Daten
Kommune
Berlin Marzahn-Hellersdorf
Dateiname
Anlage zur Vorlage zur Kenntnisnahme.pdf
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795 kB
Erstellt
18.10.15, 01:42
Aktualisiert
28.01.18, 02:12
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Inhalt der Datei
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin
22.09.2009
Vorlage zur Kenntnisnahme
für die Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 15.10.2009
1. Gegenstand der Vorlage:
Entwicklungskonzept für das QM-Erweiterungsgebiet
Hellersdorfer Promenade -2009
2. Die BVV wird um Kenntnisnahme gebeten:
Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hat in seiner Sitzung am 22.09.2009
beschlossen, die BA-Vorlage Nr. 850/III der BVV zur Kenntnisnahme vorzulegen.
Die Vorlage ist in der Anlage beigefügt.
Dagmar Pohle
Bezirksbürgermeisterin
Anlage
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin
Soz IV 51
Bearbeiterin: Frau Steinberg
09.09.2009
4367
Vorlage für das Bezirksamt
- zur Beschlussfassung –
Nr. 850/III
A. Gegenstand der Vorlage:
Entwicklungskonzept für das QM-Erweiterungsgebiet
Hellersdorfer Promenade - 2009
B. Berichterstatter/in:
Bezirksbürgermeisterin Frau Pohle
C.1 Beschlussentwurf:
Das Bezirksamrt beschließt das als Anlage beigefügte
Entwicklungskonzept für das Erweiterungsgebiet
Hellersdorfer Promenade - 2009
C.2 Weiterleitung an die BVV
zugleich Veröffentlichung:
Das Bezirksamt beschließt weiterhin, diese Vorlage der
BVV zur Kenntnisnahme vorzulegen und umgehend zu
veröffentlichen.
D. Begründung:
Das "Entwicklungskonzept für das Erweiterungsgebiet" wird
Bestandteil des jährlich fortzuschreibenden "Integrierten
Handlungskonzeptes" für das Ursprungsgebiet
Hellersdorfer Promenade werden. Es wurde auf der
Lenkungsrunde am 11.06.2009 bestätigt.
E. Rechtsgrundlage:
§ 15, § 36 Abs. 2 Buchstabe b, f und Abs. 3
Bezirksverwaltungsgesetz, Senatsbeschluss Nr. S1738/2008 "Fortschreibung der Quartiersverfahren Soziale
Stadt - Festlegung neuer Quartiersverfahren" (v.
16.12.2008)
F. Haushaltsmäßige
Auswirkungen:
keine
G. Gleichstellungsrelevante
Auswirkungen:
im Sinne des Programms Soziale Stadt
H. Behindertenrelevante
Auswirkungen:
im Sinne des Programms Soziale Stadt
I. Migrantenrelevante
Auswirkungen:
im Sinne des Programms soziale Stadt
Dagmar Pohle
Bezirksbürgermeisterin und
Bezirksstadträtin für Gesundheit, Soziales und Personal
Anlage
2009
Quartiersmanagementverfahren Mittlere Intervention
Hellersdorfer Promenade
Entwicklungskonzept zur Erweiterung der Gebietskulisse
Bildnachweis: Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade, Petra Strachovsky, Reno Engel
Entwicklungskonzept Erweiterung Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
Quartiersmanagementverfahren Mittlere Intervention
Hellersdorfer Promenade
Entwicklungskonzept zur Erweiterung
der Gebietskulisse
S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH
Bereich Stadtquartiere - Leitung Theo Winters
Schwedter Straße 263
10119 Berlin
Telefon (030) 44 36 36 30
Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade - Stadtteilbüro
Hellersdorfer Promenade 17
12627 Berlin
Telefon (030) 99 28 62 87
qm-hellersdorf@stern-berlin.de
Bearbeitung: Dr. E. Herden, P. Krautkrämer, D. Kuhnert, I. Riel
Berlin, August 2009
S.T.E.R.N. GmbH
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Entwicklungskonzept Erweiterung Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
Z8 Ein Quartier für alle - mehr soziale und
kulturelle Integration
19
6
7
Z 9 Gemeinsam für das Quartier – mehr Partizipation
und starke Partnerschaften
20
Stadträumliche Situation und Baustruktur
7
Wohnungsmarkt und -struktur
7
4. Durchgeführte Beteiligung der Gebietsbewohnerschaft
sowie der öffentlichen Aufgabenträger
22
Gewerbestruktur
8
Soziokulturelle Einrichtungen
22
Bewohnerstruktur und Soziale Situation
8
„Starke Partner“
22
- Bevölkerungsentwicklung
- Personen mit Migrationshintergrund
- Altersstruktur
- Kaufkraft
- Schuldnerquote
9
9
9
10
10
Bewohnerinnen und Bewohner
23
INHALTSVERZEICHNIS
Vorbemerkung
1. Bestandsanalyse, Kurzcharakteristik des Gebietes
Akteure im Erweiterungsgebiet
2. Stärken-Schwächen-Analyse entsprechend der
strategischen Ziele (Z 1 bis Z 9)
11
12
Stärken und Potenziale
12
Schwächen und Defizite
13
3. Ziele und begründete Prioritäten (Z 1 bis Z 9)
15
Z1 Mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt
15
Z2 Mehr Bildung
15
Z3 Schöner Wohnen: Aufwertung des Wohnumfeldes
17
Z4 Freie Zeit gestalten – Anpassung und Ausweitung der
Angebote für Familien, Kinder- und Jugendliche
18
Z6 Besseres Gesundheitsniveau
18
S.T.E.R.N. GmbH
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Entwicklungskonzept Erweiterung Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
Erweiterungsgebiet
Ursprungsgebiet
Quartiersmanagement
Stadtteilbüro
Wohnen
Wohnen und Gewerbe
Gewerbe/Einzelhandel
Dienstleistung/Bürgerservice
Soziale Einrichtungen
S.T.E.R.N. GmbH
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Entwicklungskonzept Erweiterung Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
Gesetzliche Grundlage für die Erweiterung der Gebietskulisse des
Quartiersmanagementverfahren Hellersdorfer Promenade ist § 171e
Abs. 4 BauGB. Demnach sind „Maßnahmen zur Stabilisierung und
Aufwertung von durch soziale Missstände benachteiligten Ortsteilen
[…] einzusetzen […], in denen es einer aufeinander abgestimmten
Bündelung von investiven und sonstigen Maßnahmen bedarf.“ Darüber
hinaus „legt [die Gemeinde] das Gebiet, in dem die Maßnahmen
durchgeführt werden sollen, durch einen Beschluss fest.“
Außerdem „ist ein von der Gemeinde unter Beteiligung der Betroffenen
[…] und der öffentlichen Aufgabenträger […] aufzustellendes Entwicklungskonzept“ […] zu entwickeln. Bei der Erstellung des Entwicklungskonzeptes und bei seiner Umsetzung sollen die Beteiligten in geeigneter Form einbezogen und zur Mitwirkung angeregt werden […].
S.T.E.R.N. GmbH
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Entwicklungskonzept Erweiterung Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
Vorbemerkung
Das Quartiersmanagementgebiet Hellersdorfer Promenade ist Bestandteil der Großsiedlung Hellersdorf und befindet sich am nordöstlichen Stadtrand Berlins. 2005 wurde hier im Bereich der Stendaler-,
Tangermünder- und Zerbster Straße ein Quartiersmanagementverfahren Prävention eingerichtet, mit einer Fläche von ca. 30 ha und 4.910
Einwohnern eines der kleinsten Verfahrensgebiete Berlins.
Seit dem 01.01.2009 ist das Quartiersmanagementgebiet Hellersdorfer
Promenade nach den Ergebnissen des Monitorings Soziale Stadtentwicklung von der Kategorie Prävention (Gebiete mit einer leicht negativen Abweichung vom Durchschnitt) zur Mittleren Intervention (Gebiete
mit hohen Anteilen von Arbeitslosen, Ausländern und Empfängern von
Transferleistungen sowie einer hohen Mobilität und rückläufigen Zahlen stabilisierend wirkender Bevölkerungsschichten) hoch gestuft.
Mit der Erweiterung des Quartiers wird das westlich angrenzende
Wohngebiet bis zum Gut Hellersdorf und das südlich angrenzende
Stadtteilzentrum Helle Mitte in die Quartierskulisse einbezogen. Damit
wird sich das Quartier wesentlich vergrößern: auf einer Fläche von ca.
73 ha leben gegenwärtig 9.717 Einwohner (SenStadt, 31.12.2008).
Mit der Erweiterung des Quartiers stellt sich die Aufgabe des Zusammenwachsens des Ursprungsgebietes und des Erweiterungsbereichs.
Der Diskussionsprozess um die Namensgebung für das erweiterte
Quartier ist noch nicht abgeschlossen.
S.T.E.R.N. GmbH
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Entwicklungskonzept Erweiterung Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
1. Bestandsanalyse, Kurzcharakteristik des Gebietes
Stadträumliche Situation und Baustruktur
Die Grenzen des Erweiterungsgebietes bilden im Norden die Zossener
Straße, im Westen das Gut Hellersdorf und die Kastanienallee, im Süden der Einschnitt der U-Bahntrasse und im Osten der Naumburger
Ring, die Zerbster und die Stendaler Straße.
Das westlich an das „Ursprungsgebiet“ angrenzende, Mitte der 1980er
Jahre in industrieller Bauweise errichtete, Wohngebiet bildet eine „eigenständige“ Siedlungseinheit: mit sechsgeschossiger mäanderförmigen Wohngebäuden, einigen Infrastrukturbauten und einem kleinen
Nahversorgungszentrum. Eine Besonderheit stellt der „Magdeburger
Anger“ dar: Eine Großform der „Blockbebauung“, an deren halböffentlicher Durchwegung kleine „Dienstleistungswürfel“ aufgereiht liegen.
Von den ehemals zwei Schul- und zwei Kita-Gebäuden wurde ein
Schulgebäude abgerissen und ein Kita-Gebäude zu einem multifunktionalen Nachbarschaftszentrum umgebaut. Das ein-bis zweigeschossige Nahversorgungszentrum besteht aus drei Baukörpern, die zum
großen Teil leer stehen und in einem desolaten Zustand sind.
