Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
VzK§13 BA, SB.pdf
Größe
94 kB
Erstellt
17.10.15, 22:17
Aktualisiert
27.01.18, 22:07
Stichworte
Inhalt der Datei
2.20
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
Vorlage zur Kenntnisnahme § 13 BezVG /SB
des Bezirksamtes
VI-1226
Ursprungsdrucksachenart: Antrag,
Ursprungsinitiator: Fraktion der SPD
Beratungsfolge:
19.01.2011
17.02.2011
17.03.2011
24.03.2011
12.04.2011
14.04.2011
11.05.2011
26.10.2011
BVV
UmNat
UmNat
StadtWi
OrdVerk
UmNat
BVV
BVV
BVV/39/VI
UmNat/049/VI
UmNat/050/VI
StadtW/091/VI
OrdVer/087/VI
UmNat/051/VI
BVV/42/VI
BVV/045/VI
überwiesen
vertagt
vertagt
im Ausschuss abgelehnt
mit Änderungen im Ausschuss beschlossen
mit Änderungen im Ausschuss beschlossen
ohne Änderungen in der BVV beschlossen
Betreff: Bestandsaufnahme Quartiersprägende Plätze
Es wird gebeten, zur Kenntnis zu nehmen:
Siehe Anlage
Berlin, den 18.10.2011
Einreicher: Bezirksamt
Ergebnis:
x
ZUR KENNTNIS GENOMMEN OHNE AUSSPRACHE
ZUR KENNTNIS GENOMMEN MIT AUSSPRACHE
zurückgezogen
Drs. VI-1226
Bezirksamt Pankow von Berlin
An die
Bezirksverordnetenversammlung
.10. 2011
Drucksache-Nr.:
in Erledigung der Drs.:VI - 1226
Vorlage zur Kenntnisnahme
für die Bezirksverordnetenversammlung gemäß § 13 BezVG
Schlussbericht
Betr.:
Bestandsaufnahme Quartiersprägende Plätze
Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen:
In Erledigung, des in der Sitzung am 11.5. 2011 angenommenen Ersuchens der
Bezirksverordnetenversammlung – Drucksachennummer: VI - 1226
„Das Bezirksamt wird ersucht, bis zum 30.09.2011 in einer Übersicht über die Plätze
Andreas-Hofer-Platz,
Caligariplatz,
Heinrich-Mann-Platz,
Heinz-Knobloch-Platz,
Mirbachplatz,
Ossietzkyplatz,
Pastor-Niemöller-Platz,
Pfarrer-Hurtienne-Platz,
Pistorius-Platz
den aktuellen Zustand und den Handlungsbedarf darzustellen und aufzuzeigen, welche
a.
b.
stadtplanerischen, sozialen und ökologischen Potenziale,
Beteiligungsformen für die Anwohnerinnen und Anwohner bei einer Um- und
Neugestaltung,
c.
finanziellen Spielräume
für eine mittel- und langfristige Verbesserung der Aufenthaltsqualität vorstellbar sind.
Dabei soll auf die Erfahrungen aus den sieben Sanierungsgebieten des Bezirks
zurückgegriffen werden.“
wird gemäß § 13 Bezirksverwaltungsgesetz (BezVG) berichtet:
Ausgehend von den erfolgten Aufwertungen des öffentlichen Raumes in den
Sanierungsgebieten wurde in der ursprünglichen Begründung des Ersuchens
beispielhaft auf die Entwicklung des Helmholtzplatzes verwiesen. Eine ähnliche
Entwicklung von anderen Plätzen kann nur dann erfolgen, wenn auch die
Rahmenbedingungen ähnlich sind. Keiner der genannten Plätze befindet sich bisher in
einem Sanierungsgebiet. Allerdings ist die Finanzierbarkeit von
Umgestaltungsmaßnahmen zwar eine notwendige aber noch keine hinreichende
Bedingung für die erwünschte verbesserte Aufenthaltsqualität. Die Aufenthaltsqualität
eines Platzes hängt nicht nur von der Gestaltung des Platzes, sondern auch von seiner
näheren Umgebung ab. Die Aufenthaltsqualität von Plätzen, die z.B. von
Hauptverkehrsstraßen umgeben sind, lässt sich ohne Veränderung der
Verkehrsführung selten deutlich verbessern.
Zu den genannten Plätzen und Grünanlagen kann Folgendes berichtet werden:
Andreas-Hofer-Platz
Dieser befindet sich im Fachvermögen des Amtes für Umwelt und Natur (AUN) und ist
als öffentliche Grünanlage gewidmet. Auf dem Areal, das von der Brixener Straße, der
Tiroler Straße, der Toblacher Straße sowie der Esplanade begrenzt wird, befinden sich
zwei öffentliche Kinderspielplätze. Einer davon ist dringend sanierungsbedürftig.
Der Andreas-Hofer-Platz wird weniger als Platz, denn als wohnortnahe Grün- und
Erholungsanlage wahrgenommen. Die Grünanlage bietet auf einer Fläche von ca.
