Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
VzK§13 BA, ZB.pdf
Größe
72 kB
Erstellt
16.10.15, 20:09
Aktualisiert
27.01.18, 21:30
Stichworte
Inhalt der Datei
2.2
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
Vorlage zur Kenntnisnahme § 13 BezVG /ZB
des Bezirksamtes
VI-0831
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Fraktion der SPD
Beratungsfolge:
15.07.2009
16.09.2009
11.11.2009
03.03.2010
07.07.2010
03.11.2010
07.09.2011
14.12.2011
BVV
BüWoEiGO
BVV
BVV
BVV
BVV
BVV
BVV
BVV/26/VI
BüEiWG/35/VI
BVV/28/VI
BVV/31/VI
BVV/35/VI
BVV/37/VI
BVV/44/VI
BVV/003/VII
überwiesen
ohne Änderungen im Ausschuss beschlossen
ohne Änderungen in der BVV beschlossen
mit Zwischenbericht zur Kenntnis genommen
mit Zwischenbericht zur Kenntnis genommen
mit Zwischenbericht zur Kenntnis genommen
mit Zwischenbericht zur Kenntnis genommen
Betreff: Rückrufservice
Es wird gebeten, zur Kenntnis zu nehmen:
Siehe Anlage
Berlin, den 30.11.2011
Einreicher: Bezirksamt
Ergebnis:
x
ZUR KENNTNIS GENOMMEN OHNE AUSSPRACHE
ZUR KENNTNIS GENOMMEN MIT AUSSPRACHE
zurückgezogen
Drs. VI-0831
Bezirksamt Pankow von Berlin
An die
Bezirksverordnetenversammlung
.11.2011
Drucksache-Nr.:
in Erledigung der
Drucksache Nr.VI-0831
Vorlage zur Kenntnisnahme
für die Bezirksverordnetenversammlung gemäß § 13 BezVG
5. Zwischenbericht
Betreff:
Rückrufservice
Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen:
In Erledigung der in der 28.Sitzung am 11.11.2009 angenommenen
Beschlussempfehlung der Bezirksverordnetenversammlung – Drucksache Nr.: VI-0831
Betreff: Rückrufservice
„Die BVV möge beschließen:
1. Das Bezirksamt wird ersucht zu prüfen, ob die Möglichkeit besteht, einen
Rückrufservice für Bürgerinnen und Bürger einzurichten. Ziel soll es sein,
Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, zurückgerufen zu werden, wenn
es ihnen nicht gelingt Mitarbeiterinnen des Bezirksamtes telefonisch zu erreichen.
Sei es, weil sie außerhalb der Sprechzeiten anrufen oder der Anschluss dauernd
besetzt ist.
2. Der Rückrufservice sollte u. a. folgenden Kriterien (keine Ausschlusskriterien)
entsprechen:
a) der Service ist optional für die Bürgerinnen und Bürger,
b) wählen Bürgerinnen und Bürger einen Anschluss an der besetzt ist, werden sie
automatisch zur Rückruffunktion weitergeleitet,
c) die Rückruffunktion sollte auch bei Rufnummernunterdrückung möglich sein,
d) der Rückruf sollte werktags innerhalb von 48 Stunden erfolgen,
e) der Rückruf sollte durch die angewählte Mitarbeiterin erfolgen.
3. Die Prüfung soll weiterhin die finanziellen Auswirkungen eines solchen
Rückrufservices darstellen.
4. Das Ergebnis der Prüfung ist, vor Abgabe eines Schlussberichtes, dem Ausschuss
für Bürgerbeteiligung, Eingaben, Wohnen, Bürgerdienste zur fachlichen Beratung
und dem Ausschuss für Finanzen, Immobilienmanagement und Personal zur
Beratung der finanziellen Auswirkungen bis zum 02.Dezember 2009 zu übergeben.“
wird gemäß § 13 Bezirksverwaltungsgesetz berichtet:
Im Callcenter der Pankower Bürgerämter wurde vom 01.03. – 31.05.2011 ein
Rückrufservice getestet. Die Ergebnisse sind dem nachfolgenden Abschlussbericht
„Rückrufservice“ des Amtes für Bürgerdienste und Wohnen vom 09.08.2011 zu
entnehmen (Anlage 1 und 2).
Der 5. Zwischenbericht wird dem Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Bürgerdienste,
Wohnen und GO zur weiteren fachlichen Beratung übergeben.
Es wird des Weiteren auf die Ausführungen im 3. Zwischenbericht verwiesen. Das
explizite Angebot eines Rückrufservices wäre, unter Berücksichtigung der
datenschutzrechtlichen Hinweise aus der Stellungnahme des Berliner Beauftragten für
Datenschutz und Informationsfreiheit und der technischen vorhandenen Möglichkeiten,
durch die Einrichtung von Anrufbeantworterzellen für ausgewählte Rufnummern und
einen dann aufgesprochenen Text wie z.B.: „ Wenn Sie einen Rückruf wünschen,
sprechen Sie nach den Piepton Ihren Namen, Ihre Rufnummer und Ihr Anliegen auf den
Anrufbeantworter.“ realisierbar. Diese Lösung wäre vom technischen Aufwand
kostenneutral.
