Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Antrag B´90/Grüne 20. BVV am 29.01.14.pdf
Größe
77 kB
Erstellt
16.10.15, 19:19
Aktualisiert
27.01.18, 11:52
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
VII-0626
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Antrag
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Beratungsfolge:
29.01.2014
BVV
BVV/ 020/VII
Betreff: Rauchwarnmelder retten Leben
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, sich mit Nachdruck beim Abgeordnetenhaus von Berlin
und dem Berliner Senat für die 2014 geplante Gesetzesänderung einzusetzen, die
Rauchwarnmelder flächendeckend in allen Wohnungen und Häusern in Berlin
vorschreibt.
Das Bezirksamt wird weiterhin ersucht, seine Möglichkeiten stärker zu nutzen, um die
Bürgerinnen und Bürger über die lebensrettende Funktion von Rauchwarnmeldern zu
informieren und damit zu einer größeren Verbreitung beizutragen.
Hierzu schlägt die BVV folgende Maßnahmen vor:
1. In den Bürgerämtern Informationsmaterialien der Berliner Feuerwehr, des Forum
Brandrauchprävention e.V. sowie weitere geeignete Broschüren auszulegen und
damit die Kampagne für eine flächendeckende Verbreitung von
Rauchwarnmeldern in Wohnungen zu unterstützen.
2. Gemeinsam für den dritten Rauchmeldertag im Jahr 2014 mit der Berliner
Feuerwehr bzw. mit den freiwilligen Feuerwehren im Bezirk Pankow eine
öffentlichkeitswirksame Aktion zu planen und durchzuführen.
3. Wichtige Information über Rauchwarnmelder auf einer Informationsseite mit
weiterführenden Links auf der Pankower Website anzubieten.
4. Eine Abfrage bei den Pankowern Schulen und Kitas durchzuführen, inwieweit die
Angebote der Berliner Feuerwehr zur Brandschutzerziehung genutzt werden
bzw. in welchem Umfang das Thema Brandschutz im Unterricht eine Rolle spielt.
Über die Ergebnisse ist der BVV in einer Vorlage zur Kenntnisnahme zu
berichten.
Berlin, den 21.01.2014
Einreicher: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
gez. BV Daniela Billig, BV Cornelius Bechtler
siehe 2. Ausfertigung
Begründung siehe Rückseite
Ergebnis:
beschlossen
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Abstimmungsverhalten:
EINSTIMMIG
MEHRHEITLICH
JA
NEIN
ENTHALTUNGEN
federführend
überwiesen in den Ausschuss für
zusätzlich in den Ausschuss für
und in den Ausschuss für
Drs. VII-0626
Begründung:
Nach Umfragen existieren nur in 38% der Haushalte derzeit Rauchwarnmelder. In den
Bundesländern, in denen keine gesetzlichen Verpflichtungen bestehen, ist die
Verbreitung deutlich geringer.
Mit Rauchwarnmeldern lassen sich Menschenleben retten. Die meisten Brandopfer gibt
es in den eigenen vier Wänden, die meisten davon in der Nacht. Der überwiegende Teil
der tödlichen Brandopfer sterben nach Angaben der Feuerwehren aufgrund einer
Rauchvergiftung. Der Inhalt einer Lunge reicht dabei für eine lebensbedrohende
Rauchvergiftung schon aus. Bei Eintreffen der Feuerwehren ist es ohne Rauchmelder
leider oft zu spät.
Viele Bundesländer haben die verpflichtende Installation von Rauchwarnmeldern in
ihren Bauordnungen aufgenommen. Nur in Berlin, Brandenburg und Sachsen ist dies
noch nicht geschehen. Senator Müller hatte im Herbst 2013 angekündigt, durch eine
Gesetzesänderung für alle Berliner Wohnungen und Häuser Rauchwarnmelder
vorzuschreiben.
Das Beispiel Mecklenburg-Vorpommern zeigt, dass durch eine Verpflichtung der
Eigentümer_innen bzw. Mieter_innen eine flächendeckende Verbreitung von
Rauchwarnmeldern in schon recht kurzer Zeit erreicht werden kann. Der Bezirk Pankow
kann durch eine öffentliche Information und der Unterstützung der Kampagnen einen
Beitrag für den lebensrettenden Einsatz von Rauchmeldern leisten.
Kinder und Jugendliche sind eine wichtige Zielgruppe für eine Kampagne zur
Verbreitung von Rauchwarnmeldern. Sie sind aber auch wichtige Multiplikatoren in
ihren Familien und in ihrem Umfeld, um Maßnahmen zur Brandschutzprävention zu
unterstützen.