Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Beschlussempfehlung KJHA 24. BVV am 02.07.14.pdf
Größe
90 kB
Erstellt
14.10.15, 02:09
Aktualisiert
27.01.18, 11:31
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
VII-0684
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Linksfraktion
Beschlussempfehlung
Kinder- und Jugendhilfeausschuss
Beratungsfolge:
02.04.2014
17.06.2014
02.07.2014
BVV
Juhi
BVV
BVV/ 022/VII
Juhi/051/VII
BVV / 024/VII
überwiesen
mit Änderungen im Ausschuss beschlossen
Betreff: Internetportal und Webserver von jugendnetz-berlin.de als Ressource für
Stadt und Bezirk retten
Der Kinder- und Jugendhilfeausschuss hat die Drucksache auf seiner Sitzung am
17.06.2014 beraten.
Abstimmungsergebnis Kinder- und Jugendhilfeausschuss:
JA 13 / NEIN 0 / ENTHALTUNGEN 1
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt Pankow von Berlin wird ersucht, sich bei der zuständigen Senatsverwaltung dafür einzusetzen, dass im Rahmen der Weiterentwicklung des Landesprogrammes jugendnetz-berlin auch das bisherige Fachkräfteportal inklusive des kostenlosen Internetservice erhalten bleiben.
Dabei soll das Bezirksamt insbesondere darauf hinwirken, dass die Arbeit der Medienkompetenzzentren sowie die Vernetzungsstruktur für die medienpädagogischen Fachkräfte im Land Berlin bestehen bleiben, um eine qualitative Weiterentwicklung der medienpädagogischen Arbeit zu sichern.
Berlin, den 24.06.2014
Einreicher: Kinder- und Jugendhilfeausschuss
Torsten Wischnewski-Ruschin, Ausschussvorsitzender
Begründung siehe Rückseite
Ergebnis:
x
beschlossen
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Abstimmungsverhalten:
x
EINSTIMMIG
MEHRHEITLICH
JA
NEIN
ENTHALTUNGEN
federführend
überwiesen in den Ausschuss für
zusätzlich in den Ausschuss für
und in den Ausschuss für
Drs. VII-0684
Begründung Kinder- und Jugendhilfeausschuss:
Die einreichende Fraktion Die Linke erläuterte zu Beginn der Sitzung,
dass der Internetservice von jugendnetz-berlin eine stark genutzte Struktur und Ressource für die Öffentlichkeitsarbeit diverser kommunaler Akteure und Akteure der freien Jugendhilfe in Pankow sei. Zu den
dort erstellten Websites gehörten neben denen von Einrichtungen, Projekten, Initiativen und Jugendgruppen auch http://www.jugendamt-pankowgremien.de und http://www.jugendportal-pankow.de.
Das Jugendamt bestätigte, dass das Fachkräfteportal von vielen Mitarbeiter/innen der Jugendarbeit genutzt werde. Bei Einstellung des Portals sei dieses derzeit durch andere Strukturen nicht ersetzbar.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wies durch ihren eingereichten Änderungsantrag darauf hin, dass
es für die qualitative Weiterentwicklung der medienpädagogischen Arbeit besonders relevant sei, die
Vernetzungsstruktur der medienpädagogischen Fachkräfte zu erhalten.
Die Bürgerdeputierte Frau Mosis erläuterte, die einseitige Neuausrichtung von jugendnetz-berlin.de hin
zu einem Jugendportal könne dazu führen, dass die Medienkompetenzzentren ihre derzeitige unterstützende Arbeit für die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen im Bereich der medienpädagogischen Angebote für Kinder und Jugendliche nicht mehr erfüllen könnten, da den Medienkompetenzzentren dafür
keine Ressourcen mehr zur Verfügung stünden.
Die Mitglieder des Ausschusses diskutierten die unterschiedlichen Aspekte und einigten sich schließlich
auf den obigen Beschlusstext.
Text Ursprungsantrag Linksfraktion:
Das Bezirksamt Pankow von Berlin wird ersucht, sich bei der zuständigen Senatsverwaltung dafür einzusetzen, dass im Rahmen der Weiterentwicklung des Landesprogrammes jugendnetz-berlin auch das
bisherige Fachkräfteportal inklusive des kostenlosen Internetservice erhalten bleiben.
Begründung Ursprungsantrag:
„Das Internetportal www.jugendnetz-berlin.de ist die Informations- und Kommunikationsplattform des
Landesprogramms jugendnetz-berlin sowie der Berliner Jugendarbeit. Dort finden pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Eltern, Kinder und Jugendliche alle Informationen zum Thema Medienkompetenz und zu jugendrelevanten Themen. Für eine stärkere Interaktion nutzt jugendnetz-berlin.de soziale
Medien wie Facebook, Twitter, Blogs. [...] Auf aktuelle Themen und Problemlagen kann so schnell reagieret werden.“ (Quelle: http://www.jugendnetz-berlin.de/de/jugendnetz-berlin/jnb.php)
Im Zuge der Weiterentwicklung dieses Landesprogrammes soll das seit 2001 existierende Portal ab 2014
nun zu einem reinen Jugendportal umgebaut werden. Erste Schritte dazu, wie z.B. die Kündigung der
Domains zum 30.09.2014, wurden bereits zurückgelegt und auch der Internetservice bereits eingestellt.
Dieses Vorhaben zerstört bewährte und vielgenutzte Strukturen, mit denen auch gesammeltes sowie
qualitätssicherndes, aufbereitetes Wissen in diversen Bereichen der Kinder-, Jugend-, Sozial-, Integrations- und Gemeinwesenarbeit verloren geht.
Der Internetservice von jugendnetz-berlin ist eine tragende Struktur nicht nur für die Öffentlichkeitsarbeit
diverser kommunaler Akteure auch in Pankow. Laut Selbstauskunft von jugendnetz-berlin sind über den
Internetservice allein unserem Bezirk 103 Domains zuzuordnen (Quelle http://jugendnetz-berlin.de/de/jugendnetz-berlin/02_beiunsgehostet.php) – dazu gehören neben vielen Seiten von Einrichtungen, Projekten, Initiativen und Jugendgruppen auch http://www.jugendamt-pankow-gremien.de und http://www.jugendportal-pankow.de. Der Internetservice umfasst/e wichtige Dienstleistungen für alle, die nicht ihre
Hauptfachkompetenz in der Websitegestaltung haben.
Eine Evaluation und Weiterentwicklung bestehender Programme ist grundsätzlich begrüßenswert. Aber
neben zunehmend bedeutsamer gewordenen Aspekten wie Transparenz und Partizipation, hier im Sinne
direkter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, dürfen weder Bewährtes wie der Aspekt der Nachhaltigkeit oder der Synergieeffekte „über Bord geworfen“, noch unterschiedliche Akteure, die sich für das
Gemeinwesen dieser Stadt und deren Entwicklung oft auch ehrenamtlich engagieren, allein gelassen
werden. Deshalb müssen das Fachkräfteportal und der Internetservice erhalten werden. Ein Umbau zu
einem reinen Jugendportal ist abzulehnen. Das eine kann getan werden, ohne das andere zu lassen.