Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
VzK 15, Bezirksamt, 31. BVV am 03.03.2010.pdf
Größe
31 kB
Erstellt
17.10.15, 22:03
Aktualisiert
28.01.18, 00:23
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
Vorlage zur Kenntnisnahme § 15 BezVG
des Bezirksamtes
VI-0966
Ursprungsdrucksachenart: Vorlage zur
Kenntnisnahme § 15 BezVG,
Ursprungsinitiator: Bezirksamt
Beratungsfolge:
03.03.2010
BVV
BVV/31/VI
Betreff: Umzug des Musikschulstandortes Pappelallee 41 B in den Eliashof
Es wird gebeten, zur Kenntnis zu nehmen:
Siehe Anlage
Berlin, den 17.02.2010
Einreicher: Bezirksamt
Ergebnis:
x
ZUR KENNTNIS GENOMMEN OHNE AUSSPRACHE
ZUR KENNTNIS GENOMMEN MIT AUSSPRACHE
zurückgezogen
Drs. VI-0966
.02.2010
Bezirksamt Pankow von Berlin
An die
Bezirksverordnetenversammlung
Drucksache-Nr.: VI-0966
Vorlage zur Kenntnisnahme
für die Bezirksverordnetenversammlung gemäß § 15 BezVG
Betr.: Umzug des Musikschulstandortes Pappelallee 41 B in den Eliashof
Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen:
Gemäß § 15 Bezirksverwaltungsgesetz (BezVG) wird berichtet:
Das Bezirksamt hat in seiner Sitzung am 16.02.2010 folgende Beschlüsse gefasst:
I. Der Umzug der Musikschule aus der Pappelallee 41 B in den Eliashof wird in
einem Schritt zum 20.08.2010 erfolgen.
II. Der Murkelbühne wird bis 30.09.2010 mit Wirkung zum 31.12.2010 gekündigt. Die
Freien Träger der Jugendkultur werden in Abhängigkeit vom erzielten Baufortschritt,
spätestens je-doch zum 31.12.2011 aus dem Eliashof ausziehen.
III. Die Räume des MachMitMuseums im 3.OG des Vorderhauses werden mit Wirkung zum
30.06.2011 gekündigt und einer Nutzung durch die Musikschule zugeführt.
IV. Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt gemäß der dargelegten Planung.
Begründung
Das Bezirksamt hat in seiner Sitzung am 22.12.2009 beschlossen, dass der Umzug der
Musikschule aus dem Objekt Pappelallee 41 B bist spätestens 30.06.2010 erfolgen soll und bis
zum 26.01.2010 ein Zeit- und Finanzierungsplan vorzulegen ist. Außerdem sollten alternative
Standorte für eine vorübergehende Unterbringung der Musikschulangebote aus der Pappelallee
41 B geprüft werden.
Ausgangspunkt war, dass durch umfangreiche Bauarbeiten im Eliashof für die Umnutzung zur
Grundschule für eine Verlagerung aller Angebote aus der Pappelallee vorübergehend nicht
genügend nutzbare Raumkapazität zur Verfügung steht. Bei der Überarbeitung des Zeit und
Finanzierungsplans haben sich eine Reihe von Sachzusammenhängen herausgestellt, die den
kompletten Umzug der Musikschule aus der Pappelallee 41 B in den Eliashof zum 20.08.2010
als fachlich und wirtschaftlich vernünftig umsetzbar darstellen.