Hinsichtlich der aus dem Rückrufservice resultierenden und auf das Bezirksamt Pankow
entfallenden Gesprächsgebühren kann durch das erhöhte Gesprächsaufkommen mit
einer 10 % Steigerung der Kosten zu rechnen sein. Ferner ist zu berücksichtigen, dass
bei gleicher Personalstärke in Bereichen der Bearbeitungszeitfonds noch kleiner wird.
Auch sei darauf hingewiesen, dass in den Leistungsbereichen heute schon sehr lange
Bearbeitungszeiten anfallen (u.a. Wohnungs-, Sozial-, Jugend-, Bürger- und
Standesämter), die durch diesen zusätzlichen Service nicht reduziert, sondern erhöht
werden.
Es sei an dieser Stelle auf die weitere Entwicklung des Bürgertelefons 115 in der
Berliner Verwaltung in den Jahren 2011 – 2013 verwiesen.
Haushaltsmäßige Auswirkungen
derzeit nicht bezifferbar
Gleichstellungs- und gleichbehandlungsrelevante Auswirkungen
keine
Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung
keine
Kinder- und Familienverträglichkeit
entfällt
__________________
Matthias Köhne
Bezirksbürgermeister
___________________
Dr. Torsten Kühne
Bezirksstadtrat für Verbraucherschutz,
Kultur, Umwelt und Bürgerservice
Anlage 1
Amt für Bürgerdienste und Wohnen
BW BüA L
10.11.2011
Im Callcenter der Pankower Bürgerämter wurde vom 01.03. – 31.05.2011 ein
Rückrufservice für die Bürgerinnen und Bürger getestet.
Beim Rückrufservice wurden, sofern dies organisatorisch und technisch möglich war,
die Forderungen aus der Beschlussempfehlung der BVV-Drucksache Nr.: VI -0831 berücksichtigt. Die Beschränkung des Testbetriebes auf das Callcenter der Pankower
Bürgerämter ist den objektiven Arbeitsabläufen in den 4 Pankower Bürgerämtern
geschuldet. An den Einzelarbeitsplätzen ist ein Rückrufservice aus folgenden Gründen
nicht möglich:
-
Telefonate und Rückrufe sind während der Publikumsabfertigung nicht möglich;
Telefonate und Rückrufe sind außerhalb der Sprechzeiten nicht möglich, da die
wöchentliche Arbeitszeit der Mitarbeiter/innen mit den „Pflichtaufgaben“ voll
ausgelastet ist (31 Stunden Sprechzeit wöchentlich, sofern der Publikumsandrang
dies überhaupt zulässt; mind. 1 Stunde täglich Vor- und Nacharbeit;
Postbearbeitung in laufenden Fällen).
Aus diesem Grund wurde bereits 2004 ein separates Callcenter für die Pankower
Bürgerämter gebildet.
Der Testbetrieb erfolgte unter folgenden Bedingungen:
-
der Service war für die Bürgerinnen und Bürger optional;
ein automatischer Rückrufdienst ist technisch nicht realisierbar
(Gruppenschaltung der Telefone);
der Rückruf erfolgte innerhalb von 48 Stunden;
Rückruf erfolgt innerhalb der Sprechzeiten der Bürgerämter;
Rückruf erfolgte durch Mitarbeiterinnen des angewählten Callcenters;
Einschaltung eines Anrufbeantworters innerhalb der Sprechzeiten der
Bürgerämter (31 Stunden);
außerhalb der Sprechzeiten erfolgt nur informative Bandansage;
tägliche statistische Erfassung für Auswertung;
Erfassung der Telefongespräche;
Aufzeichnung der personellen und finanziellen Auswirkungen;
Bereitstellung einer zusätzlichen Mitarbeiterin aus den Bürgerämtern, die
damit für die Publikumsabfertigung nicht zur Verfügung stand.
Die folgenden Kriterien konnten nicht getestet werden:
-
Rückruffunktion bei Rufnummernunterdrückung (technisch nicht umsetzbar).
Der Test lief organisatorisch wie folgt ab:
-
Abhören der eingegangenen Telefonate;
-
1. bzw. 2. Rückruf innerhalb der Sprechzeiten der Bürgerämter; Klärung bzw.
Weiterleitung der Anliegen;
Außerhalb der Sprechzeiten erfolgte nur informative Bandansage;
Statistische Erfassung.
Der Rückrufservicetest führte zu folgenden Ergebnissen (s. auch Anlage 2):
1.
Es wurden insgesamt 3668 Anrufe abgehört, davon 2079 mit der Bitte um
Rückruf und 1589 ohne.
2.
Es waren zur Klärung der Bürgeranliegen 1477 1. Rückrufe und 847 2. Rückrufe
notwendig. 298 Kontakte kamen auch nach dem 2. Rückruf nicht zustande.
3.
Die zusätzlichen Kosten für die Rückrufe (Mobil und Festnetz) lagen monatlich
bei ca. 100 €.
4.
Der zusätzliche Personalbedarf für das Callcenter der Pankower Bürgerämter lag
in der Testphase bei 227 Minuten/Tag, dies entspricht einem Volumen von ca.
0,5 Stellen. Die Einführung eines Rückrufservices für das Callcenter der
Bürgerämter wäre nur mit zusätzlichem Personal zu realisieren, der zu Lasten
der direkten Publikumsabfertigung gehen würde.