Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Antrag Linksfraktion 7. BVV am 13.06.12.pdf
Größe
60 kB
Erstellt
16.10.15, 20:01
Aktualisiert
27.01.18, 21:43
Stichworte
Inhalt der Datei
1.30
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
VII-0154
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Linksfraktion
Antrag
Linksfraktion
Beratungsfolge:
13.06.2012
BVV
BVV/007/VII
Betreff: Verstetigen von Infrastruktur der Bürgerbeteiligung
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht:
1. eine Infrastruktur für eine Fortführung der seit 20 Jahren aktiv wirkenden
Initiativen der Bürgerbeteiligung in den auslaufenden Sanierungsgebieten
Helmholtzplatz und Teutoburger Platz zu sichern;
2. darüberhinausgehend ist der BVV ein Konzept vorzulegen, wie aktives
Bürgerengagement in allen Kiezen und Stadtteilen dauerhaft durch die
Bereitstellung von Infrastruktur und Sachmitteln sowie durch unmittelbare
Partnerschaft in einer sozialraumorientiert aufgestellten Verwaltung zu fördern
ist.
Berlin, den 05.06.2012
Einreicher: Linksfraktion
gez. BV Jasmin Giama
Begründung siehe Rückseite
Ergebnis:
x
beschlossen
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Abstimmungsverhalten:
x
EINSTIMMIG
MEHRHEITLICH
JA
NEIN
ENTHALTUNGEN
überwiesen in den Ausschuss für
zusätzlich in den Ausschuss für
und in den Ausschuss für
federführend
Ausschuss für Finanzen, Personal und Immobilien
Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Bürgerdienste, Wohnen und GO
Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen
Drs. VII-0154
Begründung:
In den Sanierungsgebieten hat sich durch die gesetzlich vorgeschriebene
Bürgerbeteiligung und deren entsprechender sachlicher Ausstattung und Förderung
durch die Verwaltung und die Sanierungsbeauftragten eine Beteiligungskultur und ein
Beteiligungs-Know-how herausgebildet, das mit der Abwicklung der Sanierungsgebiete
droht verloren zu gehen.
Eine grundlegende Voraussetzung für Bürgerbeteiligung ist ein Ort, an dem sich die
aktiven Bürgerinnen und Bürger selbst organisieren können und der für Nachbarn ein
Anlaufpunkt für ihre Sorgen und Anliegen darstellt. Bislang wurden die Räume der
Betroffenenvertretung und deren Verbrauchskosten (Telefon, Internet, Kopierer etc.)
aus Sanierungsmitteln finanziert. Diese Möglichkeit besteht mit Auslaufen der
Sanierungsgebiete nicht mehr. In den bisher aufgehobenen Sanierungsgebieten haben
sich die Bürgerbeteiligungsnetzwerke aufgelöst oder auch in neuer Gestalt an anderen
öffentlich finanzierten Infrastruktureinrichtungen angegliedert (z.B. Bötzowviertel,
Winsstraße). Augenblicklich ist es dringlich, für die Betroffenenvertretungen
Helmholtzplatz und Teutoburger Platz Überleitungs- und Nachfolgestrukturen der
Bürgerbeteiligung zu entwickeln.
Darüber hinaus ist aber grundsätzlich das Problem anzugehen, in allen Kiezen und
Stadtteilen aktives Engagement und Selbstorganisation von Bürgerinnen und Bürgern,
die die Beteiligung und Mitwirkung an der Entwicklung ihrer Wohnquartiere verfolgen,
zu fördern und zu unterstützen. Die Lösungen werden entsprechend der
Unterschiedlichkeit der Wohnviertel, von den „Pankower Dörfern“ bis in die dicht
besiedelten Gründerzeitquartiere der Innenstadt, sehr unterschiedlich sein müssen.
Bei der Suche nach Ideen und Lösungsvorschlägen soll das Bezirksamt die bereits
aktiven Betroffenenvertretungen, Stadtteilinitiativen und Ortsteilvereine und die
Erfahrungen anderer Bezirke bei der Verstetigung der Bürgerbeteiligung nach
Aufhebung der Sanierungsgebiete einbeziehen.