Die zentrale Erschließungsachse dieses Wohngebietes bildet die Kastanienallee. Die Freiflächenversorgung ist großzügig. Neben den
Wohnhöfen befinden sich hier großflächige Außenanlagen der Schule
und der Kita sowie des Liberty-Parks mit Spielanlagen (für Skater- und
BMX-Fahrer). Weitere Freiflächen befinden sich im Wartestand: die
Wohnbaufläche an der Zossener Straße und ehemalige Infrastrukturflächen an der Kastanienallee.
Das Stadtteilzentrum „Helle Mitte“ wurde in der zweiten Hälfte der
1990 Jahre nach einem städtebaulichen Wettbewerb errichtet. Ziel war
eine Funktionsmischung bei hoher baulicher Dichte und unterschiedlicher Gebäudekubatur, einheitliche Traufhöhe und akzentuierende
Punkthochhäuser sowie Freiraumnutzung durch Straßen, Gassen und
Plätze. Auf eine Fläche von 20 ha entstanden ein Multiplex-Kino, Ein-
S.T.E.R.N. GmbH
kaufscenter und –passagen, gastronomische Angebote sowie Büround Dienstleistungsflächen. 85.000 qm, das entspricht 36 % der Fläche, sind für Wohnnutzung in den Obergeschossen der Gebäude vorbehalten. Außerdem ist ein Teil des Rathauses Marzahn-Hellersdorf,
die Agentur für Arbeit und auch Bildungsinstitutionen von stadtweiter
Bedeutung wie die Alice-Salomon-Hochschule und das Oberstufenzentrum Gesundheit in der Hellen-Mitte angesiedelt.
Das ehrgeizige städtebauliche Projekt konnte nicht den Planungen
entsprechend umgesetzt werden, insbesondere die Punkthochhäuser
und Teile der Randbebauung des sehr weiträumig dimensionierten
Alice-Salomon-Platzes wurden nicht realisiert.
Wohnungsmarkt und -struktur
Das Wohngebiet an der Kastanienallee befindet sich im Eigentum des
Immobilienfonds MEGA 19 GbR und umfasst 1.852 Wohnungen. Davon sind die Mehrzahl (44 Prozent) 3-Raum-Wohnungen. 1-RaumWohnngen sind mit 21 Prozent, 2-Raum-Wohnungen mit 18 Prozent
und 4-Raum-Wohnungen mit 15 Prozent vertreten. Die 1999/2000
durchgeführten Erneuerungsmaßnahmen umfassten die Strangsanierung, Erneuerung der Fenster und den Fassadenanstrich. 60 Aufgänge
verfügen über einen Aufzug. Der Leerstand liegt bei sechs Prozent,
wobei sich eine rückläufige Entwicklungstendenz abzeichnet.
Die 749 Wohnungen in der Hellen Mitte befinden sich im Eigentum der
HELLE MITTE Immobilienverwaltungs- GmbH. Im Gegensatz zu dem
typisierten Wohnungsbau an der Kastanienallee verfügt dieser Wohnungsbestand über individuelle und moderne Grundrisse. Der Wohnungsschlüssel zeigt vorwiegend 2-Raum-Wohnungen (50 Prozent)
gefolgt von 3-Raum-Wohnungen (33 Prozent). Nur etwa ein Drittel der
Aufgänge ist mit einem Aufzug ausgestattet. Ein Mietinteresse von
älteren Bewohner/innen ist aufgrund fehlender Aufzüge nur in geringem Umfang vorhanden. Nach Aussagen der Wohnungsverwalter liegt
der Leerstand bei unter fünf Prozent und spielt im Vergleich zu den
Beständen in der Hellersdorfer Promenade eine untergeordnete Rolle.
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Entwicklungskonzept Erweiterung Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
Über ein Drittel der Wohnungen wird von Personen mit Migrationshintergrund bewohnt. Eine räumliche Konzentration auf bestimmte Wohnblöcke ist nicht zu erkennen. Dennoch gilt festzuhalten, dass die Mieter/innen mit Migrationshintergrund eher unter sich bleiben. Problematisch ist vor allem die Verständigung auf Grund mangelhafter Deutschkenntnisse. Hier wird auf die Unterstützung durch Nachbarn zurückgegriffen.
Gewerbestruktur
Die gewerbliche Struktur in der Hellen Mitte besteht zu einem großen
Teil aus Verkaufsflächen für Einzelhandel (43.000 qm BGF); auch die
Gesundheitsversorgung mit Ärztehaus etc. (25.000 qm BGF) stellt einen wichtigen gewerblichen Sektor dar.
Der Filialisierungsgrad ist hoch, inhabergeführter Facheinzelhandel ist
aufgrund der jungen Geschichte nicht vertreten. Beim Einzelhandelssegment ist der hohe Anteil an preisagressiven Filialdiscountern wie
NP-Markt, Norma, KiK, Zeemann etc. auffällig. Mit einer durchschnittlichen Fläche von über 700 qm sind sie zwar wichtige Mieter, aber auch
Indikatoren für den Wandel des Zentrums.
Im Nahversorgungszentrum des Wohngebietes an der Kastanienallee
ist noch ein Backshop, ein Billigdiscounter und eine Diskothek untergebracht.
Bewohnerstruktur und Soziale Situation
Das erweiterte Quartiersmanagementgebiet ordnet sich auf Stadtteilebene in die Sozialräume 13 - Gut Hellersdorf (der Sozialraum reicht
über die Quartiersgrenzen hinaus), 14 – Helle-Mitte und 15 – Hellersdorfer Promenade.
Für die Analyse der Bewohnerstruktur und der sozialen Situation im
Erweiterungsgebiet wurden die Daten der Sozialräume 13 (Gut Hellersdorf) und 14 (Helle Mitte) des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf
(Stichtag 31.12.2008) ausgewertet. Bei den Aussagen zum Sozialraum
S.T.E.R.N. GmbH
ÜBERSICHT Sozialstruktur erweiterte Gebietskulisse
Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
(SenStadt, Stichtag 31.12.2008)
Bevölkerung
9.717 EW
Ursprungsgebiet .4.802 EW
Erweiterungsgebiet 4.915 EW
Rückgang der EW seit 2007 um weitere 1,5 Prozent
Personen mit
Migrationshintergrund
(Deutsche mit
Migrationshintergrund und
Ausländer)
Personen mit Migrationshintergrund
1.747 EW = 18,0 Prozent
Ursprungsgebiet 420 EW = 8,8 Prozent
Erweiterungsgebiet 1327 EW = 27,0 Prozent
dabei wird unterschieden in:
Ausländeranteil
410 EW = 4,2 Prozent
Ursprungsgebiet 153 EW = 3,2 Prozent
Erweiterungsgebiet 257 EW = 5,2 Prozent
Deutsche mit Migrationshintergrund
1.337 EW = 13,8 Prozent
Ursprungsgebiet 267 EW = 5,6 Prozent
Erweiterungsgebiet 1.070 EW = 21,8 Prozent
Altersstruktur
Junges Quartier mit Tendenz zur Alterung, ähnliche
Altersstruktur wie im Ursprungsgebiet
Arbeitslosenanteil
13,1 Prozent
(bezogen auf die Gesamteinwohnerzahl)
Kaufkraft
16.637 €/EW
Schuldnerquote
25,0 Prozent
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Entwicklungskonzept Erweiterung Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
13 ist zu berücksichtigen, dass der Sozialraum über die Grenzen des
Quartiers hinausreicht. Rückschlüsse zur soziodemographischen Situation und zu Entwicklungstendenzen sind dennoch möglich.
Im Erweiterungs- wie im „Ursprungsgebiet“ des Quartiersmanagements Hellersdorfer Promenade sind der Bevölkerungsrückgang, ein
sehr hoher Anteil an (Langzeit-)Arbeitslosen und die Sozialhilfedichte
wesentliche Themen.
- Bevölkerungsentwicklung
Mit der Gebietserweiterung hat sich die Zahl der Einwohner im Quartier Hellersdorfer Promenade mehr als verdoppelt. Auch im Sozialraum
13 sind im Vergleich zu 2000 rückläufige Einwohnerzahlen feststellen.
Sie liegen aber im Vergleich unter den Werten des Stadtteils Hellersdorf Nord und des Bezirks. Prägnant ist der Bevölkerungszuwachs im
Sozialraum 14 (Helle-Mitte).
- Personen mit Migrationshintergrund
Die Anzahl der Personen mit Migrationshintergrund ist im Erweiterungsgebiet dreifach so hoch wie im Ursprungsgebiet, Dabei ist zu
unterscheiden zwischen Ausländern und Deutschen mit Migrationshintergrund (vorwiegend Spätaussiedler/innen).
Der Anteil ausländischer Bewohner liegt im Erweiterungsgebiet höher
als im Ursprungsgebiet. Mit nunmehr 4,2 Prozent Ausländeranteil im
erweiterten Gesamtquartier liegt die Zahl nach wie vor weit unter der
aller Quartiersmanagementgebiete (28,7 Prozent) und Berlin (14,0
Prozent).
Die Anzahl Deutscher mit Migrationshintergrund hat sich im Vergleich
zum Ursprungsgebiet mehr als verdreifacht, vor allem beeinflusst
durch die Einbeziehung der Hellen-Mitte, da allein in diesem Sozialraum der Anteil der Bewohner/innen mit Migrationshintergrund bei 48,6
Prozent liegt. Damit erhalten migrations- und integrationsrelevante
Themen eine weitaus höhere Bedeutung für das Quartier.
S.T.E.R.N. GmbH
Nach Informationen der Wohnungsunternehmen und Einrichtungen im
Quartier stellen Spätaussiedler aus den GUS-Staaten die weitaus
größte Gruppe der Deutschen mit Migrationshintergrund. Die genaue
Anzahl ist nicht bekannt, da sie statistisch nicht erfasst wird.
- Altersstruktur
Die Altersstruktur im Erweiterungs- und Ursprungsgebiet ist vergleichbar. Auch beim Erweiterungsgebiet handelt es sich um ein junges
Quartier, wobei sich jedoch wie im Ursprungsgebiet und im Bezirk eine
Tendenz zur Alterung abzeichnet. Seit 2000 ist die Zahl der unter 25Jährigen rückläufig, wobei die Zahl der über 25-Jährigen weiter steigt.
