Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
VzK§13 BA, ZB 10. BVV am 07.11.12.pdf
Größe
69 kB
Erstellt
16.10.15, 19:44
Aktualisiert
27.01.18, 21:31
Stichworte
Inhalt der Datei
2.12
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
Vorlage zur Kenntnisnahme § 13 BezVG /ZB
des Bezirksamtes
VII-0039
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Linksfraktion
Beratungsfolge:
14.12.2011
15.02.2012
07.11.2012
BVV
BVV
BVV
BVV/003/VII
BVV/004/VII
BVV/010/VII
ohne Änderungen in der BVV beschlossen
mit Zwischenbericht zur Kenntnis genommen
Betreff: Geschichte der Euthanasiemorde in Buch aufklären
Es wird gebeten, zur Kenntnis zu nehmen:
Siehe Anlage
Berlin, den 17.10.2012
Einreicher: Bezirksamt
Ergebnis:
x
ZUR KENNTNIS GENOMMEN OHNE AUSSPRACHE
ZUR KENNTNIS GENOMMEN MIT AUSSPRACHE
zurückgezogen
Drs. VII-0039
Bezirksamt Pankow von Berlin
An die
Bezirksverordnetenversammlung
.2012
Drucksache-Nr.:
In Erledigung der
Drucksache Nr.: VII-0039
Vorlage zur Kenntnisnahme
für die Bezirksverordnetenversammlung gemäß § 13 BezVG
2. Zwischenbericht
Geschichte der Euthanasiemorde in Buch aufklären
Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen:
In Erledigung des in der 3.Tagung der BVV am 14.12.2011 angenommenen
Ersuchens der Bezirksverordnetenversammlung - Drucksache VII-0039
„Das Bezirksamt wird daher ersucht, sich an die Bundesregierung, den Senat von
Berlin, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, Opfer- und Hinterbliebenenverbände,
die Verbände der Ärzteschaft und die heute am Standort tätigen Klinikunternehmen zu
wenden und dafür zu werben, dass - auch gemeinsam mit den bisher ehrenamtlich
Tätigen – der Status quo der vorhandenen Informationen und der noch nicht
ausgewertete Quellen ermittelt wird und ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen wird,
das die Defizite der bisherigen Aufarbeitung überwindet, die Verantwortung der Medizin
beschreibt und auch intensive Forschungsarbeit übe den Widerstand gegen das NSRegime durch Wissenschaftler und Ärzte betreibt und Rehabilitierungen vornimmt.“
wird gemäß § 13 Bezirksverwaltungsgesetz (BezVG) berichtet:
Das Bezirksamt wurde ersucht, sich an die o.b. Behörden und Institutionen zu wenden
und für eine gemeinsame Aufarbeitung der Geschichte der Euthanasiemorde zu
werben, was mit Schreiben vom 20. Januar 2012 erfolgte. Ziel ist es den Status Quo
der vorhandenen Informationen und der noch nicht ausgewerteten Quellen zu ermitteln
und ein Forschungsprojekt ins Leben zu rufen.
Auf das Schreiben vom 20.01.2012 erreichten das Bezirksamt folgende Reaktionen:
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien bat den Bezirk, sich
zuständigkeitshalber an die Kulturverwaltung Berlin zu wenden, um dieses Anliegen in
der bestehenden Gedenkstättenkonzeption des Landes Berlin berücksichtigen zu
können (Schreiben vom 02.02.2012).
Die Deutsche Forschungsgesellschaft führt zum Thema selbst keine eigenen
Forschungsprojekte durch und regte eine entsprechende Antragstellung durch eine
universitäre oder außeruniversitäre Einrichtung an (Schreiben vom 07.02.2012).
Der Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten regte an zu der Problematik der
Aufarbeitung der Euthanasiemorde in Buch einen Runden Tisch zu initiieren. Außerdem
äußerte er sich optimistisch, dass zum Zwecke der Grundlagenforschung
Wissenschaftler gewonnen und ggf. auch erforderliche Forschungsmittel eingeworben
werden könnten (Schreiben vom 09.02.2012). Außerdem informierte der Staatssekretär
Herr Schmitz mit Schreiben vom 14. März 2012 die gesundheitspolitischen Sprecher
von SPD und CDU im Abgeordnetenhaus über das Anliegen des Bezirks Pankows.
Das Bundesministerium für Gesundheit verwies darauf, dass es sich um ein regionales
Projekt handele und deshalb keine Fördermöglichkeiten von Seiten des Ministeriums
bestehen. Gleichzeitig wurde auf ein Projekt am Robert-Koch-Institut Berlin zur
Geschichte des RKI im NS“(Schreiben vom 28.02.2012) hingewiesen.
Das Tumorzentrum Berlin-Buch teilte mit, dass es über keinerlei Unterlagen verfüge
und deshalb keine Möglichkeiten einer Unterstützung sieht (Schreiben vom
08.03.2012).
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung sieht keine Möglichkeit einer
finanziellen Förderung des Forschungsanliegens und verwies als mögliche Institutionen,
welche die Forschungen zu den Tötungen in Buch unterstützen könnten, auf das Institut
für Zeitgeschichte München sowie das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
(Schreiben vom 13.06.2012).
Von Seiten des HELIOS Klinikum Berlin-Buch, dem Immanuel Krankenhaus Berlin, der
Evangelischen Lungenklinik Berlin, der Staatssekretärin für Gesundheit und der
damaligen Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung erfolgten keinerlei
Reaktionen auf unser Schreiben.
Auf Einladung der Jugendförderung und des Museums Pankows konstituierte sich am
09. Mai 2012 in Anwesenheit des BzStR für Verbraucherschutz, Kultur, Umwelt und
Bürgerservice ein Runder Tisch zur Geschichte Buch.
Haushaltsmäßige Auswirkungen
keine
Gleichstellungs- und gleichbehandlungsrelevante Auswirkungen
keine
Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung
keine
Kinder- und Familienverträglichkeit
entfällt
Matthias Köhne
Bezirksbürgermeister
Dr. Torsten Kühne
Bezirksstadtrat für Verbraucherschutz, Kultur,
Umwelt und Bürgerservice