Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
VzK§13 BA, 9. BVV am 26.09.12.pdf
Größe
82 kB
Erstellt
16.10.15, 20:01
Aktualisiert
27.01.18, 21:25
Stichworte
Inhalt der Datei
2.15
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
Vorlage zur Kenntnisnahme § 13 BezVG /SB
des Bezirksamtes
VII-0164
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Fraktion Bündnis 90/Die
Grünen
Beratungsfolge:
13.06.2012
26.09.2012
BVV
BVV
BVV/007/VII
BVV/009/VII
mit Änderungen in der BVV beschlossen
Betreff: Erhalt des VBB-Begleitservices
Es wird gebeten, zur Kenntnis zu nehmen:
Siehe Anlage
Berlin, den 05.09.2012
Einreicher: Bezirksamt
Ergebnis:
x
ZUR KENNTNIS GENOMMEN OHNE AUSSPRACHE
ZUR KENNTNIS GENOMMEN MIT AUSSPRACHE
zurückgezogen
Drs. VII-0164
Bezirksamt Pankow von Berlin
An die
Bezirksverordnetenversammlung
.2012
Drucksache-Nr.:
in Erledigung der
Drs.-Nr.: VII-0164
Vorlage zur Kenntnisnahme
für die Bezirksverordnetenversammlung gemäß § 13 BezVG
Schlussbericht
Erhalt des VBB-Begleitservices
Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen:
In Erledigung des in der Sitzung am 13.06.2012 angenommenen Ersuchens der
Bezirksverordnetenversammlung – Drucksache-Nr.: VII-0164
„Das Bezirksamt wird aufgefordert, sich beim Land und beim VBB für einen ÖPNV für
alle, und somit für den Erhalt des VBB-Begleitservices bei Einhaltung der
Mindestlohnbedingungen einzusetzen.“
wird gemäß § 13 Bezirksverwaltungsgesetz (BezVG) berichtet:
Das Bezirksamt hat die o. g. Drucksache der BVV an die Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung und Umwelt und an den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg mit der
Bitte um Prüfung und Stellungnahme gemäß Bez VG § 13(3) weitergeleitet.
Die Stellungnahmen liegen inzwischen vor und werden in vollem Umfang
wiedergegeben.
Stellungnahme der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
„Vielen Dank für Ihr Schreiben zum Erhalt des Bus-& Bahn-Begleitservice, der jedoch
nicht im Verantwortungsbereich der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
liegt.
Wie Sie bereits wissen, musste der Begleitservice Ende Juni 2012 vorübergehend seine
Tätigkeit mangels tragfähiger finanzieller und organisatorischer Grundlagen einstellen.
Die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen ( Sen ArbInFrau ) hat jedoch
bereits Maßnahmen ergriffen, um diesen wichtigen Dienst wieder aufzunehmen. Nach
Auskunft der Senatsverwaltung könnte dies bereits im September 2012 der Fall sein.
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Für weitere Auskünfte zum Stand des Verfahrens wenden Sie sich bitte an die Sen
ArbInFrau oder an die VBB GmbH.“
Stellungnahme des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg
„Erst einmal vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Bus & Bahn-Begleitservice,
nachfolgend die gewünschten Informationen zum aktuellen Stand.
Organisation und finanzielle Grundlagen
Der „Bus & Bahn-Begleitservice“ ist vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB)
konzipiert worden und wird seit Herbst 2008, bisher auf der Grundlage des „Öffentlichen
Beschäftigungssektors“ (ÖBS), in Kooperation mit D&B Dienstleistung und Bildung
gGmbH angeboten. Möglich ist dieses stark nachgefragte zusätzliche
Dienstleistungsangebot durch eine Kopplung von Arbeitsmarktförderung,
Projektanschubfinanzierung und Unternehmensbeteiligung:
Die Finanzierung der Personalkosten über die Job-Center, bisher auf der Grundlage
des ÖBS (Öffentlicher Beschäftigungssektor), für die Sachkosten stellt die S-Bahn
Berlin GmbH (nach einer Anschubfinanzierung von Sen IAS) im Rahmen ihres
Entschuldigungspaketes zunächst für die Jahre 2010-2013 bis zu 100.000 Euro zur
Verfügung. Die in Berlin tätigen Verkehrsunternehmen unterstützen das zusätzliche
Angebot durch Mitarbeit bei der Qualifizierung und die Bereitstellung und gegenseitige
Anerkennung von Dienstfahrausweisen.
Aktueller Status:
Der Begleitservice hat zum 27.06.2012 seine Tätigkeit vorübergehend eingestellt.
Diese Maßnahme war leider notwendig, da es nicht gelungen war, bis zu diesem
Zeitpunkt eine tragfähige finanzielle und organisatorische Grundlage für den
Begleitservice zu schaffen, da der bisher genutzte ÖBS als Arbeitsmarktinstrument
nicht mehr zur Verfügung steht. Die von der Senatsverwaltung IAF, die eine
Weiterführung des VBB Begleitservices stark unterstützt, favorisierte Fördermöglichkeit
FAV (Förderung von Arbeitsverhältnissen) steht erst seit kurzem zur Verfügung und die
Finanzierung ist noch nicht abschließend geklärt, wobei alle Beteiligten davon
ausgehen, dass es in Kürze seitens der Senatsverwaltung Arbeit Integration und
Frauen zu einer Klärung der noch offenen Finanzierung der Personalkosten sowie der
Regiekosten kommt.
Ausgewiesenes Ziel aller Beteiligten ist es jedoch, bis zum Herbst diesen Jahres mit
ca.100 bis dahin zu qualifizierenden MitarbeiterInnen den VBB Begleitservice in seinem
ursprünglichen Umfang kostenfrei für die Nutzerinnen und Nutzer wieder anbieten zu
können:
Montag bis Sonntag von 7:00 bis 22:00 Uhr,
in ganz Berlin,
einschließlich Flughafen Schönefeld
Derzeit läuft die Qualifizierung der ersten Gruppe neuer Mitarbeiter/innen. Diese
Qualifizierung wird Ende August abgeschlossen sein. Mitte August soll dann – eine
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ausreichende Zahl geeigneter Mitarbeiter vorausgesetzt – die nächste
Qualifizierungsgruppe starten. Auch haben wir von den Jobcentern eine neue
Zuweisung von Mitarbeitern bekommen, die bereits schon einmal bei uns tätig waren.
Damit wäre es unter Umständen möglich, bereits im September mit einem
„Basisangebot“ den Bus&Bahn – Begleitservice wieder aufzunehmen. Eine sichere
Finanzierung ist hierfür aber eine unverzichtbare Grundlage.“
Das Bezirksamt schließt sich den Ausführungen in den Stellungnahmen der
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und des Verkehrsverbundes BerlinBrandenburg zu den positiven Aussichten des Erhaltes des VBB-Begleitservices,
aufgrund der dargestellten gesellschaftlichen und sozialen Notwendigkeit, in vollem
Umfang an und betrachtet damit die Drucksache als erledigt.
Haushaltsmäßige Auswirkungen
keine
Gleichstellungs- und gleichbehandlungsrelevante Auswirkungen
keine
Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung
keine
Kinder- und Familienverträglichkeit
entfällt
Matthias Köhne
Bezirksbürgermeister
Jens-Holger Kirchner
Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung