Daten
Kommune
Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
Dateiname
Drucksache.pdf
Größe
67 kB
Erstellt
15.03.16, 00:17
Aktualisiert
28.01.18, 01:07
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksachen
der Bezirksverordnetenversammlung
Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
4. Wahlperiode
Ursprung: Einwohnerfragestunde
Bezirksverordnetenvorsteherin
Einwohnerfragestunde
TOP-Nr.:
DS-Nr: 1497/4
Beratungsfolge:
Datum
Gremium
BVV
Einwohnerfragen
1. Einwohnerfrage
Rudolf Harthun
Bebauungsplan Seesener Straße 30-39
Die Vertreter der SPD und der CDU haben in der Sitzung vom 10.12.2015 (oder schon
davor) die Ablehnung eines neuen Bebauungsplanes und somit auch eines
Architektenwettbewerbs für die Gestaltung des Bezirkes Halensee am Henriettenplatz
und seiner Strassenmündung Seesener Str. 30-39 und somit seiner Eingangspforte für
den Ku-Damm West abgelehnt, um eine lange Gestaltungsfrist zu vermeiden.
1. Wie rechtfertigen der Stadtrat und die Fraktionen diese rigorose Entscheidung
und welche Kriterien müssen erfüllt sein, um einen B-Plan und einen
städtebaulichen Wettbewerb zu eröffnen?
2. Warum habe ich auf meine Einwohnerfragen vom 10.12.2015 keine schriftliche
Beantwortung bekommen, was sonst -trotz persönlicher Anwesenheit- üblich ist?
2. Einwohnerfrage
Walther Reichwein
Eichkampstraße
1. Ist die BVV bereit, meinen Antrag zu unterstützen, die Eichkampstraße mit
beibehaltenen 30 kmh Höchstgeschwindigkeit wieder zur Vorfahrtstraße zu
machen?
2. Halten die BVV und das Bezirksamt immer noch an der genialen Antwort des
Bezirksstadtrates Marc Schulte an mich vom 12.09.2012 fest, der mir nach dem
fast tödlichen Unfall eines Radfahrers als Folge der permanent gefährlichen
falschen Vorfahrtregelung auf der Eichkampstraße schrieb:
1497/4
Ausdruck vom: 08.02.2016
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"Der von Ihnen angeführte Verkehrsunfall wurde durch den Radfahrer
verschuldet, da dieser die Vorfahrtregelungen nicht beachtet hatte. Der Unfall
hätte bei etwas sorgsamerer Fahrweise vermieden werden können." Ein BVGBus hatte damals an der Haltestelle direkt vor einer kleinen einmündenden
Straße gehalten und die Sicht darauf unmöglich gemacht. Also überholte der
Radfahrer den Bus.
3. Wie viel Geld könnte der Bezirk sparen, wenn es reicht, nur "etwas" sorgsamer
zu fahren und deshalb mehr u.a. in Schulen usw. investiert werden könnte?
3. Einwohnerfrage
Wolfgang Protz
Uhlandstraße
Ich frage den Baustadtrat, Herrn Schulte:
1. Sie haben am 10.12.2015 behauptet, meine konkreten Fragen beantwortet zu
haben, weil ich vorher mit Ihren Mitarbeitern geredet hätte. Können Sie die
immanente Behauptung, ich hätte somit Fragen doppelt gestellt, durch
Gesprächsprotokolle belegen?
2. Sie haben behauptet, dass mit § 6 Bauordnung Berlin, 0,4 Abstandsregel, die
gesunden Wohn- und Arbeitsverhältnisse gewahrt sind. Warum gibt es in der
strittigen Baugenehmigung dann noch die Ausführungen zu dem angeblich
atypischem, besonders tiefem Grundstück, und zur nicht vorhandenen
Vorbildwirkung usw….wenn der Benutzungsplan von 1958 bedeutungslos
geworden ist?
