Daten
Kommune
Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
Dateiname
Vorlage zur Kenntnisnahme.pdf
Größe
11 kB
Erstellt
18.10.15, 08:16
Aktualisiert
27.01.18, 22:09
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksachen
der Bezirksverordnetenversammlung
Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
3. Wahlperiode
Ursprung: Antrag
TOP-Nr.:
SPD-Fraktion
Verrycken/Hansen
Vorlage zur Kenntnisnahme
DS-Nr: 1642/3
Beratungsfolge:
Datum
Gremium
18.03.2010
22.04.2010
BVV
BVV
BVV-040/3
BVV-041/3
vertagt
ohne Änderungen in der BVV beschlossen
Beihilfeanträge zeitnah bearbeiten
Die BVV hat in ihrer Sitzung vom 22.04.2010 beschlossen:
Das Bezirksamt wird aufgefordert im Rahmen seiner Fürsorgepflicht sich gegenüber der
Senatsinnenverwaltung dafür einzusetzen, dass die Bearbeitungszeiten bei der Beihilfe
endlich wieder auf ein erträgliches Maß gesenkt werden, damit den betroffenen Beamtinnen und Beamten die durch sie verauslagten Beträge zeitnah erstattet werden.
Der BVV ist erstmalig zum 30.05.2010 zu berichten.
Hierzu nimmt das Bezirksamt wie folgt Stellung:
Das Bezirksamt hat in der Vergangenheit mehrfach auf verschiedenen Ebenen bei der
Senatsverwaltung für Inneres und Sport und dem ihr nachgeordneten Landesverwaltungsamt gegen die Bewilligungspraxis der Beihilfenstelle interveniert, zuletzt in der
Dienstbesprechung der Leitungen der bezirklichen Personalstellen mit der Leiterin der
Beihilfenstelle im Landesverwaltungsamt Berlin.
Kritisiert wurden seitens der Bezirksvertreter die zu langsame Erstellung der Erstbescheide (Stand 27.04.2010: 25 Arbeitstage) sowie deren Qualitätsmängel, was wiederum eine entsprechend hohe Quote an Widersprüchen nach sich ziehe, deren Bearbeitung allerdings völlig indiskutabel sei (Wartezeiten bis zu einem halben Jahr). Zudem
sei keine einheitliche Bewilligungspraxis festzustellen.
Das Landesverwaltungsamt bestätigte die beschriebenen Umstände. Obwohl insgesamt an zwölf Sonnabenden zusätzlich gearbeitet und es zudem erhebliche Schulungsmaßnahmen und auch eine Verbesserung der eingesetzten IT-Systeme gegeben
habe, sei sie als Leitung mit der Lage unzufrieden.
1642/3
Ausdruck vom: 14.07.2010
Seite: 1
Von 2008 zu 2009 habe es eine Steigerungsrate von 30.000 Anträgen gegeben; vom
ersten Quartal 2009 zum ersten Quartal 2010 habe sich die Antragszahl erneut erhöht.
Es seien drei „Wellen“ zu beobachten – vor Ostern, vor den Sommerferien und vor dem
Jahresende. Insoweit könne sie jedem Beihilfeberechtigten aktuell nur raten, außerhalb
dieser Zeiten Anträge zu stellen. Sie habe kurzfristig die Einstellung befristeter Beschäftigter zum „Spitzenabbau“ realisieren können und erhoffe sich davon einen Abbau der
Rückstände.
Dringlichkeits- bzw. Härtefallanträge (für Dienstkräfte des einfachen Dienstes, bei Pflegeanträgen sowie bei Rechnungen mit einem Gesamtbetrag von mindestens 4.000,Euro) würden innerhalb einer Woche bearbeitet (dies trifft nach Erfahrungen der Dienststelle auch zu).
Vereinbart wurde, durch die Beihilfenstelle feststellen zu lassen, ob die Häufung der
Anträge durch vermehrte Antragstellung aktiver Dienstkräfte oder durch die steigende
Zahl von Versorgungsempfängerinnen und -empfängern verursacht wurde.
Außerdem werde die Entwicklung weiterhin kritisch beobachtet; im Herbst trete man
erneut miteinander in den Dialog, um abzuschätzen, ob die Maßnahmen des Landesverwaltungsamt (LVwA) gegriffen haben oder ob weitere Rückstände zu identifizieren
seien.
Aktuell (am 10.05.2010) beträgt der Bearbeitungszeitraum 23 Arbeitstage.
Das Bezirksamt bittet insoweit, die Drucksache als erledigt zu betrachten.
Thiemen
Bezirksbürgermeisterin
1642/3
Krüger
Bezirksstadtrat
Ausdruck vom: 14.07.2010
Seite: 2