Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Antrag Ausschuss Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung.pdf
Größe
83 kB
Erstellt
16.10.15, 20:06
Aktualisiert
27.01.18, 21:24
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
Antrag
Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung;
VI-1311
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Ausschuss für Stadtentwicklung und
Wirtschaftsförderung
Beratungsfolge:
11.05.2011
BVV
BVV/42/VI
Betreff: Entwicklung des Rangier- und Güterbahnhofs Pankow
Die BVV möge beschließen:
Die Bezirksverordnetenversammlung ersucht das Bezirksamt, die Entwicklung des
Rangierbahnhofs gemeinsam mit dem Investor weiter voranzutreiben. Die Planungen umfassen
ein Einkaufszentrum mit 30.000 m2 Verkaufsfläche im Bereich Prenzlauer Promenade, einen
Möbelmarkt mit 40.000 m2 Verkaufsfläche, einen Möbel-Discounter mit 7.000 m2
Verkaufsfläche, einen Park im mittleren Bereich, die Entwicklung eines Wohn- und
Geschäftshauskomplexes an der Berliner Straße sowie eine Schule für 1.200 Schüler (Schule,
Sporthallen und Sportfreiflächen) im Bereich der Granitzstraße/Berliner Straße. Dabei sind die
seitens der Krieger Grundstück GmbH getroffenen Zusagen einzuhalten:
Denkmalschutzgerechte Restaurierung des Rundlokschuppens
Neubau der Schwarzen Brücke
Errichtung des Höffner-Möbelhauses in besonderer ökologischer Bauweise
Errichtung eines neuen Fuß- und Radwegs entlang der Granitzstraße; parallel hierzu soll
die Trasse für den Bau einer Straßenbahnlinie in der Zukunft offen gehalten werden
Errichtung einer Fußgänger- und Radquerung der S-Bahn auf Höhe der Neumannstraße
Bereitstellung einer Fläche für eine Schule mit 1.200 Schülern
Durchführung eines verbindlichen städtebaulichen Wettbewerbs für die Entwicklung
eines Stadtplatzes im Bereich Berliner Straße/Granitzstraße
Das Bezirksamt wird ersucht, gemeinsam mit dem Investor neue Wege der Beteiligung der
Pankower Bevölkerung zu beschreiten, die über die übliche Bürgerbeteiligung hinausgehen
sollen. Diese sind jeweils im Vorfeld mit dem Ausschuss für Stadtentwicklung abzustimmen.
Einzelheiten zur verträglichen Gestaltung der Einzelhandelsflächen, der Erschließung und
ökologischen Bebauung des Areals sind dem zukünftigen B-Plan-Verfahren vorbehalten und in
städtebaulichen Verträgen zu regeln. Hierbei sollen die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung im
Vorfeld berücksichtigt werden.
Abstimmungsergebnis im Ausschuss: 11:3:0 (11 Ja, 3 Nein, keine Enthaltungen)
Berlin, den 11.04.2011
Einreicher: Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung
Roland Schröder, Ausschussvorsitzender
Begründung siehe Rückseite
Der Antrag wird in namentlicher Abstimmung (namentliches Ergebnis siehe Anlage) wie
folgt beschlossen:
Ergebnis:
x
beschlossen
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Abstimmungsverhalten:
EINSTIMMIG
x
MEHRHEITLICH
40
JA
7
NEIN
ENTHALTUNGEN
federführend
überwiesen in den Ausschuss für
zusätzlich in den Ausschuss für
und in den Ausschuss für
Drs. VI-1311
Begründung:
Die Rahmenbedingungen der Einzelhandelsentwicklung in Pankow sind auf der einen Seite
durch eine günstige Entwicklung der Bevölkerungs- und Sozialstruktur und auf der anderen
Seite durch ein bestehendes Verkaufsflächendefizit sowohl im nicht zentrenrelevanten (v. a.
Möbel) als auch im sonstigen zentrenrelevanten Bedarfsbereich geprägt. Auch das an den
Rangierbahnhof angrenzende Hauptzentrum Breite/Berliner Straße weist diese
Entwicklungsdefizite auf, wie im bezirklichen Einzelhandels- und Zentrenkonzept aufgezeigt.
Das Vorhaben bietet folgende Chancen für den Bezirk Pankow:
Mögliche Schließung von Angebotslücken/-defiziten im Bezirk Pankow;
Schaffung von Ansiedlungsmöglichkeiten für großflächige Anbieter, die innerhalb der
bestehenden Zentren keinen Platz/kein geeignetes Umfeld finden;
Konzentration solcher Anbieter an einem im MIV und ÖPNV gut erschlossenen und in
einen urbanen Kontext eingebetteten Standort;
Erhöhung der wohnortnahen Kaufkraftbindung im Bezirk Pankow bzw. Reduzierung der
Kaufkraftströme in andere Bezirke/an andere Einkaufsorte;
Attraktivitätssteigerung des Pankower Einzelhandels
Beitrag zur oberzentralen Funktionserfüllung für die Bevölkerung im nördlichen Umland,
wo keine vergleichbaren Angebote bestehen;
Nutzung des städtebaulichen Entwicklungspotentials: Etablierung einer an den Standort
angepassten Nutzung auf einer Brachfläche, die sowohl im gesamtstädtischen
Stadtentwicklungsplan Zentren als auch im bezirklichen Zentrenkonzept für
Einzelhandelsansiedlungen in Erwägung gezogen wird;
Einbettung des geplanten Einkaufszentrums in ein städtebauliches Gesamtkonzept, das
eine Vielzahl an Aspekten berücksichtigt;
Belebung der Berliner Straße und Erhöhung des Potenzials des vorhandenen
Hauptzentrums Breite/Berliner Straße
Die Straßenbefragungen durch den Privateigentümer waren ein zu begrüßender erster Schritt
der Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung. Die Bevölkerung sollte frühzeitig über das Internet und
bei öffentlichen Diskussionsveranstaltungen die Gelegenheit erhalten, sich vorab in breiter
Öffentlichkeit zu informieren und mit den Planungen zu befassen sowie eigene Vorschläge
einbringen zu können. Darüber hinaus ist eine Befragung von Haushalten und
Gewerbetreibenden in den Ortsteilen Pankow, Pankow-Süd und Heinersdorf als weitere Form
der Beteiligung zu prüfen.