Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
2. Ausfertigung Linke, Piraten und Bü´90/Grüne, 14. BVV am 24.04.2013.pdf
Größe
77 kB
Erstellt
16.10.15, 19:43
Aktualisiert
27.01.18, 21:47
Stichworte
Inhalt der Datei
2. Ausfertigung
1.38
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
Antrag
Fraktionen Linke, Piraten und Bündnis ´90/ Die Grünen
VII-0432
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Linksfraktion
Beratungsfolge:
24.04.2013
BVV
BVV/014/VII
Betreff: Neue Energie für Berlin
Die BVV möge beschließen:
Die Bezirksverordnetenversammlung Pankow unterstützt das Anliegen der
Volksbegehrens „Neue Energie für Berlin“ zur Rekommunalisierung des Berliner
Stromverteilnetzes und zur Gründung eines landeseigenen Stadtwerkes, das nach
ökologischen, demokratischen und sozialen Kriterien arbeitet.
Das Bezirksamt wird ersucht, sich die durch diesen Beschluss zum Ausdruck gebrachte
Haltung der BVV zu eigen zu machen und in die Öffentlichkeit hinein zu vertreten.
Berlin, den 23.04.2013
Einreicher: Fraktionen Linke, Piraten und Bündnis ´90/ Die Grünen
Linksfraktion : gez. BV Katrin Maillefert
Piratenfraktion: gez. BV Fred Bordfeld
Bündnis 90/ Die Grünen : gez. BV Daniela Billig, BV Cornelius Bechtler
Begründung siehe Rückseite
Ergebnis:
x
beschlossen
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Abstimmungsverhalten:
EINSTIMMIG
x
MEHRHEITLICH
JA
einige NEIN
ENTHALTUNGEN
federführend
überwiesen in den Ausschuss für
zusätzlich in den Ausschuss für
und in den Ausschuss für
2. Ausfertigung
Drs. VII-0432
Begründung:
Die Energiewende kann auch in Berlin nur gelingen, wenn der erforderliche Umbau der
Energiestrukturen bürgernah, beteiligungsorientiert und sozial gestaltet wird. Auch
Bürgerinnen und Bürger wollen in immer stärkerem Maße selbst Akteure bei der
Gestaltung der Energiewende sein. Das Volksbegehren ist Ausdruck dieses Willens.
Die BVV Pankow empfiehlt daher allen Bürgerinnen und Bürgern, die bis zum 10. Juni
dauernde 2. Sammlungsstufe des Volksbegehrens durch ihre Unterschrift zu
unterstützen.
Viele Beispiele aus anderen Regionen und Großstädten Deutschlands machen deutlich,
dass ganz unabhängig von der regional jeweils herrschenden politischen Farbenlehre
Rekommunalisierungen zentraler Infrastrukturen der Daseinsvorsorge einen
bedeutsamen Trend in der Wiedererlangung kommunaler Handlungsfähigkeit der
letzten Jahren markieren.
Dieser Trend hat gute Gründe. Die großen Energiekonzerne, die oft gleichzeitig und nur
formal entflochten, Erzeuger, Händler und Netzbetreiber sind, werden zweifellos als
Partner bei der Energiewende gebraucht. Um zu einer echten Partnerschaft zu
kommen, braucht es aber handlungsfähige kommunale Energiestrukturen, die
demokratisch legitimiert und kontrolliert, gemeinsam mit allen Akteuren die Interessen
der Bürgerinnen und Bürger beim sozialökologischen Umbau der Versorgungstrukturen
einbringen. Die geeigneten Instrumente dafür sind Netze und Stadtwerke.
Die Anforderungen an diesen Umbau, wie Energieeinsparung und Energieeffizienz,
Dezentralisierung und Diversifizierung von Einspeisung und Erzeugung, die
Entwicklung intelligenter Netze, die Nutzung technischer Neuerungen im Solar-, Wind-,
Biomasse- und KWK-Bereich, die aus Kunden Prosumenten (Konsumenten und
Produzenten) machen, werden ohne kommunale Akteure nicht in dem Maße, nicht in
dem Tempo und nicht in der sozial erforderlichen Ausgewogenheit realisiert werden,
wie es notwendig wäre, um die ehrgeizigen Klimaschutzziele der Kommunen zu
erreichen.