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Daten

Kommune
Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
Dateiname
Antrag.pdf
Größe
64 kB
Erstellt
17.10.15, 07:29
Aktualisiert
27.01.18, 12:31

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Inhalt der Datei

Drucksachen der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin 4. Wahlperiode Ursprung: Antrag SPD/CDU/Grüne/PIRATEN/LINKE (fraktionslos) TOP-Nr.: Wuttig/Dr. Vandrey/Kaas Elias/Klose/ Schlosser/Tillinger Antrag DS-Nr: 0189/4 Beratungsfolge: Datum Gremium 26.04.2012 BVV BVV-008/4 Zeugnisse der Geschichte müssen für alle erlebbar sein Die BVV möge beschließen: Das Bezirksamt wird aufgefordert, sich gegenüber der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) dafür einzusetzen, dass für Schulklassen und -kurse, die im Rahmen des Fachunterrichts oder am Wandertag das Schloss Charlottenburg besuchen, ein sozialverträglicher Gruppentarif angeboten wird. Gleichzeitig sind altersspezifische museumspädagogische Angebote (z. B. bei Führungen) einzufordern. Der BVV ist bis zum 30.06.2012 zu berichten. Begründung: Im Gegensatz zu den Staatlichen Museen zu Berlin sowie vielen anderen kulturellen Einrichtungen in Berlin verzichtet die SPSG bisher darauf, Schulklassen und Kursen einen günstigen Gruppentarif anzubieten. Die derzeit angebotenen Führungen sind thematisch im Schwerpunkt für Touristen ausgelegt und für den Schulunterricht wenig geeignet. Hierdurch ergibt sich, dass die Schulen den Eintritt entrichten müssen, ohne jedoch letztlich einen Nutzen für ihren Bildungsauftrag ziehen zu können. Momentan liegt der ermäßigte Eintritt für das „Alte Schloss“ alleine bei 8,- Euro. Für weitere Gebäude muss jeweils im Einzelnen ein weiteres Eintrittsgeld entrichtet werden (z. B. Neuer Flügel, Belvedere). Ferner ist eine Fotoerlaubnis in keinem der jeweiligen Eintrittspreise enthalten und muss ggf. von jedem Schüler im Einzelnen mit einer Summe von 3,- Euro separat bezahlt werden. Ein/e Schüler/in käme insgesamt auf ca. 15,- Euro, wenn er/sie das Schloss Charlottenburg im Ganzen besuchen wollen würde. «VONAME» Ausdruck vom: 01.08.2013 Seite: 1 Ferner besteht die Möglichkeit, eine alle Sehenswürdigkeiten beinhaltende Karte für 12,- Euro pro Person zu kaufen. Einen weiteren Missstand bilden die von der SPSG im Schloss Charlottenburg durchgeführten Führungen. Bei diesen werden thematisch keine sichtbaren Unterscheidungen zwischen den Schulklassen gemacht, so dass z. B. eine 7. Klasse die gleiche Führung erhält wie ein Leistungskurs im Abiturjahrgang. Die Möglichkeit, das Schloss Charlottenburg separat auch als tariflich definierte Gruppe im Klassenverband zu besuchen, ist nicht gegeben. Für Familien mit kleinem oder keinem Einkommen sind obengenannte Summen nicht einfach „nebenbei“ aufzubringen. Wenn schon im Einzelfall aus finanziellen Gründen nicht im Privaten die Möglichkeit besteht, Kultur- und Kunstgüter wie das Schloss Charlottenburg als Zeugnisse der Geschichte zu besichtigen, so muss die Schule als Lernort und Institution von Wissensvermittlung garantieren können, dass alle Schülerinnen und Schüler die gleiche Chance haben, sich Bildung anzueignen. Der Geldbeutel darf nicht darüber entscheiden, wer Zugang zu Bildung erhält und wer nicht. «VONAME» Ausdruck vom: 01.08.2013 Seite: 2