Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
VzK 13 Schlussbericht BA, 33 BVV am 05.05.2010.pdf
Größe
22 kB
Erstellt
17.10.15, 21:59
Aktualisiert
28.01.18, 00:19
Stichworte
Inhalt der Datei
2.20
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
Vorlage zur Kenntnisnahme § 13 BezVG /SB
VI-0949
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Linksfraktion
des Bezirksamtes
Beratungsfolge:
27.01.2010
05.05.2010
BVV
BVV
BVV
BVV/30/VI
BVV/33/VI
ohne Änderungen in der BVV beschlossen
Betreff: Teilnahme am Wettbewerb "Kommunaler Klimaschutz 2010"
Es wird gebeten, zur Kenntnis zu nehmen:
Siehe Anlage
Berlin, den 27.04.2010
Einreicher: Bezirksamt
Ergebnis:
x
ZUR KENNTNIS GENOMMEN OHNE AUSSPRACHE
ZUR KENNTNIS GENOMMEN MIT AUSSPRACHE
zurückgezogen
Drs. VI-0949
Bezirksamt Pankow von Berlin
.4.2010
An die
Bezirksverordnetenversammlung
Drucksache-Nr.:
in Erledigung der
Drucksache Nr.: VI-0949
Vorlage zur Kenntnisnahme
für die Bezirksverordnetenversammlung gemäß § 13 BezVG
Schlussbericht
Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen:
In Erledigung des in der Sitzung
am 27. 01. 2010 angenommenen Ersuchens der
Bezirksverordnetenversammlung – Drucksache Nr.: VI-0949
„Das Bezirksamt wird ersucht, sich am Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2010 zu
beteiligen“
wird gemäß § 13 Bezirksverwaltungsgesetz berichtet:
Gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium führt die Servicestelle: Kommunaler
Klimaschutz den Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz 2010“ durch. Zielgruppen sind
Kommunen und Regionen, die durch erfolgreich realisierte Maßnahmen, Strategien oder
Aktionen in besonderem Maße zur Reduzierung von Treibhausgasen beigetragen haben. Eine
Bewerbung ist in drei unterschiedlichen Kategorien möglich:
Kategorie 1
Innovative technische und/oder bauliche Maßnahmen für den Klimaschutz in einem
kommunalen Gebäude oder einer kommunalen Einrichtung, die z.B. besonders effektiv
Energieeffizienz mit der Nutzung erneuerbarer Energien verbinden.
Kategorie 2
Innovative und vorbildliche Strategien zur Umsetzung des kommunalen Klimaschutzes, durch
die z.B. besonders tragfähige Modelle zur Kooperation mit anderen Kommunen
(interkommunale Kooperationen, Regionen) oder mit der Privatwirtschaft, Handwerksbetrieben,
Einzelhandel, Verbänden, Bürgerinitiativen etc. realisiert werden konnten.
Kategorie 3
Erfolgreich umgesetzte, innovative Aktionen zur Beteiligung und Motivation der Bevölkerung bei
der Realisierung von Klimaschutzmaßnahmen.
Die Maßnahmen, Strategien und Aktionen sollen Modell- und Vorbildfunktion besitzen und
andere Kommunen zur Nachahmung anregen. In jeder Kategorie werden drei Preisträger
ausgewählt, innerhalb dieser Kategorien findet kein Ranking statt. Die Gewinner der ersten
Kategorie erhalten jeweils ein Preisgeld von 40.000 Euro, auf alle anderen Gewinner warten
jeweils 20.000 Euro. Das Preisgeld muss in Klimaschutzaktivitäten investiert werden. Damit
können die prämierten Projekte weiter gefördert, aber auch gänzlich neue Aktivitäten
angeschoben werden.
Der Bezirk Pankow hat sich an dem Wettbewerb „ Kommunaler Klimaschutz 2010“ mit einem
Beitrag in der Kategorie 2 Innovative und vorbildliche Strategien zur Umsetzung des
kommunalen Klimaschutzes beteiligt.
Dabei wurde das Projekt „Energieeffizienz im Verbund“ vorgestellt, das im Rahmen des Lokalen
Agenda 21-Prozesses mit dem Beschäftigungs- und Qualifizierungsträger KEBAB gGmbH
(Kombinierte Energiespar- und Beschäftigungsprojekte aus Berlin) entwickelt wurde und im
Handlungsprogramm Energie und Klimaschutz für eine nachhaltige Entwicklung des Bezirks
Pankow integriert ist.
Ein Schwerpunkt dieses Projektes ist die Vernetzung von Akteuren auf dem Gebiet des
Klimaschutzes im Bezirk. Es entstand ein regelmäßiger Austausch der Energieberater,
Bauhandwerker und Techniker zum energieeffizienten Bauen (zehn Treffen im Zeitraum von 2
Jahren). Darüber hinaus wurde die Idee entwickelt, mit konkreten Maßnahmen eine
Verbesserung der Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen im Bezirk zu
erreichen.