21.600 qm auch durch ihre hügelige Modellierung vielfältige Erholungsmöglichkeiten.
Aufgrund der zu geringen finanziellen Ressourcen sind Investitions- oder
Unterhaltungsmaßnahmen, die über die Gewährleistung der Verkehrssicherheit
hinausgehen, derzeit nicht geplant.
Caligariplatz
Der Stadtplatz, der sich im Fachvermögen des Tiefbauamtes befindet, liegt direkt vor
dem Kulturzentrum Brotfabrik und wurde im Jahr 2002 in Caligariplatz benannt. Das
Areal wurde erst in den Jahren 2004 / 2005 im Ergebnis eines städtebaulichen
Wettbewerbes umgestaltet.
Heinrich-Mann-Platz
Dieser befindet sich im Fachvermögen des AUN und ist als öffentliche Grünanlage
gewidmet. Das Areal wurde im Jahr 1951 nach dem Literaten Heinrich Mann benannt.
Der Platz wird von einem Kreisverkehr umrahmt, so dass seine Funktion weniger die
einer Erholungsanlage als die einer abkürzenden Durchquerung für Fußgängerinnen
und Fußgänger ist. Angesichts seiner Nähe zum Bürgerpark und der Schönholzer
Heide wird keine dringende Notwendigkeit für eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität
gesehen.
Heinz-Knobloch-Platz
Hier handelt es sich um eine rund 6.200 qm große öffentliche Grünanlage, in der sich
ein rund 1.400 qm großer Spielplatz befindet. Das Areal wird von der Mühlenstraße, der
Masurenstraße, der Berliner Straße sowie der Samländischen Straße begrenzt. Im
März 2005 erfolgte die Benennung der Fläche in Heinz – Knobloch – Platz, um an den
gleichnamigen Schriftsteller zu erinnern, der unweit des Platzes lebte.
Auf der Fläche stehen verschiedene Spielmöglichkeiten für Kinder verschiedener
Altersgruppen sowie zahlreiche Sitzmöglichkeiten zur Verfügung.
Denkbar wäre eine Erweiterung der Spielfläche. Aufgrund der zu geringen finanziellen
Ressourcen sind Investitions- oder Unterhaltungsmaßnahmen, die über die
Gewährleistung der Verkehrssicherheit hinausgehen, allerdings derzeit nicht geplant.
Mirbachplatz
Diese Fläche befindet sich nicht im Landeseigentum.
Ossietzkyplatz
Der Ossietzkyplatz befindet sich im Fachvermögen des Tiefbauamtes, liegt an der viel
befahrenen Dietzgenstraße und wird als Parkplatz genutzt. Prägend für das Areal ist die
angrenzende Friedenskirche. Maßnahmen zur Aufwertung des Platzes können nicht
vorgeschlagen werden.
Pastor-Niemöller-Platz
Der Pastor – Niemöller – Platz befindet sich im Fachvermögen des Tiefbauamtes. Seine
Funktion als Erholungsanlage ist eher gering, da der Platz von einem Kreisverkehr
umrahmt wird. Maßnahmen zur Aufwertung des Platzes können nicht vorgeschlagen
werden.
Pfarrer-Hurtienne-Platz
Das Areal liegt an der Hauptstraße in Französisch Buchholz und befindet sich teilweise
im Fachvermögen des Tiefbauamtes. Die Benennung erfolgte im April 1994, in
Erinnerung an den Theologen Albert Ferdinand Hurtienne. Prägend für dieses Areal ist
die im 13. Jahrhundert erbaute Dorfkirche. Die Fläche dient im Rahmen der jährlich
stattfindenden Buchholzer Festtage als Festgelände. Maßnahmen zur Aufwertung des
Platzes können nicht vorgeschlagen werden.
Pistoriusplatz
Die Fläche befindet sich teilweise im Fachvermögen des Tiefbauamtes und liegt an der
Pistoriusstraße. Die Benennung erfolgte im April 1931, in Erinnerung an den
Unternehmer Johann Heinrich Leberecht Pistorius. Mit dem Investor des privaten
südlichen Teils wurde vereinbart, dass dieser den Parkplatz auf dem nördlichen Teil des
Areals durch Begrünungsmaßnahmen aufwertet.
Grundsätzlich gilt für die Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner bei allen
Baumaßnahmen an Grün- und Freiflächen der Beschluss der
Bezirksverordnetenversammlung vom 4. März 2009 (Drs.: VI-619), der vom Bezirksamt
mit seiner Vorlage zur Kenntnisnahme vom 15. Juli 2009 beantwortet wurde.
Das Bezirksamt regt an, dass sich die BVV in einem nächsten Schritt auf die sinnvolle
Entwicklung eines von ihr zu bestimmenden Platzes verständigt.
Haushaltsmäßige Auswirkungen
keine
Gleichstellungs- und gleichbehandlungsrelevante Auswirkungen
keine
Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung
keine
Kinder- und Familienverträglichkeit
Nicht betroffen.
Matthias Köhne
Bezirksbürgermeister