Daten
Kommune
Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
Dateiname
Beantwortung Große Anfrage.pdf
Größe
83 kB
Erstellt
15.03.16, 00:18
Aktualisiert
28.01.18, 01:09
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksachen
der Bezirksverordnetenversammlung
Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
4. Wahlperiode
Ursprung: Große Anfrage
TOP-Nr.:
SPD-Fraktion
Wuttig/Schmitt-Schmelz
Große Anfrage
DS-Nr: 1528/4
Beratungsfolge:
Datum
Gremium
18.02.2016
BVV
BVV-054/4
beantwortet
Sanierungsmaßnahmen in Charlottenburg-Wilmersdorf
Wir fragen das Bezirksamt:
1. Welchen Stand hat die Umsetzung der einzelnen Baumaßnahmen, die mit dem
SIWA-Programm finanziert werden?
2. Welche Maßnahmen konnten bereits abgeschlossen werden?
3. Zu welchen Terminen ist die Fertigstellung der einzelnen noch nicht
abgeschlossenen Maßnahmen jeweils geplant?
4. Liegt dem Bezirksamt eine Statuserhebung des Sanierungsbedarfes
(Gebäudescan) für die im Bezirksvermögen befindlichen Immobilien vor? Wenn
ja, wie ist der Sachstand? Wenn nein, warum nicht?
5. Hat das Bezirksamt mit den Anmeldungen für das SIWA-Programm in den
Jahren 2015 und 2016 die zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft?
Zur Beantwortung Frau BzStR König:
Frau Vorsteherin, meine Damen und Herren, Frau Schmitt-Schmelz, ich möchte die
Spannung gerne auflösen.
Die Große Anfrage beantworte ich für das Bezirksamt wie folgt:
«VONAME»
Ausdruck vom: 25.02.2016
Seite: 1
Zu 1.
Die Umsetzung der einzelnen Baumaßnahmen ist im Bezirk insbesondere mit Bezug
auf die verwaltungsformalen Voraussetzungen weit voran geschritten. Die nehmen
nämlich einen großen Teil der Zeit ein, das ist ein sehr formalisiertes Verfahren. Für alle
acht angemeldeten Maßnahmen hat der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses in
seiner Sitzung am 09.09.2015 bereits die vollständige Freigabe der bis dahin
gesperrten Mittel beschlossen. Sie müssten vielleicht mal bei Ihren Kolleginnen und
Kollegen in anderen Bezirken frage, ob sie es auch schon geschafft haben.
Seit dem war die Bewirtschaftung der zur Verfügung stehenden Mittel möglich. Der
Sachstand zu den einzelnen Maßnahmen stellt sich per 01.01.2016 wie folgt dar:
lfd. Kapitel/Titel
Nr.
Bezeichnung
BPU Gesamt- IST zum
volumen 31.12.2015
in
€
1
2
3
4
5
6
7
8
9810/70022 Neubau SH ISS Wilmersdorf
9810/70023 Schulerw. und San. Campus Schmargendorf
Grundinstandsetzung Wegeflächen
9810/70063
Volkspark Wilmersdorf
Neubau Trainingsbeleuchtung SP
9810/70064
Hubertusallee
San. Bolzplatz Haus der Jugend "Anne
9810/70065
Frank"
9810/70066 Holzpergola Lietzenseepark
9810/70067 Neubau Kinderspielplatz Seesenheimer Str.
9810/70068 Teilsan. Rudolf-Mosse-Stift
Zwischensumme:
ja
ja
4.950.000 172.350,03
2.500.000 213.715,06
ja
1.200.000
0,00
ja
150.000 150.000,00
ja
200.000
ja
ja
ja
0,00
80.000
2.380,00
260.000
0,00
450.000 348.608,35
9.790.000 887.053,44
Im Haushaltsjahr 2015 wurden insgesamt 887.053,44 € eingesetzt. Für die sieben ab
dem Haushaltsjahr 2016 weiter zu führenden Maßnahmen wurden Reste gebildet und
übertragen.
Zu 2.
Die Maßnahme „Neubau Trainingsbeleuchtung SP Hubertusallee“ konnte im
Haushaltsjahr 2015 abgeschlossen werden (vgl. lfd. Nr. 4).
Zu 3.
Die bisher anvisierten Termine zum Abschluss der einzelnen Maßnahmen sind der
nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass mit
Abschluss des Haushaltsjahres 2017 alle SIWA-Maßnahmen des Bezirks beendet und
abgerechnet sein sollen.
«VONAME»
€
Ausdruck vom: 25.02.2016
Seite: 2
lfd. Kapitel/Titel
Nr.