Prozentualer Anteil der Altersgruppen an der jeweiligen Gesamtbevölkerung sowie die Veränderung gegenüber 2000
(Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Stichtag 31.12.2008)
0-6
6 - 15 15 18 25 55 65
18
25
55
65
und
mehr
Sozialraum
5,1
5,5
2,7
15,7
48,8
9,0
13,3
13 (Gut Hellersdorf)
-8,4
-4,2
-4,9
1,8
1,3
3,6
Veränderung 1,0
von 2000 zu
2008
Sozialraum
8,4
9,4
3,4
12,4
47,2
6,2
12,9
14 (HelleMitte)
-5,1
-1,3
2,9
1,8
1,8
1,9
Veränderung -0,1
von 2000 zu
2008
Der Alterungsprozess spiegelt sich im ebenfalls im Durchschnittsalter
wieder. Lag dieses 2000 noch bei 35,0 Jahre (SR 13) bzw. 33,2 Jahre
(SR 14), so stieg das durchschnittliche Alter der Bevölkerung auf 39,7
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Entwicklungskonzept Erweiterung Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
Jahre (SR 13, das entspricht einem Anstieg um 4,7) bzw. auf 36,8 Jahre (SR 14, das entspricht einem Anstieg um 3,6).
Besondere Beachtung findet der hohe Anteil der unter 18-Jährigen mit
migrantischem Hintergrund im SR 14 – Helle-Mitte. Der Anteil an der
Gesamtaltersgruppe liegt hier bei 53,1 Prozent (im Vergleich zu 10,7
Prozent im SR 13 – Gut Hellersdorf). Ähnlich hohe Zahlen sind bei der
Altergruppe über 18 Jahren wieder zu finden.
- Arbeitslosigkeit *bezogen auf die Gesamteinwohnerzahl des Quartiers
Der Arbeitslosenanteil liegt im erweiterten Gesamtquartier bei 13,1
Prozent (in allen Quartiersmanagementgebieten bei durchschnittlich
10,0 Prozent und in Berlin bei 6,5 Prozent).
Die Arbeitslosenzahl nach SGBII/ALG II des Erweiterungsgebietes
zeigt eine ähnlich problematische Situation. Zwar ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr 2007 um 0,8 Prozent gesunken, dennoch sind 2008
10,2 Prozent der Bewohner/innen ohne Arbeit. Der Anteil der Ausländer/innen liegt dabei bei fünf Prozent.
Besondere Beachtung findet ebenfalls der Anteil der Langzeitarbeitslosen, der in beiden Sozialräumen des Erweiterungsgebietes bei nahezu
50 Prozent liegt (SR 13: 46,2, SR 14: 45,8). Im Stadtteil HellersdorfNord liegt der Anteil der Langzeitarbeitlosen an allen Arbeitslosen bei
47,2 Prozent.
In den beiden Sozialräumen sind fast fünf Prozent der Bewohner/innen
unter 25 Jahre ohne Arbeit. Mit 16,8 Prozent ist die Altersgruppen zwischen 25 und 55 Jahren hauptsächlich von Arbeitslosigkeit betroffen.
Prozent auf Ausländer/innen entfallen. Im Sozialraum 13 liegt der Anteil der Ausländer/innen mit Hilfebedürftigkeit bei unter einem Prozent.
Der Anteil der nicht-erwerbsfähigen Hilfebedürftigen von unter 15Jährigen liegt im SR 13 bei 21,8 und im SR 14 bei 29,9 Prozent.
- Kaufkraft
Die Kaufkraft im Quartier entspricht nahezu der von Berlin (16.908
€/EW) und liegt über der aller Quartiersmanagementgebiete (im Durchschnitt 14.624 €/EW).
- Schuldnerquote
Im erweiterten Gesamtquartier liegt die Schuldnerquote bei 25,0 Prozent (in allen Quartiersmanagementgebieten bei 24,0, in Berlin bei
14,0 Prozent).
Nach Ergebnissen der bezirklichen Sozialberichterstattung findet sich
im berlinweiten Vergleich der höchste Anteil an jungen Eltern und Alleinerziehenden in Hellersdorf Nord.
Neben der Arbeitslosigkeit und der hohen Schuldnerquote verweist
auch der hohe Anteil an Kinderarmut auf einen entsprechenden Handlungsbedarf.
Der Anteil der hilfebedürftigen Personen, die Grundsicherungsleistungen beziehen, unterscheidet sich in den beiden Sozialräumen erheblich. Während 27,4 Prozent der erwerbsfähigen und nichterwerbsfähigen Personen im Sozialraum 13 (Gut Hellersdorf) betroffen
sind, sind es im Sozialraum 14 (Helle-Mitte) 46,1 Prozent, wovon 6,8
S.T.E.R.N. GmbH
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Entwicklungskonzept Erweiterung Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
Akteure im Erweiterungsgebiet
Durch die Gebietserweiterung bietet sich die Möglichkeit weitere Akteure in das Quartiersmanagementverfahren einzubinden:
Arbeit und
Beschäftigung
Wohnungsunternehmen,
Gewerbe/ Einzelhandel
Kindertagesstätten
Schulen und
Bildungseinrichtungen
Kinder- und
Jugendeinrichtungen und angebote
Familien- und
Nachbarschaftseinrichtungen
Senioreneinrichtungen
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Die Akteure des Erweiterungsgebietes arbeiten zum Teil bereits mit
dem Quartiersmanagement in verschiedenen Netzwerken zusammen:
•
In der „Bildungsinitiative Hellersdorfer Promenade“, in der Kitas, Schulen und bildungsnahe Einrichtungen der Jugendhilfe
zur Verbesserung der Bildungssituation im Quartier zusammenwirken
•
in den monatlich stattfindenden Vernetzungsrunden der soziokulturellen Einrichtungen auf Stadtteilebene, koordiniert vom
Jugendamt und vom Stadtteilzentrum Hellersdorf-Nord
•
in dem Kooperationsforum Hellersdorf, dessen Mitbegründer
das Quartiersmanagement ist und das sich die Zusammenarbeit von soziokulturellen Einrichtungen, Initiativen und bezirklicher Verwaltung mit der Alice-Salomon-Hochschule zum Ziel
gesetzt hat. Ein Projekt des Kooperationsforums ist die Veranstaltung von Stadtteilerkundungen „Spazierblicke" genannt um
Studenten der ASH aber auch weiteren Interessierten den
Stadtteil mit seinem Alltag und besonderen Orten näher zu
bringen.
•
in dem Arbeitskreis der soziokulturellen Einrichtungen zum
Thema „Interkulturelle Integration“, deren Gründung vom Quartiersmanagement initiiert wurde
•
in den Sitzungen des bezirklichen Beirats für Migration und Integration, an denen das Quartiersmanagement regelmäßig teilnimmt und mit dieser Vernetzungsplattform zusammenarbeitet.
- Agentur für Arbeit
- Immobilienfonds MEGA 19 GbR
- HELLE MITTE Immobilienverwaltungs- GmbH
- Centermanagement HELLE MITTE
- Centermanagement Marktplatzcenter, METRO Group
- Ärztezentrum Helle Mitte
- Humanistische Kita „Kastanienallee“
- Kleinstkita Kastanienknirpse
- Pusteblume-Grundschule
- Wolfgang-Amadeus-Mozart Gemeinschaftsschule (im
Einzugsbereich)
- Oberstufenzentrum Gesundheit II
- Alice Salomon Hochschule für Soziale Arbeit
- sportorientierter Jugendtreff „Senfte 10“ (Kids&Co)
- Kinder- und Jugendbüro Marzahn-Hellersdorf
- Kinder- und Jugendhilfezentrum Hellersdorf Nord in
Kooperation von „AHB gGmbH“ und „pad e.V.“
- Kieztreff „Roter Baum“
- Nachbarschaftszentrum „Haus an der Kastanie“
- Stadtteiltreff der Arbeiterwohlfahrt
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Entwicklungskonzept Erweiterung Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
2. Stärken-Schwächen-Analyse entsprechend der strategischen
Ziele Z 1 bis Z 9
Stärken und Potenziale
Die städtebaulichen Qualitäten des Quartiers werden gebildet durch
die Nähe zum Landschaftsraum der Hönower Weiherkette und die ruhige Wohnlage, die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten in der Hellen
Mitte und im Kaufpark Eiche sowie die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr über U-Bahn, Tram und Busse.
Durch das Angebot in der Hellen Mitte ist die Nahversorgung der Bewohner/innen für die Deckung des täglichen Bedarfs gegeben. Darüber hinaus sind mit Kino, Ärztezentren, Rathaus, Agentur für Arbeit
sowie Fachhochschule und Oberstufenzentrum weitere wichtige Unterhaltungs-, Versorgungs- sowie Bildungseinrichtungen und mehrere
von einander unabhängige so genannte Frequenzerzeuger am Standort vorhanden.
Der hier entstandene Schwerpunkt der gesundheitlichen Versorgung
trägt dem steigenden Altersdurchschnitt in der Bevölkerung Rechnung.
Ein neu installiertes Wegeleitsystem für die Fußgänger ermöglicht eine
bessere Orientierung im Stadtteilzentrum und die kulturellen Events
wie zum Beispiel die jährlichen Classic Open Air - Konzerte erfreuen
sich auch über die Grenzen des Quartiers hinweg großer Beliebtheit.
Die in den oberen Geschossen der Zentrumsgebäude angesiedelten
Wohnungen mit moderner Ausstattung und individuellen Grundrissen
weisen eine geringe Leerstandsquote auf und sorgen für eine steigende Bevölkerungszahl in diesem Sozialraum. Aber auch in den sanierten Wohngebäuden im Bereich der Kastanienallee findet sich eine geringe Wohnungsleerstandsquote.
Der Fritz-Lang- und der Peter-Weiß-Platz sind als Stadtplätze mit Aufenthaltsqualität gestaltet und in erfreulich geringem Maße durch Verschmutzung und Vandalismus belastet.
S.T.E.R.N. GmbH
In den Gesprächen mit den Wohnungsunternehmen, Centermanagements und soziokulturellen Einrichtungen stellte sich heraus, dass ein
großes Potenzial an „starken Partnern“ vorhanden ist. Häufig kann
auch an bereits bestehende Kooperationen aus dem „Ursprungsgebiet“ angeknüpft werden.
