Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Antrag CDU 5. BVV.pdf
Größe
100 kB
Erstellt
25.02.17, 03:56
Aktualisiert
28.01.18, 03:47
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksache
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
VIII-0115
Ursprung:
Antrag, Fraktion der CDU
Antrag
Fraktion der CDU
Beratungsfolge:
01.03.2017
BVV
BVV/005/VIII
Betreff: Informationsveranstaltung zur geplanten Bebauung der Falkenberger
Straße 151-154
Die BVV möge beschließen:
Das Bezirksamt Pankow von Berlin wird ersucht, eine für die Öffentlichkeit zugängliche
Informationsveranstaltung unter Beteiligung der Gesobau, des Landesamtes für
Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und
Soziales zu organisieren und zeitnah durchzuführen.
Berlin, den 21.02.2017
Einreicher: Fraktion der CDU
Johannes Kraft, Sebastian Bergmann, Denise Bittner
und die übrigen Mitglieder der CDU-Fraktion
Begründung siehe Rückseite
Siehe 3. Ausfertigung
Abstimmungsergebnis:
Abstimmungsverhalten:
beschlossen
einstimmig
mehrheitlich
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Ja-Stimmen
Gegenstimmen
Enthaltungen
federführend
überwiesen in den Ausschuss für
mitberatend in den Ausschuss für
sowie in den Ausschuss für
Drs. VIII-0115
Begründung:
Wie der Intertnetseite der Gesobau zu entnehmen ist, plant diese die Errichtung von 66
Wohnungen für 300 Menschen in modularer Bauweise auf dem 6.511m² großen
Grundstück in der Falkenberger Straße 151-154.
Hierbei handelt es sich jedoch nicht um temporäre, auschließlich von Flüchtlingen
genutzte, Wohnungen. Stattdessen sind die Gebäude für eine normale Lebensdauer
von Neubauten geplant und sollen zukünftig allen Bevölkerungsgruppen als Wohnraum
zur Verfügung stehen (eigene Darstellung der Gesobau).
Insofern handelt es sich bei diesem Bauvorhaben um eine zeitlich unbegrenzte massive
Nachverdichtung des ohnehin schon dicht bebauten Gebiets um die Falkenberger
Straße mit viergeschossigen Gebäuden. Diese Nachverdichtung wird auf Dauer
spürbare Auswirkungen auf die bereits dort wohnenden Menschen haben und den
Charakter der aktuellen Wohnanlage deutlich verändern. Vor diesem Hintergrund
sollten die Betroffenen frühzeitig (insbesondere über die langfristigen Entwicklungen)
informiert und gehört werden.
Nach eigener Aussage der Gesobau als Bauherrin, steht sie gemeinsam mit dem
Bezirksamt Pankow mit zahlreichen Institutionen in Weißensee in direktem Kontakt und
gibt in Form von Infobriefen die aktuelle Entwicklung bekannt. Desweiteren ist nach
Fertigstellung des Baus ein sog. „Tag der offenen Tür“ geplant.
Diese Art der Information ist unbefriedigend, zumal (dies belegen auch zahlreiche
Zuschriften aus der Bevölkerung) bei weitem nicht alle direkt und indirekt Betroffenen
erreicht werden und der Zeitpunkt für eine Information viel zu spät ist. Insofern scheint
eine Informationsveranstaltung, über die im Vorfeld breit informiert wird, unter
Beteiligung der zuständigen Behörden und Organisationen dringend geboten.
Beispielgebend für das Format und die Durchführung einer solchen Veranstaltung kann
der (aufgrund der damaligen Weigerung des Bezirksamtes) vom Bürgerverein
Französisch Buchholz organisierte Bürgerdialog dienen, bei dem weit über 200 Bürger
mit Vertretern von Betreibern, der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, dem
LAF und dem zuständigen Polizeiabschnitt 13 diskutiert haben.