Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Beschlussempfehlung öOrd 24. BVV am 02.07.14.pdf
Größe
91 kB
Erstellt
14.10.15, 02:12
Aktualisiert
27.01.18, 11:43
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
Beschlussempfehlung
Ausschuss für Verkehr und Öffentliche Ordnung;
VII-0438
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Fraktion der CDU
Beratungsfolge:
24.04.2013
21.05.2013
04.06.2013
07.08.2013
26.03.2014
17.06.2014
02.07.2014
BVV
VerkOrd
VerkOrd
WiGlSt
WiGlSt
VerkOrd
BVV
BVV/014/VII
VerkOrd/025/VII
VerkOrd/026/VII
WiGlSt/015/VII
WiGlSt/025/VII
VerkOrd/049/VII
BVV / 024/VII
überwiesen
vertagt
vertagt
vertagt
mit Änderungen im Ausschuss beschlossen
ohne Änderungen im Ausschuss beschlossen
Betreff: Wegeleitsystem Schloss Schönhausen
Der Ausschuss für Verkehr und öffentliche Ordnung hat die Drucksache auf seiner Sitzung am 17.06.2014 beraten.
Abstimmungsergebnis Ausschuss für Verkehr und öffentliche Ordnung (federführend):
JA 13 / NEIN 0 / ENTHALTUNGEN 1
Abstimmungsergebnis Ausschuss für Wirtschaft,
Gleichstellung und Städtepartnerschaften (mitberatend):
JA 8 / NEIN 0 / ENTHALTUNGEN 2
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt Pankow von Berlin wird ersucht, zu prüfen, ob das touristische Wegeleitsystem dahingehend überarbeitet werden kann, dass das Schloss Schönhausen in
diesem präsenter ist und insbesondere an den stark frequentierten zentralen Stellen,
wie dem S- und U-Bahnhof Pankow und dem S-Bahnhof Wollankstrasse auf dieses touristische Highlight hingewiesen wird.
Hierbei sind insbesondere zusätzliche Hinweisschilder im Straßenbild, die auf das
Schloss hinweisen, in die Überlegungen mit einzubeziehen.
Außerdem sollen mit der BVG Gespräche mit dem Ziel aufgenommen werden, ob und
welche umliegenden Straßenbahn- und Bushaltestellen mit dem Zusatz Am Schloss
Schönhausen versehen werden können.
Berlin, den 24.06.2014
Einreicher: Ausschuss für Verkehr und Öffentliche Ordnung
gez. BV Wolfram Kempe, Ausschußvorsitzender
Begründung siehe Rückseite
Ergebnis:
x
beschlossen
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Abstimmungsverhalten:
x
EINSTIMMIG
MEHRHEITLICH
JA
NEIN
ENTHALTUNGEN
federführend
überwiesen in den Ausschuss für
zusätzlich in den Ausschuss für
und in den Ausschuss für
Drs. VII-0438
Begründung der Beschlußempfehlung Ausschuss für Verkehr und öffentliche Ordnung (federführend):
Aus der Mitberatung des Ausschusses für Wirtschaft, Gleichstellung und Städtepartnerschaften wurde
dem verkehrsausschuß eine zweite Ausfertigung der Antragsteller übermittelt, die hier alleiniger Gegenstand der Beratung war. Die Veränderungen bestehen im Wesentlichen darin, daß nunmehr von einem
Prüfauftrag auszugehen ist. Dem schloß sich der federführende Ausschuß an.
Der Ausschuß empfiehlt der BVV mit 13 Ja-Stimmen ohne Nein-Stimmen bei 1
Enthaltung die Zustimmung zur so geänderten der Drucksache.
Begründung Ausschuss für Wirtschaft, Gleichstellung und Städtepartnerschaften (mitberatend):
Drs VII-0438 Wegeleitsystem Schloss Schönhausen wurde in geänderter Form angenommen.
J8/N0/E2
Der Ausschuss befand das Anliegen für notwendig und verständigte sich auf die praktikabelsten Möglichkeiten.
Text Ursprungsantrag Fraktion der CDU:
Das Bezirksamt Pankow von Berlin wird ersucht, das touristische Wegeleitsystem dahingehend zu überarbeiten, dass das Schloss Schönhausen in diesem präsenter ist und insbesondere an zentralen Stellen,
wie dem S- und U-Bahnhof Pankow und dem S-Bahnhof Wollankstrasse auf dieses touristische Highlight
hingewiesen wird. Weiterhin sollten zusätzliche Hinweisschilder, die auf das Schloss hinweisen, aufgestellt werden.
Mit der BVG sind Gespräche mit dem Ziel aufzunehmen, die Straßenbahn und Bushaltestellen Tschaikowskistraße(Grabbeallee) in Am Schloss Schönhausen umzubenennen und die Straßenbahn und
Bushaltestellen Hermann-Hesse Straße(Nähe Dietzgenstraße) mit dem Zusatz Am Schloss Schönhausen zu versehen.
Begründung Ursprungsantrag:
Nach fast 5 jähriger Sanierung wurde das Schloss Schönhausen 2009 in unserem Bezirk als Museum
eröffnet. In der Denkmallandschaft Berlins nimmt Schönhausen eine einzigartige Stellung ein, denn das
unzerstörte Barockschloss war im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Schauplatz großer historischer
Ereignisse. Im ursprünglichen Landsitz preußischer Adelsfamilien, fanden hier 1699 jene Geheimverhandlungen statt, die den brandenburgischen Kurfürsten kurz darauf zum König in Preußen machten.
Königin Elisabeth Christine, ungeliebte Gemahlin Friedrich des Großen, lebte über 50 Jahre in diesem
Schloss. Durch sie entwickelte sich das Schloss zu einer wahren Perle des Rokoko.
Einige der Räume und große Teile der originalen Innenausstattung sind bis heute praktisch unverändert
erhalten. Nachdem es in den 30iger Jahren zur Kunstgalerie umgebaut worden war, wurde es 1938 zum
zentralen Lager für die sogenannte „Entartete Kunst“.
Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg geriet Schönhausen in den Fokus des kalten Krieges. Das Schloss
wurde Amtssitz von Wilhelm Pieck, dem ersten und einzigen Präsidenten der DDR. Später erfolgten Umbau und Neueinrichtung zum Gästehaus der DDR Regierung.
Eine bedeutende Rolle spielte das Schlossareal während der friedlichen Revolution in der DDR als Tagungsort des Zentralen Runden Tischen, der den Demokratisierungsprozess in der untergehenden DDR
einleitete, und als Schauplatz der Zwei-plus-Vier-Gespräche zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten.
Mehrere Pankower Vereine bemühen sich, aufgrund der Bedeutung auf das Schloss im öffentlichen
Raum noch stärker hinzuweisen, um Touristen, Berlinerinnen und Berliner aus anderen Bezirken das
Finden zu erleichtern.
Vom S-und U-Bahnhof Pankow gibt es bereits einige Hinweisschilder zum Schloss. Großer Nachholbedarf besteht vom S-Bahnhof Wollankstraße aus, von der Grabbeallee und der Hermann-Hesse Straße.
Mit der BVG sollten dahingehend Verhandlungen mit dem Ziel aufgenommen werden, die Straßenbahn
und Bushaltestelle Tschaikowskistraße(Grabbeallee) in Am Schloss Schönhausen umzubenennen und
die Haltestellen der Hermann-Hesse Straße (Nähe Dietzgenstraße) mit dem Zusatz Am Schloss Schönhausen zu versehen.