Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
VzK§15, BA.pdf
Größe
116 kB
Erstellt
17.10.15, 22:24
Aktualisiert
27.01.18, 22:16
Stichworte
Inhalt der Datei
2.27
Drucksache
der
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
VI-1316
Ursprungsdrucksachenart: Vorlage zur
Kenntnisnahme § 15 BezVG,
Ursprungsinitiator: Bezirksamt
Vorlage zur Kenntnisnahme § 15 BezVG
des Bezirksamtes
Beratungsfolge:
11.05.2011
08.06.2011
BVV
BVV
BVV/42/VI
BVV/Forts42/VI
vertagt
Betreff: Information zum Jahresabschlussergenbis 2010 des Bezirks Pankow von
Berlin
Es wird gebeten, zur Kenntnis zu nehmen:
Siehe Anlage
Berlin, den 21.04.2011
Einreicher: Bezirksamt
Ergebnis:
x
ZUR KENNTNIS GENOMMEN OHNE AUSSPRACHE
ZUR KENNTNIS GENOMMEN MIT AUSSPRACHE
zurückgezogen
Drs. VI-1316
Bezirksamt Pankow von Berlin
An die
Bezirksverordnetenversammlung
.04.2011
Drucksache-Nr.:
Vorlage zur Kenntnisnahme
für die Bezirksverordnetenversammlung gemäß § 15 BezVG
Information zum Jahresabschlussergebnis 2010 des Bezirks Pankow von Berlin
Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen:
Gemäß § 15 Bezirksverwaltungsgesetz (BezVG) wird berichtet:
Das Bezirksamt hat in seiner Sitzung am 12.04.2011 die Information zum
Jahresabschlussergebnis 2010 des Bezirks Pankow von Berlin zur Kenntnis
genommen.
Begründung
Nach Vorliegen des vorläufigen Jahresabschlussergebnisses 2010 einschließlich der
von der Senatsverwaltung für Finanzen vorgenommenen Basiskorrektur für
fortzuschreibende Tatbestände der Globalsummenzuweisungen ergeben sich die in der
Anlage dargestellten Auswirkungen in den einzelnen Einnahme- und Ausgabenfeldern.
Insgesamt schließt der Bezirk Pankow mit einem sogenannten isolierten Jahresergenis
von -1.100 T€ ab (d.h. ohne Berücksichtigung der Ergebnisvorträge aus Vorjahren).
Bei den Transferausgaben wird das Ergebnis dominiert von den Defiziten der Hilfen zur
Erziehung (HzE; -4.731 T€). Hier ist es im Jahr 2010 zu erheblichen
Fallzahlsteigerungen gegenüber den bei der Zuweisung des Senats unterstellten
Planmengen gekommen. Da die Basiskorrektur nur 50 % der Mengensteigerungen
ausgleicht, beträgt der Anteil der fallzahlbedingten Defizite bei den HzE 94,2 %.
Ausgeglichen wird dieses Defizit insbesondere durch Unterschreitungen bei den
Personalausgaben in Höhe von 3.828 T€ (insbesondere unbesetzte Stellen und hoher
Krankenstand).
Das Jahresergebnis weist auch Überschreitungen der Ansätze für die
Grundstücksbewirtschaftung auf. Diese resultieren zu einem Teil aus einmaligen
Nachzahlungen. Ebenso wirken sich Steigerungen bei den Reinigungs- und
Wachschutzleistungen (durch Mindestlohn) sowie den Energiepreisen aus. Allerdings
konnten auch einige Gebäudeabgaben nicht wie geplant umgesetzt werden. Hier gilt es
für die Zukunft, insgesamt einen stärkeren Fokus auf die Immobilienausgaben /-kosten
zu lenken.
Das Jahr 2010 war auch geprägt durch die Einführung der Parkraumbewirtschaftung.
Hier waren Anschubinvestitionen und einmalige Einrichtungskosten zu verzeichnen, die
zukünftig nicht dauerhaft anfallen. Insofern konnten die lediglich 3 Monate des Betriebs
mit ihren Einnahmen nicht die Ausgaben komplett decken. Die
Parkraumbewirtschaftung schloss deshalb mit einem Defizit von 1.617 T€ nach
Saldierung aller Einnahmen und Ausgaben (im Wirtschaftsplan und im Haushaltsplan)
ab. Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses hatte der Einführung der
Parkraumbewirtschaftung in Kenntnis dieses Sachverhalts zugestimmt.
Bereinigt man das Jahresergebnis (-1.100 T€) um das einführungsbedingte Defizit der
Parkraumbewirtschaftung (1.617 T€), so hätte der Bezirk in einem „normalen“
Haushaltsjahr mit einem leichten Überschuss abgeschlossen. Gleichzeitig ist dabei ein
Defizit aus den Hilfen zur Erziehung kompensiert worden, welches nicht aus dem
Ausgabeverhalten des Bezirks, sondern aus der Struktur der Hilfebedürftigen und deren
zahlenmäßigen Ansteigen resultiert. Allerdings erscheint es problematisch, wenn
Bezirke dauerhaft im großen Umfang Fallzahlsteigerungen bei
Transferleistungsempfängern durch eigene Personaleinsparungen kompensieren
müssen. Und dies gilt gleichermaßen für die Haushaltswirtschaft als auch für die
Haushaltsplanaufstellung.
Haushaltsmäßige Auswirkungen
Berücksichtigung des Jahresabschlussergebnisses 2010 im Haushaltsjahr 2012
Gleichstellungs- und gleichbehandlungsrelevante Auswirkungen
Keine
Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung
Keine
Kinder- und Familienverträglichkeit
Nicht betroffen
Matthias Köhne