Sofort bzw. kurzfristig sind im linken Seitenflügel und im Quergebäude des Eliashofs weitere 12
Räume für die Musikschule nutzbar. Wobei diese zum überwiegenden Teil in der weiteren
Entwicklung von der Grundschule genutzt werden. Damit fehlt ein noch nicht gedeckter Bedarf
von 12 Unterrichtsräumen für Angebote aus der Pappelallee. Diese 12 Räume können durch
Umbaumaßnahmen in 3 Geschossen des Vorderhauses des Eliashofs bis Mitte August
geschaffen werden. Diese Räume werden auch zukünftig von der Musikschule dauerhaft
genutzt. (Siehe tabellarische Übersicht)
Damit kann das Objekt Pappelallee zum 20.08. frei gezogen werden. Um die
Musikschulnutzung des Objekts Pappelallee zum 30.06. oder früher aufzugeben, müssten diese
12 Unterrichtsräume andernorts geschaffen/angemietet werden. (Siehe tabellarische Übersicht)
Die Prüfung von Raumalternativen hat zu folgendem Ergebnis geführt:
•
•
•
•
•
Schönfließer Str. 7. In den Räumen, die die JFE frei zieht, können mit mäßigem baulichem
Aufwand 4 und mit erheblichem baulichem Aufwand 7 Unterrichtsräume geschaffen
werden. Da der Zeitpunkt einer möglichen Nachnutzung und Umbaumaßnahmen sehr
unsicher und der finanzielle Aufwand in keinem vernünftigen Verhältnis zu einer nur kurzen
Nutzungszeit steht, wird diese Zwischenumsetzungsmöglichkeit wegen offensichtlicher
Unwirtschaftlichkeit nicht weiter verfolgt.
Verkehrsschule Thomas-Mann-Straße. Hier sind mit nur geringem Aufwand 4 Räume für
Musikschulangebote nutzbar. Für die Herstellung einer größeren Anzahl von
Unterrichtsräumen wäre ein erheblicher baulicher Aufwand erforderlich, der in keinem
Verhältnis zur kurzzeitigen Nutzung steht.
Nach Aussage des Geschäftsbereichs GesSozSchule gibt es zurzeit in räumlicher Nähe
keine freien Raumkapazitäten in Schulen, die vor 16 Uhr für Musikschulunterricht nutzbar
sind.
Die anderen Musikschulstandorte sind bis auf wenige Stunden ausgelastet und können von
daher den Bedarf von 8 oder 12 Unterrichtsräumen, die als Umsetzräume während des
Umbaus benötigt werden, nicht decken.
Die Volkshochschule verfügt über drei eigene Standorte, die zu den Kernzeiten ausgelastet
sind und deren bestehende Nutzung in zeitlicher Konkurrenz zu den Unterrichtszeiten der
Musikschule steht. Hier wären allenfalls 2-3 Unterrichtsräume am neuen Standort Bizetstr.
27 mobilisierbar zu Lasten des Einzugs von VHS-Angeboten.
Für die fachliche und wirtschaftliche Abwägung war maßgebend, dass das Objekt Pappelallee
41 B auf Grund von boden- und nachbarrechtlichen sowie komplizierten
Erschließungsprobleme nicht kurzfristig zur Verwertung an den Liegenschaftsfonds abgegeben
werden kann. Um es überhaupt einer gesonderten Verwertung/Nutzung zuzuführen, sind
Ordnungsmaßnahmen mit einem erheblichen finanziellen Umfang erforderlich.
Damit stellt sich ein kurzfristiger Auszug aus dem Objekt mit Doppelumzügen und Zusatzkosten
verursachenden Zwischennutzungen gegenüber einem Verbleib der Musikschulangebote bis
zum 20.08. nicht nur als fachlich problematisch, sondern auch zu dem als unwirtschaftlicher dar.
Um doppelte Umzüge und Kosten sowie vor allem die Einbeziehung dritter Gebäude zu
vermeiden, wird der Umzug in einem
Schritt bis zum Schuljahresbeginn 2010/11 am 23.08.2010 abgeschlossen sein. Diese
Überschreitung des Zieltermins des BA-Beschlusses vom 22.12.2009 um wenige Wochen, ist
aus den dargelegten Gründen angemessen.
