Daten
Kommune
Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
Dateiname
Vorlage zur Kenntnisnahme.pdf
Größe
77 kB
Erstellt
15.10.15, 22:39
Aktualisiert
27.01.18, 21:25
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksachen
der Bezirksverordnetenversammlung
Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
4. Wahlperiode
Ursprung: Antrag
TOP-Nr.:
SPD/Piraten
Wuttig/Dr.Murach/Tillinger/Pabst
Vorlage zur Kenntnisnahme
DS-Nr: 0900/4
Beratungsfolge:
Datum
Gremium
10.04.2014
22.04.2014
12.06.2014
11.09.2014
18.09.2014
BVV
WiOV
WiOV
WiOV
BVV
BVV-031/4
WiOV-036/4
WiOV-038/4
WiOV-040/4
BVV-037/4
überwiesen
vertagt
vertagt
mit Änderungen im Ausschuss beschlossen
ohne Änderungen in der BVV beschlossen
Bessere Unterstützung der Jugendverkehrsschulen durch den Berliner
Senat
Die BVV hat in ihrer Sitzung am 18. September 2014 beschlossen:
Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf wird aufgefordert, sich gemeinsam mit
anderen Bezirksämtern gegenüber dem Senat dafür einzusetzen, dass die bezirklichen
Jugendverkehrsschulen
als
wichtiger
Bestandteil
der
gesamtstädtischen
Verkehrssicherheitsstrategie (Präventionsarbeit) mit ausreichenden personellen und
finanziellen Ressourcen ausgestattet werden, so dass die vom Senat im „Leitfaden zur
Qualifizierung und Weiterentwicklung der Jugendverkehrsschulen“ selbst formulierten
Qualitätsansprüche erbracht werden können:
Zur Sicherstellung einer qualifizierten fachlichen Betreuung und verkehrspädagogischen Arbeit ist seitens des Senats in jedem Bezirk zu gewährleisten, dass
neben dem Einsatz von MAe-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch fest
eingestelltes Personal mit entsprechender Qualifikation die Arbeit betreut. Ziel ist es
neben
der
Radfahrausbildung
für
Schülerinnen
und
Schüler
die
Ausbildungsangebote auf weitere außerschulische Gruppen (z.B. Familien, Frauen
mit Migrationshintergrund, Senioren) und auf weitere Lehrinhalte (z.B. Rücksicht von
Radfahrern gegenüber Fußgängern, Radfahrprüfung) zu erweitern.
Im nächsten Doppelhaushalt des Berliner Senats ist ein Grundsanierungsprogramm
für die Bezirke einzustellen, dass es ihnen ermöglicht, marode Fahrbahnen des
Parcours und Gebäude auszubessern, fehlende oder defekte Ampelanlagen des
Parcours auszutauschen und ältere Fahrräder zu ersetzen.
Die Senatsinnenverwaltung soll nach dem Vorbild anderer Bundesländer den
Einsatz von pensionierten und im Dienst befindlichen Polizeibeamten auf
Honorarbasis als Verkehrssicherheitsberater erleichtern.
Zur finanziellen Unterstützung der bezirklichen Jugendverkehrsschulen sind seitens
des Senats (wie auch in anderen Bundesländern) Programme des Bundes und der
Europäischen Union zu nutzen.
«VONAME»
Ausdruck vom: 16.12.2014
Seite: 1
Der BVV ist bis zum 31.01.2015 zu berichten.
Das Bezirksamt teilt hierzu Folgendes mit:
Der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt wurde von dem Beschluss unterrichtet
und ließ mit Schreiben vom 18. November 2014 vom zuständigen
Verkehrsstaatssekretär dazu mitteilen:
„Ich bin ebenfalls der Auffassung, dass die bezirklichen Jugendverkehrsschulen ein
unverzichtbarer Bestandteil der präventiven Verkehrssicherheitsarbeit sind und wieder
in die Lage versetzt werden müssen, ihre Aufgaben in der gebotenen Form
wahrnehmen zu können.
Mit den derzeit (noch) 25 Jugendverkehrsschulstandorten besteht in Berlin ein
besonderes Potenzial zur außerschulischen Verkehrs- und Mobilitätsbildung. Dazu
zählen vor allem die dortigen Trainings- und Übungsangebote zum Radfahren, auch
über die Durchführung der wichtigen schulischen Radfahrausbildung hinaus. Darüber
hinaus kann die Infrastruktur der Jugendverkehrsschulen auch von externen Anbietern
genutzt werden, wenn deren Angebot zum Profil der Jugendverkehrsschulenpasst und
freie Nutzungszeiten verfügbar sind. In der Jugendverkehrsschule Steglitz
bietet z.B. eine privatwirtschaftlich betriebene „Radfahrschule für Erwachsene" Kurse
an.
Meine Verwaltung hat bereits im Jahr 2009 ein Projekt zur Qualifizierung und
Weiterentwicklung der Jugendverkehrsschulen abgeschlossen. Gemeinsam mit den
Trägern wurde ein wünschenswerter Standard für die Betreuung, Gestaltung und
Nutzung der Jugendverkehrsschulen ausgearbeitet, der zwei unterschiedliche Konzepte
zur Weiterentwicklung der einzelnen Standorte nahelegt. Die Ergebnisse wurden in
einem Leitfaden aufbereitet und auch an die Bezirke übergeben.
In der Folge wurde das Thema Jugendverkehrsschule auch als Maßnahme in das neue
Berliner Verkehrssicherheitsprogramm aufgenommen, das der Senat im Januar 2014
beschlossen hat.
Ich werde mich dafür einsetzen, dass in den nächsten Doppelhaushalt ein
Sonderprogramm zur Revitalisierung der Berliner Jugendverkehrsschulen eingestellt
wird, das es vor allem ermöglicht, die Ausstattung des Parcours, die Qualität der
Fahrräder und die Gebäude in einen akzeptablen Zustand zu bringen.
Darüber hinaus werde ich meinen dafür zuständigen Kollegen bitten zu prüfen, ob die
Möglichkeit besteht, die Jugendverkehrsschulen aus Programmen des Bundes (z.B.
„Quartiersmanagement" oder "Soziale Stadt") und der Europäischen Union finanziell zu
unterstützen, sofern die Jugendverkehrsschulen sich im Fördergebiet selbst oder in
unmittelbarer Nähe dessen befinden.“
Das Bezirksamt wird die weitere Entwicklung auf Landesebene beobachten und
weiterhin auf die entsprechenden Gremien einwirken, um die Qualitätsstandards in den
Jugendverkehrsschulen verbessern zu können. Über die weitere Entwicklung wird im
zuständigen Fachausschuss berichtet werden.
Das Bezirksamt bittet, den Beschluss damit als erledigt zu betrachten.
Reinhard Naumann
Bezirksbürgermeister
«VONAME»
Marc Schulte
Bezirksstadtrat
Ausdruck vom: 16.12.2014
Seite: 2