Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Beschlussempfehlung Ausschuss StadtWi.pdf
Größe
85 kB
Erstellt
16.10.15, 19:57
Aktualisiert
27.01.18, 21:36
Stichworte
Inhalt der Datei
1.14
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
Beschlussempfehlung
Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung
VI-1268
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Seniorenvertretung, AWO, Frau
Ruth Mrosek
Beratungsfolge:
31.03.2011
03.05.2011
26.05.2011
18.08.2011
07.09.2011
BVV
GesArbSoz
StadtWi
StadtWi
BVV
BVV/012/VI
GeArSo/118/VI
StadtW/094/VI
StadtW/097/VI
BVV/44/VI
überwiesen
vertagt
vertagt
mit Änderungen im Ausschuss beschlossen
Betreff: Barrierefreies Wohnen in Pankow
Der Ausschuss hat die Drucksache in seiner Sitzung am 18.08.2011 beraten.
Abstimmungsergebnis Ausschuss für
Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung:
JA 11 / NEIN 0 / ENTHALTUNGEN 3
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten gegenüber dem
Senat, den kommunalen Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften und mit
In�vestoren im Wohnungsbau darauf einzuwirken, dass im Bezirk bei
Sanierungsarbeiten und bei Um- oder Neubauten
mehr preiswerte Wohnungen,
mehr barrierearme bzw. barrierefreie Wohnungen,
mehr kleine Wohnungen mit einem bis 1,5 Räumen
sowie größere Wohnungen mit 50 bis 70 m2
geschaffen werden.
Berlin, den 29.08.2011
Einreicher: Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung
Roland Schröder, Ausschussvorsitzender
Begründung siehe Rückseite
Ergebnis:
x
beschlossen
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Abstimmungsverhalten:
EINSTIMMIG
x
MEHRHEITLICH
JA
NEIN
einige ENTHALTUNGEN
federführend
überwiesen in den Ausschuss für
zusätzlich in den Ausschuss für
und in den Ausschuss für
Drs. VI-1268
Begründung Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung:
Anfang Mai 2011 führte der Ausschuss eine gemeinsame Sitzung mit dem Ausschuss
für Gesundheit, Arbeit und Soziales durch, um sich u. a. über die Wohnsituation der
älteren Bewohner in Pankow zu informieren. Kurz zuvor wurde der vorliegende Antrag
in die Senioren-BVV eingebracht und in den Ausschuss überwiesen. Der Ausschuss hat
den Antrag zweimal beraten. Der ersten Diskussion folgte eine inhaltliche Abstimmung
mit den Antragstellern durch den Ausschussvorsitzenden, die mit der Übernahme der
wesentlichen Anmerkungen der Ausschussmitglieder durch den Antragsteller zu einem
positiven Abschluss kam.
Die neue Fassung wurde vom Ausschuss erneut diskutiert. Dabei war es den
Ausschussmitgliedern wichtig, das mit diesem Antrag die Defizite bei der
Wohnraumversorgung benannt werden und das Bezirksamt ersucht wird, sich
gegenüber den entsprechenden Akteuren vor allem für preiswerte und barrierearme
Wohnungen einzusetzen, die der Entwicklung zu kleineren, älteren und in der Tendenz
ärmeren Haushalten Rechnung tragen. Die direkten Einflussmöglichkeiten sind für das
Bezirksamt jedoch begrenzt. Bei den angestrebten Grundsatzvereinbarungen, z. B. mit
der GESOBAU, besteht aber sehr wohl die Möglichkeit, dass hierzu entsprechende
Regelungen aufgenommen und dann auch umgesetzt werden. Gleichzeitig kann das
Bezirksamt auch gerade bei Neubaumaßnahmen über die Erteilung der
Baugenehmigung Einfluss auf die jeweilige Bauausführung und die Wohnungsgrößen
nehmen. Hierfür liegt dem Bezirksamt nunmehr eine Zielvorstellung vor.
Text Ursprungsantrag Seniorenvertretung, AWO und Frau Ruth Mrosek:
Das Bezirksamt wird ersucht, in Zusammenarbeit mit dem Senat, den kommunalen
Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften und mit Investoren im Wohnungsbau
dahin gehend zu verhandeln, dass im Bezirk bei
-
Sanierungsarbeiten und bei
Um- oder Neubauten mehr Barrierefreie und bezahlbare Wohnungen in den
Größen 50 bis 70 qm geschaffen werden.
Begründung Ursprungsantrag:
In den letzen 15 Jahren wurde im Bezirk durch Sanierung, Modernisierung und
Wohnungsneubau überwiegend Familiengerechter Wohnraum geschaffen.
Die Notwendigkeit kleinerer Wohnungen für SeniorInnen, Alleinerziehende und
behinderte Menschen wurde nicht genügend berücksichtigt.
Der Bezirk Pankow wird gegenwärtig als „Junger und Familienfreundlicher Bezirk“
bezeichnet.
Die Altersgruppe der 35 – 60 jährigen beträgt jedoch 34,9 %. Das bedeutet, dass sich
die Altersstruktur in den nächsten 15 – 20 Jahren auch im Bezirk Pankow drastisch
verändern wird.
Der wachsende Anteil älterer Bewohner hat dann weniger Interesse an Familien
gerechtem Wohnraum, sondern möchte in kleinen, den Bedürfnissen angepassten und
bezahlbaren barrierefreien Wohnungen leben.
Um eine gute Sozialstruktur in den einzelnen Bezirken und in den Wohnkiezen
abzusichern, ist es erforderlich, dass Jung und Alt zusammen leben, nur so wird sich
unser Berlin positiv entwickeln können.
Ein Abschieben der älteren und weniger finanzkräftigen BürgerInnen (egal ob Jung oder
Alt) in die Außenbezirke kann keine Lösung für dieses Problem sein.