Gerade im Hinblick auf das Handlungsfeld Arbeits- und Beschäftigungsförderung ist die räumliche Nähe zur Agentur für Arbeit vorteilhaft.
Bereits 2007 startete das Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade die Bildungsinitiative zur Verbesserung der Bildungssituation im
Quartier. Die Pusteblume-Grundschule ist bereits in der Bildungsinitiative aktiv. Durch die Gebietserweiterung können neue Partner wie z.B.
die an das Quartier angrenzende Mozart-Gemeinschaftsschule gewonnen werden. Das ist vor allem für das altersmäßige „Hochwachsen“ der Bildungsinitiative interessant.
Vorhandene Kooperationen mit der Alice-Salomon-Hochschule und
dem Oberstufenzentrum als wichtige Bildungsstandorte in der HellenMitte und damit im Quartier können durch die Gebietserweiterung weiter ausgebaut werden. Dabei kann an bereits initiierte Kooperationen
wie die gemeinsamen Stadtspaziergänge „Spazierblicke“ oder der Zusammenarbeit zwischen dem Oberstufenzentrum und dem Hella-Klub
für Mädchen und junge Frauen angeknüpft werden.
Die Kinder-, Jugend- und Familieneinrichtungen aus dem Erweiterungsgebiet wie zum Beispiel „Senfte 10“ und das Kinder- und Jugendhilfezentrum AHB Marzahn-Hellersdorf haben sich bereits mit
verschiedenen Projekten im Quartier Hellersdorfer Promenade engagiert. Die Kooperationsbeziehungen können ausgebaut und im Sinne
eines Netzwerkes gefestigt werden.
Durch den Anstieg des Anteils an Bewohner/innen mit Migrationshintergrund gewinnt die Thematik der kulturellen Integration an neuer
Wichtigkeit und wird eine verstärkte Berücksichtigung in den Handlungsfeldern finden. Hierbei kann auf die Kontakte und Erfahrungen
der sozialen Einrichtungen im Erweiterungsgebiet wie das Haus Kas-
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Entwicklungskonzept Erweiterung Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
tanie, den Kieztreff Roter Baum und Senfte 10 zurückgegriffen werden.
Das Quartiersmanagement hat bereits einen „Arbeitskreis Integration“
initiiert.
Schwächen und Defizite
Das Quartier und die Großsiedlungen Marzahn-Hellersdorf leiden unter
Imageproblemen. - Die stigmatisierten Plattenbauten gelten als Synonym für Arbeitslosigkeit sowie Armut und es zieht wenige Besucher/innen - abgesehen vom touristischen Höhepunkt wie zum Beispiel
„Gärten der Welt“ - oder Investoren hierher, was negative Auswirkungen auf die Identifikation der Bewohner mit ihrem Wohngebiet aber
auch auf die lokale Ökonomie des Standortes hat.
Die bauliche Struktur des Stadtteilzentrums erweist sich unter den
Verwertungsgesichtspunkten der Centermanagements als nachteilig.
Die Anordnung und Aufteilung der Baukörper entspricht nicht den optimalen Anforderungen eines Einkaufszentrums. Der Alice-SalomonPlatz ist im Verhältnis zur umgebenden (oder nicht vorhandenen)
Randbebauung und zur Passantenfrequenz weitaus überdimensioniert. Bisher ist es nicht gelungen hier eine Aufenthaltsqualität zu
schaffen. Einen wichtigen Kritikpunkt bildet auch die Zerschneidung
des Alice-Salomon-Platzes durch die Verkehrsachse der Stendaler
Straße. Zwar sind Fußgängerampeln vorgesehen, doch die nicht
durchgängige Schaltung in Abhängigkeit von der Straßenbahn erschwert die Straßenquerung und schneidet eine wichtige Bewegungsachse ab.
Seit fünf Jahren kämpft die „Helle Mitte“ mit realen und drohenden Verlusten von Einzelhandelsmietern. Zurzeit beträgt der Gewerberaumleerstand etwa 11%. Das Gros der Büro- und Praxenflächen weist eine
stabile Nutzung auf. Dies ist vor allem auf die Großmieter wie das Bezirksamt und die Bundesagentur für Arbeit zurückzuführen. Von den
kleinteiligen Büroflächen steht jedoch ein nicht unerheblicher Anteil
leer, teilweise bereits seit Baufertigstellung und ist faktisch als unvermietbar einzuschätzen.
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Gründe für die mangelnde Nachfrage nach Verkaufsflächen in der Hellen Mitte sind im Einwohnerrückgang der Großsiedlung, in der sinkenden Kaufkraft der Anwohnerschaft und in der nahe gelegenen Konkurrenz des Kaufparks Eiche und des Eastgate zu sehen. Namhafte Textilketten wie H&M sind bereits ausgezogen. Der Weggang beider
Buchhandlungen wird von den Bewohner/innen als sehr kritisch betrachtet. Informationen über mögliche Weggänge von Ankermietern
wie Saturn, Real oder C&A tragen zur Verunsicherung bei.
Die Bildungseinrichtungen Alice-Salomon-Hochschule und Oberstufenzentrum Gesundheit sind berlinweit - bzw. die Hochschule auch
weit darüber hinaus - bekannt, doch im Quartier sind diese bislang nur
geringfügig vernetzt. Es ist noch nicht gelungen die Schüler und Studenten in größerer Zahl oder für längerfristige Aktivitäten im Stadtteil
zu binden. Die Ansprache der Wohnungsunternehmen durch das
Quartiersmanagement im Rahmen des „Tag der Offenen Tür“ an der
Hochschule Studentenwohnungen anzubieten oder dafür zu werben,
hatte wenig Resonanz.
Die Freiflächensituation ist in hohem Maße von Brachen gekennzeichnet. Mit der Insolvenz der MEGA als Hauptinvestor der Hellen Mitte
wurden die Planungen für Public-Private-Partnership-Projekte für
Platzgestaltungen nicht mehr weiterverfolgt. Bei den Brachflächen im
Quartier außerhalb der Hellen Mitte handelt es sich zumeist um ehemalige Infrastrukturstandorte oder Wohnbauland im Wartestand. Die
Mehrzahl der Grundstücke befindet sich im Eigentum des Liegenschaftsfonds.
Die Hauptprobleme des Erweiterungsgebietes liegen im sozialen und
ökonomischen Bereich. Wie vorangegangen bei der Betrachtung der
Sozialstruktur beschrieben, ist ein hoher Anteil der Bewohner/innen
von (Langzeit-)Arbeitslosigkeit betroffen und auf Grundsicherung angewiesen. Damit gehen weitere Problemlagen wie Kinderarmut und
Verschuldung einher.
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Vor allem Arbeitslosigkeit ist ein relevantes Thema. Bei den Bewohnern mit migrantischem Hintergrund sind die Nichtanerkennung von
ausländischen Schul- oder Ausbildungsabschlüssen oder fehlende
Sprachkenntnisse Barrieren bei der Arbeitsaufnahme.
Dass fehlende Sprachkenntnisse die gesellschaftliche Integration behindern, stellen auch die Pädagogen in den Kindertagesstätten und
Schulen fest. Häufig sind es eher die Eltern, denen es an Sprachkenntnissen mangelt um ihre Kinder in ausreichendem Maße zu fördern.
Unzureichende Sprachförderung trifft nicht nur auf Bewohner/innen mit
migrantischem Hintergrund zu. Laut bezirklicher Einschulungsuntersuchung von 2008/2009 verschlechtert sich die sprachliche Entwicklung
der Einschüler/innen. Besonderer Sprachförderbedarf besteht bei 44,2
Prozent der Kinder. Fast jedes zweite Kind, aus der unteren sozialen
Schicht weist demnach sprachliche Defizite auf.
Die zum Teil durch multiple Problemlagen wie zum Beispiel Arbeitslosigkeit belasteten Bewohner/innen sind in ihrer Lebenswelt durch Perspektiv- und Antriebslosigkeit geprägt. Eine Aktivierung dieser Bewohner/innen ist daher schwierig und bedarf einer niedrigschwelligen Ansprache.
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3. Ziele und begründete Prioritäten (Z 1 bis Z 9)
Z1 Mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt
Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und auch Langzeitarbeitslosigkeit im Erweiterungsgebiet wie im Ursprungsgebiet zählen mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt auch für die neue Quartierskulisse zu den
prioritären strategischen Zielen. Mit diesem Ziel thematisch eng verbunden ist die Förderung der lokalen Ökonomie.
Im Rahmen der Ideensammlung in den Gesprächsrunden für die Ausgestaltung der künftigen Quartiersarbeit wurde zur Problematik der
Langzeitarbeitslosigkeit die Projektidee eines niedrigschwelligen Beratungs- und Begleitangebotes zur beruflichen (Wieder-)Eingliederung
entwickelt. Die Besonderheit des Projektansatzes liegt in der individuellen und nachbarschaftsorientierten Ausrichtung.
Desweiteren wurde die Gründung einer Stadtteilgenossenschaft angeregt. Beispiele dafür bestehen im Sprengelkiez im Wedding und in
Schöneberg und es ist zu prüfen, ob diese Modelle übertragbar sind,
bzw. unter welchen Bedingungen und mit welchen Ressourcen sie im
Quartier Hellersdorfer Promenade realisierungsfähig werden. Ziel ist
es, interessierte Menschen für die Konkretisierung dieser Idee zu finden und sie mit den anderen Quartiersmanagements in MarzahnHellersdorf und weiteren Bündnispartnern weiterzuentwickeln.
Erfahrungen mit der Durchführung einer Jobbörse im Ursprungsgebiet
ermuntern zur Initiierung einer Teilzeit-Jobbörse in Kooperation mit der
Agentur für Arbeit. Vorrangiges Ziel soll dabei die Unterstützung der
Alleinerziehenden sein.
Mit der Hellen Mitte ist dem Quartier ein wichtiger Wirtschaftsstandort
zugewachsen. Die spezifische gewerbliche Struktur, die durch filialisierte Einzelhandelsketten geprägt ist, bedingt eine erhöhte Schwierigkeit bei der Einbindung in die Quartiersarbeit. Hier gilt es in Zusammenarbeit mit den Centermanagements und interessierten Betrieben
und Einzelpersonen Themen aufzugreifen, die „unter den Nägeln“
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brennen. Dazu zählen nach den bisherigen Gesprächsergebnissen
u.a. Aufenthaltsqualität der Zentrumsplätze, Imageförderung, kreatives
Leerstandsmanagement oder zusätzliche kommunikativ-kulturelle Angebote.
