Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Beschlussempfehlung Ausschuss StadtGrün 12. BVV am 30.01.13.pdf
Größe
92 kB
Erstellt
16.10.15, 19:17
Aktualisiert
27.01.18, 12:08
Stichworte
Inhalt der Datei
1,12
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
Beschlussempfehlung
Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen
VII-0197
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: BV Dr. Michail Nelken, Linksfraktion
Beratungsfolge:
29.08.2012
06.09.2012
01.11.2012
22.11.2012
06.12.2012
10.01.2013
30.01.2013
BVV
StadtGrü
StadtGrü
StadtGrü
StadtGrü
StadtGrü
BVV
BVV/008/VII
StadtGrü/013/VII
StadtGrü/016/VII
StadtGrü/017/VII
StadtGrü/018/VII
StadtGrü/019/VII
BVV/012/VII
überwiesen
vertagt
vertagt
vertagt
vertagt
mit Änderungen im Ausschuss beschlossen
Betreff: Ost-West-Verbindung durch den Mauerpark sichern!
Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen hat die Drucksache auf seiner
Sitzung am 10.01.2013 beraten.
Abstimmungsergebnis Ausschuss für
Stadtentwicklung und Grünanlagen:
JA 10 / NEIN 3 / ENTHALTUNGEN 1
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt Pankow wird ersucht, als Träger öffentlicher Belange im BPlanverfahren 1-64 des Bezirks Mitte dafür einzutreten, dass vielfältige Ost-WestWegeverbindungen zwischen dem Gleim- und den Brunnenviertel geschaffen werden.
Dabei ist insbesondere auf eine direkte öffentliche Wegeverbindung von der
Gaudystraße über den Vorplatz der Max-Schmeling-Halle durch den Mauerpark zur
Lortzingstraße für FußgängInnen, Rollstuhl- und FahrradfahrerInnen hinzuwirken.
Berlin, den 11.01.2013
Einreicher: Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen
Roland Schröder, Ausschussvorsitzender
Begründung siehe Rückseite
Ergebnis:
x
beschlossen
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Abstimmungsverhalten:
EINSTIMMIG
x
MEHRHEITLICH
JA
NEIN
einige ENTHALTUNGEN
federführend
überwiesen in den Ausschuss für
zusätzlich in den Ausschuss für
und in den Ausschuss für
Drs. VII-0197
Begründung Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen:
Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen hat die Drucksache in der
Sitzung vom 10. Januar 2013 diskutiert. Zwischen den Ausschussmitgliedern war dabei
das generelle Anliegen der Schaffung von Ost-West-Wegeverbindungen durch den
erweiterten Mauerpark unstrittig. Uneinigkeit bestand jedoch bezüglich der konkreten
Vorschläge und der vorgeschlagenen weiterführenden Wegeverbindung bis tief in den
Bezirk Mitte. Die hervorgehobenen Verbindung zwischen Gaudystra0e und
Lortzingstraße wurde durchweg begrüßt und entspricht den bisherigen
Beschlussfassungen der BVV Pankow, das weitergehende Ansinnen einer gefahrlosen
durchgängigen Durchwegung steht jedoch nicht im Einklang mit den bisherigen
Mauerparkplanungen und würde neue Konflikte herbeiführen. Aus der Debatte heraus
ergab sich somit eine mögliche Mehrheit für eine Kontraktion des Antrages auf den
Eingangsabsatz und den ersten Punkt. Dazu wurde ein entsprechender
Änderungsantrag eingebracht, den die Antragsteller nicht übernahmen. Die
anschließende Abstimmung dieses Änderungsantrages führte mit 9 Ja-Stimmen, 4
Nein-Stimmen und einer Enthaltung zur Annahme desselbigen. Für den so geänderten
Antrag stimmten abschließend 10 Ausschussmitglieder, 3 stimmten dagegen und ein
Mitglied enthielt sich.
Änderungsantrag: 9/4/1
Beschluss 10/3/1
Text Ursprungsantrag BV Dr. Michail Nelken:
Das Bezirksamt Pankow wird ersucht, als Träger öffentlicher Belange im BPlanverfahren 1-64 des Bezirks Mitte dafür einzutreten, dass vielfältige Ost-WestWegeverbindungen zwischen dem Gleim- und den Brunnenviertel geschaffen werden.
Dabei ist insbesondere daraufhin zu wirken, dass folgende Wege planungsrechtlich
festgesetzt werden:
1. Es ist eine direkte öffentliche Wegeverbindung von der Gaudystraße über den
Vorplatz der Max-Schmeling-Halle durch den Mauerpark zur Lortzingstraße zu
schaffen, die von Fußgängern, Rollstuhl- und Fahrradfahrern rund um die Uhr
gefahrlos genutzt werden kann.