Bezeichnung
BPU
Rest ab 2016 vorläufiger
in
Abschluss
der
Maßnahme
€
1
9810/70022
Neubau SH ISS Wilmersdorf
ja
4.777.649,97
Sep 17
2
9810/70023
ja
2.286.284,94
2017
3
9810/70063
ja
1.200.000,00
Nov 17
4
9810/70064
ja
0,00
5
9810/70065
ja
200.000,00
Sep 16
6
9810/70066
Schulerw. und San. Campus Schmargendorf
Grundinstandsetzung Wegeflächen
Volkspark Wilmersdorf
Neubau Trainingsbeleuchtung SP
Hubertusallee
San. Bolzplatz Haus der Jugend "Anne
Frank"
Holzpergola Lietzenseepark
ja
77.620,00
Jun 16
7
9810/70067
Neubau Kinderspielplatz Seesenheimer Str.
ja
260.000,00
Nov 16
8
9810/70068
Teilsan. Rudolf-Mosse-Stift
ja
101.391,65
Aug 16
Zwischensumme:
8.902.946,56
Zu 4.
Auf Initiative der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft wurde im
Jahr 2015 eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit der Erstellung eines sog.
Gebäudescans auseinander setzen sollte, um eine möglichst einheitliche und
vergleichbare Abbildung des Sanierungsstaus in Schulimmobilien zu erhalten. Diese
Arbeitsgruppe setzte sich aus Vertretern der Sen BJW sowie einigen
Hochbauamtsleitern der Bezirke zusammen. Im Ergebnis gab es Arbeitsanleitung,
welche Daten wie in diesem Gebäudescan abgebildet werden sollten.
Die Erstellung dieses Gebäudescans soll von den Bezirken bis zum 30.06.2016 fertig
gestellt sein. Die SE FM befindet sich in der Erarbeitung.
Zu 5.
Zu Beginn des Verfahrens standen jedem Bezirk insgesamt 7,1 Mio. € zur Verfügung,
wovon 4,4 Mio. € für bestandserhaltende bzw. bestandserweiternde Maßnahmen in
Schulen und weitere 2,7 Mio. € ohne schulischen Bezug vorzusehen waren.
Im Rahmen des Anmeldeprozesses hat der Bezirk auf Basis des BA-Beschlusses Nr.
254 eine Projektliste beschlossen, die mit Schulbezug 5 Maßnahmen mit einem
Volumen von 11,13 Mio. € beinhaltete und ohne schulischen Bezug weitere neun
Maßnahmen im Umfang von 3,35 Mio. €. Das Gesamtvolumen der Anmeldung belief
sich also auf 14,48 Mio. € und enthielt auch eine bezirkliche Prioritätensetzung.
Im Zuge der Aufstellung des Landeshaushaltes 2016/2017 und der Bildung des
Haushaltsplans des Sondervermögens (Kapitel 9810) fanden unter Beteiligung der
federführenden Senatsfachverwaltungen (Stadtentwicklung und Umwelt bzw. Bildung,
Jugend und Wissenschaft) acht Maßnahmen des Bezirks Berücksichtigung, die mit
einem Gesamtvolumen von 9,79 Mio. € rd. 2,7 Mio. € über der ursprünglich je Bezirk
vorgesehenen Summe lagen.
«VONAME»
Ausdruck vom: 25.02.2016
Seite: 3
Das ist mit Sicherheit der Tatsache geschuldet, dass wir seit Jahren zu den Bezirken
gehören, die am Jahresende keine Mittel zurückgeben, sondern trotz einer
ausgesprochenen schwierigen personellen Situation in der Lage sind, die immer viel zu
knappen aber immerhin vorhandenen baulichen Mittel komplett auszugeben und da die
Mittel, die von anderen Bezirken nicht verbaut werden, dann auch von anderen
Bezirken in Anspruch genommen werden können, haben wir auch da in den
vergangenen Jahren noch mal das eine oder andere zusätzlich für den Bezirk an Land
ziehen können, weil die Abteilungen Hochbau bei mir da ranklotzt und alles möglich
macht, was man nur möglich machen kann, um zum einen das zugesagte Geld zu
verbauen und ggf. die Vorbereitung so weit zu haben, dass sie bei Rückgabe von
anderen Bezirken auch da noch Gelder bekommen können, um weitere Maßnahmen zu
realisieren. Dafür bin ich den Kolleginnen und Kollegen ausgesprochen dankbar und
wenn sie die Zahlen sehen, können wir uns da als Bezirk gut sehen lassen.
Dankeschön.
«VONAME»
Ausdruck vom: 25.02.2016
Seite: 4