Ein konkreter Kooperationsansatz bietet sich mit der Unterstützung der
beruflichen
Orientierung
der
Schüler
der
A.-MozartGemeinschaftsschule. Die Schüler der 8. und 9. Klasse benötigen
Praktikumsplätze und das Quartiersmanagement hat diesbezüglich
eine Anfrage an das lokale Gewerbe gestartet. Längerfristig sollte unabhängig vom Quartiersmanagement ein tragfähiges Netzwerk zur
Praktikumsvermittlung aufgebaut werden.
Neben der themenzentrierten Zusammenarbeit wird eine Vertretung
der Gewerbetreibenden in den Quartiersgremien Steuerungsrunde und
Quartiersrat angestrebt.
Zur verbesserten Vernetzung der lokalen Ökonomie strebt das Quartiersmanagement eine Zusammenarbeit mit dem bezirklichen Bündnis
für Wirtschaft und Arbeit sowie mit dem Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis e.V. an.
Z2 Mehr Bildung (Z4, Z9)
Die Verbesserung der Bildungssituation im Quartier genießt bei den
Abstimmungen mit den Bewohnern, Akteuren und Fachämtern die
höchste Priorität.
Die Ergebnisse der Einschulungsuntersuchung für den Stadtteil Hellersdorf Nord, in dem sich das Erweiterungsgebiet für das Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade befindet, zeigen eine deutliche
Zunahme von Entwicklungsdefiziten. Eine Ursache wird darin gesehen, dass die Kinder in der Frühphase ihrer Entwicklung nicht genügend gefördert werden. Um den Kindern dennoch Bildungschancen zu
bieten, arbeiten die „Bildungsinitiative im Quartier“ (ein Projekt der
ARGE Büttner/Jahnke) und die Bildungsakteure der frühen Bildung wie
Kitas, Grundschulen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen gemeinsam an
einer Strategie mit kleinteiligen Handlungsschritten und einer inhaltli-
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chen und strukturellen Verzahnung der Angebote, basierend auf dem
strategischen Leitinstrument „Lokaler Aktionsplan Bildung“.
Diesem Bildungsverbund haben sich die Einrichtungen des Erweiterungsgebietes und der angrenzenden Standorte, die mit ihren Einzugsbereichen in die neuen Quartiersgrenzen hineinreichen, gerne
angeschlossen – soweit sie nicht ohnehin schon involviert waren.
Die Zusammenarbeit mit der Pusteblume-Grundschule hat sich mit der
Quartierserweiterung deutlich intensiviert. Während diese Grundschule
zuvor nur mit ihrem Einzugsbereich in das Quartier hineinreichte, hat
sie jetzt ihren Standort als einzige Grundschule mitten im Erweiterungsgebiet. Eine Unterstützung dieser Schule auf dem Weg zur
„Stadtteil-Schule“ ist auf verschiedenen Ebenen geplant:
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räumliche Erweiterung durch kleinere Umbaumaßnahmen im Untergeschoss für unterrichtsbegleitende sozialpädagogische Angebote
Zukunftswerkstätten mit dem Lehrerkollegium zur Weiterentwicklung des Schulprogramms
Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Eltern, Kooperation mit
der „Elternschule“
Förderung des Bildungsübergangs Kita / Schule u.a. durch ein gemeinsames Theaterprojekt und eine lokal ausgerichtete SchulstartFibel
Stärkung des naturwissenschaftlichen Schulprofils sowie städtebauliche Aufwertung durch Errichtung des „Kreativhaus Einstein“
im ehem. Schulgarten
Im Rahmen des Ideenworkshops im Mai 2009 wurde der hohe Bedarf
an einer frühzeitig ansetzenden Sprachförderung formuliert. In nachfolgenden Gesprächsrunden mit den Fachämtern und Facheinrichtungen wurde dieser Bedarf für den gesamten Stadtteil Hellersdorf Nord
festgestellt. Es wurde verabredet, dass das Sprachförderprojekt für
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das Quartier auch auf Stadtteilebene abgestimmt und als Pilotprojekt
für eine stadtteilweite Initiative des Stadtteilzentrums Hellersdorf Nord
entwickelt werden soll. Im Sinne des Verstetigungsgedankens gewinnt
das Sprachförderungsprojekt im Quartier Hellersdorfer Promenade
damit die Bedeutung eines Modellprojektes für die Beantragung weiterer Förder- und Finanzierungsmittel.
Mit der Sprachentwicklung eng verbunden ist die Lesefähigkeit. Bereits
kurzfristige Erfolge zeigt die Lesepaten-Kampagne des Quartiersmanagements in Zusammenarbeit mit der Bildungsinitiative und dem Verband der Berliner Kaufleute und Industriellen – auch hier war die Pusteblume bereits involviert. Es konnten zahlreiche Ehrenamtliche aktiviert werden und sowohl die Lehrer als auch Schüler begrüßen die
unterrichtsbegleitende Unterstützung. Vor dem Hintergrund dieser positiven Erfahrungen soll das Lese- und Vorleseangebot unter Beteiligung von Ehrenamtlichen auch in den Kindertagesstätten und Freizeiteinrichtungen sowohl im Erweiterungs- als auch im Ursprungsgebiet
ausgebaut werden.
Ergänzend zu dieser Maßnahme soll ein niedrigschwellig konzipierter
Stützpunkt für die Ausleihe von Kinderbüchern in Verbindung mit Vorlese- und Leseaktivitäten im Quartier geschaffen werden. Die Bibliothek der Pusteblume-Grundschule steht nur Schulangehörigen und nur
zu sehr eingeschränkten Terminen zur Verfügung. Insofern wäre ein
zusätzliches Kinderliteraturangebot, angedockt an eine Familienfreizeiteinrichtung geeignet die Lesefähigkeit der Kinder zu fördern.
Der Bedeutung der Eltern in der Bildungsarbeit wird Rechnung getragen, indem ihre Einbeziehung konzeptioneller Bestandteil in den verschiedenen Projekten ist. Die dezentral in verschiedenen Einrichtungen angebotenen Maßnahmen bedürfen einer Ergänzung zur Stärkung
der Erziehungskompetenz in Konfliktsituationen sowie einer gesundheitsfördernden Information und Beratung. Erste Schritte waren die
gemeinsame Entwicklung der Projektidee „Elternschule“ in den Gesprächsrunden und Gremiensitzungen.
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Die Ausschreibung der Projektideen ist bereits erfolgt.
Der Wunsch nach mehr Bildung betrifft alle Altersgruppen und viele
verschiedene Interessen und Möglichkeiten. Es ergeben sich Schnittstellen u.a. mit den Angeboten der Stadtteilkultur und der Gesundheitsförderung im Quartier wie z.B. die Veranstaltungen der Peter-WeißBibliothek oder Kurse zur Stärkung der Erziehungskompetenz.
Zunächst erfolgt jedoch vorrangig eine Konzentration auf die Bildung
für Kinder bis ins Grundschulalter mit dem Ziel, dass auch Kindern aus
bildungsfernen Elternhäusern Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg ermöglicht und zugleich bildungsinteressierte Eltern im Gebiet gehalten werden.
Z3 Schöner Wohnen: Aufwertung des Wohnumfeldes (Z3 und Z7)
Bei einer Wohnortentscheidung ist die Qualität des Umfeldes von nicht
zu unterschätzender Bedeutung. Auf den Bewohnerversammlungen
wurde das Wohnumfeld mit großem Engagement diskutiert und auch
die Wohnungsunternehmen zeigen an diesem Thema ein besonderes
Interesse.
Die zur Zeit der DDR in industrieller Bauweise errichteten Wohngebäude sind bereits erneuert worden und die Wohn- und Geschäftsgebäude der Hellen Mitte wurden erst Mitte der 1990 Jahre errichtet, und
auch die Wohnhöfe machen einen gepflegten Eindruck, problematisch
und für die Bewohner sehr beeinträchtigend sind die zahlreichen (insgesamt 7) brachliegenden Freiflächen im Erweiterungsgebiet des
Quartiers. Bei den Flächen handelt es sich um nicht realisierte Platzgestaltungen im Zusammenhang mit der Insolvenz der MEGA als
Hauptinvestor in der Hellen Mitte, um ehemalige Infrastrukturstandorte
(Hauptschule) und um Flächen im langwährenden Wartestand, deren
Entwicklung im Zusammenhang mit dem Gut Hellersdorf zu sehen ist.
Anlass zu mancherlei Kritik gibt auch der unwirtliche Alice-SalomonPlatz im Zentrum der Hellen Mitte.
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Der Spielraum für die Finanzierung baulicher Maßnahmen ist im Rahmen des Quartiersmanagementverfahren „Mittlere Intervention“ nur
begrenzt. Doch das Quartiersverfahren bietet eine Plattform für „Einmischung“ und ggf. sogar aktive Teilhabe (Selbsthilfe-Einsatz) für die
temporäre Nutzung oder längerfristige Aufwertung der Flächen. Als
erster Schritt in diese Richtung ist die Einladung der Bewohner und
Akteure für Mitte September zu einem gemeinsamen Quartierspaziergang zum Thema „Brachen – und danach?“ gedacht. Im Erweiterungsgebiet tätige Träger von sozialkulturellen Angeboten und Beschäftigungsfördermaßnahmen haben ihre Unterstützung für Selbsthilfeeinsätze bereits signalisiert. Wichtige Gesprächspartner in diesem
Prozess werden das Centermanagement der Hellen Mitte, die Fachämter auf Bezirks- sowie Senatsebene und der Liegenschaftsfonds
Berlin sein.
Eine bedeutsame Rolle bei der Aufwertung des Wohnumfeldes in den
Großsiedlungen spielt der bauliche Zustand der sozialen und kulturellen Infrastruktureinrichtungen wie z.B. Kindertagesstätten, Schulen und
Freizeiteinrichtungen. Diese Einrichtungen sind öffentliche Treff- und
Identifikationspunkte in der weitgehend monostrukturell geprägten
Wohnlandschaft. Die gestalterische und nutzungsstrukturelle Aufwertung dieser Einrichtungen wie z.B. der Umbau einer ehem. Kita in das
„Nachbarschaftszentrum Haus Kastanie“ hat eine Signalwirkung für die
erhöhte Akzeptanz eines ganzen Wohngebietes. Vor diesem Hintergrund ist die geplante Sanierung des „Öko-Würfels“, eines ehem.
