Daten
Kommune
Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
Dateiname
Vorlage zur Kenntnisnahme.pdf
Größe
68 kB
Erstellt
17.10.15, 07:33
Aktualisiert
27.01.18, 12:13
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksachen
der Bezirksverordnetenversammlung
Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
4. Wahlperiode
Ursprung: Antrag
TOP-Nr.:
SPD/Grüne
Wuttig/Pinkvoß-Müller/SchmittSchmelz/Dr.Timper/Dr.Vandrey/Kaas
Elias
Vorlage zur Kenntnisnahme
DS-Nr: 0260/4
Beratungsfolge:
Datum
Gremium
14.06.2012
BVV
BVV-010/4
ohne Änderungen in der BVV beschlossen
Olivaer Platz
Die BVV hat in ihrer Sitzung am 14. Juni 2012 beschlossen:
Das Bezirksamt wird aufgefordert, bei der Umgestaltung des Olivaer Platzes zu einem
grünen Stadtplatz mit hoher Aufenthaltsqualität den Siegerentwurf ohne Parkplätze als
Grundlage der weiteren Planung zu nehmen. Auf eine Tiefgarage ist zu verzichten.
Der BVV ist bis zum 31.07.2012 zu berichten.
Das Bezirksamt teilt hierzu Folgendes mit:
Mit Schreiben vom 13. Juni 2013 wurde der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und
Umwelt der Beschlusstext übermittelt und Folgendes mitgeteilt:
„Diese Position erfolgte nach einem breiten Prozess der Bürgerbeteiligung, dennoch
gab es hierbei auch heftige Widerstände, unter anderem durch Vertreter der AG City e.
V. und von Teilen der anliegenden Gewerbetreibenden.
Um diese weiterhin bestehenden Bedenken von vor Ort Betroffenen auszuräumen und
um nunmehr die Planungen der Umgestaltung auf einer möglichst breiten Basis
umsetzen zu können, wurde eine Lösung erarbeitet, die durch eine Neuorganisation der
Stellflächen um den Olivaer Platz herum den Wegfall der Parkplätze dort zu einem
großen Teil kompensiert hätte.
Ergänzend dazu wurde die Idee der AG City e. V. zum Bau einer Tiefgarage unter dem
Olivaer Platz erneut aufgegriffen.
«VONAME»
Ausdruck vom: 17.10.2013
Seite: 1
Beide Vorschläge wurden jedoch am 5. Juni 2013 mehrheitlich vom Ausschuss für
Tiefbau und Grünflächen abgelehnt. Gleichzeitig ist die eingangs erwähnte
Beschlusslage der BVV bekräftigt worden. Daher muss die Frage des ruhenden
Verkehrs fachlich vertieft bewertet werden, ein entsprechendes Gutachten ist in
Vorbereitung.
Gleichzeitig ist das begonnene Bebauungsplanverfahren nunmehr zügig zu Ende zu
führen, um die rechtssichere Umsetzung der Platzumgestaltung bewerkstelligen zu
können. Falls hiergegen Rechtsmittel eingelegt werden, würde das im ungünstigsten
Fall bedeuten, dass die Arbeiten erst im Jahre 2016 beginnen könnten.
Ein Baubeginn zum jetzigen Zeitpunkt erscheint nicht sinnvoll, da der geltende
Bebauungsplan explizit eine Parkplatzfläche vorsieht und somit ein gerichtlich
durchgesetzter Baustopp Realität werden könnte.
Insofern erbitte ich von Ihnen die Zusage, dass trotz eines möglichen späteren Beginns
der Baumaßnahmen Fördermittel zur Verfügung gestellt werden.“
Als Antwort teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt mit Schreiben
vom 11. September 2013 mit:
„Ich bedauere es sehr, dass der Zeitplan für die Erweiterung und Neugestaltung des
Olivaer Platzes sich so verzögern wird. Im Programm Aktive Zentren wurden bereits
Baumittel in Höhe von 1.931.320 € in Raten von 2012 bis 2015 zugesagt, die nach
Ihrem jetzt dargestellten Zeitplan nur in sehr geringem Umfang eingesetzt werden
können.
Ich bin jedoch mit Ihnen einer Meinung, dass bei unterschiedlichen Haltungen in der
Bevölkerung zu einem so wichtigen Bauprojekt im Rahmen von Planungsverfahren
Abwägungs- und Entscheidungsprozesse demokratisch durchgeführt werden müssen.
Ich bitte Sie, diesen Prozess konsequent und zügig zu verfolgen.
Da die konzeptionellen und planerischen Vorbereitungen für die Neugestaltung des
Olivaer Platzes bereits mit Programmmitteln finanziert wurden, sehe ich durchaus die
Notwendigkeit die Finanzierung der Baumaßnahme im Programm Aktive Zentren, wenn
auch zu einem späteren Zeitpunkt, sicherzustellen.
Diese Inaussichtstellung von weiteren Fördermitteln kann jedoch nur für den von Ihnen
dargestellten maximalen Zeitraum mit Baubeginn in 2016 gelten, da die Förderung im
Rahmen eines Städtebauförderprogramms immer einer zeitlichen Befristung unterliegt.“
Nachdem nun sichergestellt ist, dass die Fördermittel auch bei einem späteren
Baubeginn als geplant gewährt werden, kann das Bebauungsplanverfahren nunmehr zu
Ende geführt werden.
Das Bezirksamt bittet, den Beschluss damit als erledigt zu betrachten.
Reinhard Naumann
Bezirksbürgermeister
«VONAME»
Marc Schulte
Bezirksstadtrat
Ausdruck vom: 17.10.2013
Seite: 2