Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
VzK 13 Schlussbericht, 34 BVV am 09.06.2010.pdf
Größe
21 kB
Erstellt
17.10.15, 22:03
Aktualisiert
28.01.18, 00:24
Stichworte
Inhalt der Datei
2.4
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
Vorlage zur Kenntnisnahme § 13 BezVG /SB
VI-1012
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Fraktion der CDU
des Bezirksamtes
Beratungsfolge:
31.03.2010
09.06.2010
BVV
BVV
BVV
BVV/32/VI
BVV/34/VI
ohne Änderungen in der BVV beschlossen
Betreff: Keine Reduzierung von Musikunterricht
Es wird gebeten, zur Kenntnis zu nehmen:
Siehe Anlage
Berlin, den 18.05.2010
Einreicher: Bezirksamt
Ergebnis:
x
ZUR KENNTNIS GENOMMEN OHNE AUSSPRACHE
ZUR KENNTNIS GENOMMEN MIT AUSSPRACHE
zurückgezogen
Drs. VI-1012
.05.2010
Bezirksamt Pankow von Berlin
An die
Bezirksverordnetenversammlung
Drucksache-Nr.:
in Erledigung der
Drucksache Nr.: VI-1012/10
Vorlage zur Kenntnisnahme
für die Bezirksverordnetenversammlung gemäß § 13 BezVG
Schlussbericht
Keine Reduzierung von Musikunterricht
Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen:
In Erledigung des in der 32. ordentlichen Tagung am 31.03.2010 angenommenen Ersuchens
der Bezirksverordnetenversammlung – Drucksache Nr.: VI-1012:
„Dem Bezirksamt wird empfohlen,
sich bei der zuständigen Senatsverwaltung dafür einzusetzen, dass die geplante Veränderung
der Stundentafel an den allgemeinbildenden Schulen zu Lasten des Faches Musik nicht
umgesetzt wird.
wird gemäß § 13 Bezirksverwaltungsgesetz berichtet:
In der Sitzung der für Schule zuständigen Bezirksstadträte am 16.04.2010 erklärte die
Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung auf entsprechende Nachfrage,
dass eine Aufstockung des Musikunterrichts über das bisherige Maß hinaus in der Stundentafel
der Integrierten Sekundarschule weiterhin nicht vorgesehen sei.
Wolle man allen sinnvollen und durchaus nachvollziehbaren Anforderungen, die in den letzten
Monaten an die Stundentafel der Integrierten Sekundarschulen gestellt wurden,
berücksichtigen, so kämen weitere Stunden in folgenden Bereichen hinzu:
Musik (+1),
Verstärkung des naturwissenschaftlichen Unterrichts (+1),
Verstärkung des Unterrichts in Wirtschaft, Arbeit und Technik (+1),
Verstärkung des Unterrichts im Lernbereich Gesellschaftswissenschaften, Sozialkunde,
Geografie (+1),
Einführung eines Faches Verbraucherschutz/Ernährung (+2) sowie
die Beibehaltung eines 2. Wahlpflichtfaches (+2).
In den Fächern Deutsch, Mathematik, 1. und ggf. 2. Fremdsprache sowie Ethik und Sport solle
selbstverständlich die auch bisher vorgesehene Stundenzahl weiterhin erteilt werden.
Außerdem sei es auch Wunsch und Wille aller am Bildungsprozess Beteiligten, eine
Profilbildung der Oberschulen zu unterstützen.
Sollten alle diese Forderungen umgesetzt werden, würden die Schüler und Schülerinnen der 7.
und 8. Klassen auf eine wöchentliche Unterrichtszeit von 39 (jetzt 31) Stunden und die Schüler
und Schülerinnen der 9. und 10. Klassen von 41 (jetzt 33) Stunden kommen. Hinzu kämen je
nach individueller Leistungsfähigkeit noch zwischen 1 und 3,25 Schülerarbeitsstunden. Dies sei
in keinerlei Hinsicht vertretbar.
In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass nicht nur die Musik, sondern auch die
Bildende Kunst, Architektur und die darstellende Kunst (Theater, Tanz usw.) ein Teil des
kulturellen Erbes unserer abendländischen Kultur sind. Offensichtlich haben es die Exponenten
dieser künstlerischen Bereiche versäumt, ebenso intensiv für ihr Anliegen zu werben, wie es
Musiker und Dirigenten getan haben. Von pädagogischer Warte aus muss aber festgestellt
werden, dass sich auch diese Ausdrucksformen auf viele Bereiche der Entwicklung von Kindern
und Jugendlichen positiv auswirken, die nicht nur rein unter künstlerischen Aspekten zu sehen
sind. Wenn man von einer Gleichwertigkeit dieser Bereiche ausginge, müsste die Stundentafel
um weitere 4 Stunden (Kunst +1, darstellendes Spiel/Tanz + 3) erweitert werden, was zu einer
Stundentafel für die Klassenstufen 7 und 8 von 43 Wochenstunden und für die Klassenstufen 9
und 10 von 45 Wochenstunden führen würde.
Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, die Schulen und auch die
Eltern erstreben eine Profilbildung der Schulen. Da es im Oberschulbereich keine
Einschulungsgebiete gibt, sind die Eltern frei in der Wahl der Oberschule. Im Schuljahr 2011/12
werden 60 % der Plätze an übernachgefragten Oberschulen entsprechend verschiedener
Kriterien vergeben, die die Schulen entsprechend ihrer Profilbildung erarbeiten können. Insofern
ist es möglich, die Schwerpunkte für die weitere Schulbildung durch die Eltern entsprechend
ihrer Wünsche und Kompetenzen setzen zu lassen. Die Schulen selbst können im Wege der
Profilbildung einen musischen Schwerpunkt setzen und diesen mit bis zu 6 Stunden in ihrer
Stundentafel berücksichtigen. Weiterhin haben sie die Möglichkeit, im gebundenen
Ganztagsbereich entsprechende zusätzliche Angebote zu machen.
Haushaltsmäßige Auswirkungen
keine
Gleichstellungs- und gleichbehandlungsrelevante Auswirkungen
keine
Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung
keine
Kinder- und Familienverträglichkeit
entfällt
Matthias Köhne
Bezirksbürgermeister
Lioba Zürn-Kasztantowicz
Bezirksstadträtin für
Gesundheit, Soziales, Schule
und Sport