH
JA
NEIN
2
ENTHALTUNGEN
federführend
x
überwiesen in den Ausschuss für
zusätzlich in den Ausschuss für
und in den Ausschuss für
Kinder- und Jugendhilfeausschuss
Drs. VII-0684
Begründung:
„Das Internetportal www.jugendnetz-berlin.de ist die Informations- und
Kommunikationsplattform des Landesprogramms jugendnetz-berlin sowie der Berliner
Jugendarbeit. Dort finden pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Eltern, Kinder
und Jugendliche alle Informationen zum Thema Medienkompetenz und zu
jugendrelevanten Themen. Für eine stärkere Interaktion nutzt jugendnetz-berlin.de
soziale Medien wie Facebook, Twitter, Blogs. [...] Auf aktuelle Themen und
Problemlagen kann so schnell reagieret werden.“ (Quelle: http://www.jugendnetzberlin.de/de/jugendnetz-berlin/jnb.php)
Im Zuge der Weiterentwicklung dieses Landesprogrammes soll das seit 2001
existierende Portal ab 2014 nun zu einem reinen Jugendportal umgebaut werden. Erste
Schritte dazu, wie z.B. die Kündigung der Domains zum 30.09.2014, wurden bereits
zurückgelegt und auch der Internetservice bereits eingestellt. Dieses Vorhaben zerstört
bewährte und vielgenutzte Strukturen, mit denen auch gesammeltes sowie
qualitätssicherndes, aufbereitetes Wissen in diversen Bereichen der Kinder-, Jugend-,
Sozial-, Integrations- und Gemeinwesenarbeit verloren geht.
Der Internetservice von jugendnetz-berlin ist eine tragende Struktur nicht nur für die
Öffentlichkeitsarbeit diverser kommunaler Akteure auch in Pankow. Laut Selbstauskunft
von jugendnetz-berlin sind über den Internetservice allein unserem Bezirk 103 Domains
zuzuordnen (Quelle http://jugendnetz-berlin.de/de/jugendnetzberlin/02_beiunsgehostet.php) – dazu gehören neben vielen Seiten von Einrichtungen,
Projekten, Initiativen und Jugendgruppen auch http://www.jugendamt-pankowgremien.de und http://www.jugendportal-pankow.de. Der Internetservice umfasst/e
wichtige Dienstleistungen für alle, die nicht ihre Hauptfachkompetenz in der
Websitegestaltung haben.
Eine Evaluation und Weiterentwicklung bestehender Programme ist grundsätzlich
begrüßenswert. Aber neben zunehmend bedeutsamer gewordenen Aspekten wie
Transparenz und Partizipation, hier im Sinne direkter Beteiligung von Kindern und
Jugendlichen, dürfen weder Bewährtes wie der Aspekt der Nachhaltigkeit oder der
Synergieeffekte „über Bord geworfen“, noch unterschiedliche Akteure, die sich für das
Gemeinwesen dieser Stadt und deren Entwicklung oft auch ehrenamtlich engagieren,
allein gelassen werden. Deshalb müssen das Fachkräfteportal und der Internetservice
erhalten werden. Ein Umbau zu einem reinen Jugendportal ist abzulehnen. Das eine
kann getan werden, ohne das andere zu lassen.