3. Sie sind am 10.12.2015 zwar auf meine Emotionen eingegangen, aber wiederum
nicht auf die damit verbundenen Sachverhalte. Gehört es zum Standardverhalten
Ihrer Mitarbeiter über Monate die Akteneinsicht zu verweigern/verhindern?
4. Gehört es zur Standardeinschätzung Ihrer Mitarbeiter, dass bei einer
Abstandsregel von 0,4 und einem sechsstöckigem Neubau davon auszugehen
ist, dass für die umliegend betroffenen Wohnungsbesitzer oder Mieter, die durch
den Neubau absehbar den größten Teil Ihrer Sonneneinstrahlung einbüßen
werden, keine nachbarrechtlichen Belange erkennbar sind.
5. Gemäß Ihren Ausführungen vom 10.12.2015 konnten Sie sich nicht vorstellen,
dass ich durch die betreffenden Vorträge verhöhnt, beleidigt oder in meiner
Würde verletzt wurde. Können Sie sich vorstellen, dass ein mangelndes
Vorstellungsvermögen Ihrerseits Ihre stadtentwicklungspolitischen Vorstellungen
beeinträchtigt?
4. Einwohnerfrage
Dr. Michael Roeder
Erinnerung an die Zwangsarbeiter der Bezirksämter
Charlottenburg und Wilmersdorf
(schriftliche Beantwortung)
Im Februar 2015 bat das Bezirksamt die Gedenktafelkommission, „einen Vorschlag zu
entwickeln, wie an den historischen Orten ein Gedenken [für die Zwangsarbeiter]
ermöglicht werden kann“. Im Oktober 2015 gab die BVV, in Zusammenwirken mit der
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Ausdruck vom: 08.02.2016
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Gedenktafelkommission, den Auftrag zurück ans Bezirksamt und forderte es nunmehr
seinerseits auf, „darzulegen, wie dieser Zwangsarbeiterlager in unserem Bezirk im
Stadtbild gedacht werden kann“ (Einzelheiten: http://blog.klausenerplatzkiez.de/archive/2015/10/19/dem_gedenken_an_die_zwangsarbe):
1. Was für Vorschläge zum Gedenken an die Zwangsarbeiter hat das Bezirksamt
seitdem in den drei Monaten seit Oktober 2015 erarbeitet bzw. erarbeiten
lassen?
Auch die Bezirksämter Charlottenburg und Wilmersdorf bedienten sich in der Zeit des
Dritten Reiches der Zwangsarbeiter (siehe: http://blog.klausenerplatzkiez.de/tag/zwangsarbeit). Daher steht das heutige Bezirksamt als Nachfolger in der
politischen Verantwortung für das Gedenken an die Zwangsarbeiter seiner Vorgänger
und hat folglich auch die Pflicht zum eigenen Handeln:
2. Stimmt das Bezirksamt dem zu, oder soll jemand anders dem Bezirksamt die
politische Verantwortung dafür abnehmen?
Auch wenn noch viel über Zwangsarbeit im Allgemeinen zu forschen ist, so steht für
Wilhelmsaue 40 bereits fest: Es gab dieses Lager; es wurde vom Bezirksamt
Wilmersdorf betrieben; und es war ein Zwangsarbeiterlager (http://blog.klausenerplatzkiez.de/archive/2015/07
/15/war_das_stadtische_auslanderla). Da die Erinnerung an die Zwangsarbeiter nach
über 70 Jahren mehr als „notwendig“ und „überfällig“ ist (Email des
Bezirksbürgermeisters vom 16.11.2015), frage ich:
3. Wann wird das Bezirksamt aus eigener politischer Verantwortung „an diesem
historischen Ort ein Gedenken ermöglichen“? (und ebenfalls in Charlottenburg)
Die Leiterin des „Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit der Topographie des
Terrors“ und ich baten im vergangenen November vergeblich um ein– vom
Bezirksbürgermeister im September zugesagtes – Gespräch, um eventuell offene
Fragen zu klären:
4. Besteht seitens des Bezirksamtes zeitnah noch Bereitschaft und Interesse dafür?
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Ausdruck vom: 08.02.2016
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