Dienstleistungswürfels im Hofbereich der Wohnanlage Magdeburger
Anger, mit Fördermitteln des QF4, sehr zu begrüßen.
Die für den QF4 vorgeschlagene Projektidee „Kreativhaus Einstein“,
eine Erweiterung der Pusteblume-Grundschule um Experimentier- und
Laborräume zur Unterstützung des naturwissenschaftlichen Schulprofils, eignet sich als Leuchtturmprojekt für das Quartier, fand jedoch auf
Bezirks- und Senatsebene keine entscheidende Zustimmung aufgrund
der offenen Fragen hinsichtlich Übernahme der Trägerschaft und Fol-
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gekosten. Im Rahmen der Bildungsinitiative wird das Konzept derzeit
weiter ausgearbeitet und auf eine breitere Grundlage durch die Einbeziehung des Schulamtes, der Senatsschulverwaltung, zwei Berliner
Hochschulen und potenziellen Sponsoren aus dem Wirtschaftsbereich.
Neben dem baulichen Zustand von Wohngebäuden und Infrastruktureinrichtungen waren verkehrliche Mängel auf Straßen, Parkplätzen
und Wegeverbindungen ein relevantes Thema auf den Bewohnertreffs.
Hier konnte durch Sofortmaßnahmen zum Teil Abhilfe geschaffen werden. Nach Gesprächen des Quartiersmanagements hat das Wohnungsunternehmen als zuständiger Grundstückseigentümer einen Gehölzschnitt veranlasst und damit Gefahrenpunkte auf dem Fahrradweg
beseitigt. Das Tiefbauamt wird eine Begehung mit Bewohnern zur Identifizierung passantengefährdender Parksituationen durchführen.
Z4 Freie Zeit gestalten – Anpassung und Ausweitung der Angebote für Familien, Kinder- und Jugendliche (Z2, 5, 6, 8, 9)
Die Erreichbarkeit der Zielgruppen Kinder und Jugendliche hat durch
Kita- und Schulbesuch eine gute Vorraussetzung. Schwieriger ist die
Ansprache der Elterngeneration und gerade hier besteht ein erhöhter
Unterstützungsbedarf; angesichts des sehr hohen Anteils sehr junger
und alleinerziehender Eltern. Allgemein gilt, dass Förderangebote für
Kinder- und jüngere Jugendliche weitaus erfolgreicher sind, wenn es
gelingt auch die Eltern in die pädagogische Initiative einzubeziehen.
Mit den Projekten „Sonntägliches Angebot für Familien“ und „Familienferienfahrten“ wurden erlebnisorientierte Projektangebote vorgeschlagen, die kreative Freizeitgestaltung mit den Familien entwickeln und
sie in ihrem Zusammenhalt und die nachbarschaftlichen Netzwerke
stärken. Bei der Projektentwicklung wurde Wert darauf gelegt, dass die
Angebote außerhalb der üblichen Öffnungszeiten der Freizeiteinrichtungen stattfinden.
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Einen familienorientierten Ansatz haben auch die breit angelegten
Sport- und Bewegungsangebote des Trägers Kids & Co im Rahmen
des Projektes „Aktiv im Quartier“.
Die offenen Freizeitangebote für Jugendliche in der Senfte (der Einzugsbereich der JFE Eastend und Hella reicht auch in das Erweiterungsgebiet) sollen durch ein Projekt „Soziale Gruppenarbeit“ ergänzt
werden. Im Rahmen einer sozialpädagogischen Werkstatt, es ist geplant das Projekt mit den Jugendlichen gemeinsam vorzubereiten, soll
es um entwicklungsspezifische Themen wie z.B. Ausbildung, Liebe,
Partnerschaft, Drogen etc gehen, und um erfolgreiche und weniger
erfolgreiche Bewältigungsstrategien und Ressourcen der Lebensführung.
Z6 Besseres Gesundheitsniveau
Gesundheitsfördernde Projektansätze finden auf allen Ebenen der
Quartiersentwicklung Berücksichtigung. Eine Überschneidung mit anderen Handlungsfeldern ist in einer Vielzahl von Projekten gegeben.
Im Vordergrund stehen die Förderung einer gesunden Ernährung und
mehr Bewegung.
Mit dem alljährlich stattfindenden „Promenadenbuffet“ wurde eine Tradition im Quartiersleben begründet, die künftig gezielt auch das Erweiterungsgebiet einbeziehen soll. Für das Promenadenbuffet bereiten die
Kinder und Jugendlichen selbst gesunde Speisen in den zahlreich beteiligten Einrichtungen vor und laden ihre Familien zu einer gemeinsamen Mahlzeit an einer langen Tafel in der Promenade ein. Die gemeinsame Mahlzeit als Ort der Kommunikation soll eine Wertschätzung erhalten und die Rezepte laden zur Nachahmung ein. Das Projekt erfreut sich großer Beliebtheit nicht nur bei den Bewohner/innen.
Die aktivierende Einbeziehung der Familien, die Vielzahl der beteiligten Einrichtungen, der geringe Mitteleinsatz und die nachhaltige Wirkungsmöglichkeit auf die Familien sind bei diesem Projekt besonders
hervorzuheben.
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Auch bewegungsfördernde Projekte haben eine Tradition im Quartier
um z.B. den Eltern-Kind-Sport in der Kita Spielhaus oder das Kampfshow-Akrobatik-Angebot im JFE Eastend zu nennen. Mit der Gebietserweiterung sind weitere wichtige Partner für die Bewegungsförderung
dazu gekommen und die sportorientierte Kinder- und Jugendeinrichtung „Senfte 10“ bietet ein Familiensportprojekt mit z.B. Fahrradtouren
und Fußballturnieren an und soll Koordinierungsaufgaben für die verschiedenen Bewegungsangebote der Träger im Quartier übernehmen.
Letzteres bedarf noch weiterer Übung, der eigenen Profilierung wird
häufig ein größeres Gewicht als der Verfolgung des Vernetzungsgedankens beigemessen.
Auf Grund der Vielzahl junger und einkommensschwacher Familien im
Quartier und einer bundesweit festgestellten rückläufigen Teilnahme
der Kleinkinder an den Früherkennungsuntersuchungen, unterstützt
das Quartiersmanagement die bezirkliche Initiative, die Teilnahme an
den Früherkennungsuntersuchungen über die Kitas zu organisieren,
angedockt an die Aktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung „Ich geh’ zur U! Und Du?“.
Wichtigster Ansprechpartner für das Quartiersmanagement in diesem
Handlungsfeld ist die bezirkliche Plan- und Leitstelle Gesundheit.
Z8 Ein Quartier für alle - mehr soziale und kulturelle Integration
Mit der Erweiterung des Quartiers stellt sich die Aufgabe der Integration, des Zusammenwachsens, von Ursprungsgebiet und Erweiterungsbereich. Die Stendaler Straße – vierspuriger Autoverkehr und mittig
gelegene zweispurige Tramtrasse - als Ausgangspunkt der Erweiterung nach Westen stellt eine Barriere zum Ursprungsgebiet dar, konkret räumlich und in den „Köpfen“. Die Bewohner vermissen weitere
sichere Überquerungsmöglichkeiten zwischen der Janusz-Korczakund der Zossener Straße.
Integrationsprobleme sozialer Art ergeben sich durch Jugendtreffpunkte, die durch Alkoholkonsum und Neigung zum Vandalismus Unbeha-
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gen und ein verstärktes Unsicherheitsempfinden bei den Bewohner/innen verursachen. Ebenfalls Unbehagen erzeugen Freilufttrinker,
die sich je nach Witterung in größeren Gruppen im öffentlichen Raum
aufhalten. Das für den gesamten Stadtteil Hellersdorf Nord vorhandene Streetwork-Projekt für Jugendliche ist dafür nicht ausreichend.
In der von Mai bis Juli 2009 stattgefundenen Ideenphase wurde das
Projekt Streetworker für alle entwickelt. Durch eine aufsuchende Sozialarbeit, konzentriert auf den öffentlichen Raum, jedoch nicht auf bestimmte Zielgruppen, sollen Konfliktsituationen dieser Art bearbeitet
werden.
Integrationsprobleme ergeben sich auch häufig für Familien mit Schulden bzw. Verschuldungstendenzen. Die besondere Berücksichtigung
dieser Zielgruppe ist durch ein präventiv und auf aufsuchende Arbeitsansätze ausgerichtetes Schuldnerberatungsprojekt geplant. Mit Unterstützung der lokalen Wohnungsunternehmen vor Ort sollen dabei die
Mietschulden eine besondere Berücksichtigung finden.
Angesichts des steigenden Anteils von Senioren in der Bewohnerschaft des Quartiers rücken altersgerechte Angebote zur Unterstützung der Mobilität, Versorgung und Kontaktpflege für diese Altersgruppe ins Blickfeld. Mit der weitgehenden Aufgabe des Nahversorgungszentrums an der Stendaler Straße sorgen sich die älteren Bewohner
über die Erreichbarkeit der Hellen Mitte oder des Kaufparks Eiche,
wenn sie in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Hier geht es darum geeignete Formen der Nachbarschaftshilfe und des ehrenamtlichen Engagements aufzubauen, dafür sind die Wohnungsunternehmen und
die Senioreneinrichtungen im Quartier wichtige Kooperationspartner.
Der hohe Anteil an Personen mit Migrationshintergrund im Erweiterungsgebiet erfordert ein hohes Maß an kultureller Integration. Seit
Beginn 2009 ist eine russischsprachige Sozialpädagogin im Quartiersmanagement-Team tätig.
Die Bewohner mit migrantischem Hintergrund sind nicht überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit oder von Bedarf an Grundsicherungs-
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leistungen betroffen. Nach Berichten von Wohnungsunternehmen,
Kitas, Schulen anderen Einrichtungen, die häufigen Kontakt mit Bewohnern nichtdeutscher Herkunft haben liegen zum Teil - vorrangig in
der Eltern oder Großelterngeneration - erhebliche Sprachprobleme vor.
