Daten
Kommune
Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
Dateiname
Vorlage zur Kenntnisnahme.pdf
Größe
79 kB
Erstellt
29.11.16, 18:08
Aktualisiert
28.01.18, 00:38
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksachen
der Bezirksverordnetenversammlung
Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
4. Wahlperiode
Ursprung: Antrag
TOP-Nr.:
SPD-Fraktion
Wuttig/Hansen
Vorlage zur Kenntnisnahme
DS-Nr: 1598/4
Beratungsfolge:
Datum
Gremium
21.04.2016
18.05.2016
19.05.2016
BVV
Bü
BVV
BVV-056/4
Bü-048/4
BVV-058/4
überwiesen
mit Änderungen im Ausschuss beschlossen
ohne Änderungen in der BVV beschlossen
Grundreinigung in den schadstoffbelasteten Räumen des
Dienstgebäudes Hohenzollerndamm
Die BVV hat in ihrer Sitzung vom 19.05.2016 beschlossen:
Das Bezirksamt wird aufgefordert umgehend dafür Sorge zu tragen, dass die von den
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der Personalvertretung geforderte und auch von
Arbeitsmedizinern empfohlene Grundreinigung im Dienstgebäude Hohenzollerndamm
von der zuständigen Bezirksstadträtin in Auftrag gegeben wird.
Der BVV ist erstmalig zum 30.06.2106 zu berichten.
Judith Stückler
Bezirksverordnetenvorsteherin
Hierzu wird Folgendes berichtet:
Als Vorbemerkung sei zunächst angemerkt, dass bei sämtlichen Untersuchungen zu
möglichen Schadstoffbelastungen im Dienstgebäude Hohenzollerndamm, die von der
Dienststelle bei externen Gutachtern in Auftrag gegeben wurden, keine Anhaltspunkte
gefunden wurden. Die ebenfalls erfolgte Aktenbeprobung auf Schadstoffe ergab im
Ergebnis keinen Hinweis auf Überschreitung von Richtwerten. Eine Ausnahme stellen
die Büroräume der sogenannten Dachaufbauten wegen der baulichen Besonderheiten
im 6. OG dar. Die Sanierung und die Dacharbeiten werden bis Ende Oktober 2016
abgeschlossen sein. Nachfolgend werden unter a) die Maßnahmen für die Räume, in
«VONAME»
Ausdruck vom: 29.11.2016
Seite: 1
denen keine Schadstoffe festgestellt wurden dargestellt. Unter b) werden die
Maßnahmen der Räumlichkeiten im 6. OG betrachtet.
Zu a)
Mit Schreiben vom 31.05.2016 hat der Dienststellenleiter, Herr Bezirksbürgermeister
Naumann, die Beschäftigten des Dienstgebäudes hinsichtlich der Reinigung informiert.
„ (…) Im Nachgang zu der Teilpersonalversammlung am 08.07.2015 hat die Dienststelle
in Absprache mit dem Personalrat eine Befragung der Beschäftigten bezüglich
gesundheitlicher Beschwerden durchgeführt. Die mit der Auswertung der Befragung
beauftragte Charité hatte u.a. im Ergebnis zum Kritikpunkt „Staub“ eine „Grundreinigung
nach Einzelfallentscheidung“ empfohlen.
Diese Empfehlung wird nach Absprache mit dem Personalrat flächendeckend, d.h. in
allen Diensträumen im Dienstgebäude Hohenzollerndamm, mit einer gründlichen
Reinigung umgesetzt. Es bedarf hierzu keines gesonderten Antrages.
Die gründliche Reinigung umfasst – je nach Boden - das feuchte Wischen oder Saugen
des Bodens sowie das feuchte Wischen aller freien Flächen im Büro. Die Möbel werden
dabei nicht bewegt, müssen also nicht ausgeräumt werden. Zu reinigende Freiflächen
sind (…) zum Reinigungstermin entsprechend frei zu räumen.
Die jeweils betroffenen Abschnitte werden mit einer Vorlaufzeit von ca. 14 Tagen per
Aushang über die vorgesehenen Reinigungstermine informiert. (…)“
Zu b)
Zu den Räumen in 6. OG gibt es seit der 26. KW folgende Mitteilung an die
Beschäftigten.
„Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
in den letzten Tagen haben neuerliche Schadstoffmeldungen im Dienstgebäude
Hohenzollerndamm für Unruhe gesorgt. Daher möchte ich Sie im Folgenden über die
eingeleiteten Schritte informieren.
Mit Schreiben vom Freitag, dem 3.6., wurde das Bezirksamt von Beschäftigten über
Gerüche in einem Flur des 6. OG informiert. Wir haben umgehend reagiert und am
Mittwoch, dem 8.6., Raumluftmessungen in Kopfhöhe und in den Zwischendecken
durchführen lassen. Am 13.6. lagen die Ergebnisse vor, die dann bereits zwei Tage
später hinsichtlich der notwendigen Maßnahmen mit dem Gutachterbüro besprochen
wurden. Dem koordinierenden Arbeitsschutz wurden die Prüfergebnisse am 16.06. zur
Verfügung gestellt. Im Aufenthaltsbereich (Kopfhöhe) wurden keine kritischen Werte
gemessen, im Zwischenbereich der abgehängten Decke wurden die Referenzwerte für
Naphthalin jedoch erheblich überschritten.
Am selben Tag wurde begonnen, die Decke im Flur zu versiegeln, damit bis zur
veranlassten Sanierung keine Schadstoffe mehr in die Räume entweichen können. In
den umliegenden Funktionsräumen wird im Anschluss die Sanierung fortgesetzt.
Ebenso wurden weitere Dachflächen beprobt. Schon am 22.06. lagen entsprechende
Angebote von Dachdeckerfirmen vor und die Sanierung konnte beauftragt werden.
Personalrat, Arbeitsschutz Koordination, Gesundheitsmanagement und die
Betriebsärztin der Charité waren vor Ort und haben sich persönlich von den Gerüchen
und den eingeleiteten Maßnahmen überzeugt. Gestern am 27.06. wurden zusätzliche
Messungen durchgeführt, deren Ergebnisse werden wieder zeitnah im
Beschäftigungsportal veröffentlicht.
«VONAME»
Ausdruck vom: 29.11.2016
Seite: 2
Aktuell haben die Dacharbeiten begonnen, geplant ist deren Fertigstellung bis Ende
August. Für alle betroffenen Beschäftigten wurden zeitnah Ersatzarbeitsräume
bereitgestellt. Sie können sicher sein, dass wir Beschwerden sehr ernst nehmen und
umgehend handeln – in diesem Tempo sind Sanierungen sonst wohl nirgends zu
erwarten. Wir werden selbstverständlich und schnell alle notwendigen Maßnahmen
ergreifen, um jegliche gesundheitliche Beeinträchtigungen für Sie auszuschließen.“
Das Bezirksamt trifft sämtliche Maßnahmen, um eine Gesundheitsgefährdung der
Beschäftigten abzuwehren als diese auch zeitgleich über die getroffenen Maßnahmen
zu informieren. Das Bezirksamt bittet, den Beschluss damit als erledigt zu betrachten.
Reinhard Naumann
Bezirksbürgermeister
«VONAME»
Dagmar König
Bezirksstadträtin
Ausdruck vom: 29.11.2016
Seite: 3