Das Projekt „Energieeffizienz im Verbund Pankow“ steht für Erstberatung und Unterstützung im
Bereich der energetischen Sanierung kleiner und mittlerer Unternehmen. Das Projekt hat
mehrere Stufen durchlaufen und wurde in den vergangenen Jahren den Bedingungen und
Voraussetzungen im Bezirk stärker angepasst. Ziel des Projekts ist es, die
Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe der lokalen Wirtschaft zu stärken und gleichzeitig einen
aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.
In einem ersten Abschnitt - in der Zeit vom Oktober 2006 bis Juni 2007 – engagierte sich das
Projekt „Energieeffizienz im Verbund Pankow“ für die Verbesserung der Energieeffizienz in
Pankower Gewerbebetrieben. Im Rahmen des Projektes wurde ein Koordinierungsbüro
eingerichtet, das den Kontakt zu Anbietern und Nachfragern energieeffizienter Produkte und
Dienstleistungen aufbaute und als Schnittstelle für das Verbundprojekt diente. Der Schwerpunkt
wurde auf die Vorbereitung und Durchführung von Branchengespräche gelegt.
Dabei entfaltete es seine Wirksamkeit in drei Richtungen:
die Optimierung des Energieverbrauchs in klein – und mittelständischen Unternehmen und
damit eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes
die Schärfung des Angebotsprofils der Anbieter von Energiespartechnik und diesbezüglichen
Dienstleistungen für den Bedarf in klein – und mittelständischen Untenehmen
die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der potentiellen Partner im Bezirk
Die Teilnehmer wurden branchenspezifisch mit den modernen Möglichkeiten der
Ressourceneinsparung vertraut gemacht. Als ein weiteres Ergebnis wurde im Juni 2007, in
Kooperation mit Handwerksbetrieben, die Aktion „Heizungs-Check“ durchgeführt, die den
Fachbetrieben Kontakt und Zugang zu neuen Kunden ermöglichen sollte. Gleichzeitig sind
über das Verbundprojekt hinaus Kontakte zu weiteren Netzwerken entstanden (Energieberater,
Heizungsinstallateure etc.), die weiter erhalten und genutzt werden.
Darüber hinaus wurden zusätzliche Fachveranstaltungen für das Projekt „Energieeffizienz im
Verbund“ genutzt. Die Modifizierung des Teilnehmerkreises in Richtung Planer im Bereich
Haus- und Bautechnik als Multiplikatoren ergab sich aus der Nachfrage im Bezirk. Insgesamt
konnte aufgrund der intensiven Kontakte und Gespräche eine beachtliche Zahl an
Unternehmen in den Projektverbund einbezogen werden. In der Folgezeit erfuhren die
Branchengespräche eine Modifizierung in dem weitere Zielgruppen angesprochen wurden.
Mit dem Projekt „Energieeffizienz im Verbund“ wurde eine wirtschaftsnahe Netzwerkentwicklung
angeregt und die Tragfähigkeit eines solchen Netzwerkes erprobt. Durch die Einbindung des
Projektes „Energieeffizienz im Verbund“ in das jährliche Netzwerkforum des Arbeitskreises
„Zukunftsfähiges Wirtschaften“ der Lokalen Agenda 21 wurden Instrumentarien und
Maßnahmen zur Energieeinsparung weiter bekannt gemacht und auf nachahmenswerte
Beispiele im Sinne von Good- Practices verwiesen.
Nach Auslaufen der geförderten Projektphase über das EU- Programm ERFE
(Wirtschaftsdienliche Maßnahmen) konnte die Arbeit teilweise mit Unterstützung von
Arbeitsförderinstrumenten, teilweise ehrenamtlich fortgesetzt werden. Über den Arbeitskreis
„Zukunftsfähiges Wirtschaften“ bleibt die Vernetzung erhalten und wird in weitere Aktivitäten
eingebunden.
Der Wettbewerbsbeitrag des Bezirkes wurde fristgerecht zum 30.03.2010 bei der Servicestelle
Kommunaler Klimaschutz eingereicht.
Haushaltsmäßige Auswirkungen
keine
Gleichstellungs- und gleichbehandlungsrelevante Auswirkungen
keine
Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung
Die Beteiligung am Wettbewerb soll beispielhafte Strategien und Aktionen im Rahmen des
kommunalen Klimaschutzes vorstellen und zur Nachahmung anregen.
Kinder- und Familienverträglichkeit
keine Auswirkungen
Matthias Köhne
Bezirksbürgermeister