Da häufig durch Verwandte und Freunde mit Deutschsprachkenntnissen Unterstützung geleistet wird, sehen viele Betroffene keinen dringenden Lernbedarf. Ein gutes Beispiel für die Schaffung einer niedrigschwelligen Kontaktmöglichkeit ist das sonntägliche KasperleFrühstück im Kiez-Café Buntes Haus.
Besondere Beachtung wird ebenfalls dem großen Anteil an Jugendlichen unter 25 mit Migrationshintergrund beigemessen. Hier ist es erforderlich mit den Angeboten für Jugendliche im Quartier der Ansprache dieser Zielgruppe und einer integrativen Ausrichtung eine besondere Beachtung zu schenken. Geeignete Sportangebote und ein Kreativwettbewerb sind in Vorbereitung.
In Vorbereitung ist auch das mehrere Monate dauernde Ausstellungsprojekt „Das gebrochene Schweigen“ über die Geschichte der Russlanddeutschen. Die Ausstellung wird von Führungen, kleinen Vorträgen, musikalischen Darbietungen, Filmvorführungen und ein russischdeutschen Buffet begleitet. Eingeladen sind alle Bewohner/innen des
Quartiers und angrenzender Wohngebiete. Veranstalter ist ein Russlanddeutscher Verein, der gezielt Bewohner/innen mit diesem migrantischem Hintergrund in die Vorbereitung einbezieht.
Mit dem anlässlich der Quartierserweiterung gegründeten Arbeitskreis
Integration, der die im Quartier tätigen und angrenzenden soziokulturellen Einrichtungen und Träger angehören, soll eine Kontinuität und
Nachhaltigkeit von Integrationsprojekten erreicht werden.
Ein wichtiges Ziel der Integration im Quartier ist die Vertretung von
Bewohnern mit migrantischem Hintergrund in den Quartiersgremien,
vor allem im Quartiersrat. Auf der Bürgerveranstaltung, die sich insbesondere an die Bewohner mit migrantischem Hintergrund wendet, wird
dies ein vorrangiges Anliegen sein.
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Eine besondere Integrationskraft für alle geht von den gemeinsamen
Festen im Quartier aus. Diese Erfahrungen zeigten die Feste im Quartier in seinen bisherigen Grenzen aber auch das Sommerfest als große
Auftaktveranstaltung für die Quartierserweiterung.
Z 9 Gemeinsam für das Quartier – mehr Partizipation und starke
Partnerschaften
Das Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade hat die Mitglieder
der Gremien frühzeitig über die geplante Gebietserweiterung informiert
und angeregt, dass die Bewohner/innen und Akteure des Ursprungsgebietes eine aktive Rolle in diesem Prozess übernehmen.
Von mindestens ebenso großer Bedeutung war die Ansprache der
Bewohner/innen und Akteure im Erweiterungsgebiet. Es ging darum
ihre spezifischen Interessen und Bedürfnisse zu erfahren, Projektideen
und schließlich das Entwicklungskonzept mit Ihnen abzustimmen und
sie zu motivieren, sich aktiv in das Quartiersverfahren einzubringen.
Die Zusammenführung der Quartiersbereiche „alt“ und „neu“ ist ein
sensibler Prozess, der noch Zeit benötigt. Einerseits ist die Öffnung für
„Neues“ erforderlich und andererseits sollen Traditionen gewahrt und
gepflegt werden.
Es kann jedoch festgestellt werden, dass die Ausgangslage für eine
Aktivierung der Bewohner im Erweiterungsgebiet schwieriger als bei
der Einrichtung des Quartiersmanagement 2005 ist. Damals verbanden viele Bewohner in den unsanierten Gebäuden rund um die Promenade mit dem Quartiersmanagement die Hoffnung auf eine Erneuerung ihres Wohnhauses. Angesichts sanierter bzw. neugebauter Wohnungsbestände im Erweitungsgebiet muss die Aktivierung der Bewohner auf nachbarschaftliche Ansprache und Kommunikationsnetzwerke
setzen.
Der Beteiligungsprozess im Erweiterungsgebiet wird im folgenden Kapitel ausführlich dargestellt.
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Entwicklungskonzept Erweiterung Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
Ansätze für bürgerschaftliches Engagements im Erweiterungsgebiet
bilden
• die Lesenpatenschaften in der Pusteblume-Grundschule und die
geplanten Erweiterungen dieser Initiative auf die Kitas im Quartier
• die Kooperation mit dem Kinder- und Jugendbüro MarzahnHellersdorf dessen Räumlichkeiten im Haus Kastanie sich innerhalb des Erweiterungsgebietes befinden
• die für den Bürgerhaushalt engagierten Bewohner/innen haben
sich bereits in einige Gremiensitzungen „eingeklinkt“
• in den ökologisch-didaktischen Umbau des Kieztreffs des Jugendvereins Roter Baum, genannt „Öko-Würfel“ und gefördert aus Mitteln des QF 4, ist eine Abstimmung der Planung mit den Anwohnern und Nutzern sowie ihre Beteiligung bei der Durchführung der
baulichen Maßnahme vorgesehen
• die Erörterung der Brachen im Quartier wird sicher Entwicklungspotenziale für Selbsthilfeprojekte aufzeigen. Die Umsetzungsmöglichkeiten werden davon abhängen, welche Kostenkonditionen z.B.
der Liegenschaftsfonds in seiner Funktion als Eigentümer vorgibt
men, jedoch zugleich betont, dass eine regelmäßige Mitarbeit nicht
möglich ist.
In ähnlicher Weise haben sich die „kleineren“ Wohnungsunternehmen
im Ursprungsgebiet geäußert und sich auf einmal jährliche Treffen verständigt. Kooperationen auf der Ebene von Raumangeboten oder Verteilung von Informationen an die Bewohner/innen funktionieren vorbildlich.
Mit der Gebietserweiterung sollte eine neue Initiative zur Kooperation
mit den Wohnungsunternehmen gestartet werden. Das Ziel sollte die
Verständigung auf ein gemeinsames Leitbild im Sinne eines neighbourhood branding sein und die Vereinbarung von Zielen und operationalisierbaren Schritten zur Umsetzung des Leitbildes.
Als „starke Partner“ für das Quartiersmanagement eignen sich neben
Centermanagements und Stadtteilzentrum (SOS Familienzentrum und
AWO) in erster Linie die vor Ort involvierten Wohnungsunternehmen.
Im Erweiterungsgebiet sind sie vertreten durch die DIM Deutsche Immobilien Management GmbH (für den Wohnungsbestand zwischen
Zossener- und Henny-Porten-Straße westlich der Stendaler Straße)
und die HELLE MITTE Immobilienverwaltungs GmbH (für den Wohnungsbestand in der Hellen Mitte). Aufgrund ihres Wohnungsbestandes im Ursprungsgebiet am Naumburger Ring arbeitet die Die HELLE
MITTE bereits in der erweiterten Steuerungsrunde des Quartiersmanagements Hellersdorfer Promenade regelmäßig seit mehren Jahren
mit. Die DIM hat ihr Interesse am Verfahren signalisiert und hat auch
an der Ideenwerksatt und an einer Bewohnerveranstaltung teilgenom-
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Entwicklungskonzept Erweiterung Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
4. Durchgeführte Beteiligung der Gebietsbewohnerschaft sowie
der öffentlichen Aufgabenträger
Bei der Erstellung des Entwicklungskonzeptes für die Erweiterung der
Gebietskulisse des Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
wurden die Beteiligten, d.h. die Bewohner/innen, lokalen Akteure und
öffentlichen Aufgabenträger frühzeitig und in geeigneter Form einbezogen.
Das Beteiligungskonzept wurde in Abstimmung mit dem Bezirksamt
und der Senatsverwaltung im Januar 2009 entwickelt. Es bestand
Konsens darüber, dass die Beteiligten des Ursprungsgebiets eng in
den Erweiterungsprozess einzubinden sind.
Mit den Zielgruppen soziokulturelle Einrichtungen sowie „starke Partner“, d.h. Wohnungsunternehmen, Centermanagement etc. wurden
Erörterungs- und Beteiligungsveranstaltungen auf Einladung des Bezirksamtes durchgeführt. Die Einbeziehung der Bewohner geschah
durch eine aktivierende Befragung, Bewohnertreff-Veranstaltungen
und das „Sommerfest“ als großes Event in Kooperation mit zahlreichen
Trägern im Stadtteil.
Parallel dazu verlief die Ideensammlung und Abstimmung über die
Ausschreibungen für die Projektarbeit in 2010 und 2011 im erweiterten
Quartier. Die im Rahmen der Veranstaltungen des Erweiterungsgebietes gesammelten Anregungen wurden in die Ideensammlung für das
Gesamtquartier „eingespeist“. An der Abstimmung über die Auswahl
der auszuschreibenden Projekte nahmen interessierte Bewohner aus
dem Erweiterungsgebiet teil.
Soziokulturelle Einrichtungen
Die Erörterungs- und Beteiligungsveranstaltung mit den soziokulturellen Einrichtungen fand am 19.03.09 statt. Neben den Trägern und Einrichtungen des Erweiterungsgebietes haben auch sämtliche im Ursprungsgebiet ansässigen und im Quartier engagierten Träger und
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Einrichtungen sowie die bezirklichen Fachämter und Stadträte für Jugend, Soziales und Bildung teilgenommen.
Als ein Ergebnis der Veranstaltung wurde ein Arbeitskreis mit Trägern
zum Thema Integration und Migration initiiert, da aufgrund des nunmehr höheren Anteils an Personen mit Migrationshintergrund, ein größerer Handlungsbedarf gesehen wird.
Darüber hinaus entstand die Idee eines gemeinsamen Projekts „Aktiv
im Quartier – ein Quartier wächst zusammen“. Drei Träger sowohl aus
dem Ursprungs- als auch aus dem Erweiterungsgebiet nahmen sich in
ihren Teilprojekten des Themas „Erweiterung des Quartiers“ an. Ein
Baustein war die Durchführung eines Festes. In den vergangenen Jahren war dies stets das Promenadenfest. Zur Förderung der Kooperation zwischen Ursprungs- und Erweiterungsquartier wurde in den Abstimmungsgremien Steuerungsrunde und Quartiersrat die Zusammenlegung des Stadtteil- und Promenadenfestes zu einem Sommerfest
beschlossen. Die Durchführung war ein großer Erfolg.
