Politik bei uns wird nicht mehr aktiv betreut, eine Datenaktualisierung findet genausowenig statt wie Support.

Wir würden gerne weitermachen. Aber die Ansprüche an die Plattform passen nicht zum vollständig ehrenamtlichen Betrieb. Hintergründe und Ideen zur Rettung finden Sie in diesem Blogartikel.

2. Ausfertigung Antrag CDU 5. BVV.pdf

Dies ist ein "Politik bei uns 1"-Dokument. Die Dateien dieser Kommunen werden nicht mehr aktualisiert. Um aktuelle Daten zu bekommen, ist eine OParl-Schnittstelle bei der Kommune erforderlich. Im Bereich "Mitmachen" finden Sie weitere Informationen.

Daten

Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
2. Ausfertigung Antrag CDU 5. BVV.pdf
Größe
148 kB
Erstellt
01.03.17, 04:02
Aktualisiert
28.01.18, 03:47

öffnen download melden Dateigröße: 148 kB

Inhalt der Datei

2. Ausfertigung TOP 1.30 Drucksache Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin T VIII-0115 Ursprung: Antrag, Fraktion der CDU Antrag Fraktion der CDU Beratungsfolge: 01.03.2017 BVV BVV/005/VIII Betreff: Informationsveranstaltung zur geplanten Bebauung der Falkenberger Straße 151-154 Die BVV möge beschließen: Das Bezirksamt Pankow von Berlin wird ersucht, eine für die Öffentlichkeit zugängliche Informationsveranstaltung unter Beteiligung der Gesobau, des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) und der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales zu organisieren und diese zeitnah durchzuführen. Dem Bezirksamt Pankow wird darüber hinaus empfohlen, sich im Vorfeld der Informationsveranstaltung mit der zuständigen Senatsverwaltung in Verbindung zu setzen und zu eruieren, ob der geplante Standort für eine modulare Unterkunft tatsächlich noch benötigt wird und wenn dies nicht der Fall sein sollte, einen sofortigen Baustopp zu veranlassen. Berlin, den 28.02.2017 Einreicher: Fraktion der CDU Johannes Kraft, Sebastian Bergmann, Denise Bittner und die übrigen Mitglieder der CDU-Fraktion Begründung siehe Rückseite Siehe 3. Ausfertigung Abstimmungsergebnis: Abstimmungsverhalten: beschlossen einstimmig mehrheitlich beschlossen mit Änderung abgelehnt zurückgezogen Ja-Stimmen Gegenstimmen Enthaltungen federführend überwiesen in den Ausschuss für mitberatend in den Ausschuss für sowie in den Ausschuss für 2. Ausfertigung TOP 1.30 T Drs. VIII-0115 Begründung: Wie der Internetseite der Gesobau zu entnehmen ist, plant diese die Errichtung von 66 Wohnungen für 300 Menschen in modularer Bauweise auf dem 6.511m² großen Grundstück in der Falkenberger Straße 151-154. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um temporäre, ausschließlich von Flüchtlingen genutzte, Wohnungen. Stattdessen sind die Gebäude für eine normale Lebensdauer von Neubauten geplant und sollen zukünftig allen Bevölkerungsgruppen als Wohnraum zur Verfügung stehen (eigene Darstellung der Gesobau). Insofern handelt es sich bei diesem Bauvorhaben um eine zeitlich unbegrenzte massive Nachverdichtung des ohnehin schon dicht bebauten Gebiets um die Falkenberger Straße mit viergeschossigen Gebäuden. Diese Nachverdichtung wird auf Dauer spürbare Auswirkungen auf die bereits dort wohnenden Menschen haben und den Charakter der aktuellen Wohnanlage deutlich verändern. Vor diesem Hintergrund sollten die Betroffenen frühzeitig – insbesondere über die langfristigen Entwicklungen – informiert und gehört werden. Nach eigener Aussage der Gesobau als Bauherrin, steht diese gemeinsam mit dem Bezirksamt Pankow mit zahlreichen Institutionen in Weißensee in direktem Kontakt und gibt in Form von Informationsschreiben die aktuellen Entwicklungen bekannt. Des Weiteren ist nach Fertigstellung des Baus ein sogenannter „Tag der offenen Tür“ geplant. Diese Art der Informationspolitik ist unbefriedigend, zumal bei weitem nicht alle direkt und indirekt Betroffenen erreicht werden und der Zeitpunkt für eine Information bereits viel zu spät ist. Dies belegen auch zahlreiche Zuschriften aus der Bevölkerung. Insofern scheint eine Informationsveranstaltung, über die im Vorfeld breit informiert wird, unter Beteiligung der zuständigen Behörden und Organisationen dringend geboten. Beispielgebend für das Format und die Durchführung einer solchen Veranstaltung kann der vom Bürgerverein Französisch-Buchholz organisierte Bürgerdialog dienen, bei dem weit über 200 Bürgerinnen und Bürger mit Vertretern von Betreibern, der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales, dem LAF und dem zuständigen Polizeiabschnitt 13 diskutiert haben. Am 25. Februar 2017 erklärte die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, gegenüber dem rbb, dass der Vertrag mit dem Land Brandenburg zur Unterbringung von Flüchtlingen in der Erstaufnahmeeinrichtung Wünsdorf in Kürze gekündigt werde. Sie begründet dies mit: „Jetzt kommen aber nicht mehr so viele geflüchtete Menschen, zum einen", sagte Breitenbach. "Zum anderen gehen die Asylverfahren ausgesprochen schnell. So dass es sich gar nicht lohnt, diese Menschen nach Wünsdorf zu schicken." Menschen, deren Heimat vom Gesetzgeber als sicheres Herkunftsland eingeschätzt wurde, wolle das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) nicht nach Wünsdorf ziehen lassen. "Damit haben wir keine Menschen, um sie dort unterzubringen. Wir bezahlen aber jeden Tag viel Geld. Deswegen müssen wir uns im Senat darüber verständigen, wie wir damit umgehen." Insofern stellt sich zunächst grundlegend die Frage, ob eine weitere Einrichtung zur Unterbringung von Flüchtlingen im Bezirk Pankow auch vor dem Hintergrund der in Kürze zur Verfügung stehenden Kapazitäten im Ortsteil Buch und auf der Elisabethaue bedarfsgerecht ist. Bis diese Frage beantwortet ist, sollten im Bereich der Falkenberger Straße, in welchem bereits eine Flüchtlingsunterkunft existiert, keine weiteren Tatsachen geschaffen werden. Die bereits erfolgten Baumfällungen sind nicht mehr rückgängig zu machen. Weitere bauvorbereitende Maßnahmen, die zum Rückbau des Spielplatzes und der Grünanlagen führen würden, sind jedoch vor dem Hintergrund der zu klärenden Bedarfsfrage vorerst zu stoppen.