Daten
Kommune
Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
Dateiname
Antrag.pdf
Größe
60 kB
Erstellt
18.10.15, 08:33
Aktualisiert
27.01.18, 22:01
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksachen
der Bezirksverordnetenversammlung
Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
3. Wahlperiode
Ursprung: Antrag
SPD-Fraktion
TOP-Nr.:
Wuttig/Dr.Zöbl
Antrag
DS-Nr: 2127/3
Beratungsfolge:
Datum
Gremium
BVV
Gedenken an Theodor Mommsen
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt wird gebeten, sich gemeinsam mit der Gedenktafelkommission dafür
einzusetzen, dass an der Stelle des im Krieg zerstörten Wohnhauses von Theodor
Mommsen in der Marchstraße nördlich des Architekturgebäudes der TU eine
Gedenktafel für ihn angebracht wird.
Die Finanzierung ist über Sponsoring sicherzustellen (z.B. Freunde der TU oder
Althistoriker).
Der Gedenktafelkommission ist dafür folgender Text vorzuschlagen:
Hier wohnte Theodor Mommsen (1817-1903) von 1873 bis zu seinem Tod. Für seine
"Römische Geschichte" erhielt der Jurist und Altertumswissenschaftler 1902 den
Nobelpreis für Literatur. Mommsen war 1863-1866 und 1873-1879 Mitglied des
Preußischen Abgeordnetenhauses, 1881-1884 Mitglied des Reichstags. Er gilt als
scharfer Kritiker Bismarcks. Er wandte sich entschieden gegen den Antisemitismus.
Der BVV ist bis zum 31.07.2011 zu berichten.
Begründung:
Theodor Mommsen war nicht nur ein Vertreter ziviler Interessen auf verschiedenen
Ebenen der Politik und bahnbrechender Wissenschaftler, sondern er lebte Toleranz,
indem er sich vehement gegen den Antisemitismus seines Kollegen Treitschke richtete.
Was er forderte, lebte er vor. So wurde er wegen der Beteiligung am Maiaufstand des
Jahres 1849 aus dem sächsischen Staatsdienst entlassen. Als Mitglied der
Preußischen Akademie der Wissenschaften wirkte er als Wissenschaftsorganisator,
zum Beispiel bei der Quellenedition im Corpus Inscriptionum Latinarum. Einer seiner
Schüler war Max Weber.
«VONAME»
Ausdruck vom: 12.06.2013
Seite: 1