Stadtteilbezogene Überlegungen - mit dem Stadtteilzentrum - zur Regionalisierung und Verstetigung der Bildungsförderung im Quartier sind
derzeit in Abstimmung.
Des Weiteren haben begleitende Einzeltermine aufgrund besonderen
Gesprächsbedarfs z.B. mit der Integrationsbeauftragten des Bezirksamtes, dem interkulturellen Begegnungszentrum, Babel e.V., dem
Jugendhilfeträger Kids & Co, dem Christlichen Kinder- und Jugendwerk Die Arche, dem Kinder- und Jugendhilfezentrum AHB, dem SOSStadtteil- und Familienzentrum stattgefunden.
„Starke Partner“
Die darauf folgende Erörterungs- und Beteiligungsveranstaltung am
17.04.09 wurde mit den Wohnungseigentümern, Gewerbetreibenden
und übergeordneten Einrichtungen durchgeführt. Unter Teilnahme der
Wohnungseigentümer, bzw. -verwaltungen, der Geschäfts-CenterManagements, Vertretern des Ärztezentrums, Vertretern des örtlichen
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Entwicklungskonzept Erweiterung Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
Bankengewerbes, der Agentur für Arbeit/Job-Center, der bezirklichen
Fachämter und Stadträte für Finanzen, Wirtschaft und Ökologische
Stadtentwicklung wurden Potenziale und Bedarfe des Quartiers benannt: Mehr Nachbarschaftsarbeit, z. B. durch stärkere Vernetzung
des Kieztreff Roter Baum in der Stendaler Straße mit der Wohnungsverwaltung DIM (Immobilienfonds MEGA 19 GbR), Stärkung der Hellen-Mitte als Geschäfts- und Kommunikations-Zentrum mit Aufenthaltsqualität (Integration einer Kultureinrichtung, Reduzierung des Autoverkehrs, Platzgestaltungen statt Brachflächen), Teilzeit-Job-Börse
für Alleinerziehende in Kooperation mit der Agentur für Arbeit sowie
Schuldnerberatung in Kooperation mit den Wohnungsunternehmen.
Ergänzend dazu fanden begleitende Einzeltermine aufgrund besonderen Gesprächsbedarfs mit den Wohnungsunternehmen des Erweiterungsgebietes, den Geschäfts-Center-Managements, der bezirklichen
Wirtschaftsförderung und dem Job-Center statt.
wichtig und notwendig bewertet. Während die Befragten mit der
Verkehrsanbindung, den Einkaufsmöglichkeiten und der Nähe
zum Grünen besonders zufrieden sind, wird Verbesserungsbedarf insbesondere in punkto Sicherheit, Sauberkeit und beim Angebot an Freizeitmöglichkeiten gesehen.
Bewohnerinnen und Bewohner
Besondere Aufmerksamkeit genoss die Ansprache der Bewohner/innen. Im Ursprungsgebiet existiert bereits eine engagierte Bewohnerschaft, die sich aktiv in das Quartiersgeschehen und die entwicklung einbringt. Um auch die Bewohner des Erweiterungsgebietes für ein Engagement in ihrem Quartier zu gewinnen und ihre Wünsche und ihren Bedarf zu erfahren, entschied sich das Quartiersmanagement zur Durchführung einer aktivierenden Bewohnerbefragung
vom 04. bis 18.04.09. In Form von Interviews auf öffentlichen Plätzen
des Quartiers, begleitet durch Auslegung von Fragebögen in Einrichtungen, wurden die Bewohner/innen des Quartiers angesprochen.
Bildung und Beschäftigung: ab 50 weniger Interesse
Die Einschätzung der Wichtigkeit von Bildungsangeboten und
Berufsberatung im Quartier ist sehr stark von der Altersgruppe
der Befragten abhängig. Während eine deutliche Mehrheit der
Befragten unter 50 Jahren diese Angebote für wichtig bis sehr
wichtig hält, teilt die Mehrzahl der Befragten über 50 Jahre diese
Meinung nicht. Verbesserungsbedarf sieht die Mehrzahl der Befragten bei der Berufsberatung.
Ergebnisse:
Wohnumfeld: drei Viertel sind zufrieden
Der Großteil (ca. 78 %) der Befragten ist mit seiner allgemeinen
Wohnsituation zufrieden bis sehr zufrieden. Sicherheit, Sauberkeit und gute Verkehrsanbindung werden dabei als besonders
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Freizeit und Beratung: Angebote für Kinder und Jugendliche besonders wichtig
Als „sehr wichtig“ werden Freizeit- und Beratungsangebote für
Jugendliche und Kinder erachtet. Allerdings sind die Befragten
mit den Freizeiteinrichtungen für Jugendliche am wenigsten zufrieden. Von den abgefragten Freizeit- und Beratungseinrichtungen im Quartier ist die ARCHE am bekanntesten. Auffällig ist,
dass sich die Bekanntheit der anderen Einrichtungen vor allem
nach dem Wohnort der Befragten richtet.
Bewohnerbeteiligung: Eigeninitiative durchaus vorstellbar
Die meisten Befragten informieren sich in der Presse über Aktivitäten im Quartier. Weitere wichtige Informationsquellen sind Flyer, Plakataushänge und das Internet. Immerhin 44 % der Befragten können sich vorstellen, für Verbesserungen im Quartier selbst
aktiv zu werden. Im Durchschnitt wurde eine maximale Stundenzahl von 7,4 Stunden im Monat dafür angegeben.
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Entwicklungskonzept Erweiterung Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade
Insgesamt erklärten sich 198 Personen mit Wohnsitz im erweiterten
Quartiersmanagementgebiet Hellersdorfer Promenade bereit, an der
Bewohnerbefragung 2009 teilzunehmen. Am stärksten vertreten ist
dabei die Altersgruppe der 41- bis 50-Jährigen. 40 % aller Befragten
sind berufstätig, 16 % erwerbslos und 21 % beziehen Rente. Zwei Drittel aller Befragten leben in Ein- bzw. Zwei-Personen-Haushalten.
Ziel der Befragung war nicht eine wissenschaftlich, repräsentative Studie, sondern die Erlangung eines aktuellen Stimmungsbildes und Kontaktnahme zu Bewohnern, in diesem Zusammenhang mit Orientierung
auf die Bewohnertreff-Veranstaltung am 28.04.09.
Der erste Bewohnertreff fand am 28.04.09 im Nachbarschaftscafé des
„Haus Kastanie“, im Erweiterungsgebiet unter dem Motto „von Bewohner/innen für Bewohner/innen“ statt. Das heißt, bereits im Vorfeld fand
eine intensive Vorbereitung mit den Bewohner/innen des Ursprungsgebietes statt. Sie planten den Ablauf der Veranstaltung, übernahmen
die Moderation und Redebeiträge und stellten sich als Ansprechpartner für interessierte Bewohner/innen zur Verfügung. Die Einladung der
Bewohner/innen erfolgte zum Teil bereits während der aktivierenden
Bewohnerbefragung, über Aushänge in allen Hausaufgängen und Plakate, die im gesamten Quartier verteilt wurden.
An der Veranstaltung nahmen circa 60 Bewohner/innen, darunter auch
Bewohner/innen, mit migrantischem Hintergrund, teil. Die Ergebnisse
der Bewohnerbefragung wurden erörtert, die bereits aktiven Bewohner
aus dem Ursprungsgebiet stellten sich und ihre Aufgaben vor und es
fand eine Diskussion zu Mängeln und Defiziten und evtl. Abhilfemöglichkeiten im Erweiterungsgebiet statt. Große Aufmerksamkeit genoss
dabei das Wohnumfeld. Die Kritik galt den zahlreichen Brachflächen,
den unzureichenden Fahrradwegen und Gefährdungen durch „wildes“
Parken.
Am 16.06.09 fand der zweite Bewohnertreff, dieses Mal jedoch im
Baukasten, Riesaer Straße, im südlichen Teil des Erweiterungsgebietes statt. Schwerpunktmäßig wurden die Ergebnisse der Anregungen
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des ersten Bewohnertreffs erläutert, weitere Ideen zur Projektentwicklung 2010 und 2011 gesammelt sowie die Akquisition von Interessenten für Quartiersrat und Aktionsfonds-Jury verstärkt. Fünf „neue“ Bewohner/innen meldeten ihr Interessente an der Mitarbeit in den Quartiersgremien an (und nahmen auch an der gemeinsamen Sitzung von
Steuerungsrunde und Quartiersrat im Juli teil; die Neuwahl des Quartiersrates für das gesamte Quartier ist für Oktober 2009 geplant, Ziel
ist eine starke Vertretung des Erweiterungsgebietes). Trotz umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit war die Resonanz bedauerlicherweise nicht
so groß wie beim ersten Bewohnertreff. Vor allem Bewohner/innen mit
Migrationshintergrund blieben der Veranstaltung fern.
Am 08.09.2009 soll mit einem Bewohnertreff für Bürger mit migrantischem Hintergrund eine gezielte Ansprache dieser Bewohnerschaft
erfolgen. Eine gezielte Ansprache wird auch mit dem
deutsch/russischen Portal „Informationen für Migrantinnen und Migranten“ auf der Webseite des Quartiersmanagement angestrebt.
Als große Auftaktveranstaltung für die Gebietserweiterung wurde das
Sommerfest am 11.07.09 um das Haus Kastanie vorgesehen. In Abstimmung mit Steuerungsrunde und Quartiersrat wurden die alljährlich
nacheinander stattfindenden Stadtteil- und Promenadenfeste zur Förderung des Zusammenhalts zu einem Sommerfest fusioniert. Die Begrüßung der zahlreichen Besucher übernahmen die Senatorin für
Stadtentwicklung Frau Junge-Reyer und die Bürgermeisterin des Bezirks Marzahn-Hellersdorf Frau Pohle. Neben der Öffentlichkeitsarbeit,
Koordinierungsleistungen und Unterstützung des Nachbarschaftscafés
bestand der Beitrag des Quartiersmanagement in einer Ausstellung
über das Quartiersverfahren.
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