Daten
Kommune
Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
Dateiname
Vorlage zur Kenntnisnahme.pdf
Größe
65 kB
Erstellt
17.10.15, 07:24
Aktualisiert
27.01.18, 12:29
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksachen
der Bezirksverordnetenversammlung
Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
4. Wahlperiode
Ursprung: Antrag
TOP-Nr.:
SPD/Grüne
Wuttig/Dr.Zöbl/Dr.Timper/Ludwig
Vorlage zur Kenntnisnahme
DS-Nr: 2151/3
Beratungsfolge:
Datum
Gremium
25.08.2011
21.09.2011
14.12.2011
16.02.2012
BVV
Stad
Stad
BVV
BVV-054/3
Stad-063/3
tadt-002/4
BVV-005/4
überwiesen
vertagt
ohne Änderungen im Ausschuss beschlossen
ohne Änderungen in der BVV beschlossen
Die Baulichkeiten der ehemaligen Radaranlage auf dem Teufelsberg unter
Denkmalschutz stellen
Die BVV hat in ihrer Sitzung am 16. Februar 2012 beschlossen:
Das Bezirksamt wird aufgefordert, sich für die Unterschutzstellung der Baulichkeiten der
ehemaligen Radaranlage auf dem Teufelsberg einzusetzen. Zudem wird das
Bezirksamt gebeten, an geeigneter Stelle eine Informationstafel anzubringen, die die
historische Bedeutung des Areals erläutert (von der "Wehrtechnischen Fakultät" bis zur
Radarstation).
Der BVV ist bis zum 29.02.2012 zu berichten.
Das Bezirksamt teilt hierzu Folgendes mit:
Nach über zwei Jahren seit Beschlussfassung und intensiver Diskussionen sowie
diversen
Veranstaltungen
und
Präsentationen
zu
Nutzungsideen
und
Zukunftsaussichten für den Teufelsberg fand am 18. März 2014 die nunmehr vierte
Sitzung des Runden Tisches Teufelsberg statt. Am Runden Tisch nahmen
Vertreterinnen und Vertreter der BVV, des Bezirksamtes, von Senatsdienststellen, der
Eigentümer und der unterschiedlichsten Interessengruppen teil. Auch das
Landesdenkmalamt war vertreten.
Auf der Sitzung des Runden Tisches am 18. März 2014 wurde deutlich, dass für eine
Veränderung der planungsrechtlichen Einordnung des Teufelsberges als Waldgebiet
keine politische Mehrheit vorhanden ist und damit die von den Eigentümern gewüschte
kommerzielle Nutzung des Standortes planungsrechtlich ausgeschlossen ist. Diese
Aussage entspricht der Linie des Bezirkes, der den bislang entwickelten
Nutzungsmodellen mit Hotel-, Gaststätten und Veranstaltungsbetrieben stets kritisch
gegenüber stand.
«VONAME»
Ausdruck vom: 22.04.2014
Seite: 1
Die Zukunft der baulichen Anlagen und der Informationstafel ist damit weiterhin offen.
Es herrscht die Meinung vor, den Teufelsberg als Relikt, nunmehr schon eher als Fossil
des Kalten Krieges und Teil der deutsch-deutschen Geschichte auch den kommenden
Generationen zur Erinnerung und Mahnung zu erhalten. Dies entspricht auch der
Haltung der Senatskanzlei, die mit Schreiben vom 28. August 2013 dazu ausführt:
„Gleichzeitig können wir aber nicht bestreiten, dass auch das Land Berlin ein Interesse
daran hat, den Teufelsberg als einen bedeutungsvollen Ort der Berliner Geschichte in
bestehende Gedenkkonzepte wie etwa die Berliner Geschichtsmeile erfolgreich
einzugliedern.“ Um dieses Vorhaben realisieren zu können, muss nunmehr eine
Konzeptentwicklung erfolgen. Vorstellbar wäre beispielsweise, dass das Land Berlin
das Gelände erwerben und entsprechend der Zielvorstellung entwickeln könnte,
insbesondere um eine Nutzung von Fördermitteln des Landes und des Bundes zu
ermöglichen. Über die weiteren Schritte wird das Bezirksamt unaufgefordert im
zuständigen Ausschuss informieren.
Das Bezirksamt bittet, den Beschluss damit als erledigt zu betrachten.
Reinhard Naumann
Bezirksbürgermeister
«VONAME»
Marc Schulte
Bezirksstadtrat
Ausdruck vom: 22.04.2014
Seite: 2