2. Es ist eine öffentliche Wegeverbindung für den Fußgänger- und Radverkehr von
der Brunnenstraße, über das „Kaufland“-Grundstück (und das dort bestehende
Gehrecht) sowie über die Flurstücke 350 und 349 und durch den nördlichen
Mauerpark bis zur Schwedter Straße im Bereich der Kopenhagener Straße bzw.
des Schwedter Steg zu entwickeln und planungsrechtlich festzusetzen.
3. Die Unterführung durch den „Gleimtunnel“ ist für den Fußgänger- und
Fahrradverkehr in beiden Richtungen durch eine erhebliche Verbesserung der
Beleuchtungs- und Belüftungssituation attraktiver zu gestalten. Es ist im
Planverfahren zu prüfen, wie ein unmittelbarer Aufgang für Fußgänger von der
westlichen Gleimstraße in den Mauerpark geschaffen werden kann.
4. Im B-Planverfahren ist die Schaffung von öffentlichen Zugangswegen für
Fußgänger zum Mauerpark von der Wolliner Straße in Höhe des Vinetaplatzes
und der Demminer Straße, sowie von der Graun- bzw. Ramlerstraße über das
Flurstück 349 auf ihre Realisierbarkeit zu prüfen.
Begründung Ursprungsantrag:
Eines der zentralen stadtgestalterischen Anliegen, die sich mit der Planung und
Schaffung des Mauerparks von Beginn an verbinden, ist die Herstellung von vielfältigen
Wegeverbindungen zwischen den angrenzenden Stadtquartieren an einem Ort der
ehemaligen Teilung der Stadt.
Eine direkte Wegeverbindung in der Achse Gaudystraße-Lortzingstraße ist von
herausragender verkehrspolitischer Bedeutung. Damit entstünde die kürzeste
Wegeverbindung von der Max-Schmeling-Halle zum U-Bahnnetz (U-Bahnhof
Voltastraße). Diese muss deshalb auch im Dunkeln gefahrlos benutzbar sein. Das
Gleimviertel würde auf diese Weise alternativ zur Gleimtunnel-Passage mit dem
Brunnenviertel verbunden. Zudem würde damit auch für den Fahrradverkehr eine
alternative Ost-West-Verbindung mit Anschluss an Fahrradrouten in die Stadtmitte
geschaffen.
In der Grünverbindungsplanung des Landes ist seit langem eine Grünverbindung
zwischen dem Mauerpark, dem „Grünen Band“ und dem Humboldthain in Wedding
vorgesehen. Bei der Entwicklung des „Kaufland“-Einkaufszentrums Brunnenstraße 105109 wurde vom Land Berlin auf diesem und dem angrenzenden Grundstück östlich der
Swinemünder Brücke dafür ein Wegerecht gesichert. Im Planverfahren 1-64 ist diese
grüne Wegeverbindung in Fortführung dieser Rechte über die angrenzenden
Grundstücke der CA Immo zum nördlichen Mauerpark in einer funktional
angemessenen Breite als öffentlicher Weg ausschließlich für den Fußgänger- und
Radverkehr zu sichern. Mit dieser Wegführung entstünde auch eine attraktive
Verbindung vom Gleimviertel und der Max-Schmeling-Halle zum östlichen Eingang des
Bahnhofs Gesundbrunnen an der Swinemünder Brücke.
Der geltende FNP (Fassung von 2009) weist eine Grünfläche und Grünverbindung vom
Mauerpark zum Humboldthain aus.
Der Gleimtunnel, die gegenwärtig einzige Ost-West-Verbindung in diesem Stadtgebiet,
ist durch unterlassene Instandhaltung (obgleich ein bedeutsames Baudenkmal) in
einem erbärmlichen Zustand. Durch eine massive Betonabdeckung (vor 18 Jahren als
Provisorium aufgebracht) wurden Tageslicht und gute Belüftung aus dem Tunnel
verbannt. Durch eine permanente Durchnässung werden die Widerlager und die
Seitwände seit Jahren systematisch geschädigt. Das macht die Benutzung des
Gleimtunnels für Fußgänger besonders unattraktiv. Deshalb gehört die Sanierung des
Bauwerks und die Attraktivierung der Passage ganz wesentlich zur Verbesserung der
Verbindung zwischen den Stadtquartieren, auch wenn zusätzliche Verbindungen
geschaffen werden.
Die Schaffung weitere Zu- und Durchgänge von Weddinger Seite zum fertiggestellten
Mauerpark sind wünschenswert und zu prüfen. Für eine öffentliche Durchwegung der
Wohngrundstücke der DEGEWO im Straßenzug Wolliner-Graun-Ramlerstraße bedarf
es wohnverträglicher Lösungen.