Um die Musikschulangeboten des Ortsteils Prenzlauer Berg auch nachhaltig beim Aufwachsen
der Grundschule am Standort Eliashof geschlossen unterbringen zu können, ist die Nutzung der
Räume im 3.OG des Vorderhauses durch die Musikschule mittelfristig unabweislich erforderlich.
Diese Räume werden derzeit vom benachbarten MachMitMuseum als Büroräume genutzt. Der
Nutzungsvertrag mit dem MachMitMuseum ist deshalb zu kündigen und die Nutzung muss bis
spätestens 30.06.2011 aufgegeben werden, damit anschließend der Umbau für die
Musikschulnutzung erfolgen kann.
Ein Vorort-Termin der Musikschule im Mach-Mit-Museum hat dort keine nennenswerten
zusätzlichen Raumressourcen für die Musikschule bei einem Verbleib der Büroräume des MMM
im 3.OG des Vorderhauses ergeben.
Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass 24 Unterrichtsräume aus der Pappelallee in
den Eliashof umgesetzt werden müssen, wird das Amt für Kultur und Bildung / FB Musikschule
Béla Bartók den Standort Pappelallee 41 B mit folgender Schrittfolge frei ziehen:
Schritt
Umsetzung bis
Vorübergehende Belegung
von 8 derzeit freien Räumen
im Quergebäude 1.+2.OG
EH
Vorübergehende Belegung
von weiteren 4 derzeit freien
Räumen im QG 3.OG EH
nach Herrichtung
Bezug von 12 neuen
Räumen im VH
Pappelallee ist frei!
Baubeginn QG EG und 1.OG
für GS
Weiterhin
fehlende
Räume / Saldo
20.08.10 -16
Voraussetzung
20.08.10 -12
Geringfügiges
Herrichten und 2
Zwischenwände
(bleiben MS –Räume)
Umbau VH ist erfolgt
20.08.10 +/-0
Baubeginn QG 2.u.3 OG
Für GS
keine
Frühjahr 2012*) -2
Auszug MS aus 2
Räumen QG 1.OG
Frühjahr 2012*) -8
Auszug MS aus
weiteren 6 Räumen
01.01.2012 -1
Auszug MMM aus 7
Räumen
Räume für MS
umgebaut
Bezug von 7 Räumen 3.OG
VH
*) Einschätzung des Architekten
Unter der Voraussetzung, dass der Umbau für Musikschulzwecke im Eliashof erfolgt ist, wird
damit zum 20.08.2010 die Pappelallee frei gezogen.
Die Finanzierung der Maßnahme geschieht wie folgt:
Schritt
Fertig bis
Vorplanung Vorderhaus
und Anteil an
Gesamtplanung
Umbau Vorderhaus
01.03.10
akustische Dämmung MSRäume (Vorhänge /
Bodenbelag)
Umzüge aus Pappelallee
01.08.10
Finanzierung durch
Kostenschätzung
in €
50.000 Sanierungsmittel
250.000 Sanierungsmittel
baulicher Unterhalt
01.08.10
50.000
20.08.10
35.000 Sanierungsmittel
Haushaltsmäßige Auswirkungen
Einsatz von Planungs- und Baumitteln in Höhe von ca. € 335.000 aus baulicher Unterhaltung,
Kapitel 4211 Titel 519 00, aus bezirklichen Sanierungsmitteln, Kapitel 4610 Titel 883 05 und
893 31 und ggf. fehlende oder übersteigende Beträge aus Haushaltsmitteln des LuV´s 6.
Gleichstellungs- und gleichbehandlungsrelevante Auswirkungen
keine
Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung
keine
Kinder- und Familienverträglichkeit
Der Erhalt und die Zusammenführung des Musikschulangebots im Ortsteil Prenzlauer Berg am
Standort Eliashof fördert die kulturelle Bildung von Kindern- und Jugendlichen.
Matthias Köhne
Bezirksbürgermeister
Dr. Michail Nelken
Bezirksstadtrat für Kultur, Wirtschaft
Stadtentwicklung